• Ausgabe 30/1980

    Ausgabe 30/1980

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • „Wie Paulus vor Damaskus“

    Anderson: Uns Amerikanern fehlt oft das Verständnis dafür, daß Amerika und Europa verschiedene Wege zur Entspannung eingeschlagen haben.

    Von Josef Joffe

  • Ein Denkmalsturz in Raten

    Seit Monatsanfang blickt er wieder über den Platz am Tor zum Himmlischen Frieden und auf sein eigenes Mausoleum. Für viele Wochen war das riesige Mao-Bild über dem Eingang zum alten Kaiserpalast in Peking verschwunden – angeblich wegen Renovierungsarbeiten.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • Ein Abschied von Bonn

    Nur noch drei Abgeordnete, die von Anfang an dem Deutschen Bundestag angehört haben, werden vermutlich im kommenden Parlament sitzen.

  • Wahlkampf in den Vereinigten Staaten

    Ein Jeremias für das Weiße Haus

    Hat John Anderson eine Chance gegen Jimmy Carter und Ronald Reagan? In Amerika gibt die jüngste Meinungsumfrage dem „Unabhängigen“ 18 Prozent der Wählerstimmen, dem Rechtsaußen der Republikaner, Ronald Reagan, 41 Prozent und Jimmy Carter 27 Prozent; Tendenz: stark fallend.

    Von Josef Joffe

  • BONNER BÜHNE

    Erotik der Macht trotz Sack und Asche?

    Nach Giscards Staatsbesuch beginnt in die Bonner Politik nun wirklich Sommerruhe einzuziehen. Wer wegen der französischen Visite oder parlamentarischer Nacharbeit noch festgehalten war, hat schleunigst seine Koffer gepackt.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Iran: „Putschversuche sind nichts, solange Gott mit uns ist“

    Unser Beruf: gestern Angestellter, heute Straßenhändler, morgen Dieb!“ – ein Schild aus Pappe, schief zugeschnitten, hingekritzelt, mit einem Reißnagel an einen Bretterbudenkiosk geheftet.

  • Norddeutscher Rundfunk

    Ein Sender – drei Sieger

    Was war das für ein seltsamer Krieg, der da um den NDR geführt wurde: erbitterte Schlachten, mit Friedensschlüssen, die immer nur wenige Tage hielten, ein zermürbender Stellungskampf, bei dem es um winzige Geländegewinne ging, das Urteil eines hohen Gerichts, das die kämpfenden Parteien auf den Ausgangspunkt zurückwarf – und nun am Ende lauter strahlende Sieger.

  • Berlin: Geologen verirrten sich in der Wüste

    Wir sind hier, das ist wichtig“, sagt einer der Berliner Geologen, die nach 130 Tagen haftähnlicher Verwahrung in Libyen müde, aber gesund wieder in ihrer Heimatstadt eingetroffen sind.

  • Brasilien-Bilanz

    Sie nannten ihn „Johann von Gott“

    Der Papst bewirkte in dem Land der vielen Armen und wenigen Reichen keine Wunder / Von Hansjakob Stehle

  • Wirtschaft
  • Der Vormarsch der Japaner beunruhigt die deutsche Autoindustrie. Statt nach Hilfe zu rufen, sollte sich die Branche auf ihre Stärke besinnen

    Das Kaninchen und die Schlange

    Je Erfolge japanischer Autoverkäufer auf den Weltmärkten und auch in der Bundesrepublik haben offenbar den Blick für die Realitäten getrübt.

  • Dann kracht es in der Koalition

    ZEIT-Gespräch mit Wirtschaftsminister Lambsdorff über die Spannungen mit der SPD, Mitbestimmung, Protektionismus und Konzentration

    Von Michael Jungblut

  • Wissen
  • Wenn der Kanzler reist

    Sollen Vertreter der Opposition dabei sein, wenn Bundeskanzler Schmidt sich mit Erich Honecker trifft? Die Journalistenfrage an den CDU-Abgeordneten Richard von Weizsäcker ergab unlängst eine positive Antwort: „Ich fände es bemerkenswert, wenn der Kanzler einen derartigen Vorschlag machte.

