• Ausgabe 11/1980

    Ausgabe 11/1980

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Wirtschaft
  • Paulaner-Brauerei

    Dämpfer

    Dem Beobachter von fern mag es belanglos erscheinen: die Paulaner-Brauerei, Nummer eins unter den Bierburgen der bayerischen Metropole, hat auf dem Oktoberfest ein Zelt „verloren“, und zwar ihr „feinstes“.

  • Vor sechs Jahren erschraken die Menschen vor den sehr hohen Ölpreisen – heute reagieren sie wesentlich gelassener

    Das dicke Ende kann noch kommen

    Kinder, so heißt es, pflegen zu pfeifen, wenn sie allein im dunklen Wald ihre Angst verscheuchen wollen. Viele Konsumgüterhersteller verhalten sich ähnlich, sobald sie nach den Aussichten für das laufende Jahr gefragt werden: Sie geben sich ungebrochen optimistisch, obwohl auch ihnen die Furcht in den Knochen steckt – die Furcht vor der Ölrechnung.

  • Sozialversicherung für Künstler

    Querschuß von der Galerie

    Gerade noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl möchte sich Bundeskanzler Helmut Schmidt als Freund der Künstler empfehlen. So signalisierte er seiner Fraktion im Bundestag ein Anliegen von besonderer Priorität: Das Gesetz über die Sozialversicherung der selbständigen Künstler und Publizisten, kurz Künstlerrente genannt.

    Von Wolf gang Hof f mann

  • MANAGER UND MÄRKTE

    Olympia: Vertriebschef geht · Rollei: Heil in der Nische Financial Times: Einen Tag früher

  • Rechnen mit Vernunft

    Cronenberg: Wir halten für die leitenden Angestellten Sprecherausschüsse für notwendig, weil sie eine eigenständige Gruppe im Betriebsleben sind.

  • Bonner Kulisse

    Jörgen Möllemann, FDP-Bundestagsabgeordneter und Wehrexperte seiner Fraktion, hat versucht, etwas Licht in das Dunkel des rüstungswirtschaftlichen Arbeitskreises bei Verteidigungsminister Hans Apel zu bringen.

  • Das Märchen von der harten Mark

    Wer hätte 1978 die Prognose gewagt, daß 1980 die Lira und der Französische Franc die beiden stärksten europäischen Währungen sein würden? Die ehrliche Antwort: niemand.

  • Wienerwald

    Den Fiskus rupfen

    Hendl-König Friedrich Jahn entdeckt die Steuerparadisese Liechtenstein und Bahamas

  • Am 11. März beginnt die Leipziger Frühjahrsmesse. Wie präsentiert sich die DDR-Wirtschaft nach dem Ölschock? Wie sind ihre Aussichten?

    Pläne für den Papierkorb

    Erich Honecker sucht die Krise außerhalb seines Machtbereichs. „Noch nie hat der Kapitalismus in seiner Geschichte den Obergang in ein neues Jahrzehnt mit einem derartigen Pessimismus angetreten“, sagte der SED-Generalsekretär Ende Januar in einer Rede vor Funktionären seiner Partei.

  • Sonnenenergie

    Warmes vom Dach

    Die permanenten Hiobsbotschaften von der Ölpreisfront haben der Sonnenenergie endgültig zum Durchbruch verhelfen. Während im Winter 1978/79 die Hersteller von Solarkollektoren und Wärmepumpen noch auf hohen Lagerbeständen.

  • Börsen-Report

    Die Bedenken wachsen

    Sind die Aktien tatsächlich gegen Zinssteigerungen immun geworden? Zählen angesichts der sich wieder beschleunigenden Inflation nur noch Sachwerte, also an der Börse die Aktien? Wer in den letzten Wochen den Substanzwerten unbeschwert das Wort geredet hat, bekommt zunehmend kalte Füße.

  • Devisenmarkt

    Wunder-Dollar

    In Teheran werden Amerikaner als Geiseln festgehalten. In Afghanistan sind die Sowjets eingefallen. Im Konflikt mit Iran hat Carter Guthaben der iranischen Regierung im Ausland beschlagnahmt.

    Von R. H.

