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Ausgabe 07/1983

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Forum und Impuls
Dreißig Jahre alt wurde in diesen Tagen eine wissenschaftliche Institution, die aus der politischen Kultur der Bundesrepublik nicht mehr wegzudenken ist: die Münchner „Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte“.
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Madrid: Neue KSZE-Runde
Im Zeichen wachsender Ungeduld vieler Teilnehmerstaaten hat am Dienstag vergangener Woche die sechste Runde des Madrider Folgetreffens der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) begonnen.
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Indien
Kaiserin in Nöten
Was jetzt in Delhi passiert, wird Auswirkungen für ganz Indien haben.“ Wie eine Wolke legte sich dieser ständig wiederholte beschwörende Appell über die in winterlicher Kühle fröstelnde indische Hauptstadt.
Von Gabriele Venzky
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Israel: Die Schuld wird verteilt
Steht die israelische Innenpolitik vor einer Wende? Am Dienstag veröffentlichte die Untersuchungskommission ihren Bericht über die Massaker von Beirat.
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Amerikas Verteidigungsausgaben
Aufstand gegen Weinbergers Etat
Weder die Etatdefizite noch die hohe Arbeitslosigkeit oder die drohenden Risse im ohnehin weitmaschig geknüpften sozialen Netz der Vereinigten Staaten haben Präsident Reagan und seinen Verteidigungsminister Caspar Weinberger beirren können: Sie sind weiter der Überzeugung, daß sich die Höhe der Verteidigungsausgaben allein nach der Größe der sowjetischen Bedrohung zu richten habe.
Von Ulrich Schiller
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Wolfgang Ebert
Whisky und Wodka
Dear Mr. President, ich bestätige hiermit den Empfang Ihres Briefes vom 31. 1., der an „die Menschen Europas“ gerichtet war, also auch an mich.
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Späte Wahrheit
Wer über ihren Kücheneingang Zugang zum Papst suchte, hielt sie für mächtig; wer in Kriegs- und Nachkriegszeiten aus ihrem Lebensmittelmagazin Pakete erhielt, wußte ihre Güte zu schätzen.
Von Papst Pius Xii.
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BONNER BÜHNE
Mit den Narren im Wahlkampf
Gegen den „General Winter“ als Wahlkampfgegner haben sich die Parteien so gut wie irgend möglich gerüstet: Die Autos, die Kandidaten und Redner zu ihren Einsatzorten transportieren, führen alles gegen Schnee und Eis Nötige mit sich, und notfalls geht es, wie bei der CDU, auch per Charter in die Luft.
- Wirtschaft
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Deutsche Leistungsschau in Tokio,
Angst vor der Höhle des Löwen
Angriff ist die beste Verteidigung. Dieser alte und bewährte Grundsatz stand im Hintergrund, als der Plan entstand, 1984 in Tokio eine Leistungsschau der deutschen Industrie zu organisieren.
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„Das ist doch alles Kappes“
Von Richard Gaul Es ist wie bei Goethes Zauberlehrling: Die Geister, die man rief, die wird man nicht mehr los. Die Geister sind Gerüchte über Rücktrittsklauseln bei Aufträgen für den Fall eines SPD-Wahlsieges am 6.
Von Richard Gaul
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Bonner Kulisse
Bundestagsabgeordnete des Forschungsausschusses, darunter auch der jetzige Forschungsminister Heinz Riesenhuber, waren sich ganz sicher gewesen: vom offiziellen Gutachten über die Bewertung der milliardenschweren staatlichen Förderung auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung müsse es eine stark abweichende Urfassung geben, die sehr viel mehr Negatives enthalte und die ihnen vom Forschungsministerium bewußt vorenthalten würde.
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Große Chance vertan
Es geht bergauf“ – Der Bürger kann sich vor Wahlkampf-Botschaften dieser Art kaum retten, doch es scheint, als fehle ihm noch der Glaube.
