• Ausgabe 17/1982

    Ausgabe 17/1982

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Noch herrscht Einigkeit

    Die Reaktionen der Briten auf die Falkland-Krise sind wechselhaft wie das hiesige Wetter. An der Londoner Börse schwanken die Aktienkurse um bis zu zehn Punkte in einer einzigen Stunde, je nachdem, ob gute oder schlechte Nachrichten eintreffen.

    Von Ralf Dahrendorf

  • Der Angriff kam im Morgengrauen

    Zwei Majore und 68 Mann: Gegen die Übermacht der Argentinier hatten die Falkland-Verteidiger keine Chance Der Angriff kam im Morgengrauen

  • Honecker, juwelenbesetzt

    Alt-Kommunisten und Alt-Preußen muß es das Herz umkehren: Der deutsche „Arbeiter- und Bauernstaat“ hält es im 33. Jahre seiner Existenz für angemessen, den Marschall-Titel einzuführen.

  • Malvinen! Malvinen!

    Auch in Buenos Aires gibt es „Harrod’s“ – wie in London. In jedem seiner vielen Schaufenster legen hellblau-weißhellblau gestreifte Fahnen Zeugnis ab von der argentinischen Gesinnung der Geschäftsführung, und große Schilder beteuern der Kundschaft: „Harrod’s, das Argentinische Kaufhaus, steht zum Großen Nationalen Augenblick“.

    Von Dieter E. Zimmer

  • Worte der Woche

  • Der Mann hinter dem Kanzler

    Manfred Lahnstein: Urheber der totgeborenen Idee, das Bundeskabinett umzubilden

    Von Gunter Hofmann

  • Wolfgang Ebert

    Entwarnung

    „Armer, Guter. Was haben Sie bloß mit Dir gemacht. Hätte ich Dich doch nie in die höchste Partei-Hierarchie aufsteigen lassen! Das haben wir nun davon.

  • Oliver aus dem Glas

    Eine Sensation ist Olivers Geburt freilich nicht, allenfalls ein sehr freudiges Ereignis für seine bislang kinderlosen Eltern aus dem mittelfränkischen Langensendelbach und für das Ärzteteam um Professor Siegfried Trotnow.

  • Spanien: Vor einer neuen Terrorwelle?

    Fünfmal hintereinander, in Barcelona, Pamplona und Bilbao, in der baskischen Kleinstadt Algorta und in Madrid, verübten Terror-Koirmandos der baskischen Etamilitar Anschläge: Ein Polizist wurde getötet, dreizehn Menschen verletzt.

  • Zeitspiegel

    In der letzten Ausgabe der ZEIT hatten wir über den Fall eines Ausländerkindes berichtet, das aus dem kirchlichen „Rheingold“-Kindergarten in Mannheim gewiesen wurde, weil es an Epilepsie mit seltenen und kurz dauernden Anfällen von Bewußtlosigkeit leidet.

  • Argentinien

    Patriotismus statt Pesos

    Begonnen hat die argentinische Invasion der Falkland-Inseln und Südgeorgiens mit drei folgenschweren Fehleinschätzungen, einem Streit innerhalb des Militärs und dem Schwächeanfall eines starken Mannes.

    Von Horst Bieter

  • Hochseilakt ohne Netz

    Auf mehr als vier Tage hatte Außenminister Haig seine zweite Verhandlungsrunde in Buenos Aires ausgedehnt. Nichts konnte ihn von seiner Vermittlungsaufgabe abbringen, weder die argentinische Junta, die verbissen an ihren Positionen hängt, noch der Chor seiner Kritiker, die ihm mangelnden Blick für die Prioritäten seines Amtes und unziemliche Übertreibung des ehrlichen Maklertums vorwerfen.

  • Kernwaffen-Debatte in Amerika

    Aufstand aus Angst

    Sein Nachfolger im Weißen Haus hingegen, Gerald Ford, faßte einmal im Fond einer sowjetischen Staatslimousine in Wladiwostok die Hand seines Nachbarn Leonid Breschnjew.

    Von Michael Naumann

  • Nicaragua: Beliebter Renegat

    Im Juli 1981 hatte Pastora, früher Vize-Verteidigungsminister und Chef der Milizen, Managua verlassen, um „irgendwo“ für die Freiheit zu kämpfen.