  • US-Finanzminister

    Pfadfinder mit Vergangenheit

    Konzernboß. Zentralbankchef. Finanzminister. Diese drei Stationen auf dem Marsch nach oben hat G. William Miller im Sauseschritt in zwei Jahren absolviert.

    Von Je» Bau

  • Nicht am Bürger vorbei

    Es ist widersinnig, aber wahr: Seit der Ajatollah und Afghanistan, das öffentliche Interesse bannen, ist die Energiekrise als Thema out.

  • Die Amerikaner bleiben Sieger

    Der Marktführer, der Hamburger Zigarettenkonzern Reemtsma, demonstriert zwar Zuversicht, aber die Erfolge haben die anderen.

  • Europäische Gemeinschaf t

    Die Subventionsflut steigt weiter

    Brüssel will die Beihilfen der Mitgliedsländer strenger unter die Lupe nehmen

  • Städtepartnerschaft

    Brillen für Ouahigouya

    Erst war es eine Städtepartnerschaft wie so viele andere auch: Die Bürgermeister besuchten sich bei offiziellen Veranstaltungen, begleitet von Honoratioren-Delegationen; Sportvereine veranstalteten Wettkämpfe und tauschten Wimpel aus.

    Von Michael Jungblut

  • Regionalbörsen

    Mimosen

    Die gutgemeinte Werbung für die von vielen angezweifelte Notwendigkeit der deutschen Regionalbörsen, die von der Hanseatischen Wertpapierbörse anläßlich der Vorlage ihres Jahresberichts veranstaltet wurde, war ein Schuß in den Ofen.

  • Zeitliches aus Europa

    Brüsseler Spitzen

    Wer über Wirtschaftssanktionen der Europäischen Gemeinschaft gegenüber Moskau spricht, sollte Chinesisch verstehen – nämlich das Agrarchinesisch der EG.

  • Gefahr erkannt...

    In der Bundesrepublik droht Wohnungsnot, aber es fehlt der Mut für die nötigen Schritte

    Von Peter Christ

  • Gespräche am Bankschalter

    Bundesschatzbriefe im Hintertreffen

    Auf dem Rentenmarkt werden zum erstenmal seit 1974 wieder Papiere mit einem Nominalzinssatz von neun Prozent angeboten. Damals folgten ihnen unmittelbar die „Zehnprozenter“, Schlußlichter der Zins-Hausse.

  • ZEITRAFFER

    Die Inflationsrate in der Bundesrepublik Deutschland klettert. Nachdem sie im Januar auf fünf Prozent zurückgegangen war, schnellte sie im Februar auf 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hoch.

  • Wissen
  • Treue wird teurer

    Der Kostenanteil, den die Europäer für die von Helmut Schmidt im Bundestag beschworene, glaubwürdige, gemeinsame westliche Politik zur Bewältigung der Afghanistan-Krise tragen sollen, wird wahrscheinlich eine Höhe erreichen, die der Bundeskanzler selbst nach seinen Gesprächen mit dem amerikanischen Präsidenten in dieser Woche nicht klar abzusehen vermag.

    Von Ulrich Schiller

  • Mehr Rückhalt für Kernenergie

    Im Prinzip war die Entscheidung, auf welche Weise Kernkraftwerke entsorgt werden sollen, schon im vergangenen Herbst gefallen.

  • Der Zwang zu einer Entziehungskur

    Gäbe es eine Tapferkeitsmedaille für Unerschrockenheit im Kampf gegen Pessimismus und Kleinmut, Martin Grüner hätte sie sich redlich verdient.

  • Zeigt her eure Fältchen...

    Mit den Krähenfüßchen an den Augenwinkeln fängt es an, dann graben sich die Furchen, die immer schon da waren, zunehmend tiefer ein, die Tränensäcke werden sichtbar, und schließlich ist das ganze Gesicht zerknittert.

  • Neue Computer-Technik

    Durch Tunneln und Blasen zum Erfolg

    Superschnelle Schaltungen und Magnetblasen-Speicher revolutionieren die Datenverarbeitung

  • Eine blamable Ausrede

    Plötzlich war alles so nicht gemeint gewesen. Auf einmal soll alles nur ein „Mißverständnis“, ein „Irrtum“ gewesen sein. Schuld waren angeblich Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Weißem Haus und dem Außenministerium.

  • Ruhe an der Scheidungsfront?