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Grundig
Realistisch
Noch vor wenigen Wochen war alles ganz klar: Schlicht nein sagen wollten die Wettbewerbshüter im Berliner Kartellamt zu den Fusionswünschen des französischen Staatskonzerns Thomson-Brandt (Saba, Nordmende, Dual) und des deutschen Unterhaltungselektronik-Marktführers Grundig, der zugleich auch noch die notleidende AEG-Tochter Telefunken schlucken wollte.
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Preisabsprachen
Unklug
Der Zorn der Gerechten ist verständlich, doch klug ist er nicht. Erbost über die Dreistigkeit, mit der Baufirmen überall im Land ihre Preise abgesprochen und die öffentlichen Auftraggeber um Millionen geprellt haben, macht Nordrhein-Westfalens Regierung sich dafür stark, solche Sünden künftig als Betrug, als Straftatbestand also, zu behandeln.
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Wirtschaftsbücher
Flucht in die Passivität
In den vergangenen Jahren ist viel darüber gerätselt worden, warum das Wachstum immer schwächer ausfällt, viele Unternehmen an Innovationskraft und Dynamik eingebüßt haben, ganze Branchen in Schwierigkeiten geraten sind.
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Spiel mit der Angst
Ein Gerücht hat sich selbständig gemacht und vergiftet die politische Atmosphäre. Von einem Investitionsstreik ist die Rede, von Bestellungen mit Rücktrittsklausel für den Fall, daß die Sozialdemokraten am 6.
Von Michael Jungblut
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Schweiz
Wirbel um neue Zigaretten
Wer der Aufforderung folgte, erhielt mit der nächsten Post nicht nur wie versprochen die zwanzig Zigaretten, sondern auch einen Franken als Entschädigung für den Anruf.
Von Roger de Weck
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Reagan wittert Morgenluft
Der amerikanische Präsident registriert erste Anzeichen für einen Aufschwung
Von Jes Rau
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Arbeitszeit
Einsichtig
Die Arbeitgeber können sich drehen und wenden, wie sie wollen: 1984 kommt die große Auseinandersetzung um die Arbeitszeitverkürzung.
- Wissen
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Barbies Spur
Söhne, Buße, Strafe – für den bald siebzigjährigen Klaus Barbie werden sie nichts mehr bedeuten. Der ehemalige Gestapo-Chef, der den Beinamen „Schlächter von Lyon“ trug und den die Franzosen nächstes Jahr wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor Gericht stellen werden, hat nun, da er vierzig Jahre nach seinen Untaten endlich den Richtern überantwortet werden konnte, mit seinem Leben in Freiheit abgeschlossen.
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Erforscht und erfunden
Die Belastung mit Blei und Cadmium hat im menschlichen Körper deutlich zugenommen, wie nun der Rechtsmediziner Gustav Drasch von der Universität München in seiner Habilitationsschrift belegt.
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Allgemeine Relativitätstheorie
Antwort gefunden
Vorurteile sind zählebig: Selbst ein halbes Jahrhundert, nachdem Albert Einstein Ende 1915 die mathematischen Gleichungen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie präsentiert hatte, verbreiteten Lehrer an Gymnasien noch das Gerücht, daß höchstens zehn Menschen auf der ganzen Welt diese Theorie verstehen würden.
Von Reinhard Breuer
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Am seidenen Faden
Israel fühlt sich allein gelassen. Muß deshalb befürchtet werden, es setze nun erst recht auf den nächsten Krieg? Schon geht in Washington die Furcht um, Menachem Begin könnte bald im Libanon zum Schlag gegen die Syrer ausholen.
Von Dietrich Strothmann
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Armer Marx
Wenn es dem neuen Chef im Kreml darum gehen würde, den Führungswechsel als eine Wende zu markieren, er könnte mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erfolg erzielen: Nichts würde in der Welt eine so elektrisierende Wirkung haben wie die Freilassung Andrej Sacharows aus der Isolierung in Gorki, jener erbarmungslos ausgeklügelten Hölle, in der er hilflos dem KGB preisgegeben ist.
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Vorsicht vor den Saubermännern
Die Illusion ist zerstoben, der Wahlkampf werde kurz sein und ohne bleibenden Schaden vorübergehen. Tatsächlich hat er schon in der Endphase der sozial-liberalen Koalition begonnen.