  • Still ruht der See

    Still ruht der See. Knapp zehn Minuten hat zum Beispiel am Wochenanfang die übliche Zusammenkunft der Bonner Pressekonferenz gedauert, mit stark gelichteten Reihen und nur über Randthemen, die dem stellvertretenden Regierungssprecher Lothar Rühl keine Mühe machten.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Türkei: Ecevit am Pranger

    Der ehemalige Ministerpräsident Ecevit ist wegen „Verunglimpfung der Türkei im Ausland“ erneut angeklagt worden. Ihm drohen mindestens fünf Jahre Haft.

  • Wirtschaft
  • Kreditwesengesetz

    Topflösung

    Allen Unkenrufen zum Trotz hat das Bundesfinanzministerium doch noch einen Diskussionsentwurf mit Korrekturen und Ergänzungen zum Kreditwesengesetz fertiggestellt.

  • Argentinien

    Absteiger in der Ländertabelle

    Bankiers reagieren schnell. Am Freitag vergangener Woche trafen sich die sieben Konsortialführer für die geplante Zweihundert-Millionen-Dollar-Anleihe des argentinischen Stromversorgungsunternehmens Segba in New York und beschlossen einstimmig, den Anleiheplan zunächst für dreißig Tage auf Eis zu legen.

    Von Bassott-United Feature Syndicate

  • Ölindustrie

    Fehltritt

    Der Rat von Juristen ist zwar immer nützlich, ihn zu befolgen, kann aber manchmal schädlich sein. Rechtlich ist dann auch nichts dagegen einzuwenden, daß die Ölkonzerne eine Einladung des Bundeskartellamtes zu einer öffentlichen Anhörung über die Benzinpreise auf den Autobahnen abgelehnt haben; die politische Wirkung eines solchen gemeinsamen Boykotts aber ist verheerend.

  • Gewerkschaftspolitik

    Verzicht auf amerikanisch

    Die Mehrheit war denkbar knapp: Nur 52 Prozent der Arbeiter bei General Motors, dem größten Automobilproduzenten der Welt, stimmten letzte Woche der Aufhebung des laufenden Tarifvertrages und damit für zweieinhalb Jahre einem Verzicht auf bereits vereinbarte Lohnerhöhungen zu.

  • Bonner Kulisse

    Wenn genaue und vor allem aktuelle Zahleninformationen rar sind, dann gedeihen Gerüchte und vage Vermutungen besonders gut. So läßt sich denn wohl auch die hartnäckige Existenz der Behauptung verstehen, die Noch-nicht-Verabschiedung der Investitionszulage im Rahmen des Bonner Beschäftigungsprogramms erweise „sich zusehends als eine gut greifende Konjunkturbremse“ – zuletzt hat es der Spiegel so gesagt.

  • Bio im Büro

    Über Mangel an privaten Aufträgen können sich Bio-Architekten nicht beklagen. Doch als der Unternehmer Helmut Kraft dem Architektenbüro Burkhardt in Lichtenstein den Auftrag zum Bau der neuen Verwaltung gab, wurde zum erstenmal der Versuch gemacht, ein Bürogebäude nach den Prinzipien der Baubiologie zu entwickeln.

  • London und die Europäische Gemeinschaft

    Aha-Erlebnis der Briten

    Für viele Briten, die den Common market schnell mit teurer Butter und überhöhtem Mitgliedsbeitrag abtun, hat sich die Europäische Gemeinschaft (EG) in der Falkland-Krise zum erstenmal von einer angenehmen Seite gezeigt.

    Von Wilfried Kratz

  • Heimcomputer

    Spaß nur für Profis

    Innerhalb eines Tages sprechen Sie mit ihm wie mit einem alten Freund“, heißt es in der Werbung; „we are learning english genauso leicht wie Toreschießen“ versprechen die Anzeigen.

  • Gastarbeiter

    Wichtige Kapitalquelle

    Türken in Berlin, Jugoslawen in Stuttgart, Spanier und Portugiesen in Hamburg – das sind für uns inzwischen vertraute Bilder.

    Von R. H.