    Es ist bei uns nahezu die Regel, daß ein Reformgesetz, welches wichtige Bereiche der politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit neu regeln will, erst dann für verläßlich gilt, wenn ihm auch die Bundesverfassungsrichter ihren Segen erteilt haben.

  • Mißbildungen

    Bizarrer Tumor

    Als Professor Bruce Beckwith von der amerikanischen University of Washington den Leichnam eines völlig verunstalteten Babys öffnete, kam ihm ein folgenschwerer Verdacht: Das enorm verwachsene Gehirn schien auf eine neue Art von Mißbildungen hinzudeuten.

  • Reisen
  • Dem Laien ins passende Schlauchboot geholfen

    Geht der Laie bei einer Bootsausstellung auf der Suche nach einem Schlauchboot von Stand zu Stand, hat er es schwer, sich durch den Berg von Informationen hindurchzuwühlen und sich von den Anpreisungen der Verkäufer nicht verwirren zu lassen.

  • Prags Altstadt mit ihren geheimnisumwitterten Ecken und Winkeln steckt voller Legenden. Ein Prager Autor ist denRätseln nachgegangen, die schon die Neugier von Egon Erwin Kisch geweckt haben

    Das 13. Zimmer

    An dem großen Haus an der Ecke der Straßen Kožná und Melantrichova hängt in Höhe des ersten Stockwerkes das kupferne Porträt eines älteren Mannes mit langem Haar und einem ausgeprägten Profil.

  • Vor Kaffeefahrten in Urlaubsorten wird gewarnt

    Senioren, die per Pauschalreise zum Überwintern in südliche Länder fahren, können zwar Schnee, Eis und Kälte entfliehen, nicht aber den cleveren bundesdeutschen Verkaufsveranstaltern.

  • China

    Der Zeitung Peking Daily zufolge werden in der chinesischen Hauptstadt derzeit Pläne erörtert, für Touristen einen zusätzlichen Abschnitt der Großen Mauer freizugeben.

  • Manila

    Mehr Hotels als Minister

    In den Hallen rauschen kleine Wasserfälle nieder, jazzen vorzügliche Bands in schmiedeeisern-verschnörkelten französisch-kreolischen Bars oder huschen allgegenwärtige Kellner in blendendweißen Admiralsuniformen von Sessel zu Sessel: In Manila ist die bereits vergangen geglaubte Kultur der großen Hotellerie noch gegenwärtig – und das in einem Umfang wie in keiner anderen Metropole.

    Von Klaus Viedebantt

  • DIE ZEIT
  • Zeitmosaik

    Es gab eine Zeit, da war er beinahe so beliebt und populär wie heute der große Minetti: der Schauspieler Friedrich Maurer, „der wunderbare Friedrich Maurer wie Friedrich Luft immer wiede emphatisch schrieb.

  • Erdöl, Salz und ein Schuß Tabasco

    Wie der Panzer einer überdimensionalen Schildkröte erhebt sich Avery Island aus der Marschlandschaft. Nur wenige Meilen von einer Ausbuchtung des Golfes von Mexiko entfernt, liegt diese „Insel“ im Süden des amerikanischen Bundesstaates Louisiana.

  • Fast ein Debakel: Filmfestspiele 1980

    Kino: Die Berliner Krankheit

    Dürftig, kläglich, mager: Mit solchen Adjektiven fiel (in seltener Einhelligkeit) die deutsche Filmkritik über das offizielle Programm der 30.

  • Rechtspolitischer Kongreß der SPD

    Ein programmiertes Alibi

    Ein gescheiter Zeitgenosse hat unlängst den deutschen Parteien die gemeinsame Neigung attestiert, mit kontroversen Sachthemen, über die sie sich eigentlich auf ihren Parteitagen oder in ihren Parlamentsfraktionen streiten müßten, in Kongresse zu flüchten.

  • „Vertraulichkeit wird zugesichert“

    „In Gelsenkirchen haben sich durch das Zusammenleben von Zigeunern und Obdachlosen auf engem Raum besondere Schwierigkeiten ergeben.

  • Er zitiert nur noch sich selbst

    Teddy Stauffer, Swing-König der dreißiger Jahre, führt ein beschauliches Leben

    Von Mdrgrit Gerste

  • Mit einem Diener auf den Berg

    Er war einer der meistgebildeten Männer seiner Zeit, hatte zunächst Jura, dann auch andere Fächer, die heute zu den Geisteswissenschaften zählen, studiert.