    Von Tb. S.

  • Ein Faustkampf der Systeme?

    Krieg und Sport gehören zusammen“, so tönte vor fünfzig Jahren Deutschlands Olympionike Carl Diem. „Der Krieg ist der vornehmste ursprüngliche Sport.

    Von Christian Schmidt-Häuer

  • Keinen von beiden?

    In Detroit haben die Republikaner Ronald Reagan auf den Schild gehoben, in New York werden die Republikaner binnen kurzem Jimmy Carter zum zweitenmal für das Präsidentenamt benennen.

    Von Theo Sommer

  • Zurechtgestutzt

    In der Hitze des Wahlkampfes erliegen Unionsagitatoren nur zu gern der Versuchung, die Sozialdemokratie in die Nähe des Bolschewismus zu rücken.

  • Reisen
  • Auf Schotterpisten in den Yukon

    Goldstaub für das Hotelzimmer

    Boundary, bestehend aus einer Tankstelle, dem Kramladen und einer planierten Landebahn, liegt einige Meilen hinter uns. Mitten im Nichts der Wildnis steht eine Fahnenstange, ein Schild mit dem Nationalemblem und das Grenzerhäuschen vor uns – Grenze Alaska–Kanada am Taylor-Highway.

    Von Aufnahme: Ullstein

  • DIE ZEIT
  • Die deutschen Kur- und Heilbäder (18): Birnbach

    Thermalkur in der Sommerfrische

    Die Schulkinder sagen zu Fremden auf der Straße „Grüß Gott“, im Gasthof Wasner Schafsköpfen die Bauern,, daß die Tischplatte wackelt, in den Wirtshäusern ringsum gibt’s den Schweinsbraten mit Knödel schon um sechs Mark, und die hübsche Renate von der Anmeldung im Rathaus spricht unverfälschtes Niederbayerisch.

  • Sommersprossen

    Hammerfest: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn’s darum geht, die rechte Freizeitbeschäftigung für den Urlauber zu finden.

  • US-Automarkt: Toyota schiebt Ford den Schwarzen Peter zu

    Japans größter Autohersteller Toyota hat dem amerikanischen Ford-Konzern angeboten, gemeinsam einen Kleinwagen in den USA zu bauen.

  • Eine amerikanische Sängerin, Komponistin, Choreographin arbeitet zum ersten Mal milder Berliner Schaubühne

    Weltreise in den Kopf

    Die Einladung zur Premiere der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer liest sich wie der Fahrplan einer langen Reise in die Nacht.

  • Börsen-Report

    Ungebrochener Optimismus

    Die düsteren Konjunkturprognosen, wie sie insbesondere vom Kieler Institut für Weltwirtschaft verbreitet werden, halten die Börsianer nicht ab, auch weiterhin für deutsche Aktien optimistisch zu sein.

  • Finanzwissenschaft

    Fritz Neumark wird achtzig

    Ich habe bei Fritz Neumark studiert, er hat mich geprüft und wir haben uns dann im Laufe der Jahre immer wieder getroffen und miteinander diskutiert.

    Von Hans Matthöfer

  • Eine Division ist verschwunden

    Schon wenige Tage vor den Moskauer Gesprächen des Bundeskanzlers gab es in Wien Anzeichen für eine neue östliche Initiative bei den Verhandlungen über einen Truppenabbau in Mitteleuropa (MBFR).

    Von Lothar Ruehl

  • Großbritannien

    Statt Phoenix nur Asche

    Margaret Thatcher war gerade erst eine hoffnungsvolle Kandidatin für einen Unterhaussitz, als General de Gaulle in Frankreich die Macht antrat.

