Dem gewerkschaftlichen Anliegen wolle er auch künftig dienen, versprach Ulrich Pagelsdorf, als er im vergangenen November per Rundschreiben den Mitarbeitern der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) sein Ausscheiden aus dem Geschäftsführenden Hauptvorstand mitteilte. Mit Gewerkschaften, genauer der IG Metall, wird Pagelsdorf auch künftig zu tun haben, aber nicht mehr als Funktionär. Denn zum 1. Mai wechselt Pagelsdorf auf die andere Seite des Schreibtisches und wird Arbeitsdirektor beim Baumaschinenhersteller Hanomag in Hannover.

Der HBV-Funktionär gehört damit zur kleinen Gruppe von Arbeitsdirektoren, die... von der Gewerkschaftsseite kommen. Und genau das bewog Horst-Dieter Esch, der zum 1. April Hanomag in den von ihm beherrschten Baumaschinenkonzern IBH Holding AG übernommen hat, für Pagelsdorf zu votieren. Denn bei der sanierungsbedürftigen Hanomag müssen Mitarbeiter entlassen und umgesetzt werden. „Das kann man nur mit einer großen Koalition machen“, meint Esch. In diese Koalition soll Gewerkschafter Pagelsdorf, der auf Esch „einen guten Eindruck“ gemacht hat, seinen Vertrauensvorschuß bei den Mitarbeitern einbringen.

Selbst wenn der HBV-Mann mit Esch nicht einig geworden wäre, hätte er sich nicht arbeitslos melden müssen. Seine Kollegen von der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten hatten einen Posten für ihn bereitgehalten.

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Alle Möglichkeiten . der Grenzland-, Technologie- und Umweltförderung will die Eisenwerkgesellschaft Maximilians Hütte mbH im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg ausschöpfen. Für die Umstrukturierung des Profilstahlhandwerks Haidhof hat der Aufsichtsrat schon im Dezember ein Investitionsprogramm im Volumen von 137 Millionen Mark beschlossen. Doch unter dem Vorbehalt, daß der bayerische Staat einen Förderbeitrag leistet, „der berücksichtigt, daß damit in dieser schwierigen Region auf die Dauer über 4000 Arbeitsplätze erhalten werden“.

Vorstandsvorsitzender Manfred Feindler schweigt sich über die Höhe des Staatsbeitrags noch aus. Doch Wirtschaftsminister Anton Jaumann hat längst signalisiert, was „machbar“ ist: zwanzig Prozent der Investitionssumme. Davon gibt es 8,75 Prozent als „Zulage“ und 11,25 Prozent wahlweise als verlorenen Zuschuß oder als zinsgünstiges Darlehen gleichen Subventionswerts. Darüber hinaus hat man der Maxhütte, die zum Klöckner-Konzern gehört, geraten, im