Manager und Märkte
Saba und Nordmende, seit dem vergangenen Jahr Schwesterfirmen unter dem Dach des französischen UnterhaltungselektrönikRiesen Thomson Brandt, sollen künftig stärker kooperieren und vor allem in Produktion und Einkauf gemeinsame Sache machen.
Die beiden deutschen Traditionsunternehmen, die auch unter französischer Regie immer noch an Ertragsproblemen leiden, stellen zusammengenommen eine beachtliche Potenz dar: Bei Farbfernsehgeräten beispielsweise verfügt das Duo SabaNordmende nach einer gerade veröffentlichten Übersicht des Branchendienstes markt intern für 1980 mit 21 3 Prozent über einen höheren Marktanteil als der Spitzenreiter Grundig mit 20 5 Prozent.
Ein neuer Superchef für beide deutschen Thomson Brandt Ableger ist auch schon ausgeguckt. Erstaunlicherweise fiel die Wahl dabei nicht auf einen der französischen Generalbevollmächtigten bei Nordmende, Bernard Gilliot oder Claude Mallard, sondern auf einen Alemannen: Rudolf Köberle, seit 1979 an der Saba Spitze.
fr Für Aufregung unter den Wärmepumpen Herstellern hat Gerd Koenig, der geschäftsführende Gesellschafter der Mietfinanz in Mülheim, gesorgt. Seine Ankündigung (ZEIT Nr. 16), in zwei bis drei Jahren würden Wärmepumpen ab Fabrik für 1500 bis 2000 Mark angeboten, hat bei den Produzenten Verwunderung und Verärgerung ausgelöst.
Verwunderung deshalb, weil man den von Koenig genannten Preis für unrealistisch hält, Verärgerung, weil man negative Auswirkungen auf das ohnehin stagnierende Geschäft befürchtet.
Denn derzeit ist eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kaum für weniger als 10 000 Mark zu haben.
Koenig, der mit seiner Mietfinanz Wärmepumpen im LeasingVerfahren anbieten will, hält jedoch an seinen Angaben fest. Er versichert: „Die Zahl ist nicht aus der Luft genommen. Durch Massenherstellung ist der genannte Preis erreichbar "
- Datum 01.05.1981 - 08:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 1.5.1981 Nr. 19
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