• Ausgabe 04/1981

    Ausgabe 04/1981

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Trotz allem: Berlin ist regierbar

    Gegen das Gerede von der kaputten Stadt – Noch kann die Politik aus ihrer Anpassungskrise herauskommen

    Von Dietrich Stobbe

  • Koordination der Dienste

    Erster Anlauf

    Von Eleganz im Verfahren kann keine Rede sein; denn nach viel Lärm bleibt alles wie es ist: Klaus Kinkel, Präsident des Bundesnachrichtendienstes, der seinen guten Ruf auch in Pullach nicht verloren hat, wird vermutlich nicht Koordinator der Nachrichtendienste im Kanzleramt.

  • Polen: Keine Kraftprobe

    Ehe Arbeiterführer Lech Walesa nach Italien abreiste, erlebte Polen die ersten sozialpolitischen Auseinandersetzungen im neuen Jahr.

  • Mit dem Rücken zur Marmor-Wand

    Das Bild trog; es war zu schön: Für ein paar Stunden hatte der steife Wind aus dem Norden den Montblanc von den Wolken freigeblasen, die ihn sonst fast immer verhüllen.

    Von Dietrich Strotlimann

  • Worte der Woche

  • BILD-Urteil

    Harte Mahnung

    Verschweigen konnte die Redaktion der Bild-Zeitung wohl Rügen des Deutschen Presserats, nicht aber das Urteil des Frankfurter Landgerichts.

  • Neuwahlen im August?

    Einen „Test zu einer Form von lebendiger Mitbestimmung“ nennt Oppositionsführer Richard von Weizsäcker den von der Berliner CDU gewünschten Volksentscheid.

  • DOKUMENTE ZUR ZEIT

    Wir brauchen Beständigkeit

    Gegenüber unseren Alliierten in Europa habe ich mehr als einmal betont, daß ihre künstlich gezogenen Aktionsgrenzen – die sie sich in weniger schwierigen Zeiten auferlegt haben – heute für die Formulierung und Ausführung einer gemeinsamen Politik bedeutungslos geworden sind.

  • Schmidts beschwipste Fliegen

    Helmut Schmidt steht bekanntlich nicht gern untätig herum, erst recht nicht im zweiten Glied. Die Konsequenz daraus heißt: Erstmals hat er sich offen entschlossen, an dem traditionellen Neujahrsempfang des Bundespräsidenten in der Godesberger Redoute nicht teilzunehmen.

    Von \ Gunter Hotmann

  • In der Berliner Koalition geht es drunter und drüber – eine Folge von Filz und Unfähigkeit?

    Jetzt schlägt die Stunde der Opposition

    Jeder stirbt für sich allein“ war der Premieren-Titel für die Wiedereröffnung des aufwendig renovierten Berliner Schiller-Theaters.

  • Zimbabwe: Kampf um Macht

    In Zimbabwe, dem früheren Rhodesien, ist es zu einer schweren Regierungskrise gekommen. Regierungschef Mugabe hat seinen Gegenspieler Nkomo und seinen heftigsten linken Kritiker Tekere aus ihren Ämtern entfernt.

  • Europa – Amerika

    Neue Brille, bessere Sicht

    Der fröhliche Optimismus, den der Bundeskanzler von seiner Amerika-Reise im November nach Hause trug, erklärt sich heute leichter als damals.

  • „Seine Führungsfähigkeit erlahmte“

    Das öffentliche Urteil über die Vorgänge in der Berliner Senatskoalition war in der Bundesrepublik und in Berlin in fast bestürzender Weise einhellig: Dem örtlichen Modell der sozial-liberalen Koalition, vor allem aber der SPD als der stärksten Regierungspartei werden Handlungsfähigkeit zum Wohle der Stadt und die Kraft zur Erneuerung abgesprochen.

  • El Salvador: Letzter Angriff?

    Für Dienstag hatte der Rebel-, lensender zum Generalstreik aufgerufen, dem sich aber nur die Hälfte aller Betriebe anschloß.

  • Israel: Begin wirft das Handtuch

    In Israel zeichnet sich ein Regierungswechsel ab. Nach der schwersten Kabinettskrise seiner Amtszeit will Ministerpräsident Begin vorzeitig Neuwahlen ausschreiben.