Von Rolf Zünde!
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Chinas Karten
Wie kann der Westen die chinesische Karte ausspielen? So hieß in den siebziger Jahren ein beliebtes Gedankenspiel unter Politikern und Publizisten.
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Alternative Energieforschung
Lösungen gesucht
Nebenan am halbfertigen „Neubau für Naturwissenschaften“ kämpfen Baukräne mit den Sturmböen. Ein winziges Schild erst weist den Weg zum unscheinbaren Gebäude.
Von Bernd Mattender
- Reisen
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Unterkühlungen: Gefahr durch nasse Socken
Der Mensch gehört zu den kälteempfindlichsten Wesen dieser Erde: Der nackte Körper kann die lebensnotwendigen 37 Grad lediglich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius aufrechterhalten.
Von Sibylle Reger-Nowy
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Löffingen/Schwarzwald
Die Hexen sind Männer
Den Hexen in Löffingen schlägt einmal im Jahr die Stunde: An Fasnet, am Rosenmontag, entführen sie Bürgermeister Dieter Mellert aus seiner Amtsstube am Markt und übernehmen die Herrschaft über die 6000-Einwohner-Stadt.
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DER: Gut durchgekommen
Zur Panik gibt es in der Reisebranche keinen Grund“, kommentierte Hans Glaser, Vorsitzender der DER-Geschäftsführung, den Ablauf des Jahres 1982 für sein Gewerbe.
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Der Elisabethmarkt
Ein echter Münchner verbringt – wie jeder weiß – seine Mußestunden am liebsten mit einer frischen Maß im Biergarten. Dieser schönen Tätigkeit sind allerdings jahreszeitliche Grenzen gesetzt, weshalb ein zünftiger Ersatz gefunden wurde: Der Markt ist der Münchner zweitgrößte Liebe.
- DIE ZEIT
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Ben Witter
Nebbich
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Sein spanisches Worpswede
Mit Rilke in Ronda
Oh, weiße Mauer Spaniens“, schrieb Garcia Lorca über die Dörfer Andalusiens. Der Ausruf galt auch Ronda, das sich als weißes, in maurischer Zeit erbautes Bergnest auf einem Felsplateau der Sierra Bermeja erhebt.
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Seit 1958 hat Carl-Friedrich von Weizsäcker immer wieder in der ZEIT seine Gedanken zu Rüstung und Rüstungskontrolle veröffentlicht. In diesem Beitrag faßt er die für ihn heute entscheidenden Fragen zusammen. Von Weizsäcker gehört zwar zum Beraterstab des SPD-Kanzler-Kandidaten, hier gibt er aber allein seine Meinung wieder.
Angst ist ein schlechter Ratgeber
1. Prioritäten. Frieden zu schaffen und zu sichern, muß die erste Priorität unserer Politik sein. Denn die Welt ist voller Krieg und Kriegsvorbereitung, und es ist ungewiß, ob ein nuklearer Krieg zwischen den Weltmächten vermieden werden wird.
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Jacques Attali
Prophet des Präsidenten
Der Gang durch den Innenhof des Elysée im vornehmen Pariser Faubourg St. Honoré dauert genau jene sublimen Augenblicke lang, die es braucht, um den gewöhnlichen Bürger die Distanz zur Macht und das Gewicht der Geschichte in der Hohen Politik Frankreichs spüren zu lassen.
Von Jürg Altwegg
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Zeitmosaik
Die Menschen hier dürfen nicht abstumpfen, obwohl das ja wohl in der Absicht der Großmächtigen liegt. Man redet uns immer ein, daß die Sicherheit im „Gleichgewicht des Schreckens“ liegt.
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Unsere Sprache (58)
Um-geheuer
Der Schlagertexter schuf zwar einen Hit der dreißiger Jahre, aber er gab auch ein böses Beispiel, als er dichtete: „Du bist zu schön, um treu zu sein.
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Ski-Spitzen
Discowelle: Ein feuchtfröhliches Après-Ski-Programm bietet Berchtesgaden Skifahrern und Langläufern, Rodlern und Eisstockschützen.