  • Ausstellung in Paris: Hommage à Monet

    Aufstand einst - Paradies jetzt

    In der Champagne werden unter dem Morgennebel ungemalte Bilder frei. Ein vergessener Heuhaufen, die Reste einer Steinbrüche.

  • Iran

    Tauziehen um die Geiseln

    Für die junge Krankenschwester Zahra Gholami und ihren Ahmad Davoudi war das Glück vollkommen. Sie waren wohl das einzige Hochzeitspaar, das seit der Revolution in den Genuß des persönlichen Segens von Ajatollah Chomeini gekommen ist.

    Von Martin E.pendl

  • BONNER BÜHNE

    „Pfropfen im Programmhals“

    Selbst den Auguren und den Kennern der politischen Hochsprache, in deren Verklausulierungen sich so vieles versteckt andeuten läßt, ist es nicht gelungen, aus der jüngsten Afghanistan-Debatte des Bundestages Neuigkeiten herauszuhalten Regierung und Regierungslager halten es mit diskretem Krisenmanagement, auch um den Preis, daß es sich wie Lavieren ausnimmt oder es tatsächlich ist; die Opposition regt sich darüber auf, aber in Grenzen.

  • Israel: Der Tod eines Pioniers

    Solange David Ben Gurion lebte, der Vater des Judenstaates, weigerte er sich, den Namen Yigal Allons in den Mund zu nehmen. 1948 wollte sich der ehemalige Kommandeur der ruhmreichen Spezialtruppe Palmach nicht aus dem von ihm bereits eroberten Sinai-Teil zurückziehen.

  • Worte der Woche

    „Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sollten sich verpflichten, vom Beginn des Wahlkampfes an – also etwa ab Juni/Juli dieses Jahres – auf jede eigene Kommentierung der innenpolitischen Szene zu verzichten und in der Berichterstattung über die Parteien und ihre Aktivitäten für eine (auch nach Minuten und Sekunden) meßbare Gleichbehandlung zu sorgen.

  • Inflation in USA

    Wortbruch vor der Wahl?

    Am 21. Februar bekam US-Präsident Jimmy Carter den Vorabdruck des vom US-Arbeitsministerium erstellten Konsumgüterpreisindices zu Gesicht.

    Von Jes Hau

  • Kleinkunst

    Hammer und Harfe

    Die vier wollen anscheinend Ärger haben. Sie starten in Hannover ein Kabarett und suchen sich als Zielscheibe auch noch den eigenen Ministerpräsidenten aus.

    Von Joachim Holtz

  • Ein Netz für den Drahtseilakt

    Die Kurszettel der Zeitungen werden bald um ein Sternchen ärmer werden. Um eines jener Sternchen nämlich, zu denen in einer Fußnote erläutert wird, daß die Aktie noch über hundert Mark lautet.

  • Als die Hanni beerdigt wurde

    Achtundvierzig ist die Hanni geworden, und ihre Beerdigung hat fünfzehntausend Mark gekostet. Nun liegt sie in einem Eichensarg; ein.

  • Die Weißen zittern vor Mugabe

    Im letzten Kriegsjahr konnte man allenthalben in Berlin ein Hitler-Plakat sehen, dessen Text eindringlich deutlich machte, wie rastlos „der Führer“ Tag und Nacht für sein Volk tätig ist.

  • China

    In Peking ist das He Ping „in“

    Das Café heißt „He Ping“, was soviel wie „Frieden“ bedeutet. Es befindet sich in Peking, und wenn Insider von ihm sprechen, dann nur flüsternd.

  • „Ein Präsident mit einer Mission“

    Erst reden wir mit den Golf-Staaten über die europäisch-arabische Kooperation, in Jordanien kommt dann das Palästinenser-Problem zur Sprache.

    Von Kfeu*jpeter 5*fenwd

  • Menschenschmuggel im Neckartal

    Der Sohn des Feldmarschalls, sonst eher liberal und leutselig, gab sich militärisch: „Ich nehme das alles nicht als ein gottgewolltes Schicksal hin, daß man auf staatlicher Ebene untätig bleibt und die brave Fronttruppe, die Kommune, ausbaden soll, was oben alles verbrochen wird.