  • Wer wird Ghaddafis nächstes Opfer?

    Noch vor einem Monat hatte sich die Organisation für Afrikanische Einheit, die OAU, zu einer Verurteilung ihres Mitgliedsstaates Libyen nicht aufraffen können.

    Von Gabriele Venzky

  • Wirtschaft
  • Devisenseller

    Nicht die Gerüchte, die amerikanischen Banken bereiteten sich auf die Freigabe der blockierten Iran-Guthaben vor, sondern die Spekulationen über eine mögliche Freilassung der amerikanischen Geiseln haben sich auf den Dollarkurs ausgewirkt, und daher kletterte der Dollar wieder an den Devisenbörsen.

  • Konjunktur für Unverzagte

    Der Graf fiel nicht vom Glauben ab. Zwar, so befand Wirtschaftsminister Lambsdorff noch Anfang Dezember angesichts sich ausbreitender Trübsal in der bundesdeutschen Wirtschaft, werde „das nächste Jahr nicht leicht werden“; aber dennoch gebe es „keinen Grund zum Pessimismus“.

  • Garantie nicht möglich

    Es ist der harte Kern unserer Überlegungen, daß wir mit den am Produktivitätszuwachs orientierten Lohnerhöhungen in wesentlichem Umfang Einfluß nehmen können auf die Preisentwicklung im Jahre 1981.

  • Manager und Märkte

    Bei der vorgesehenen Sanierung der verlustreichen AEG-Tochter Olympia-Werke AG mit Sitz in Wilhelmshaven kommt einer Politikerin eine Schlüsselstellung zu, die gemeinhin eher für Härte gegenüber Hilfeersuchen aus Unternehmen plädiert hat: der niedersächsischen Wirtschaftsministerin Birgit Breuel.

  • ZEIT spart Geld

    Für einjährige Titel (Finanzierungsschätze) wird zur Zeit eine Rendite von 8,40 Prozent geboten. Für zweijährige Titel (Finanzierungsschätze) gibt es 8,79 Prozent.

  • Arbeitslose

    Die „echten“ und die „unechten“

    Steigende Arbeitslosenzahlen sind den regierenden Politikern unbequem, das ist verständlich. Mit schöner Regelmäßigkeit werden – im Auf und Ab der Arbeitslosenzahlen – dann auch Stimmen laut, die eine Änderung der Statistik der Arbeitslosen fordern, man wünscht eine schärfere Trennung der „echten“ von den „unechten“ Arbeitslosen.

    Von Gerhard Abi

  • Nur Mut, Mr. President!

    Geht mit der Amtsübernahme von Ronald Reagan in den Vereinigten Staaten die Zeit des wirtschaftspolitischen Durchwurstelns zu Ende? Beginnt vielleicht sogar mit ihm eine neue Ära der Wirtschaftspolitik? Solche Fragen lassen sich heute noch nicht beantworten.

  • Auftakt mit Blitz und Donner

    Als Franklin D. Roosevelt 1933 auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise Präsident der USA wurde, leitete er die Wende durch seine Wirtschaftspolitik des New Deal ein.

  • Gute Nerven erforderlich

    So lange keine Klarheit über den wirtschafts- und finanzpolitischen Kurs des neuen amerikanischen Präsidenten herrscht, brauchen die Börsianer in aller Welt gute Nerven.

  • Kernkraft

    Wenn schon...

    Die Diskussion um die Kernkraft gerät mehr und mehr in eine Sackgasse. Befürworter und Gegner haben sich in Positionen verrannt, die unvereinbar scheinen.

  • Mineralölindustrie

    „Die vier Pfennig reichen nicht“

    ZEIT: Herr Oehme, neben Ihren vielen Aufgaben und Ämtern wurde Ihnen in diesen Tagen ein neuer Titel verliehen. Sie dürfen sich jetzt auch noch als Bandenchef bezeichnen.