  • Der Graf läßt bitten

    Journalist, Diplomat, jetzt Bonner Protokollchef: Hans-Werner von Finckenstein

    Von Carl-Christian Kaiser

  • MANAGER UND MÄRKTE

    Als „dynamische Konsolidierung“ bezeichnet Horst-Dieter Esch die Entwicklung der IHB Holding AG, deren größter Aktionär und Vorstandsvorsitzender er ist.

  • Sozialdemokraten

    Wenn Wehner Briefe schreibt

    In diesen Tagen erhalten die sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten wieder Post von Herbert Wehner. Mancher mag erwartet haben, darin auch ein Wort zu finden zu der Diskussion, die abermals über Person und Führungsqualitäten des Fraktionsvorsitzenden aufgeflammt ist, nachdem die Fraktion beim parlamentarischen Schlußgalopp die Ziellinie nur stolpernd erreicht hat.

    Von Carl-Chrisüan Kaiser

  • Alle Jahre wieder

    Nun stöhnen sie wieder, unsere lieben Nachbarn. Anfang Juli, wenn in Frankreich die Schulferien beginnen, geht keineswegs das große Aufatmen durchs Land.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Bonner Kulisse

    Wenn private Unternehmen sich mit allerlei Tricks zieren, sich vom Kartellamt oder der Monopolkommission in die Karten schauen zu lassen, dann gehören die Sozialdemokraten meist zu denen, die das am heftigsten kritisieren.

  • Kunstkalender

    Wenn es die Geburts-, Todes-, Jahrestage, all die Jubiläen nicht als Krücken für unsere lahmende Erinnerung gäbe – wahrscheinlich wäre über den Architekten Bruno Taut weder geschrieben, noch, wäre er zum Gegenstand einer unerwartet ergiebigen Ausstellung geworden, der das Erstrebte sogar gelingt: die Augen zu öffnen für ein überaus facettenreiches, couragiertes und umfangreiches Denk- und Bauwerk, das vor allem in Berlin noch leibhaftig zu besichtigen ist: Viele von Tauts Siedlungen, Wohnblocks, Miethäusern sind ja erhalten.

  • Des Südens satte Würze

    Noch immer gibt es im Süden Frankreichs Straßen, von denen man glaubte, daß sie längst das Opfer übereifriger Planungs- und Baubehörden geworden seien.

  • Österreich

    Das Ende der Gemütlichkeit

    Seit Anfang Juli spüren die Bankdirektoren in Österreich zum erstenmal so richtig, was freier Wettbewerb ist: Es gibt keine für alle Banken und Sparkassen verbindlichen Zinsvereinbarungen für Spareinlagen mehr.

    Von Irmgard Bayer

  • Aus Ärger über den Eiffelturm

    Ich langweile mich ununterbrochen“, schrieb er einer seiner Verehrerinnen, „alles widert mich an, die Menschen, die ich sehe, und die Ereignisse, die sich immer gleichbleiben.

  • Wilhelm Raabe

    Abu Telfan

    Das Lexikon redet nach, was ihm Generationen deutscher Schulmeister vorgesagt haben: In naiver (oder zynischer) Selbstverständlichkeit wird bei solchem Urteil davon ausgegangen, daß der Urteilende genau weiß, was das ist: Normalverhalten und Sonderlingsdasein, zufriedenstellendes und kauziges Benehmen.

  • Worte der Woche

    Von Franz Josef Strauß

  • Flüchtlings-Flut

    Zwischen Mühlsteinen im gelobten Land

    Das Zimmer ist winzig: Ein Schreibtisch, drei Stühle, ein Schrank. Auf dem Fensterbrett ein kümmerlicher Kaktus, an der einen Wand ein ausgeschnittenes Illustriertenphoto, das karge Felsen vor blauem Himmel zeigt.