  • Zeitspiegel

    In seinem Bemühen, zusätzliche Rohstoff-Reserven zu erschließen, versucht der rumänische Staatsrat jetzt, Rentner und unbeschäftigte Familienmitglieder als Goldwäscher anzuwerben.

  • Eritrea: Wende in Sicht?

    Als der äthiopische Juntachef Mengistu Haile Mariam im Sommer 1978 zum vernichtenden Schlag gegen die Eritreer ansetzte, kontrollierten die beiden eritreischen Befreiungsfronten den gesamten 120 000 Quadratkilometer großen Küstenstreifen am Roten Meer.

  • Kunstkalender

    Wie ist jemand zu fassen, der im Kunstzusammenhang arbeitet und ausstellt, der behauptungsgemäß aber keine Kunst produziert; der sich regressiv auf Schamanen und antike Mythen beruft und gleichzeitig ausschließlich zukunftsorientiert arbeitet; der in einer Person Wissenschaftler und Magier sein, der politisch im Heute wirken will und gleichzeitig Irrationalität propagiert? Joseph Beuys, immer noch und mehr denn je, fordert zur Stellungnahme heraus.

  • Er war’s

    Zu Unrecht zum „Freiheitshelden“ idealisiert (vor allem durch Schiller) wurde Don Carlos (1545–1568), Sohn Philipps II. von Spanien.

    Von Aufnahme: Stab). Berlin

  • Ein spätes Kind des Wirtschaftswunders

    Lothar Späth, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, gehört mit seinen 42 Jahren zu einer Politikergeneration, die es schwer hat, ihr Bild unverwechselbar zu machen.

    Von Nina Granenberg

  • Als einziger westlicher Journalist hat unser Korrespondent den Aufstand gegen die sowjetische Besatzungsmacht in der afghanischen Hauptstadt von Anfang an miterlebt

    Der blutige Freitag in Kabul

    Der russische Panzersoldat hält sich mit beiden Händen die Ohren zu. Dann geht der stählerne Deckel runter, läuft der Motor dröhnend an und dreht sich der Maschinengewehrlauf rundum gegen den nicht faßbaren, nicht ins Visier zu bekommenden Gegner.

  • China: Maoisten räumen das Politbüro

    Die Widersacher Mao Tse-tungs haben sich in der chinesischen Führungsspitze endgültig durchgesetzt. Maos letzte Getreuen im Politbüro mußten zurücktreten.

    Von Karuheinz Janßen

  • Auf Literatur-Safari

    Eigentlich wollte die Redaktion Bernhard Grzimek als Sonderkorrespondenten schicken; für Zoologie ist er ja eher zuständig – und der Kandidat wie sein Winterhilfs-Mephisto Stoiber haben wohl nachdrücklich in Brehms Tierleben gelesen, von der zeitgenössischen Literatur aber vielleicht Titel wie „Katz und Maus“ oder „Das Einhorn“ ein wenig mißverstanden.

  • Fernseh-Kritik

    Professor und Alt-Student

    Angekündigt war ein Disput: ein Wortwechsel leidenschaftlich-gelehrter Natur, ein Streitgespräch also – und heraus kam ein Abfragestündchen, das dem Befragten Gelegenheit bot, sich das Abgeforderte nach Belieben zurechtzubiegen, um das so Umgeformte in ausschweifender Rede zu umkreisen .

  • Rundfunk-Skandal, Teil II

    Die Kapitulation bei Radio Bremen

    Vor zwanzig Jahren, zum Jahreswechsel 1959/60, verhinderte die sozialdemokratische Senatorin in Bremen, Annemarie Mevissen, daß Günter Grass für die „Blechtrommel“ den Literaturpreis der Hansestadt bekam.

  • Fernseh-Vorschau

    Geschichte, gefühlvoll

    Ein kleines Mädchen sitzt am Küchentisch und macht Hausaufgaben, Rechnen: „Ein Geisteskranker kostet täglich 4,50 RM, ein Krüppel 3,50 RM, ein Verbrecher 3,– RM, ein Angestellter verdient jedoch nur 3,– RM am Tag“ steht da im Schulbuch unter der Oberschrift „Berechnungen über das lebensunwerte Leben“.