    Von Michael Jungbiut

  • Kein Einheitsbrei

    Gemessen am Rückgang des deutschen Aktienindex um etwa 4,5 Prozent, haben die überwiegend in deutschen Aktien anlegenden Investment-Fonds 1980 gut gewirtschaftet Ein Rückgang der Rücknahmepreise konnte (unter Berücksichtigung der Jahresausschüttungen bis auf eine Ausnahme vermieden werden.

  • Commerzbank

    Zu neuen Ufern

    Der alte und neue Sprecher der Commerzbank, Paul Lichtenberg, will innerhalb kurzer Zeit die verlorengegangene Rentabilität seines Hauses zurückgewinnen.

    Von Kurt Wendt

  • Zeitraffer

    Jetzt ist es amtlich: Im zweiten Halbjahr 1980 stieg das deutsche Bruttosozialprodukt – die gesamtwirtschaftliche Leistung also – real nur noch um 0,2 Prozent, verglichen mit dem zweiten Halbjahr 1979, meldet das Statistische Bundesamt Wiesbaden.

  • Wissen
  • Panzer für Chalid, U-Boote für Chile?

    Mitte der siebziger Jahre bestellte der Schah von Persien in der Bundesrepublik ein halbes Dutzend U-Boote zum Stückpreis von 200 Millionen Mark.

    Von Theo Sommer

  • Ende der Schonzeit?

    Zum erstenmal seit unvordenklicher Zeit betrat bei einer der jährlichen Tagungen des Deutschen Beamtenbundes ein Gespenst die Bühne – der Geist des Reichskanzlers Heinrich Brüning.

    Von H. Seh.

  • Begin am Ende

    In Jerusalem stehen die Zeichen auf Veränderung: Im Mai, spätestens im Juni wählen die Israelis eine neue Regierung. Sie wird mit Gewißheit nicht von Menachem Begin angeführt werden.

  • Menetekel in Berlin

    So atemberaubend, wie es sich in seiner Werbung anpreist, ist Berlin im Politischen allemal. Seit den prähistorischen Zeiten der ersten Nachkriegsjahre hat sich noch nie eine Landesregierung zu einer solchen Kahlschlag-Sanierung genötigt gesehen wie die Berliner Koalition in der vergangenen Woche; die Bezeichnung Regierungsumbildung ist für diese Operation eine glatte Beschönigung.

    Von Hermann Rudolph .

  • Reisen
  • Fahrt ins Jordantal

    Gastfreundschaft und Haß

    Schneeschauer treiben über die Stadt und bedecken den Haram esh-Sharif hinter der großen Stadtmauer ebenso wie den jüdischen Friedhof am Hang.

    Von Arnim Broker

  • Crazy Korczak

    Korczak Ziolkowski hat es darauf abgesehen, dem „Schrein der Demokratie“ die Schau zu stehlen. Wenn es nach ihm geht, werden Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln, jene monumentalen Präsidentenköpfe, die düster vom Mount Rushmore über die karge Landschaft der Black Hills blicken, nicht mehr lange „Platz zwei unter den sieben von Menschenhand geschaffenen Wundern der USA“ halten können.

    Von Barbara Hartl

  • Die deutschen Kur- und Heilbäder (23): Schlangenbad

    Einst Luxusbad des Adels

    Am Rand der Bundesstraße 260 (von Wiesbaden über Bad Schwalbach und Bad Ems nach Koblenz) erscheint, wohl einmalig in Deutschland, bei Schlangenbad auf Verkehrsschildern das Symbol der Heilkunde: die Äskulapnatter.

  • Hier können Familien Kaviar kaufen

    Méribel in Savoyen – das Feinste was die französischen Alpen zu bieten haben

    Von Montage: Dz

  • Auto
  • Mit dem Auto ins Ausland

    Wer hilft bei Pannen?

    Für Autopannen in unseren europäischen Nachbarstaaten gilt eine Faustregel: Der jeweilige nationale Automobilclub wird’s schon richten.

  • Rallye Monte Carlo

    Hoffen auf Quattro

    Die Rallye Monte Carlo, eines der schönsten und nützlichsten Motorsport-Spektakel, startet auch in diesem Jahr wieder in Bad Homburg.

    Von K. V.

