Einen deutlichen Rückgang gab es im März bei der Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik. Sie verminderte sich um 11,7 Prozent auf 875 000 gegenüber dem Februar. Die Arbeitslosenquote sank von 4,3 auf 3,8 Prozent. Im März 1979 lag die Quote bei 4,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote der Männer lag im März 1980 bei 3,0 Prozent, die der Frauen bei 5,0 Prozent. Deutlich bessere Ergebnisse gab es bei den Jugendlichen unter zwanzig Jahren sowie bei älteren Arbeitslosen über 59 Jahren. Die Zahl der Kurzarbeiter verringerte sich von Februar auf März um 7,9 Prozent auf 93 500. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit ist Kurzarbeit zur Zeit nur beim Straßenbau von volkswirtschaftlicher Bedeutung.

Automobilhersteller dürfen bis 1985 mit einem kräftigen weiteren Wachstum rechnen. Zu diesem Schluß kommt die Prognose „Economic Models“ einer internationalen Unternehmensberatungsgruppe. Danach werden die Neuzulassungen in der Bundesrepublik Deutschland, die in diesem Jahr auf 2,56 Millionen Personenkraftwagen zurückgehen sollen, bis 1985 wieder auf 3,1 Millionen steigen.

Europas Steuerzahler lassen sich ihr Parlament etwas kosten – wenn auch gewiß nicht freiwillig. Wieviel das ist, ermittelte jüngst der irische Abgeordnete Rickie Ryan. Danach kosten die Reisen des Europäischen Parlaments zwischen Brüssel, Luxemburg und Straßburg im Jahr 50 Millionen Mark. Hätten die Parlamentarier nur einen Sitz, könnten nach Ryans Rechnung 250 Planstellen und damit 21 Millionen Mark eingespart werden. 1981 werden sich die Mietkosten verdreifachen, da Verwaltungen und Parlamentarier in den drei Städten keine eigenen Gebäude haben. Das jetzige Provisorium, das sich wegen Differenzen zwischen Paris und Luxemburg zu einem Dauerzustand zu entwickeln droht, verursacht allein in diesem Jahr 16 000 Überstunden. Die zusätzlichen Verwaltungskosten, die wegen der drei Arbeitsstätten anfallen, schlucken allein zehn Prozent des Parlaments-Haushalts: 20 Millionen Mark im Jahr.

gf