  • Gastronomie

    Der Wirt soll was werden

    In eigenen Lehrgängen sollen junge Kneipiers für den harten Konkurrenzkampf fit gemacht werden

  • Wie tot im Wasser

    Die Messe in Hannover kann mit einer Meldung aufwarten, die in der deutschen Wirtschaft inzwischen Seltenheitswert hat – mit einer positiven Rekordzahl: Noch nie haben so viele Unternehmen auf so vielen Quadratmetern ihre technischen Leistungen zur Schau gestellt.

    Von Michael Jungblut

  • Eine spektakuläre Pleite macht die Misere der amerikanischen Sparkassen deutlich

    Ein Bankier wie Dagobert Duck

    Er sieht nicht gerade aus, wie man sich den Leiter einer amerikanischen Spar- und Darlehenskasse vorstellt: die wohlfrisierten Haare schulterlang.

  • Die Angst vor dem Entzug

    Die Parolen passen ins Bild: „Vorrat schaffen! Zigaretten noch zu alten Preisen“, heißt es auf großflächigen Verkaufsplakaten, die über den Tabakständen der Warenhäuser hängen.

  • Hochtemperaturreaktor

    Zeit ist Geld

    Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Reimut Jochimsen wird den offenen Konflikt mit seinem Bonner Parteifreund und Forschungsminister Andreas von Bülow risderen müssen, wenn er ein wichtiges Forschungsprojekt retten will.

    Von Wolfgang Hoffmann

  • Zeitliches aus Europa

    Brüsseler Spitzen

    Was ist nicht alles schon über die Brüsseler Kommission der Europäischen Gemeinschaft gelästert worden? Vaterlandslose Gesellen hat sie General de Gaulle gescholten.

    Von Hans-Hagen Bremer

  • Kursbarometer

    Erfreulicher Start

    Für die meisten Investment-Sparer begann das Jahr 1982 erfreulich. Als Folge der in den ersten drei Monaten gestiegenen Aktien- und Rentenkurse erzielten die Fonds-Anteile deutliche Wertsteigerungen.

  • Gorenje Körting

    „Jeder andere hätte längst aufgegeben“

    Wenn die Fabrik in Taiwan läge, würden wir vielleicht einsteigen“, bedauerte vor vier Jahren ein Sprecher der Grundig AG, als die Körting Radio Werke in Grassau im idyllischen Chiemgau am Ende schienen.

  • Eine schleichende Krankheit

    Wenn heute nach den Ursachen der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit gefragt wird, dann werden meist die Opec, dann die demographische Entwicklung und schließlich – je nach Standort – unterschiedliche politische Schuldzuweisungen gemacht.

  • Wissen
  • Mit der Krise leben lernen

    Auf den ersten Blick: ein SPD-Parteitag wie gehabt. Nach einem publizistischen Vorspiel, das von der fast hoffnungslosen Zerstrittenheit der Partei gehandelt hatte und an dem auch Genossen reichlich beteiligt waren, eine Atmosphäre, die kontroverse Standpunkte zuweilen fast hinter der Demonstration des guten Willens und der Verständnisbereitschaft verschwinden ließ.

    Von Rolf Zundel

  • Schießkrieg oder Kompromiß?

    Die Stimmungen und Erwartungen haben in den letzten Tagen ständig gewechselt. Einmal überwogen die kriegerischen Aufwallungen.

    Von Theo Sommer

  • Evolution: Teil 2 der ZEIT-Serie „Darwins Erbe“

    Abschied von der Gleichförmigkeit

    Die Evolutionstheorie wird älter, aber auch besser. Neue Korrekturen am Bild des Lebens

    Von Günter Haaf

  • Reisen
  • Bärenfleisch – nur kurz gebraten

    Wir sitzen um den Tisch in der dämmrigen Blockhütte, trinken den heißen Kaffee und schnuppern den Küchendunst, der vom großen Hera herüberzieht.

    Von Ausritt in der wilden Buschlandschaft an der Grenze zum Yukon Territory Aufnahme: Dwitier Kuhn

  • Frühlingserwachen

    O Sohle mio: Alle, die jene alpenländische Variante des Folkloretanzes – den Schuhplattler – schätzen, können am 22. und 23.