    Von Dietrich Strothmana

  • Lesen und Reisen

    Tramp-Tricks

    Mit der rein technischen Seite eines „Trips auf eigene Faust“ haben sich einige Angehörige der Globetrotter-Zunft bereits in Büchern beschäftigt.

    Von Ludmilla Tüting

  • Zeitspiegel

    Vor zwei Jahren mußte Coca-Cola Indien verlassen, weil die Amerikaner sich weigerten, ihren Mehrheitsanteil auf- und die streng geheimgehaltene Herstellungsformel herauszugeben.

  • Londons Atomrüstung

    Sparen am falschen Ort

    Trident heißt Dreizack und gehört in die Meeresmythologie. Nun wird aber die britische Polaris-Atomstreitmacht durch Raketen vom amerikanischen Typ Trident ersetzt.

  • Kein Menschenhandel

    Fischer: Als Menschenhandel würde ich das auf gar keinen Fall bezeichnen. In unserer Firma sind etwa zehn Prozent der Beschäftigten Leiharbeiter.

  • Pharmaindustrie

    Immun gegen den Imam

    Trotz drohender Enteignung wollen die deutschen Arzneimittelhersteller im Iran bleiben /

  • Kursbarometer

    Die Fonds nutzten ihre Chance

    Während der Commerzbank-Aktienindex im ersten Halbjahr 1980 nur um 1,1 Prozent stieg, gehen die Wertsteigerungen aller in deutschen Aktien investierenden Fonds darüber deutlich hinaus.

  • Wolfgang Ebert

    Großwetterlage

    Regierungssprecher: Die Regierung nimmt dieses Problem sehr ernst und ist bestrebt, die Leiden der von diesem Wetter betroffenen Bundesbürger durch eine Klima-, Verbesserung zu lindern.

  • Er war’s

    Der Mann, der sich auf das (von Kaiser Napoleon III. inspirierte) Abenteuer einließ, die Kaiserkrone von Mexiko anzunehmen, dann aber in Mexiko nicht Fuß fassen konnte, sondern von seinem Gegenspieler, dem Präsidenten Juárez, gefangengenommen und vor ein Kriegsgericht gebracht wurde (das ihn zum Tode.

  • Warum...

    ...verleugnen Menschen so häufig ihre Tätigkeit, warum geben sie durch winzige Zeichen zu verstehen; daß sie „eigentlich“ mit dem hier nichts zu tun haben? In Italien oder Frankreich ist ein Kellner in der Mehrzahl der Fälle lustig, freundlich, gerne beratend, gar ein Glas mittrinkend.

  • Zeitlese

    6,2 Millionen Pkw rollten 1979 in Japan vom Band, und sehr wahrscheinlich werden in diesem Jahr die USA endgültig auf Platz zwei in der Weltautomobilproduktion verdrängt.

  • Die neue Schallplatte

    „Maurizio Pollini – Klaviermusik des 20. Jahrhunderts.“ Eigentlich ist nichts neu in dieser fünf Platten starken Kassette, nicht einmal der Einführungstext – der Produzent warf nur fünf Einzelplatten in einen passenden Karton; Pollini-Fans könnten also alles schon besitzen.

    Von Franz Schaler

  • Hilfe für die Dritte Welt: Wer gibt wieviel?

    Mit 4567 Millionen Dollar für die Entwicklungshilfe leisteten die USA absolut gesehen im letzten Jahr den höchsten Beitrag. In Relation zu ihrer gesamten Wirtschaftsleistung stehen sie mit 0,19 Prozent ihres Bruttosozialproduktes allerdings ganz am Ende der Liste westlicher Entwicklungshelfer.

  • In Detroits überfüllterJoe-Louis-Halle gab es keinen Schlagabtausch. Die große „alte Partei“ der Republikaner nominierte Ronald Reagan zu ihrem Herausforderer im Kampf um die Präsidentschaft. Wer ist Reagan? Welches sind seine Starken, welches seine Schwächen?

    Ist Reagan Amerikas neuer Champion?