    Von Manuela Reichart

  • Ausstellung in Hamburg: Bernard Schultze

    Bleiernes Erstarren

    Im Jahr 1947 hatte Bernard Schultze seine erste Ausstellung überhaupt und seine erste Ausstellung in Hamburg: in der Galerie „Junge Kunst“ bei Gottfried Sello.

    Von Petra Kippkofi

  • Gesellschaft
  • Den Finnen auf die Spur gekommen

    Im Kreis der elegant wattierten, kunststoffglänzenden Pistenfahrer machen sich Langläufer, in ihren matten Turnanzügen aus wie verirrte Jogger in der Disko.

  • Behinderte sind kein Hemmnis

    Die Anwesenheit von Behinderten stellt keinHemmnis für den Ausbau des Fremdenverkehrs dar, belehrte jetzt der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim zwei Hausbesitzer aus dem Schwarzwalddorf Seewald-Schernbach.

  • Spanien vor dem Pleitesommer

    Die schönen Tage sind nicht nur in Aranjuez zu Ende, auch in Alicante, Benidorm, Marbella, Maspalomas und Las Palmas schauen die Bewohner skeptisch in die Frühlingssonne: Spanien, das zu einem Gutteil von seinem Fremdenverkehr lebt, geht wohl einem Saisondesaster entgegen.

  • Karriere
  • Die verschenkte Chance

    Was in Europa noch die Ausnahme ist, wird in den USA mehr und mehr zur Regel: systematische Ausbildung des Management-Nachwuchses auf Business Schools à la Harvard.

    Von Hans D. Werner

  • Kinder- und Jugendbücher
  • Märchen von der Romantik bis zur Gegenwart

    Pirlipat und Maulbeer-Omelette

    Von Billigausgaben bis hin zur bibliophilen Kostbarkeit lassen Verlage gegenwärtig den Märchen besondere Aufmerksamkeit widerfahren.

    Von Ute Blaich

  • Ein Roman für Jugendliche und Erwachsene

    Wenn du vom Dunkel sprichst

    Einmal malt sich der Gedankenmaler Quado aus, ein „Bücherschreiber“ zu sein: „Eines Tages – ich weiß nicht warum – fällt mir eine Story ein.

  • Eine Roman-Tetralogie

    Sagas aus dem alten Wales

    Die fantasy-Literatur, aus den angelsächsischen Ländern herübergeweht, erfreut sich bei einer wachsenden Zahl von Jugendlichen einer geradezu enthusiastischen Zustimmung, deren Antriebe und ideologische Wurzeln einer genaueren Untersuchung wert wären.

    Von ««fcwy-Literatur

  • Erzähl uns die Geschichte von den „kleinen Leuten“!

    Das Motiv der Erzählung ist nicht neu, die Geschichte etwas dünn vorgetragen. Bestrickend schön sind dagegen die Bilder der holländischen Künstlerin Lidia Postma.

  • Kunst für Kinder

    Veronese mit Lupe

    Guck hin! Unter diesem eher autoritären Titel erscheint jetzt ein Buch: „Kunst zum Anschauen und Kennenlernen für Kinder.“ Gegen ein „Was hängt denn da?“ eine weniger betuliche Anrede.

    Von Carl-Wolfgang Schümann

  • DIE AUSLESE

    Es kommt vor, und das ist schön, daß Schriftsteller, die zwar im Kinderbuch was verloren hätten, aber selten darin was verlieren wollen, sich zu einem Text entschließen, der geeignet ist, Kinder auf die jeweils neue Literatur vorzubereiten.

  • Kultur
  • Robert Havemann wird siebzig

    Ideen sind stärker als Polizeimacht

    Seit jeher bedienen sich die Mächtigen dieser Erde zur Erhaltung ihrer Macht eines differenzierten Instrumentariums. Dabei stellen Bedrohungen mit Waffengewalt noch nicht einmal ihre größte Sorge dar.

  • Gedichte auf dem Ost-West-Weg

    Gewöhnung ins Glück

    Der Text hat lange vor seinem Druck in diesem Gedichtband die Medien durchlaufen als der erste Text, den die Autorin nach ihrem Umzug von Berlin/Ost nach Berlin/West im Sommer 1977 geschrieben hat.