  • Mit dem Auto von Helsinki nach Leningrad

    Schöne neue Welt am Schlagbaum

    willkommen in Murmansk“, verkündet ein schwedischsprachiger Prospekt der sowjetischen Touristikzentrale „Inturist“, doch ein Njet der sowjetischen Botschaft in Helsinki durchkreuzt die Absicht, noch weitere 1500 Kilometer nach Norden über Lappland in die große russische Stadt am Eismeer zu fahren.

  • Cuisine française vom Engländer

    Die Faubourg Saint-Honoré ist eine Art gastronomische Halbwüste, deren vereinzelte Oasen sich an der Kreuzung mit der Rue Royale verdichten.

  • DIE ZEIT
  • Auf dem Weg zu Stabilität

    Die Verbraucherpreise haben sich seit dem Januar deutlich nach unten bewegt. Die Inflationsrate ging von 6,3 auf 5,2 Prozent im März zurück.

  • Ende der Troika – Ende einer Ära

    Herbert Wehner fehlte beim Münchner SPD-Parteitag – Der neue Mann an der Parteispitze: Johannes Rau / Von Hermann Rudolph

    Von Johannes Rau

  • Fröhlich und stolz

    Nun hat es ihn also doch erwischt, den Zauderer und Zögerer, der sich bis vor kurzem noch gegen den Schub nach oben sträubte.

    Von Dieter Buhl

  • Der herbe Charme der Ladykiller

    Nur, wenn sie gestorben wäre, hätte sie eine bessere Presse gehabt, sagte ein Antje Huber durchaus wohlgesonnener Mann, nachdem die Nachrufe auf ihren Rücktritt ins Unendliche gewachsen waren beziehungsweise gen Himmel stanken.

  • Manager und Märkte

    Die wachsende Vernunft der Autofahrer hat für eine Branche besonders schmerzliche Auswirkungen: für die Reifenindustrie. Denn seit mit dem Gaspedal vorsichtiger umgegangen wird, um Sprit zu sparen, seit nicht mehr jede Strecke mit dem Auto zurückgelegt wird, werden auch die Reifen weniger schnell verschlissen.

  • Witterung der Braunen

    In Lübeck wird ein Mord verhandelt: der erste von Rechtsextremisten verübte Fememord. Der Täter und seine vier Helfer gehörten einmal zur Hamburger „Aktionsfront Nationaler Soziale sten“, die vor vier Jahren zur Bürgerschaftswahl antreten wollte.

    Von Rktrich Strathmann

  • Ganz schön fertig mit den Nerven

    Die „Als ob“-Pose eines Parteitages: Ein Bündnis zwischen „Malochern“ und „Waldläufern“?

    Von Nina Grunenberg

  • Per Studium zum Ich

    Wie studiere, wie lehre ich am besten: Rückzug in den Elfenbeinturm, oder raus aus der Universität, um die Realität kennenzulernen? Eine alte Frage, die Studenten und Hochschullehrer immer wieder beschäftigt.

  • Werftaktien nur noch für Spekulanten

    Die seit Jahren schwelende Werften-Krise hat ein neues Opfer gefordert. Der Schichau Unterweser AG, Bremerhaven, blieb der Gang zum Vergleichsrichter nicht erspart.

    Von Ihr Securius

  • Last des Vorurteils

    Gut drei Monate lang arbeiteten Meinungsforscher des Godesberger Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (Infas) an der Auswertung einer Repräsentativumfrage, die sie im Dezember vergangenen Jahres über die Ansichten und Einstellungen der Bundesdeutschen zu Ausländerproblemen gemacht hatten.

    Von Hans Schueler

  • Wirtschaftskriminalität

    Vino im Wein

    Er war nicht nur ein großer Dichter und Denker, der berühmte Johann Wolfgang von Goethe, der vor nunmehr 150 Jahren starb. Er war auch ein großer Weinfreund – und ein Kenner obendrein.

    Von Erika Martens

  • Touristen mögen Sand und Sonne oder Bildung und Erbauung suchen, eines haben sie gemeinsam: Sie kaufen gerne ein. Unsere neue Serie schildert die schönsten oder originellsten Shopping-Quartiere.