  • DIE ZEIT
  • Strompreise

    Zur falschen Zeit geglänzt

    Im bayerischen Wirtschaftsministerium fällt noch in diesem Monat eine Entscheidung, die einem der ertragsstärksten Unternehmen des weiß-blauen Freistaats nicht weniger als jährlich 100 Millionen Mark in die Kasse spülen soll, wenn es nach den Vorstellungen des Vorstandes geht.

  • Ski-Spitzen

    Altmeister: Pistenneulingen, die die Freuden des alpinen Skisports erst im fortgeschrittenen Alter entdecken, nimmt, sich die Schweizer Skischule (Brandschenke 156, CH-8002 Zürich) besonders an.

  • Nächste Woche nimmt Ronald Reagan in Washington das Heft in die Hand. – Von Jimmy Carter spricht kaum noch jemand: Er hat in Washington keine Spuren hinterlassen.

    Zerbrochen an der Wirklichkeit

    Seine Niederlage weckt wenig Mitleid, bei seinem Abschied werden nächste Woche keine Tränen fließen. Weder gehaßt noch geliebt, tritt Jimmy Carter ab.

  • Klage gegen Sperrbezirke

    Lustwandeln an der Isar

    Eigentlich hatten es mit der flotten Birgit alle gut gemeint. Die Beamten, die sie fürsorglich vor dem Eiswind am winterlichen Gehsteig bewahren wollten, die strengen Jugendschützer, die das wehrlose Wesen vor frechen Sprüchen vorlauter Buben schützen und die netten Polizisten, die Birgit mit ihren roten Haaren und der flotten Kundschaft lieber im Nachbarrevier unterbringen wollten.

  • Heimat: Schriftsteller plädieren für ein verrufenes Wort

    Deutschland - Firma? Vaterland?

    Da drüben liegt Deutschland“, sagte in schwermütiger Wehmut Leonhard Frank, emigrierter deutscher Schriftsteller – und stieg Abend für Abend auf einen Berg an der kalifornischen Küste, die Heimat zu grüßen; niemand wagte ihm zu sagen, daß „da drüben Japan lag.

    Von Fritz J. Raddatz

  • Ist das Theater zu feinsinnig? Hansgünther Heyme zu einer Debatte im ZEIT-Feuilleton

    Alle Jahre wieder: das große Gejaule

    Über die Frage, ob das bundesdeutsche Theater zu elitär sei, nur noch ein Schauplatz ästhetischer Bauchtänze, stritten sich kürzlich im ZEIT-Feuilleton der Bochumer Regisseur Alfred Kirchner und Benjamin Henrichs.

  • Schweres Licht bei großer Kälte?

    Wenn es kalt wird, ziehen wir uns warm an und werden dadurch schwerer.......................................................

  • Wolfgang Ebert

    TV-Moral

    Pürschls Uwe ist gerade 12 geworden, und seine Eltern machen sich um ihn Sorgen. Nein, um Sex oder Drogen handelt es sich noch nicht.

  • Kritik in Kürze

    „Architektur in Österreich seit 1960“, von Peter M. Bode und Gustav Peichl. Das ist ein wunderschönes Buch. Es liegt gut in der Hand, die Anordnung von Text und Bildern ist von strahlender Ordentlichkeit, die Photos sind durchweg sehr gut, der Druck ist erstklassig: Die ungefähr fünfzig Beispiele von dreiunddreißig Architekten sind strikt nach Entstehungszeiten, wenn nun auch wie Kraut und Rüben, aneinandergereiht.

    Von Ernst Klee

  • Rote Brigaden

    „Sie haben Angst vor unseren Kugeln“

    Bleich in die Kamera starrend, tapfer und verzweifelt zugleich, sprach das Mädchen den ungeheuerlichen Text: „Auf Grund seiner Verbrechen und der Politik, deren Ausdruck sie sind, ist der Henker D’Urso zu Recht zum Tode verurteilt.

  • Subventionen für Kittners Kabarett

    Linkes Theater

    Dietrich Kittners „Theater an der Bult“, seit 1974 Hannovers einziges politisches Kabarett, ist allabendlich ausverkauft. Trotzdem kann es – ebenso wie andere private und staatliche Theater – nicht kostendeckend arbeiten.

