In vino veritas – auch in Dosen. So behauptet Delta Air Lines, die ihren Passagieren über den Wolken kalifornischen Chablis oder Burgunder nicht vorenthalten möchte, aber Gewicht an Bord und Treibstoff einsparen will. Eine Umfrage unter Delta-Reisenden in den USA ergab eine durchaus positive Resonanz auf den Dosen-Wein. Jan Rake, verantwortlich für die Bordverpflegung, erläuterte: „Nur wenige Erprobungstage haben uns klargemacht, daß es keine Einsprüche zum Wechseln von der Flasche zur Dose geben würde. Wir hatten im voraus festgestellt, daß die Aluminiumdosen (mit spezieller Innenschicht) Farbe, Aroma und Geschmack des Weines nicht beeinträchtigen. Außerdem sind sie bruchsicher, leicht im Gewicht, lassen sich rasch kühlen und sind sogar umweltfreundlich (recyclable).“ Die 187-Milliliter-Dosen sind halb so schwer wie die herkömmlichen kleinen Gasflaschen. Sie sollen nach und nach auf allen Delta-Flügen eingeführt werden, bei den Glasflaschen bleibt es nur in der Ersten Klasse auf den Transatlantikflügen zwischen Atlanta und London oder Frankfurt. Gewiß ein unerwartetes „Zum Wohl“ für manchen europäischen Reisenden – aber Bier in Dosen gibt es schließlich ebenfalls mittlerweile sogar in den Hopfenhochburgen Bayerns. L. H.