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Inszenierung einer Blamage
Was Minister und Manager noch vor kurzem euphorisch als „repräsentative Selbstdarstellung der deutschen Wirtschaft“ (Otto Graf Lambsdorff) ankündigten, ist zu einer peinlichen Zitterpartie geworden und droht als handfeste Blamage zu enden.
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Börsen-Report
Abwarten
Politik beherrscht die Börse. Die vorgezogene Bundestagswahl ist der bestimmende Faktor für alles, was jetzt an den deutschen Aktienmärkten geschieht.
Von Aufnahme: Dz
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Ein Appell an die Moral
ZEIT-Gespräch mit Bundesbildungsministerin Dorothee Wilms über Schülerförderung, Leistungskontrolle, Studienreform und Hochschulfinanzierung
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Max Born
Physik im Wandel meiner Zeit
Mein optimistischer Glaube an ein Forschen nach Wahrheit um ihrer selbst willen ist schwer erschüttert worden, und ich kann nur über meine Einfalt (früherer Jahre) den Kopf schütteln.
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Drama mit Puppe
Der Schädel zeigt, daß Sie sehr schnell und gründlich sich an die Arbeit machten, das Material ist zweckentsprechend. Der Draht um die Nasenöffnung wird Ihnen vielleicht bei der Umkleidung im Wege sein, weil er zerbrochen ist.
Von Herzlichst Ihr O. K.
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Vilma Sturm: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
Haben Sie Mut!
Die Äußerungen katholischer Bischöfe in den USA, die im Mai des vergangenen Jahres bei uns bekannt wurden, waren starke Zeichen der Hoffnung für die Christen in der Friedensbewegung, Hoffnung darauf, daß das prophetische Wort in unserer Kirche wieder Zungen finden würde, die es ausrufen, gelegen oder ungelegen.
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Kommunalwahlen in Frankreich
Jacques Chirac kämpft für übermorgen
Der Bürgermeister von Paris führt die Opposition gegen die Linksregierung an
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Der obskure Fall des Dr. Tabatabai
Ein Diplomat als Dealer?
Im Bonner Auswärtigen Amt und bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf liefen diese Woche Telephone und Fernschreiber heiß, um einem prominenten Häftling Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, der – wenn er Diplomat ist – gar keiner sein darf: Dr.
Von Erwin Brunner
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Was so revolutionär begann...
Einst eine kühne Utopie
Mit der „Gartenlaube“ auf der Suche nach Trost und Erhebung / Von Sybil Gräfin Schönfeldt
Von Sybil Gräfin Schönfeldt
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Großbritannien
Aufmarsch zur dritten Schlacht
Abbau gewerkschaftlicher Macht“ heißt das Stück, das die konservative Regierung Thatcher bei Amtsantritt 1979 auf den Spielplan setzte.
Von Wilfried Kratz
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Im Januar 1968 begann der Prager Frühling. Damals war Christian Schmidt-Häuer Korrespondent in der Tschechoslowakei der Reformer. Jetzt konnte er zum erstenmal wieder das Land besuchen
Prag – nach fünfzehn Jahren
Die Tragödie der Tschechen: Von Hus bis Husák darf immer nur eine Wahrheit herrschen
Von Christian Schmidt-Häuer
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Kunstkalender
Die Bildhauerei scheint im schnellebigen Kunstbetrieb gegenwärtig etwas in den Hintergrund gedrängt worden zu sein. Und nur wenige Bildhauer zum Beispiel beherrschen heute noch die Handwerkskunst des Schmiedens, einer Bearbeitung des Eisens, die diesem spröden Material formale Gefälligkeit zu geben in der Lage ist.
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Robben-Kampagne
Jäger fühlen sich als Opfer
Unterstützen Sie denn diese Aktion?“, wollte die fesche junge Frau mit leicht vorwurfsvollem Unterton Wissen. Der Mann von „Greenpeace“ nickte und bekannte das scheinbar Ungeheuerliche: Ja, seine Organisation, die seit Jahren kanadischen und norwegischen Robbenschlägern in den Arm fällt, um den tausendfachen Knüppeltod junger Robben zu verhindern, ausgerechnet „Greenpeace“ unterstützt eine Aktion zur Verkaufsförderung von Robbenfellen.
