Libanon: Endloser Krieg
Wieder einmal ist der Libanon zum Kampfplatz des arabischisraelischen Konflikts geworden.
Droht ein neuer Nahostkrieg — diesmal zwischen Syrien und Israel?
Mindestens einmal pro "Woche wird im Libanon zum Waffenstillstand aufgerufen. Doch bisher haben sich die Hoffnungen noch stets zerschlagen, daß die syrische Besatzungsarmee und die christlichen Milizen sich arrangieren. Die Kämpfe um Zahle, die Anfang des Monats ausbrachen, könnten — so fürchten, unbeteiligte Libanesen — in einen endlosen Zermürbungskrieg übergehen. Dagegen gehören die Gefechte zwischen Christen und Moslems im geteilten Beirut schon zu den Alltagserscheinungen des unerklärten Bürgerkriegs. Die Christenstadt Zahle, knapp 50 Kilometer östlich von Beirut gelegen, hatte sich vor sechs Jahren aus dem Bürgerkrieg herausgehalten.
Erst im Dezember des vergangenen Jahres zog die maronitisch christliche Miliz dort ein. Dadurch fühlten sich die syrischen Ordnungstruppen herausgefordert, die vor sechs Jahren den Libanon als „Friedensstreitmacht" besetzten, um den Bürgerkrieg zu beenden.
Der syrische Präsident Assad sah die Gefahr, daß eine direkte Verbindung zu den christlichen Milizen des Obersten Haddad im Süden hergestellt würde, die sich mit den Palästinensern herumschlagen.
Den eigentlichen „Aggressor"
machte Assad jedoch in Israel aus:
- Datum 01.05.1981 - 08:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 1.5.1981 Nr. 19
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