    Von Dörte von Westernhagen

  • Gesellschaft
  • Charterflugpreise bei Einzelbuchungen

    Im Ferienflugverkehr ist ein Preiskampf entbrannt. Nachdem die Linienfluggesellschaften auf dem Nordatlantik die Charterpreise unterboten haben, blasen die Bedarfsflieger zum Angriff auf die hohen Linientarife zu Urlaubszielen im europäischen Süden.

  • Fernseh-Kritik

    Luzifer als biederer Haudegen

    Eigentlich wollte ich in dieser Woche eine andere Sendung besprechen,, eine freundlich-leise, ausgestrahlt zur Spätabendzeit.

  • Schleswig-Holstein: Ausdauernd herzlich

    Herz Ist Trumpf – mit dieser inhaltsschweren Parole versucht der Fremdenverkehrsverband Schleswig-Holstein seit fünf Jahren seine schwerblütigen Gastgeber zu mehr Herz- und Freundlichkeit zu motivieren.

  • „Die Lebenden beneiden die Toten“

    Das Lagerkrankenhaus ist eine ziemlich merkwürdige Einrichtung. Sie hat den Sinn, die Grausamkeit des KGB mit der Berufspflicht der Ärzte zu vereinen.

  • Ein fatales Vorwort zu einem fatalen Buch

    Noam Chomsky und die Realität der Gaskammern

    Seit einigen Jahren bereits befindet sich der an der Universität von Lyon lehrende, gegenwärtig beurlaubte Literaturprofessor Robert Faurisson auf einem „historischen Kreuzzug“, der ihm zu nationaler Berühmtheit verholfen hat: Faurisson will auf „wissenschaftlicher Basis“ beweisen, daß die Gaskammern der Nazis eine Propagandalüge des internationalen Zionismus seien und Hitler nie die Ausrottung der Juden beabsichtigt habe.

  • Fernseh-Vorschau

    Ein ordentlicher Mörder

    Zwei Menschen werden ermordet, kaltblütig mit dem Revolver erschossen, ihre Leichen in einem einsamen Kanal versenkt. Der Zuschauer wird Zeuge eines Verbrechens, noch ehe dreißig Filmminuten vergangen sind.

    Von Anne Frederiksen

  • Österreich: Treue auch im Regen

    Mit 78,2 Millionen Gäste-Übernachtungen liegt die Sommersaison 1980 sogar noch 4,5 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dieses, so die offizielle „Österreichische Fremdenverkehrswerbung“, sei in erster Linie dem Ausländertourismus zu verdanken.

    Von Brigitte Wolter

  • Der Geist von Potsdam

    Wer in alten, patriotischen Geschichts- und Schulbüchern liest, der sieht sich bald eingehüllt vom Pulverdampf und Kanonendonner ruhmreicher Schlachten: Fehrbellin macht den Kurfürsten zum „Großen“, bei Roßbach fliehen Franzosen und die „Reißausarmee“, der Choral von Leuthen steigt zum nächtlichen Himmel, im Regen an der Katzbach krachen dumpf nur die Gewehrkolben, bei Waterloo umarmen sich gerührte Sieger, und bei Sedan sinkt der Erbfeind in den Staub zu Füßen Brandenburgs.

    Von Christian Graf von Krockow

  • Zwei Ausstellungen in Hannover

    Larry Rivers – Oldies als Evergreen

    Larry Rivers? Von ihm hat man lange, fast jahrzehntelang kaum etwas Neues gehört oder gesehen; ein paar kleine Zeichnungen oder große Peinlichkeiten (wie die Breitwand-Erotika nach japanischer Vorlage) ausgenommen.

    Von Volker. Bauermeister

  • Kultur
  • Ein Nachwort zur KunerPEiefmann-Debatte

    Noch ist vieles möglich

    Im November (ZEIT Nr. 4780) führten die beiden DDR Exilanten Wolf Biermann und Günter Kunert, von Fritz 3.

    Von Rudolf Bah™

  • Zeitmosaik

    Heute, am 16. Januar vor 69 Jahren, ist der frühexpressionistische Lyriker Georg Heym im Alter von 25 Jahren mit seinem Freund Ernst Balcke beim Bislauf auf der Havel zwischen Lindwerder und Schwanenwerder im Berliner Wannsee ertrunken.

