Am ehesten noch schenkt man der jüngsten Bonner Personalspekulation Glauben, die sich um die Nachfolge von Regierungssprecher Klaus Bölling rankt, der ja in absehbarer Zeit sein Amt verläßt. Horst Schulmann wird genannt, Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt und dort Leiter der Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik.

Eine solche Entscheidung macht vor allem dann Sinn, wenn FDP-Sprecher Josef Gerwald Nachfolger des ausscheidenden Armin Grünewald wird, der bislang Böllings Stellvertreter war und sich vorwiegend um die wirtschaftspolitischen Belange kümmerte. Da einer der beiden Regierungssprecher ökonomischen Sachverstand einbringen sollte, wäre Schulmann eine ideale Besetzung.

Seine wichtigsten Stationen: Diplomvolkswirt, Vorstandsassistent in der Montanindustrie, Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Weltbank in Washington, EG-Kommission in Brüssel, Bonner Finanzministerium (Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Finanzpolitik). ^Gegen Scherurn könnet ^nur ins Fold gefurs werdens ^daß er partellos ist und daß ^anne armeiyuring geburn geholt cher der sozial-liberalen Regierung stets Journalisten gewesen sind.

Nachdem der parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Lothar Wrede, von sich aus erklärt hat, er wolle diesen Posten verlassen und sich nur noch seinem Bundestagsmandat widmen, wurde ein weiteres Regierungsamt vakant. Für den Fall, daß Forschungsminister Volker Hauff das Verkehrsressort übernimmt, was ja sehr wahrscheinlich ist, könnte Wolfgang Roth, ehemals Jungsozialisten-Versitzender, als parlamentarischer Staatssekretär ins neue Hauff-Ressort einziehen. In der Umgebung von Minister Hauff, der noch im Urlaub ist, wird freilich so getan, als sei noch gar nicht darüber gesprochen worden.

Mit Wolfgang Roth ist es ähnlich wie ^mit den SPD-Parlamentariern Hugo Brandt und Wilfried ^Penner: Alle drei sind immer dann als parlamentarische Staatssekretäre ins Gespräch gebracht worden, wenn ein solches Amt neu zu besetzen war. Doch stets kam es anders. Gelegentlich tauchte schon der Verdacht auf, die beste Methode, eine bestimmte Besetzung zu verhindern, sei, Namen ins Gespräch zu bringen.

Gegen Roth, aber auch gegen den parlamentarischen ^Stattsekretär im Verteidi- ^gungsgeirintern Andreas von Bulow der als Nachfolger von ^velcher Hunf für das for ^schungsministerium genannt wird, werden inzwischen auch landsmannschaftliche Erwägungen ins Feld geführt, weil dann zu viele Baden-Württemberger in der Regierung vertreten seien.

Mit den alten Ministern Volker Hauff, Rainer Offergeid und dem möglichen neuen Andreas von Btlow, dem Staatsminister im Kanzleramt Gunter Huonker, den alten und eventuell neuen parlamentarischen Staatssekretären Rolf Böhme (Finanzen), Wolfgang Roth (Verkehr) wäre der SPD-Landesverband Baden-Württemberg immerhin mit sechs Mitgliedern in der Regierung vertreten. Und warum nicht?