    Kennedy’s geheimer Schneider

    Die Rue Du Faubourg Saint-Honoré in Paris – eine unscheinbare Meile voller Luxus

  • Das Unglücks-Referat

    Ein Verkehrsunfall, wie er nicht selten geschieht: Ein junger Mann, 20 Jahre alt, steuerte seinen Wagen zu schnell in eine Kurve.

    Von Hanno Kiihnert.

  • Was weiß man schon von Grönland?

    Weit und breit kein Hundeschlitten

    Der Papst kommt nicht bis Nuuk. Warum sollte er auch, da es doch in dieser Zehntausend-Seelen-Gemeinde kaum hundert Katholiken gibt.

  • Hervorragender Standort

    Hebbering: Im Monat Januar haben wir erhebliche Umsatzeinbußen gehabt, die zum Teil wetter- aber auch konjunkturbedingt gewesen sind.

  • Vermittlungsausschuß

    Ein beschämendes Ärgernis in Bonn

    In den vergangenen Wochen ist eine Bonner Institution ins Gerede geraten, die sonst mehr im verborgenen zu agieren pflegt: der Vermittlungsausschuß.

    Von Herta Däubler-Gmelin

  • Börsen-Report

    Aufwärts

    Zins und Konjunkturhoffnungen beginnen wieder, die Tendenz an den deutschen Aktien- und Rentenmärkten zu bestimmen. Zur Wochenmitte hatten die Gefahren, die sich weltweit entwickeln können, keinen Einfluß mehr auf die Anlageentscheidungen.

    Von K. W.

  • Ungarn hat nicht nur wirtschaftliche Erfolge. Es ist ein Land ohne drangsalierte Bürgerrechtler und politische Gefangene. In ihrer Osteuropa-Serie schildert die ZEIT, wie die Partei in Budapest mit der Opposition und der Öffentlichkeit umgeht.

    „Wir tanzen gemeinsam Ballett“

    Vor einem Vierteljahrhundert machte ein junger, ungarischer Politiker auf einer der ersten Pressekonferenzen nach dem Aufstand den verblüfften Journalisten eine Prophezeiung.

    Von Christian Schmidt-Häuer

  • Bürgerschaftswahlen

    Wandel liegt in der Luft

    Mehr als nur eine Geste: Jetzt, da der Wahlkampf in Hamburg richtig losgeht, hat Walther Leisler Kiep, als Vorturner der CDU hoch oben auf dem Trapez, das Netz abnehmen lassen.

    Von Michael Schwellen

  • Zeitraffer

    Im Ausland ist das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft offensichtlich gestiegen. Jedenfalls haben ausländische Kapitalgeber im vergangenen Jahr mit vier Milliarden Mark fast doppelt soviel in bundesdeutsche Unternehmen investiert wie 1980.

  • Gesellschaft
  • Hans-Georg Rauch

    ZEITZEICHEN

    Im ersten Teil des Hamburger Konzerts bleiben die einzelnen Elemente aus den unterschiedlichen Phasen von Davis merkwürdig starr nebeneinander stehen.

  • Ochsenpflug statt Traktor

    Entwicklungshilfe, als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht, hat die eigenen Anstrengungen oft mehr gelähmt als gestärkt

    Von Dieter Biallas

  • Ausstellung in Amsterdam: „’60 ’80“

    Auf der Suche nach der gewonnenen Kunst

    Im ersten Raum, er ist ziemlich dunkel, hängen ein paar Kleiderfetzen, eine Beinprothese aus bemaltem Blech, ein zerhandelte Hut, ein räudiger Pelz, eine mißhandelte Puppe und noch ein paar andere, ausgediente Stücke an Drähten von einer Art eingezogener Decke herunter.

    Von Petra Kipphoff

  • Die letzten Tage von Jamit

    An der Stelle, wo vor zwei Monaten noch Ziegen und Schafe grasten, steht jetzt eine große Halle, eine der vier neuen Grenzstationen zwischen Israel und Ägypten.