  • Wie lustig ist die Tyrannei?

    Keiner fehlt beim Tanz der Vampire. Auch Hendrik Höfgen ist dabei, der Karrierist mit dem „aasigen Lächeln“, des dicken GÖrings Günstling, des Teufels Intendant: „ein Affe der Macht und ein Clown zur Zerstreuung der Mörder“.

  • Pazifismus, ein neues Schimpfwort?

    Die Stunde der Wölfe

    Es tönt die Schalmei/Der Frieden zog ein/Wir würzen den Wein/Mit Zimt und Salbei/Die Oliven gedeihn/Der Krieg ist vorbei“: So singen die Griechen, als der Krieg endlich vorbei ist, so singen, in der Komödie „Der Frieden“, der alte Aristophanes und sein deutscher Bearbeiter Peter Hacks.

  • Zeitgeschichte

    Gnade des Anfangs

    Zeit der Gegensätze, Optik des Wandels: Nachkriegsjahre im Spiegel einer Zeitschrift

    Von Peter Coulma»

  • Handbuch, staatstragend

    Nachschlagewerk? Unterschlagewerk?

    Das „Evangelische Soziallexikon“, erstmals 1954 im Auftrag des Deutschen Evangelischen Kirchentages herausgegeben, wird gern als Standardwerk gefeiert.

  • Marine

    Was ist los auf See?

    Über „Niedergang und Neubeginn in der Passagierschiffahrt“ berichtet Horst Willner, Vorstandsmitglied bei Hapag/Lloyd. Erhard Hynitzsch, Geschäftsführer des Deutschen Nautischen Vereins, vorher Kapitän großer Containerfrachter, setzt sich mit dem „Schiff der Zukunft“ und allzu rigoroser Personalrationalisierung auseinander.

    Von Rolf Steinhaus (hrsg

  • Fortwirkende Jahre

    Jahre unseres Lebens nennt der Fernsehjournalist Dieter Franck jene Nachkriegsjahre, die für immer weniger Bürger der Bundesrepublik tatsächlich Jahre ihres Lebens sind.

  • Gedichte eines jüdischen Mädchens, das im KZ starb

    Wie Rauch ins Nichts

    Manchmal eilt die Literatur dem Leben voraus. Das jüdische Mädchen Selma Meerbaum-Eisinger starb im Dezember 1942 im Arbeitslager Michailowka achtzehnjährig an Flecktyphus.

    Von Armgard Seeger»

  • Ein Nachwort zur Kunert-Biermann-Debatte

    Noch ist vieles möglich

    Im November (ZEIT Nr. 47/80) führten die beiden DDR-Exilanten Wolf Biermann und Günter Kunert, von Fritz J. Raddatz dazu angeregt, ein Streitgespräch, das extrem gegensätzliche Positionen an Weltsicht und Poetik verriet: Gegen Kunerts radikalen Pessimismus setzte Biermann seinen nach wie vor ungebrochenen Glauben an die Aufklärbarkeit des Menschen, die Veränderbarkeit der Welt.

    Von Rudolf Bah™

  • Rolf Michaelis:

    Zadeks „Fallada-Revue“ in Berlin

    War Hitler Neger? In die Tanzgruppe von zwölf „Hitlerdoppelgängern“, die krachend über die Bretter steppen, den Arm zum „Hitler-Gruß“ hochreißen und mit dem schwarzen Bärtchen auf der Oberlippe wackeln, prescht ein dunkelhäutiger Adolf und kreischt ins Mikrophon: „Der Führer bin ich.

  • Das Wallenberg-Rätsel

    Auf der Suche nach einem Helden des Holocaust, der vor 35 Jahren im „Archipel Gulag“ verschwand

  • Bücher-Bestenliste

    Die Jury: Lothar Baier, Hans Bender, H. C. Buch, Jörg Drews, Elisabeth Endres, Friederike Fecht, Peter Hamm, Hanno Helbling, Agnes Hüfner, Wolfgang Ignée, Kurt Kahl, Horst Köpke, Alfred Kolleritsch, Peter Laemmle,.