    Ein Siegerlächeln auf den gegerbten Zügen, jugendlich-elegant im strahlend weißen Blazer und, wie immer, mit Ehefrau Nancy an seiner Seite – so stieg Ronald Reagan die Gangway hinunter.

  • ZEITRAFFER

    Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sind die Lebenshaltungskosten in der Bundesrepublik auch im Juni insgesamt nicht mehr als sechs Prozent gestiegen.

  • Ernährungsbericht 1980

    Die Summe aller Laster ist konstant

    Joule“ als heute gültige Bezeichnung an Stelle von „Kalorien“ kennen, einer neuen Umfrage zufolge, 81 Prozent der Bundesbürger: Ein Ergebnis, bei dem sich die breite Schar der Gesundheitsapostel, die Sachkenntnis im Bereich Ernährung als Voraussetzung für gesundes Essen fördern will, vermutlich zufrieden auf den Bauch klopft.

    Von Stefan M. Gergeiy

  • Gesellschaft
  • Fernseh-Vorschau

    Der unbekannte Widerstand

    Warum kommt Ihr erst jetzt?“ hörte der Fernseh-Dokumentarfilmer Paul Karalus immer wieder, als er Veteranen des lautlosen Widerstands gegen das Nazi-Regime nach ihren Erlebnissen befragte.

  • Französische Suppen-Charta

    Gerettet werden muß in diesem Sommer der gute Ruf und der hohe Preis – der Bouillabaisse. Böses wurde ihr angetan von den Erzeugern selbst, den Wirten von Marseille.

  • Fernseh-Kritik

    Der unbefragte Emigrant

    Nein, das ist wirklich kaum zu fassen: Da sitzt ein Mann vor der Kamera, Dr. med. Gottfried Bermann-Fischer, der wie kein zweiter in der Lage ist, die Geschichte der deutschen Literatur im Exil zu veranschaulichen – und was geschieht? Er wird unterbrochen, der Kronzeuge wird von Filmfetzen verdrängt, muß bekanntestem Dokumentarmaterial weichen, sieht sich, als ob er der Stützen bedürfte, durch Autoren, ehrenwerte Männer gewiß, verläßliche Erinnerungskünstler, zur Seite geschoben, wird zum alten Herren gemacht, der auf Stichworte prompt die erwartete Antwort, erwartete Anekdote, erwartete Pointe liefern muß.

  • Klebes Horváth-Oper

    Das Jüngste Gericht in uns

    Manchmal frage sie sich, singt die Frau des Bahnhofvorstehers Hudetz, „für welche Verbrechen wir büßen müssen“. Darauf Alfons, ihr Bruder, der in der kleinen Stadt eine Drogerie besitzt: „Für unsere eigenen.

  • Köln: Mehr als Röggelchen

    Nach Düsseldorfer Vorbild hat sich Köln ums Martinsviertel herum eine vergnügliche Altstadt zugelegt, in der Kölner und Zugereiste das ganze Jahr über für den Karneval trainieren.

  • Kino: „Radio On“

    Reise durch die Kälte

    Die Handlung zeigt sich nur in Umrissen und gerät bald aus dem Blickfeld. In Bristol, England, ist ein Mann in der Badewanne zu Tode gekommen.

  • Theater in München

    Dieter Dorns „Danton“

    Ein Politiker namens Robespierre (Manfred Zapatka) hält eine Fernsehansprache: Er begründet die Verhaftung seines ehemaligen Parteifreundes Danton.

  • Touristentickets für die Städte

    Urlaubsfreundlich geben sich die Verkehrsbetriebe in nahezu allen deutschen Großstädten. Sie bieten Touristen zum Teil stark verbilligte Fahrkarten für Bahnen und Busse an.

    Von Brigitte Wolter

  • Filmtips

    „Paul Jacobs und die Atombande“ von Jack Willis und Saul Landau ist eine Dokumentation über die Auswirkungen von Atomtests in der Wüste Nevadas in den späten fünfziger Jahren.