    Von Henryk M. Broder

  • Fernseh-Vorschau

    Ein anderer Holocaust

    Die Zuschauerreaktionen, zu denen der WDR am späten Montagabend im Anschluß an die erste Folge des achtteiligen Fernsehfilms „Ein Stuck Himmel“ in seinem Dritten Programm voreilig und unter Zeitdruck angeregt hatte, fiel dünn aus.

    Von Ingrid Uebe

  • Bergsteigerkurse: Die Alpen in der Diretissima

    Lockende Gipfel sicher zu erklimmen – dazu gehört mehr ab Ehrgeiz und Sportlichkeit.........................................

    Von Hella Leißner

  • Fernseh-Kritik

    Kleinkrieg hinter den Kulissen

    Seit dem vergangenen Sonntag wissen wir, was ein Chorsänger an der Bayerischen Staatsoper verdient, wieviel Urlaub ihm zusteht und wie seine Arbeitsbedingungen sind.

  • Der Trompeter Miles Davis auf Tournee

    Der Musiker als Mythos

    Ein Schwarzer wird in New York von einem Polizisten verprügelt. Wenig später findet man den Polizisten tot in der U-Bahn. Auf denselben Schwarzen schießen zwei Männer, als er mit einem weißen Mädchen im Auto sitzt.

    Von Aufnahme: Ralph Quinke

  • Nota bene

    In dieser Rubrik stellen wir hin und wieder Lobenswertes vor – Kleinigkeiten, die Touristen und Ferien angenehmer machen. Oft sind es Details, die wenig kosten, aber viel bewirken.

  • Brot und Käse aus dem Weinmuseum

    Monarchen gibt es mehrere in dem kleinen Großherzogtum Luxemburg – sogar einen Kaiser. Genauer gesagt, handelt es sich um „den Kayser“.

  • „Wir greifen nicht nach dem Mond“

    Jassir Arafat: Was sich auf der Westbank abspielt, ist Teil unserer Tragödie. So wie seinerzeit der palästinensische Exodus, als 60 Prozent unseres Volkes von den Israelis vertrieben und ins Flüchtlingselend gestoßen wurden, ohne Heimat, ohne Staat, sogar ohne Personalausweis.

  • Jugendbegegnungen: In der Fremde auf die Schulbank

    In Frankreich kochen lernen, in Mexiko auf dem Feld arbeiten oder in Schweden ein Jahr lang die Schulbank drücken – diese und andere Möglichkeiten zeigen für Kinder und junge Leute drei Broschüren des Starnberger Studienkreises für Tourismus auf.

  • Mit Cousteau in die Tiefe

    Es sieht aus wie ein flügelschlagender großer Rochen: das „Aquascope Philippe Cousteau“, das auch wasserscheuen Touristen einen Tauchgang knapp unter dem Meeresspiegel erlaubt.

  • Kultur
  • Zeitmosaik

    Manchmal wird die Kunst, die oft so weit vom Publikum entfernt stattzufinden scheint, von diesem ganz erschreckend ernst genommen.

  • Neuer Glaube ohne Dogma?

    Der kleinste Besucher brauchte zwei große Zeitungspacken Spartakus, um die Brüstung des Mäuerchens zu erreichen, auf der er mit Kieselsteinen Murmeln spielte: Der Berliner Steppke gab vielleicht das eindringlichste Bild ab auf der Dahlemer Trauerfeier für Robert Havemann.

    Von Fritz J. Raddatz

  • Hinweise

    Peter von der Heydt: „Blick übers Meer. Anmerkungen zu den deutsch-amerikanischen Beziehungen.“ Dieses Bändchen ist das Plädoyer eines Konservativen (von der Heydt ist seit 1976 CDU-Mitglied des Bundestages), der aus seiner Sympathie für Ronald Reagan keinen Hehl macht.

    Von Franqois Bondy

  • Deutsche Selbst- und Fremdbetrachtung

    Lust an der Nabelschau

    Sich selbst zum Gegenstand des Nachdenkens zu machen, ist vieler Menschen liebste Beschäftigung, der – jedenfalls öffentlich – nachzugehen sie ich aus Gründen der Bescheidenheit scheuen.

    Von Peter Coulmas

  • Kunstkalender

    Er umgibt seine Kunstfigur mit Leitern, Kugeln und Reifen. Antes läßt sie neben einem Gebetsstab knien und in einem Wald von jugendstiligen Stahlblumen.

