Die Bundestagsfraktionen von SPD und FDP wollen gleich nach der parlamentarischen Osterpause eine der umstrittensten sozialpolitischen Entscheidungen der Vergangenheit korrigieren: das Taschengeld für Heimbewohner soll auf mindestens 120 Mark monatlich erhöht werden.

Damit reagiert die Bonner Koalition auf die heftige Kritik an den Ende 1981 gefaßten Sparbeschlüssen. SPD und FDP haben sich auf folgende Punkte geeinigt:

  • Alle Heimbewohner sollen eine „Barleistung“ zur persönlichen Verfügung in Höhe von 120 Mark monatlich erhalten. Dieses Taschengeld soll künftig entsprechend der Anpassung der Sozialversicherungsrenten erhöht werden.
  • Wer zu den Kosten des Heimaufenthaltes selbst beiträgt, soll fünf Prozent seines Einkommens als Taschengeld erhalten – und zwar über die 120 Mark hinaus.