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Tratschkes Lexikon für Besserwisser
Wenn von Tempeln die Rede ist, von ägyptischen, vor allem von griechischen und römischen – in Kunst- und Baugeschichten, in archäologischen Darstellungen, in Reiseführern –, dann geht es fast immer nur um sehr hohe und hehre Dinge, um Göttinnen und Götter und die ihnen dargebrachten Opfer und Kultdienste, und um Prozessionen und andere heilige Vorgänge.
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Unsere Sünden ausgebrannt, in Musik
Herr Hill, mein Sänger des Alberich, ist unfähig oder unwillig, in diese „schwindelerregenden“ Höhen zu klettern. Ich mußte es ihm mit meinen sechzigjährigen Gliedern vorführen.
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Flickschusterei als Prinzip
Für eine chinesische Familie ist die Geburt eines dritten Kindes – oder gar noch weiterer – eine finanzielle Katastrophe. Das Einkommen des Familienvaters sinkt, sonstige Vergünstigungen werden gestrichen.
Von Heinz Michaels
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An seinem 65. Geburtstag wurde Lothar Günther Buchheim, das Rundum-Genie, in Duisburg als Maler und Mäzen gefeiert
Explosives Geschenk
Wo er denn nun mit seiner Sammlung hin wolle, wurde Lothar Günther Buchheimgefragt, als Erich Steingräber, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, ihn nach einem gewaltigen Zusammenstoß aufgefordert hatte, seinen Besitz aus dem Münchener „Haus der Kunst“ zu entfernen.
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Ein Geisterzug der Wörter, Bilder, Geschichten
Der alte Mann, der Tod und das Mädchen
Ein Mensch stirbt: „Sie begann zu wimmern, zuerst nur leise. Ein Schüttelfrost überfiel sie. Sie wurde bleicher als das Bettuch, in das sich ihre Finger krampfhaft einkrallten.
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Wirtschaftskrise
Abschied von den Illusionen
Nach Jahren des Starrens auf illusionär gewordene ökonomische Wachstumskräfte beginnt nun endlich der „Abschied vom Götzen Wachstum“.
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Worte der Woche
„Das größte Investitionshindernis ist Hans-Jochen Vogel. Aus Sorge vor seiner Politik haben manche Unternehmer ihre Investitionsaufträge vom Ausgang der Bundestagswahl abhängig gemacht.
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Ordnung allein ist noch nicht Recht
Das Thema law and Order, Recht und Ordnung, von dem der Parteienstreit vor Wahlen in den sechziger und siebziger Jahren weitgehend lebte, kommt im Bundestagswahlkampf 1983 allenfalls am Rande vor.
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Briten ohne Wasser
In Großbritannien gibt es Wasserstandsmeldungen neuer Art, deren Meßergebnisse regelmäßig abgelesen und der Nation ebenso regelmäßig mitgeteilt werden.
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Parfüm
Der duftende Mann
Plötzlich, nach geduldigem Abwarten, „rennen“ die sogenannten Herren-Linien: „Warum sollen wir nicht auch duften?“ Vor zehn Jahren hätten sich nur wenige Männer so deutlich für Herren-Kosmetik ausgesprochen.
Von Marietta Riederer
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Im Kino
„Virginia W.“ von Nicola Avruscio. Die zerbrechliche Schönheit der Schriftstellerin Virginia Woolf wird man nicht mehr vergessen, wenn man sich einmal in eines ihrer Porträts vertieft hat.
Von Lina Schneider
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Zeitspiegel
Im Falkland-Krieg hat sich die französische Exocet-Rakete bewährt – auf argentinischer Seite. Jetzt gibt es einen neuen potentiellen Kunden: Der Irak möchte in Frankreich fünf Flugzeuge vom Typ Super-Etendard kaufen, die mit den kriegserprobten Raketen ausgerüstet sind.
