„Fehling + Gogel“, Reißbrett 1, herausgegeben von Ulrich Conrads und Manfred Sack. Der erste Band Diner eigenwilligen Reihe, die den Blick in die Werkstatt ausgezeichneter Architekten unserer Tage eröffnen möchte – aufs Reißbrett, ihr nach wie vor wichtigstes Werkzeug. Die Hoffnung der Herausgeber ist dabei, Entstehungsprozesse von Bauwerken deutlich werden zu lassen, vom ersten hingekritzelten Gedanken über allmählich konkreter werdende (oft sehr schöne) Zeichnungen bis zum bewohnten, benutzten Gebäude. Die erste dieser Werkmonographien gilt den ebenso hoch gerühmten wie unbekannten Berlinern Hermann Fehling und Daniel Gogel, zwei Architekten ohne die üblichen Laufbahn-Papiere. Sie bilden heute noch einen Zwei-Mann-Betrieb, der auch die Arbeiten selber macht, die sonst auf Bauzeichnerinnen abgeschoben werden. Ein Interview und ein Aufsatz begleiten die – in so üppiger Reichhaltigkeit sonst nirgendwo veröffentlichten – Skizzen und (Detail-)Photos, von Einfamilienhäusern bis zu den vielbejubelten Max-Planck-Instituten (ZEIT Nr. 47/1980). Hauptmotiv der Herausgeber für die Reißbrett-Reihe, von der jährlich ein oder zwei Bände erscheinen sollen: Wanke Neugier. (Eine Schriftenreihe der Bauwelt im Verlag Friedr. Vieweg & Sohn, Berlin/Braunschweig, 1981; 80 S., über 200 Abb., 30 – DM.)