  • Galerie der Nachkriegs-Kanzler

    Riese, der nach Flöhen sucht

    Sich in fremden Spiegeln zu prüfen, ist allemal von Reiz – und natürlich angenehm, wenn sie ein freundliches Bild wiedergeben.

  • Wie das soziale Netz gewebt wurde

    In wirtschaftlichen Krisenzeiten sind Verhärtungen des Sozialklimas nichts Ungewöhnliches. Mit erhobenem Zeigefinger werden Schuldige für die Misere gesucht und gefunden – nicht immer die Richtigen übrigens.

  • Eine schöne Geschichte: Handwerklich gute Krimi-Arbeit

    Ritter Blaubart und Andorra

    Es ist eine perfekte Exposition, und nun wird wieder behauptet werden, der „Blaubart“ sei im Grunde ein spätes Nachfolgewerk zum eigentlichen Werk, gleichsam ein remake nach dem Sprachgebrauch der Filmemacher.

    Von Hans Mayer

  • Er war ein guter Mensch

    Aufrecht und hart, ohne fremde Hilfe, ging er hinter dem Sarg seines Sohnes her: Der siebenundneunzigjährige Vater Robert Havemann.

    Von Marlies Menge

  • Adolf Muschg „Noch ein Wunsch“

    Adolf Muschg, dieser gelehrte und so gelassen wirkende Schweizer Schriftsteller, hat eben sicheren Sinn für Vergeblichkeit, also für Liebesgeschichten.

    Von Peter Hamm

  • Das Bücherschaufenster

    Der Mann ist stolz auf seinen Hund. Beide zeigen die Zähne. Die Augen des Hundes leuchten. Über ihnen, im Hintergrund, leuchten die Scheinwerfer des Lastwagens, wie Augen.

    Von Ulrich Greiner

  • Georg Büchners „Leonce und Lena“ am Thalia Theater

    Das Märchen ist ganz musikalisch

    Die Liebe stirbt. Ein Prinz, ein Mensch mit einem dicken Kindergesicht und alten, leeren Augen, verabschiedet seine Geliebte.

    Von Benjamin Henrichs

  • Sozialdemokratische Partei

    Der Weg zum großen Schisma

    Das amerikanische Original erschien bereits vor über einem Vierteljahrhundert: 1955. Daß eine deutsche Übersetzung gerade jetzt herauskommt, ist wohl mehr als ein Zufall.

    Von Heinrich August Winkler

  • Filmtips

    „Gallipoli“ von Peter Wolf. Filmische Ideen, wo sie noch nicht zum Ideenfilm zusammengeschrumpft sind, schaffen Möglichkeiten für filmisches Erzählen – in Raum und Zeit / durch Räume und Zeiten.

  • Länderspiegel
  • Prozeß: Fememord unter Rechtsradikalen

    Das Töten lernt man

    Großes Polizeiaufgebot vor dem Lübecker Landgericht. Zuschauer werden nach Waffen, Journalisten nach Photoapparaten durchsucht.

  • Wilhelm Busch und die Senioren

    Die Villa bleibt leer

    Die schon im Februar veröffentlichten Seminar-Programme mußten eingestampft werden, Ministerpräsidenten-Gattin Heidi-Adele Albrecht kann ihren Festvortrag „Humor – die Zierde des Alters“ bei anderer Gelegenheit halten.

    Von Dirk Lehnhoff

  • Russischer Staatszirkus

    Deutsch für Tiger

    Der Clown Anatolij Martschewskij wirkte noch ein wenig übermüdet, als er am Morgen nach der Premiere vor dem Frühstücksbüfett stand.

  • Hamburg-Werbung

    Es segelt die Alster

    Im Zuge ihrer zuweilen etwas mißglückten, aber unbeirrt fortgesetzten Bemühungen, Hamburgs schöne Seiten hervorzukehren (Hamburg ist Himmel, Hamburg ist Kirschblüte, Hamburg ist Park, Hamburg ist Wald und Heide, Hamburg ist Raritäten.