  • Nachdenken nicht gefragt

    Am 7. März wird der Senat der Max-Planck-Gesellschaft formell beschließen, den Arbeitsbereich I des bisherigen „Institutes zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt“ in Starnberg aufzulösen.

  • Ein Rat: Worte statt Waffen

    Europa sprachlos?

    Immer weniger Schüler wollen eine fremde Sprache lernen. Präsident Carter macht sich Sorgen um die amerikanische Außenpolitik, weil es immer weniger sprachkundige Diplomaten gibt.

    Von Rolf Michaelis

  • Ausstellung in Berlin; Carlo Carrà

    Von der Zukunft in die Vergangenheit

    Zukunftsbesoffen, geschwindigkeitstrunken, im Delirium der Technik waren die italienischen Futuristen zu Beginn des Jahrhunderts, vor dem Krieg mit der Türkei, der für Italien erfolgreich endete.

    Von Ernst Busdbe

  • Im Namen des Deutschen Volkes

    Robert Havemann, der am 11. März siebzig Jahre alt wird, ist im Dezember 1943 vom „Volksgerichtshof“ der Nazis unter dem Vorsitz Freislers zum Tode verurteilt worden.

  • Eine der Aufmerksamkeit erregenden Reden hielt Jürgen Lodemann, Autor und Literaturredakteur des Südwestfunks. Die ZEIT druckt Auszüge

    Soziale Droge Fernsehen

    Wann immer private Kommunikationssysteme sich, um zu überleben, die Schlacht um Zuschauer-Einschaltzahlen liefern müssen (im englischen System ist dies eben nicht der Fall), ist das Resultat der frohsinnige Schwachsinn aus der Dose, ist das Ergebnis – das Ende alles Literarischen.

  • In Starnberg wird zur selben Zeit Weizsäckers Institut für Friedensforschung geschlossen

    Denkfabrik im Grunewald

    Mit seinem Titel steht und fällt vieles. Ein „Institute for Advanced Studies hat seinen Sinn. Ein „Institut für Fortgeschrittene Studien“ hätte nur Un-Sinn.

  • Kritik in Kürze

    „Nach Klimt – Schriften zur Kunst in Österreich“, von Wieland Schmied. Keiner hat so viel über zeitgenössische österreichische Kunst geschrieben wie Wieland Schmied – eine Tatsache, die auch dann bemerkenswert bleibt, wenn man, schon einmal mit Superlativen im Geschäft, hinzufügen möchte: Keiner schreibt so viel über zeitgenössische Kunst wie Wieland Schmied (und, in Kenntnis des Autors, auch gleich noch ergänzen könnte: Keiner spricht so viel.

  • Die neue Schallplatte

    „Nana Vasconcelos“. Bekanntgeworden ist dieser Perkussionist (ein Spieler von Rhythmus- und Schlaginstrumenten) als Partner des brasilianischen Komponisten und Gitarristen Egberto Gismonti.

  • Platon

    Apologie

    Was ist das, was um mich ist, was um mich zu sein scheint?“ – In Martin Heideggers „Platons Lehre von der Wahrheit“ bin ich zum erstenmal auf Platon gestoßen; als Autodidakt und, mit Ausnahme des Existentialismus, von Philosophie noch nicht berührt und ohne griechisch lesen zu können, habe ich sicher naiv reagiert.

  • ERICH FRIED

    Ein Mann im Schatten

  • Filmtips

    „Mad Max“ von George Miller sieht aus wie eine australische Version von Godards „Weekend“, inszeniert von Sam Peckinpah mit der Absicht, seinen Helden die letzten Tötungshemmungen auszutreiben.

  • Vietnam

    Indochina, mon amour

    Ohne Nostalgie und Sentimentalität: Peter Scholl-Latours Erinnerungen an ein Land in den Kriegen

  • SARAH KIRSCH:

    Post

    Irgendwo auf der Welt steht mein Baum, denn ich weiß, daß jedem Menschen ein Baum zusteht. Ebenso eine Grasart und ein bestimmter Vogel.

  • Der Iran – ein Jahr danach

    Eine Revolution wird besichtigt

    Fast ein Jahr nach Ausrufung der „Islamischen Republik Iran“ am 2. April 1979 ist noch immer nicht ganz klar, was an diesem neuen politischen System eigentlich so besonders islamisch sein soll, wodurch sich von anderen, bereits existierenden republikanischen Staatswesen in der islamischen weit unterscheidet.

