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Man werde über seine Amtsführung noch eraunt sein, hatte Innenminister Zimmermann (CSU) – mit Blick auf seine nicht wenigen Kritiker – verkündet. Und zum Erstaunen ist in der Tat Anlaß: Seine Umwelt-Bilanz für die ersten hundert Tage vorige Woche vorgestellt, verspricht Fortschritte in einem Bereich, der einmal zu den großen, von CDU und CSU als überzogen attackierten Reformen der sozial-liberalen Koalition zählte, aber seit Mitte des vorigen Jahrzehnts kläglich verkümmerte, ohne daß die Union darob sonderlich betrübt schien.
Natürlich hat Zimmermann den Wahltermin und bestimmte Wählergruppen im Auge. Dem vom sauren Regen geplagten Wald kann das indes gleichgültig sein – Hauptsache, es geschieht endlich etwas zur Verbesserung der Luft, des Wassers und des Bodens. Denn viel Zeit bleibt nicht mehr.
Über mangelnden Widerstand aus Landwirtschaft und Industrie wird sich der Innenminister nicht beklagen können. Umweltschutz, so heißt es jedoch bei ihm, sei nicht nur ein Gebot ökologischer, sondern auch ökonomischer Vernunft. Wenn er die Kraftwerksbetreiber und Automobilproduzenten von diesem Satz überzeugen kann – oder ihn wirklich durchsetzt –, wäre für die Natur ein Erfolg errungen, ein erstaunlicher Erfolg sogar. H. B.
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