  • FDP klagt gegen SPD

    Der große Filz

    Den „Filz“ in SPD-regierten Kommunen in Nordrhein-Westfalen hatte Kurt Biedenkopf, CDU-Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, als einer der ersten entdeckt.

  • Sozialer Fortschritt in Niedersachsen

    Yoga bildet ungemein

    Mit der Anerkennung eines Segelkurses als Bildungsurlaub habe das Lanaesarbeitsgericht Hannover den Bildungsurlaub in Verruf gebracht“, tönte es aus der Hamburger Zentrale der Deutschen Angestellten Gewerkschaft.

  • ZDF-Lotto

    Sieben Richtige

    Nun hat auch das Zweite Deutsche Fernsehen endlich das große Los gezogen. Jahrzehntelang war es der ARD vorbehalten, Samstagabend vor dem „Wort zum Sonntag“ mit der Ziehung der Lottozahlen die Masse der gespannten Zuschauer zum Ein- und Umschalten zu gewinnen.

  • Lebensart
  • No future für die Rock-Musik?

    Wie ein nasser Sack hängt Günter auf dem Stuhl. Der orangefarbene Overall ist durchgeschwitzt. Die glatten, dunklen Haare kleben in der Stirn.

  • Unsere Sprache (16)

    Nicht alles ist logisch

    Fremdwörter sind an sich und als solche nicht böse. Wer von vielen verstanden werden will, wird seine Wörter nicht zu weit herholen.

  • Gottesgeschenk wird Zeuge

    Um Alexandras willen, um der Enten, um der Rechtsfindung willen, rief ich beim Fernsehen an. „Freunde“, sagte ich, „ich finde es rührend, daß ihr für die Moschus-Enten und das deutsche Publikum kämpfen wollt, aber tut mir einen Gefallen: Laßt es! Ihr habt doch Frankenfeld und Kulenkampff und die Politiker.

  • Die Festung an der Autobahn

    Kirchdorf-Süd: Eine städtebauliche Fehlleistung, die niemand mehr verantworten will

    Von Ulla Plog-Handke

  • Zeitlese

    Die Broschüre „Wege zu Wissen und Wohlstand“ ist nicht etwa ein Leitfaden für aufstrebende Jungmanager, sondern gibt im Gegenteil Tips, wie allzu großen nervlichen Belastungen zeitweise aus dem Wege zu gehen ist: Der Untertitel der Broschüre nämlich lautet „– lieber krankfeiern als gesundschuften“.

  • Die Atriden von Grinzing

    Im vergangenen Januar ist sie fünfundsiebzig geworden. Als Jubiläumsrolle hat sie sich die alte Näherin Germaine Lescot in Jean Bouchauds verlogenem Rührstück „Wie war das damals?“ ausgesucht – eine ehemalige Haute-Couture-Schneiderin („Vor dem Krieg war ich eine erste Kraft bei Lanvin“), die von ihrer Tochter aus der Wohnung bugsiert und ins Altersheim abgeschoben wird.

    Von Sigrid Loffler

  • Staatsmann im Supermarkt

    „Da steht Bundeskanzler drin...“

    Palmer: Ganz abgesehen von politischen Salachen, bin ich so enttäuscht davon, daß das X. Fernsehen, das den Menschen so viel bringen soll, eigentlich doch so wenig geschafft hat, zum Beispiel in der Bereicherung.

  • Leserbriefe
  • Friede ohne Verheißung

    An Torheiten herrschte in der letzten Woche vor dem Frieden kein Mangel im Lande des Heils und der Heiligen. Nur Tage vor dem entgültigen Rückzug der Israelis aus dem Sinai drohte blinde, bornierte Gewalt, drohte der Frieden zwischen Israel und Ägypten zur Farce zu werden.

    Von Josef Joffe und Dietrich Strothmann

  • unzugeordnet
  • Ein Hauch von Schrebergarten-Idylle

    Bei der Zukunftsbetrachtung erliegen viele der Versuchung, die neuesten Entwicklungen und Strömungen der Gegenwart als richtungsweisend für die Zukunft zu behandeln.

  • Sie bleibt die ewige Zweite

    Oldenburg wird noch lange im Schatten der ehrwürdigen Landesuniversität Göttingen stehen

    Von Christian Graf von Krockow