  • Die neue Schallplatte

    Krysztof Meyer: „Streichquartette Nr. 4 und 5“. ein Komponist den Schatten seines Lehrers nur sehr schwer loswird, kann an den Kompositionen des 1943 in Krakau geborenen Krzysztof Meyer verfolgt werden – Pendereckis flächiger Klangfarben-Stil ist immer wieder hörbar, auch wenn Meyer die diversen Kompositionstechniken anwendet und seine ästhetischen Kategorien sich wandeln.

  • Einzelgänger im Kulturbetrieb

    Auch Maggi ist berühmt

    Es gibt die Vorstellung von einem „gelungenen Leben“, die durch keine Niederlage, keinen Schmerz, keine Hoffnungslosigkeit getrübt wird.

  • Filmtips

    „Rude Boy“ von Jack Hazan und David Mingay. Vor zehn Jahren hat Wim Wenders über Musikfilme geschrieben, daß gerade sie Schlachtfelder seien, weil niemand es für lohnenswert hielte, einer Gruppe, die auf einer Bühne stehe und Musik mache, einfach nur ruhig zuzuschauen: „Man bekommt nicht das zu sehen, was man sehen will, statt dessen eine Haltung dazu, eine Einstellung davon, eine Meinung darüber.

  • Clausewitz

    Ein Passepartout-Theoretiker

    Der preußische Militär und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz war im Jahre 1980 aus Jubiläumsgründen in vielerlei Munde, in vielerlei Federn.

  • Länderspiegel
  • 10 Grundsätze für Berliner Polizisten

    3. Denken Sie immer daran, daß nur relativ wenige bei Demonstrationen kriminell handeln. Der überwiegende Teil nimmt ein Grundrecht wahr.

  • Der Fall Dieter Zlof: Noch ein Mammutprozeß?

    Eine letzte Chance

    Dieter Zlof gibt der Justiz wieder harte Nüsse zu knacken. Während beamtete Juristen gerade den Revisionsantrag überprüfen, mit dem die Anwälte des als Oetker-Entführer verurteilten Autohändlers den Indizienprozeß neu aufrollen wollen, liegt dieser in steter Fehde mit Gefängnisverwaltung und Staatsanwaltschaft.

    Von Hans Drdxler

  • Datenschutz: Bank verweigert Auskunft

    Bei Nachfrage Rausschmiß

    Jeder Bürger unseres Landes hat das vom Bundesdatenschutz verbriefte Recht, bei jeder Stelle, an der personenbezogene Daten gesammelt werden, um Auskunft zu ersuchen, ob über ihn solche Daten dort gespeichert sind, wenn ja, welche und an wen sie oder einige von ihnen gelegentlich weitergegeben werden.

    Von Thomas von Randow

  • Lebensart
  • Zeichnend über den Gotthard

    Ich wollte den Weg über den Gotthard gern zu Fuß machen. Deshalb hatte ich die Idee, meine Zugfahrt nach Mailand in Goeschenen zu unterbrechen und das Stück, das der Zug von Goeschenen bis Airolo durch den Gotthardtunnel fährt, oben über die Paßhöhe zu gehen.

    Von Georg Hallensleben

  • Hochmut vor dem Fall

    Ein Europameister hat natürlich Verpflichtungen. Als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, Europas derzeit bestes Team, gegen den Weltmeister Argentinien mit 1:2 recht unglücklich verloren hatte und nach dem 1:1 zwischen Argentinien und Brasilien endgültig feststand, daß die Deutschen das Endspiel dieser sogenannten „Mini-WM“ in Montevideo verpaßt hatten, da ging es nur noch um „Höheres“.

    Von Gerhard Seehase

  • Fürchtete, daß sie ihn Äffchen nannten

    Es war einmal ein äthiopischer Fürst, ein Mohrenfürst, wie man damals sagte, obwohl er. nicht etwa schwarz war. Seine kleine Residenz lag im Gebiet des heutigen Eritrea.