  • Länderspiegel
  • „Unser aller Tellerwäscher“

    Aufs Hendl gekommen

    Johann Strauß und seine G’schichten aus dem Wienerwald“ blieben zweite Wahl, auf Franz Josef Strauß hatten sich zahllose Gäste kapriziert.

    Von Aufnahm*

  • Ernst Heinrichsohn 2. Teil

    Die Bürgschaft

    Es ging alles mit rechten, freilich überraschenden Dingen zu: Erst belegte das Gericht im Kölner Judenmordprozeß gegen Lischka und andere den angeklagten Advokaten und CSU-Bürgermeister Ernst Heinrichsohn mit einer höheren Strafe als die Ankläger gefordert hatten (sechs Jahre wegen Beihilfe am Mord von 70 000 französischen Juden).

  • Lästig ist das Zigeunerleben

    Zigeuner sind schmutzig, aber musikalisch, sie sind Diebe und Betrüger. Sie leben in freier Liebe, sie können weder lesen noch schreiben, und sie ziehen mit protzigen Wohnwagen und teuren Autos über Land.

    Von Ulrich Völklein

  • Lebensart
  • Judo-Wettkampf

    Gleichberechtigung auf der Matte

    Natürlich, wir hatten uns doch so schön daran gewöhnt, sie ein wenig von oben herab als „Lieschen Müller“ zu apostrophieren, und wir waren dabei durch die harte Schule der Erkenntnis gegangen, daß wettkampfmäßig betriebener Judo-Sport im wesentlichen Männersache sei.

  • Bundessozialhilfe

    Als haltlos abgestempelt

    Wenn nicht bald etwas geschieht, werden die Frauenhäuser in der Bundesrepublik ihre Arbeit einstellen müssen. Immer öfter geraten die einzelnen feministischen Initiativen und Arbeitsgruppen in Geldschwierigkeiten.

    Von Viola Roggenkamp

  • Vor 30 Jahren in der ZEIT:

    Krieg und Kriegsgeschrei

    Wie aber steht es mit den Absichten des sowjetischen Politbüros? Feststellen müssen wir zunächst, daß Moskau seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges; keinen militärischen Angriff unternommen hat.

  • Kampf um die Unsterblichkeit

    Wenn es in Frankreich um literarischen Lorbeer geht, dann hört die Gemütlichkeit auf. Man braucht nur die zwischen Euphorie und Beschimpfung schwankenden Kommentare zu betrachten, von denen die alljährliche Welle von Literaturpreisen begleitet wird.

  • Harte Drogen

    Die Sache mit der Schülerin Karin

    Wie ein Mädchen den Kampf gegen das Heroin verliert – und ein Lehrer kapituliert

    Von Fritz Fetzer

  • Irreführung

    Nehmen wir an, es glaube dies jemand, und das ist gut möglich, denn, es handelt sich ja nicht um ein Plakat, das irgend jemand irgendwohin geklebt hat, sondern um eine Anzeige, durch die Paris, die wunderbare Stadt, ihren Bürgern und allen Fremden etwas Wunderbares empfiehlt.

  • Neues Bauen-alte Umgebung

    Je nachdem, wie man zählt, sind es vier, fünf oder neun Gebäude von durchweg schwer definierbarem Alter, die gleich neben der schönen mittelalterlichen Alten Brücke am Mainufer in Würzburg stehen.

    Von Manfred Sadc

  • New Yorker Notizbuch

    Die Lady fiel durch

    Zu berichten ist über einen Trauerfall. Nach kurzem, unglücklichem Leben starb ein Theaterstück – gekillt von der Kritik, verlassen vom Publikum, beweint von Produzenten, Schauspielern und dem Autor.

    Von Barbara von Jhering

  • Das Alter ist eine Wunde

    Keine Panik bitte“, schreibt er, „die Welt geht ja nicht unter, wenn die Menschheit ausgestorben ist.“ – Aber es ist trotzdem ein Buch über Menschen geworden, für das Ken Kaska die Texte und Jürgen D.

    Von ; Aufnahme: Jürgen D. Schmidt