  • Österreich: Signum für kinderfreundliche Ferienorte

    Als die Gäste einmal zur Urlaubszeit nicht mehr ganz so zahlreich anreisten, besann man sich in Österreich der Kinder als möglicher neuer „Zielgruppe“.

  • Gesellschft
  • Schöne grüne Welt

    Gräfin Dönhoff: Die Alternativbewegung übt auf viele Menschen, vor allem aber auf junge, eine große Anziehungskraft aus. Zwischen 20 und 25 Prozent aller Jugendlichen zählen sich im weiteren Sinne zur „Alternativbewegung“.

  • Kultur
  • Zeitmosaik

    Eigenwillige Widergabe eines klassischen Zitates durch den Wiener Klatschkolumnisten Adabei in der „Neuen Kronen Zeitung“. Im Original hieß Werner Schroeters Satz im ZEIT-Interview (wir zitieren ihn auf vielfachen Wunsch aus der Leserschaft noch einmal, ein letztes Mal): „Man müßte ihm ja nur ein kleines Bömbchen in Form einer Weißwurst zu essen geben“.

    Von Kulturmagazin Kik

  • Der Libero im Springer-Haus

    Nach einer „nun schon langen Wegstrecke, die von der Gewalt gegen Sachen über die Gewalt gegen Menschen schließlich zur Gewalt gegen Menschenleben führte“, blickte er zurück auf das „Vorbeben der Gewalt“, das er damals, wie er heute meint, in einer Reportage verharmlost habe; und so wieder- und überholt er seinen Bericht.

  • In Hamburger Museen wird von 1981 an die Mitbestimmung eingeführt

    Alle Macht den Bürokraten – und dann den Funktionären

    Als am 11. Juli vom Hamburger Kultursenator Tarnowski verkündet wurde, daß die Mehrzahl der Mitarbeiter der Hamburger Museen sich in geheimer Abstimmung für die Einführung der Mitbestimmung in der Museumsarbeit entschieden hätten und diese somit ab nächstem Jahr in den sechs betreffenden Häusern praktiziert werde, da war die Pressestelle der Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr sogleich mit einer gedruckten „Information“ zur Stelle: „Alle Museen werden entstaubt“, heißt es auf dem Blatt kurz und bündig, und allen, die diese Zukunftsperspektive gefördert haben, wird gedankt.

  • „Neue Philosophie“

    Ein Staat ohne Ideale

    Handelt es sich um einen Essay, ein ekstatisches Bekenntnis, eine prophetische Botschaft, ein Pamphlet? Jedenfalls ist es in keiner Weise eine politische und soziale Untersuchung und nur nebenbei eine ideengeschichtliche Abhandlung.

  • Abwege ins Leben

    Am 26. Juli, vor zwanzig Jahren, ist Liesl Karlstadt gestorben. Populär wurde sie als die „Partnerin“ des großen Komikers Karl Valentin.

    Von Ria Endres

  • Klänge aus Kunst

    Einer der seltsamsten, erregendsten Dreiklänge, die je in einem Museum zu erleben waren, bestimmt den zentralen Ausstellungsraum.

    Von Ernst Busche

  • Deutsche Berichte

    Ohne Trauerflor

    Liebenswürdige Eleganz empfängt den Leser nicht. Der Autor gibt sich, auf den ersten Blick zumindest, kratzbürstig, hagestolz.

  • Bausteine für eine Biographie

    Einbahnstraße Einsamkeit

    Walter Benjamins Briefwechsel mit Gershom Scholem und das „Moskauer Tagebuch“

    Von Fritz J. Raddatz

  • Distanz statt Verstrickung: Der Erfahrungshunger eines Gesättigten

    Die dunkle Rückseite der Utopie

    Vor einigen Jahren häuften sich die Autobiographien und Erfahrungsberichte, und auf einmal war es Mode, Erfahrungsberichte zu schreiben.

