• DIE ZEIT: Jahrgang 1981

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1981/02

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    • ...und schaute aufs Meer

      Die Briten haben ihre eigene Art, besiegte Gegner zu ehren. Einen vierspaltigen Nachruf ohne Gehässigkeit widmete die Times dem Manne, der Großbritannien im Zweiten Weltkrieg an den Rand des Abgrunds brachte: dem deutschen Großadmiral Karl Dönitz, der am Heiligabend als hochbetagter Pensionär nahe dem Sachsenwald gestorben war.

    • Weltpolitik 1980: Wetterumschwung oder Klimasturz?

      In der Weltpolitik hat 1980 das Wetter umgeschlagen. Als die Sowjets vor zwölf Monaten über Afghanistan herfielen, wurde es mit einem Male kalt und stürmisch.

  • Ausgabe 1981/03

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    • Steht Bonn schon bald allein?

      Der Satz klingt harmlos, wie eine Binsenwahrheit; „Jede Änderung im Klima des Ost-West-Konflikts beeinflußt die außenpolitische Stellung der Bundesrepublik sofort und tiefgreifend.

    • Liberaler Aufbruch

      Das Dreikönigstreffen der baden-württembergischen FDP und ihr Bundesvorsitzender Genscher haben, so scheint es, an den Tag gebracht, was bisher allen Beobachtern entgangen ist: Wir befinden uns gegenwärtig in der Bundesrepublik in einem „Aufbruch“, einem unaufhaltsamen gar.

  • Ausgabe 1981/04

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    • Panzer für Chalid, U-Boote für Chile?

      Mitte der siebziger Jahre bestellte der Schah von Persien in der Bundesrepublik ein halbes Dutzend U-Boote zum Stückpreis von 200 Millionen Mark.

    • Ende der Schonzeit?

      Zum erstenmal seit unvordenklicher Zeit betrat bei einer der jährlichen Tagungen des Deutschen Beamtenbundes ein Gespenst die Bühne – der Geist des Reichskanzlers Heinrich Brüning.

  • Ausgabe 1981/05

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    • Leere Taschen, leere Hände

      Die bösen Weissagungen jagten sich schon seit Wochen. Hieß es erst, das Ergebnis aller wirtschaftlichen Anstrengungen in der Bundesrepublik – das sogenannte Sozialprodukt – werde in diesem Jahr wenigstens noch geringfügig über dem Resultat des vergangenen Jahres liegen, so rechneten Fachleute und Politiker zur Jahreswende bereits mit einem Nullwachstum.

    • Mithörer und Mittäter

      Nichts, was sich nicht jeder hätte denken können, ist durch die Veröffentlichung des Tonbandmitschnitts eines Ferngesprächs zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Wissenschaftssenator Peter Glotz im Berliner Abend bekannt geworden.

  • Ausgabe 1981/06

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    • Genickschuß auf Bewährung

      Der Schuß in den Hinterkopf blieb ihr erspart. Maos Witwe ist von einem Pekinger Sondergericht zwar zum Tode verurteilt worden, aber mit zweijähriger Bewährung – aus Gründen der Staatsräson und auf Geheiß der Parteiführung, vor der, wie in allen; kommunistischen Staaten, auch in China die Richter strammstehen.

    • Brokdorf spaltet wieder

      Anfang nächster Woche will die Hamburger SPD auf einem Parteitag darüber abstimmen, ob das Kernkraftwerk Brokdorf gebaut werden soll oder nicht.

  • Ausgabe 1981/07

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    • Deutsche Einheit - ein langer Seufzer?

      Die Politiker in Bonn lamentieren gern, daß ihnen die tägliche Fron keine Zeit zum Nachdenken lasse. Anscheinend reicht es auch zum Lesen nicht mehr.

    • Sanfte und grobe Gewalt

      Dem Wörterbuch des Unmenschen sind in der Bundesrepublik zwei neue Vokabeln zugewachsen: „Entkernung“ und „Entmietung“. Sie meinen die bürokratisch verordnete oder privatkapitalistisch organisierte Zerstörung menschlichen Wohn- und Lebensraumes, das Vernichten des gewachsenen Sozialgefüges in den ärmeren Vierteln unserer Großstädte – in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg und anderswo.

