Hohe Wertpapierabschreibungen belasten das Ergebnis der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank.

Allein auf Aktien wurden 100 Millionen Mark, auf Renten nochmals annähernd 30 Millionen Mark abgeschrieben. Zum Ausgleich mußten Buchgewinne, so vor allem aus dem Verkauf der knappen Paulaner-Mehrheit, verwendet werden. Vorstandssprecher Wilhelm Arendts klassifizierte 1979 als „schlechtes Bankenjahr“. Bei einer von 2,35 auf 1,87 geschrumpften Zinsmarge im Bankgeschäft ging trotz des wesentlich besseren Beitrags des Hypothekenbankgeschäfts der Betriebsüberschuß um fast elf Prozent auf 169 Millionen Mark zurück. Unverändert 18 Prozent Dividende auf 423 (361) Millionen Mark Aktienkapital.

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Albingia Versicherungs-AG, Hamburg, schreibt DDG „Hansa“ voll ab.

Die Versicherung, die mit der in Schwierigkeiten geratenen Bremer Reederei seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden ist und 15 Prozent ihres bisherigen Kapitals von 60 Millionen Mark besitzt, hat dieses Paket in ihrer Bilanz per 31.12.1979 auf 1 DM abgeschrieben. Sie verzichtet auf die Teilnahme an der Sanierung, die auf dem Wege einer Kapitalerhöhung von zehn auf 40 Millionen erfolgen soll, nachdem das alte Kapital 6:1 zuammengelegt worden ist. Die neuen Aktien werden im wesentlichen von der Deutschen Bank und der Münchener Rückversicherung übernommen werden.

SMH hat das schwierige Bankenjahr 1979 gut überstanden.

Bei einer Steigerung des Bilanz- und Geschäftsvolumens um vier beziehungsweise 3,5 Prozent auf 2,1 beziehungsweise 2,2 Milliarden Mark konnte das Privatbankhaus Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co den Zinsüberschuß um 8,6 Prozent steigern. Der Bank ist es gelungen, die Zinseinnahmen im Aktivgeschäft rasch an die gestiegenen Refinanzierungskosten anzugleichen. Ein Vorteil des überwiegend kurzfristigen Kreditgeschäftes. Nicht zufrieden sind die Geschäftsinhaber mit dem nichtzinsabhängigen Geschäft, in dem ein Ergebnisrückgang von fast 19 Prozent eingetreten ist. Der Zinsüberschuß deckt weiterhin die Handlungskosten.