  • Länderspiegel
  • Ruf doch mal an!

    Sollte jemand bei der Oberfinanzdirektion Saarbrücken anrufen und trotz mehrer Versuche immer nur das Besetzt – Zeichen vernehmen, dann kann er annehmen, am anderen Ende einen besonders telephonbeflissenen, fleißigen Beamten erwischt zu haben.

  • Industrieansiedlung

    Nehmen, was kommt

    In diesem Sommer feiert Altenbruch sein 700jähriges Bestehen. Doch Feststimmung kommt nicht auf. Die Stadt Cuxhaven, zu der das Dorf seit der Eingemeindung 1972 gehört, will den Altenbruchern ein riesiges Industriegebiet vor die Haustür setzen.

  • „Provopoli“

    Ein Spiel – todernst

    Der Landtagsabgeordnete Herbert Kempfler aus Eggenfelden in Niederbayern war schockiert: Freunde hatten sich bei ihm beschwert, daß ihre Kinder durch das Anti-„Monopoly“-Spiel „Provopoli“ offen zu terroristischem Verhalten aufgerufen würden.

    Von Gerd Heidenreich

  • „Rettet Lübeck“

    Tatort Altstadt

    In Lübeck war das schon immer so: Wer Geld hat – und das sind fast ausnahmslos die Kaufleute – erwirbt irgendwann das Haus des weniger glückvollen Nachbarn, bricht die Verbindungswand durch, baut die hinteren Flügelhäuser um oder reißt sie ab, erneuert die Fassade im Stil der Zeit und läßt sich nach getaner Arbeit von Freunden und Nachbarn bewundern, von Konkurrenten beneiden.

    Von Viola Roggenkamp

  • Fernseh-Zeit

    Edy hat’s geschafft

    Nun hat er es also endlich geschafft, der strebsame Edy Gruber, derzeit noch ZDF-Korrespondent in Washington. Zum Jahreswechsel siedelt er um nach Hamburg und übernimmt (als Gütt-Nachfolger) die Leitung von ARD-Aktuell.

  • Lebensart
  • Das Feste umrankend

    Die Kirchturmuhr schlägt in letzer Zeit unregelmäßig. Jeden Tag muß sie überprüft werden; und im Dorf traut man den Stundenschlägen nicht mehr.

  • Homosexuelle in Hamburg: von der Polizei observiert, registriert, photographiert...

    „Rosa Listen“ in der Hansestadt?

    Ausgerechnet in der liberalen Hansestadt Hamburg haben sich Behörden dem Verdacht ausgesetzt, in der sexuellen Intimsphäre der Bürger herumzuschnüffeln.

  • Von 30 Jahren in der ZEIT

    Zur Kenntnis genommen

    Nylon. Der Gebrauch von Nylonwäsche, die, wenn sie schmutzig ist, nur durch kaltes Wasser gezogen und nicht geplättet zu werden braucht, hat in Amerika solchen Umfang angenommen, daß bereits viele Wäschereien für ihr Geschäft fürchten.

  • „Kein Weihnachten ohne Lebkuchen“

    Die Familie François-Poncet: Vier Generationen zwischen Frankreich und Deutschland

  • New Yorker Notizbuch

    Glücksritter auf der Jagd nach Dollars

    Ihre Gastgeber kennen sie nicht und kaum deren Adressen. Mit Hausnummern und Straßennamen hastig auf ein Stück Papier gekritzelt, ziehen sie dieser Tage durch die Stadt, jeden Abend in eine andere, fremde Wohnung – New Yorks Glücksritter auf der Suche nach dem schnellen Dollar.

    Von Barbara von Jhering

  • Dienerinnen von fünf Herren

    Frauen im Islam: Weibliche Unterordnung zu gewährleisten, ist oberstes Staatsgeschäft

    Von Cheryl Benard