  • Ausgabe 1981/08

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    • Die Krise läßt den Kanzler kalt

      Es ist inzwischen eine Standard-Formel der politischen Polemik: Der Kanzler müsse sich energischer, kämpferischer präsentieren; das sei nicht mehr der alte Helmut Schmidt, sondern ein Mann, der von Entscheidungen rede, statt sie zu treffen, der es an Führung fehlen lasse.

    • Der letzte Deich

      Der zurückgetretene polnische Ministerpräsident Pinkowski, so erzählt man sich in Warschau, habe gelegentlich mit beißender Ironie darauf verwiesen, daß sein Schicksal dem des letzten russischen Regierungschefs Kerenskij gleiche.

  • Ausgabe 1981/09

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    • Niemandes Knecht, niemandes Vasall

      Nur wer vor 20 Jahren in Belgrad die erste weltweite Konferenz der Blockfreien miterlebt; hat, kann ermessen, welcher Wandel sich da vollzogen hat.

    • Angst vor der Wohnungsnot

      So schnell gerät ein Thema vom Rand ins Zentrum der innenpolitischen Diskussion: Der Wohnungsbau, noch vor zwei Jahren eher eine Angelegenheit für Fachleute und Interessenten, hat sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zur politischen Hauptsache entwickelt.

  • Ausgabe 1981/10

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    • Landrat, bleibe hart!

      Das Bild mutet an wie die Beschreibung eines mittelalterlichen Festungssturms. Etwa 200 bis 400 Bewaffnete versuchten, durch das Haupttor einzudringen: „mit Maskierungen, Helmen und Blechschildern versehen.

    • Signale aus Moskau

      Der 74jährige Breschnjew hat am Montag wohl seine letzte Parteitagsrede gehalten. Ihr Vermächtnis liegt im Realismus. Kein Sowjetführer hat bisher öffentlich eine so magere und wirklichkeitsnahe Bilanz gezogen.

  • Ausgabe 1981/11

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    • Der Rechtsstaat in Gefahr?

      Eigentlich hatte niemand damit gerechnet, daß der Marsch der 70 000 nach Brokdorf – diesem Symbol des Anstoßes – so glimpflich verlaufen werde.

    • Irre Logik

      Dank einem Urteilsspruch der zweiten Kammer des Verwaltungsgerichts in Bremen ist für den Fortbestand der Bundeswehr gesorgt, auch wenn demnächst die geburtenschwachen Jahrgänge aus der Zeit nach dem „Pillenknick“ herausleben Jeder junge Mann, der einen Führerschein besitzt, muß dienen.

  • Ausgabe 1981/12

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    • Buchhaltung oder Sicherheitspolitik?

      In Hans Apels Rüstungsklausur war von derlei apokalyptischen Aussichten nicht die Rede. Da waren unpolitische Buchhalter versammelt, die Mittelanforderungen und Mittelansätze zur Deckung zu bringen suchten.

    • Modell Bayern

      Mit voller Billigung des bayerischen Ministerpräsidenten Strauß und seiner Regierung haben Polizei und Justiz in Nürnberg unschuldige Jugendliche tagelang in Gefängnisse gesperrt.

  • Ausgabe 1981/13

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    • Fragen an Reagan

      Zufriedenheit herrscht auf beiden Seiten des Atlantiks: Die ersten Kontakt-Auf nahmen zwischen der neuen amerikanischen Regierung und Besuchern aus Rom, Paris, London und Bonn sind verheißungsvoll verlaufen.

    • Aus 2 mach 1

      In Berlin geschehen Zeichen und Wunder. Der West-Senat machte dem Ost-Magistrat an Schinkels 200. Geburtstag ein großzügiges Geschenk: Die marmornen Skulpturen von Schinkels Schloßbrücke, die am Ende des Krieges im Westen der Stadt in Sicherheit gebracht wurden und seither im alten Kreuzberger Pumpenhaus zusammengepfercht standen, kehren zurück, damit sie wieder wie einst die Prachtstraße Unter den Linden krönend beschließen.

  • Ausgabe 1981/14

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    • Signal aus Hessen

      Das Erstaunlichste an der Kommunalwahl in Hessen ist, daß sie – hoffnungsfroh oder sorgenvoll – als politisches Signal betrachtet wird.

    • Happening mit Bildern

      Was war los mit der ZEIT? Drei Photos, die zu keinem Artikel passen wollten, tauchten viermal auf – mit wechselnden, den Ressorts Politik, Wirtschaft, Feuilleton und Modernes Leben scheinbar entsprechenden Unterschriften.