  • Ein Witz und eine Tragödie: Das Duell der Schachgroßmeister in Meran fand ein unverhofftes Ende

    Die heimliche Flucht des Robert Hübner

    Viktor Kortschnoi, Vizeschachweltmeister, schluckte den Rest seines Frühstücksbrötchens herunter, starrte uns am Nebentisch im Meraner Hotel Palace einen Augenblick an und fragte traurig: „Hab’ ich die Schuld?“ Der „Schreckliche“, wie ihn viele in der Szene nennen, wirkte wie ein geschlagener Mann.

    Von Wolfram Kunkel

  • Poltergeist im Ruhestand

    Man hat Gerhard Müller als den „Serenissimus des Arbeitsrechts bezeichnet, und das war nicht nur auf die Tatsache gemünzt, daß er bis zum Jahreswechsel der dienst älteste Richter des höchsten Arbeitsgerichts der Bundesrepublik war; Gemeint waren der ganze Mann und seine Art, sein Verhandlungsstil, sein Auftreten, kurz seine Persönlichkeit, die durchaus dazu angetan ist, ängstliche Gemüter zu irritieren.

  • Was darf die Satire?

    Nach jahrelanger Flaute gibt es wieder zwei Satire-Magazine in Deutschland: die Titanic mit ihrem intellektuellen Universalspott und das neue pardon, das als Ableger von konkret seinen ernsten politischen Standpunkt hat.

    Von Dieter E. Zimmer

  • Er war’s

    Der Mann, der durch Waffenhandel sehr viel Geld verdiente (indem er ägyptische Streitwagen kaufte und mit Gewinn weiterverkaufte) und der als Weiser in die Geschichte (und auch in die Bibel) einging, war Salomo, König von Juda und Israel und des von seinem Vater David errichteten Großreiches (von etwa 965 bis 926 v.

  • Warum...

    ...haben Menschen, die in Hafenstädten leben, einen anderen Gang? Sie sind doch nicht alle auf Schiffen tätig, Kapitäne oder Leichtmatrosen? Aber es fällt auf, daß ihre Körpersprache, ihre Gesten sich unterscheiden von der „Haltung“ der Flachländer.

    Von F. J. R.

  • Briefe aus den großen Städten der Welt

    Die Sünde bleibt schwedisch

    Augenscheinlich hatte es damit begonnen, daß Ulla Jacobsson ihre unbekleidete Brust und noch etwas mehr öffentlich sehen ließ; zwar von schwankendem Ried beschattet und im weichen Gegenlicht der Mitternachtssonne, aber doch in eindeutigem Zusammenhang, nämlich in den Armen eines ebenfalls nackten jungen Mannes, Dies geschah in den fünfziger Jahren in dem schwedischen Film „Sie tanzte nur einen Sommer“.

  • Zeitlese

    Katastrophen und Krisen sind die besten Promoter journalistischer Produkte. Dies bestätigte sich wieder einmal, als Anfang Dezember John Lennon in New York ermordet wurde.

  • Die totale Abfahrt

    Spiel mit tödlichem Risiko: Der alpine Rennsport entartet zu unverantwortlicher Raserei

    Von Aloys Beider

  • „Yorkshire Ripper“

    Nur noch ein Pfeifton

    Erst wenn die zwölf Geschworenen ihr „schuldig“ gesprochen haben, darf der 35jährige Peter William Sutcliffe als der berüchtigte „Yorkshire Ripper“ in die Annalen der britischen Kriminalgeschichte eingehen.

  • unzugeordnet
  • Interessengruppen

    Die mächtigen fünfzig Millionen

    Wer dem französischen Verbraucherverband UFC (Union Fédérale des Consommateurs) einen Besuch abstattet, stolpert gleich im Treppenhaus über einen Stapel zerschlissener und geplatzter Reifen.

  • Leistungshammel statt mündiger Bürger

    Das alte Lied von der sinkenden Leistung bringt die pädagogischeDiskussion nicht weiter

    Von Andreas Flitner

  • Leisten Schüler nicht mehr genug?

    Auf einmal ist die Schule wieder im Ge-A. sprach. Schlagzeilen, wie sie dem Bildungsbereich schon lange nicht mehr vergönnt waren, machten letzte Woche die Äußerungen von Clemens Christians, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes.

    Von Peter Pedell