Lesen und Reisen
Sahara handlich
In Format und Ausstattung entspricht er den gewohnten kleinen Polyglott Bänden, im Umfang den großen (richtiger: dicken) PolyglottBüchern — der neue „Sahara" Fuhrer der Branchenführers. In der Aufmachung ist er neu, erstmals ziert ein Photo den Umschlag. Der Band beschreibt das gesamte Säharagebiet unabhängig von Staatsgrenzen und bis in die Randzonen der großen Wüste hinein. Er ist 584 Seiten stark und mit 39 80 Mark das teuerste Produkt unter diesem Verlagsnamen. Der Text wurde übernommen vom „Guide de Sahara", der 1977 erstmals bei Librairie Hachette in Paris erschien. Mit dem französischen Verlagsunternehmen hat die Langenscheidt Verlagsgruppe eine gemeinsame Firma gegründet. Auf die Frage, ob mit dem SaharaBuch eine neue Reihe, eröffnet wird, antwortet Polyglott zurückhaltend: Vorerst nein.
:
it politischem Euro Dekor hat die HallwagVerlagsgrappe jetzt ein schweres Atlantenwerk auf die Autofahrer losgelassen: einen „Euro Guide", der gleich für 35 Länder Karten birgt und Hotels nennt. Das 1300 Seiten starke Buch kostet 38 Mark, ein günstiger Preis, der offensichtlich mitgetragen ist durch die massive Reklame einer Kreditkarten Organisation und die Werbeeinblendung einzelner Hotels in dem Unterkunftsverzeichnis. Letzteres macht etwa die Hälfte des Buches aus. Sein Wert liegt in den knappen Adressen- und Preisangaben, Wertungen bietet die Liste nicht. Der Großteil der Karten ist im Maßstab l : l 000 000, nur für den Alpenraum und die Cöte dAzur siad Karten im Maßstab l : 600 000 miteingeheftet, letzteres sicherlich als Tribut an die französischen Kunden. Das Buch ist dreisprachig, entsprechend knapp ist der Text.
Man kann auch mit Indianern- türken. Und mit falschen Namen zu hohe Erwartungen wecken. Das ist der erste Eindruck, den die Bilddokumentation vermittelt. Die Indianer, die da mit Pferd pittoresk das Monument Valley und das Titelbild anreichern, sehen aus wie hingestellt. Doch der Buchtitel trügt, denn Steenmans Photos sind ansonsten ehrlich. Und sie sind so schön, daß man schon beim" Durchblättern nach ein paar Seiten festhängt und das Buch beiseite legt — um etwas mehr Zeit dafür zu finden. Er zeigt ein Amerika der deutschen Träume und das in einer Perfektion, die ich bislang in keinem der vielen USABildbände, die in Deutschland angeboten werden, gefunden habe. Aber es zeigt nur die USA, nicht etwa Amerika, wie der Titel verspricht.
Das Buch ist in zehn Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel gilt einer größeren Region. Diese Einteilungen sind, logisch, wenn auch bisweilen etwas großzügig in der Grenzziehung, etwa wenn der ganze Westen von Washington und Idaho bis Alaska alle ne aber auch eines , " Werdie :
ÜSÄ nicht kennt, wird nach Lektüre dieses Boches Appetit, haben, hin zu reisen Weres fcennt, wird- allerdings zumindest im dominier enden) Bildteil die häßliche und grausame Seite Amerikas vermissen. Deshalb erinnert der Band ein wenig an die Bände der amerikanischen Zeitschrift Natif>tf<tl Geographie: einseitig auf das Schone im Land ausgerichtet, das aber mit teils atemberaubenden Bildern dargeboten. J?. V, ;i
- Datum 01.05.1981 - 08:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 1.5.1981 Nr. 19
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