  • Ausgabe 1981/15

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    • Bohrende Fragen

      Die Gewißheit, daß eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, galt in der deutschen Justiz seit jeher als unverbrüchlich. Das kritische Selbstverständnis der Dritten Gewalt beschränkte sich auf die Prozeßordnung: Eine höhere Instanz kann Entscheidungen der niederen kassieren.

    • Gegenseitigkeit

      Investitionen für die Zukunft – selten wurde diesem hehren Gebot so großzügig entsprochen wie im Fall Zimbabwes. Dem jungen Staat im südlichen Afrika haben 44 vornehmlich westliche Länder und 17 Organisationen rund 3,6 Milliarden Mark für den Wiederaufbau zur Verfügung gestellt.

  • Ausgabe 1981/16

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    • Kein Mitenand

      Mit einer seit Jahren unerreichten Mehrheit – 1,3 Millionen gegen 252 000 Stimmen – hat das Schweizer Volk am Wochenende die „Mitenand“-Initiative für eine neue Ausländerpolitik verworfen.

    • Deutschland - ein Jammertal?

      Eine Nation in Ungewißheit: Kommt er oder kommt er nicht, der neue Konjunkturauf-Schwung. Fast vor unserer Haustür kämpfen die Polen um ihre nationale Existenz; die Vereinigten Staaten wagen einen politischen und rüstungswirtschaftlichen Kraftakt, um die kommunistische Expansion zu stoppen; die Kombination von islamischem Fundamentalismus und Herrschaft über die Erdölquellen stellt eine ständige Bedrohung der Energieversorgung der westlichen Welt dar.

  • Ausgabe 1981/17

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    • Gefährliche Mission

      Es war reiner Zufall: Zwanzig Jahre auf den Tag, nachdem der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin den ersten Weltraumflug unternahm, starteten die Amerikaner das erste wiederverwendbare Raumschiff.

    • Fahrerflucht

      Es ist schon ein starkes Stück: Da rammt das amerikanische Atom-U-Boot George Washington den japanischen Frachter Nissbo Maru, bohrt ihn in Grund und Boden – und taucht einfach weg, ohne erkennbaren Versuch der Hilfeleistung.

  • Ausgabe 1981/18

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    • Vom Geist der Armee

      Das Sprichwort vom Kind, das erst in den Brunnen fallen muß, damit die Fürsorgepflichtigen Schaden verhüten, wäre ein Motto für die Traditionsdebatte in dieser Woche, zu der Bundesverteidigungsminister Hans Apel mehr als fünfzig Gesprächspartner aus „allen gesellschaftlich relevanten Gruppen“ nach Bonn geladen hat.

    • Bis zum bitteren Ende

      Es war ein makabres Osterfest in diesem Jahr. Am Karfreitag, kaum vierundzwanzig Stunden nach dem Tod des Terroristen Sigurd Debus in einem Hamburger Krankenhaus, beendeten sämtliche in der Bundesrepublik und in Westberlin einsitzende RAF-Häftlinge wie auf Kommando ihren Hungerstreik.

  • Ausgabe 1981/19

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    • Tropf und Tröpfe

      In der vorigen Woche haben die Jusos in Berlin einen Kongreß veranstaltet mit dem Thema „Berlin am Tropf“ (der Tropf – die Tröpfe?), bei dem Vertreter der SPD, der Gewerkschaften und der Alternativen Perspektiven für die Stadt bis ins Jahr 2001 aufzeigen sollten.

    • Ratlos vor leeren Kassen

      Das Geheimnis eines guten Managements liegt darin, auf Veränderungen rechtzeitig zu reagieren. Diese Erkenntnis eines Exxon-Managers kann so falsch nicht sein, denn nach diesem Rezept ist der amerikanische Ölkonzern zum größten Unternehmen der Welt herangewachsen.

  • Ausgabe 1981/20

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    • Zorn staut sich auf in Afrika

      Wieder einmal hat sich gezeigt, wie falsch es ist zu meinen, „nach der Wahl“, „nach der Gipfelkonferenz“ oder nach was auch immer wisse man mehr als vorher; Die Probleme bleiben – und wer sich vorher scheute, sie anzupacken, wird es auch nachher nicht tun.

    • Mit spitzen Fingern

      In Rom hat der Nato-Ministerrat eine Selbstverständlichkeit bekräftigt: Der Doppelbeschluß des Bündnisses vom Dezember 1979 wird nicht halbiert.

  • Ausgabe 1981/21

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