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Gratwanderungen beim Scheidungsrecht
Fehlverhalten
Eine Ehefrau, die ihrem Mann davonläuft und zu ihrem Freund zieht, kann nicht gleichzeitig vom Ehemann Unterhalt fordern. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, die das festlegt, kann man heute als „gefestigt“ bezeichnen.
Von Eva Marie v. Münch
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Memoiren ohne Polemik
Zeuge der Zeiten
Memoiren eines Politikers – so sagte Theodor Heuss einst in einem Vortrag vor Journalisten – seien stets „eine Mischung von Erinnerungen, Hoffnungen, Träumereien und auch von Versuchen der eigenen Rechtfertigung“.
Von Fritz Sänger
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USA contra EG
Mr. Block wird aggressiv
Amerikas Vizepräsident George Bush mußte nur auf einer Station seiner Europa-Reise nicht über Raketen sprechen, doch ging es gerade hier um Einhaltung eines Waffenstillstands und „Kriegs“-Verhütung – bei der Brüsseler EG-Kommission.
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Der „große alte Mann der deutschen Schiffahrt“
Aber bitte nur mit Kohle...
Wenn ich Dante wäre“, sagte 1950 John McCloy, der amerikanische Hohe Kommissar, „hätte ich die Hölle folgendermaßen geschildert: an meiner einen Seite Herr Kaisen, an der anderen der Hamburger Bürgermeister Brauer – und dann ein vierundzwanzigstündiges Gespräch über den deutschen Schiffbau.
Von Alexander Rost
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Autobahn-Anlieger
Die Vokabel an der Hauswand
Um 12.42 Uhr am 3. April 1981 war es soweit: In Anwesenheit von zahlreichen Honoratioren der Stadt und Vertretern des Landes- und Bundesverkehrsministeriums durchschnitt der Essener Oberbürgermeister Horst Katzor das Band.
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Sizilien
Abfahrt vom Vulkan
In Taormina schaut man morgens nicht nach dem Wetter. Man schaut nach dem Berg. Was für ein Koloß; mit seinen gemächlich abfallenden Flanken scheint er sich maßlos ausdehnen zu wollen; schon heute mißt der Gebirgsklotz 3340 Meter Höhe und 300 Kilometer Umfang am Fuß.
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Die FDP kämpft um ihre parlamentarische Existenz. Ihr gebeutelter Vorsitzender leistet sich jedoch wieder Optimismus: „Es spricht alles dafür, daß die FDP auch im neuen Bundestag vertreten ist“
Liberal-Sein ist kein Zuckerlecken
Hans-Dietrich Genscher, Vorsitzender der Freien Demokraten und Bundesaußenminister, im Gespräch mit der ZEIT
Von Hermann Rudolph und Theo Sommer
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Ein Denkmal für die Tiere
Als der vietnamesische General Giap, Sieger in zwei Kriegen gegen einen technisch weit überlegenen Feind, seinen Guerilla-Kriegern einschärfte, sich in der Bevölkerung zu bewegen wie der Fisch im Wasser, dachte er nur an die militärische Nutzanwendung seiner Theorien.
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Senat kontra Kunsthochschule
Präsident mauerte aus Protest
Zu einem Zeitpunkt, da jede Haushaltsmark dreimal umgedreht wird, leistete sich der Berliner Senat in einem teuren Umzugsspiel mit Studenten und Asylbewerbern ein unrühmliches Beispiel von Fehlplanung: Studenten der Hochschule der Künste ließ er aus dem bisher benutzten Gebäude aus- und in private Räume einziehen, die zu diesem Zweck teuer angemietet und extra hergerichtet werden mußten; statt der Studenten wies der Senat Asylbewerber in das Hochschulgebäude ein, das allerdings mit etwa einer halben Million Mark ebenfalls erst umgebaut werden mußte.
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Die neue Schallplatte
Theo Jörgensmann: „Laterna Magica“. Was gemeint ist, sagt der Klarinettist selber so: Es sei „der Versuch, mystische Stimmungsbilder kraft der Musik wirklich werden zu lassen, so daß in ihnen die Idee des zeitgenössischen Jazz erkennbar wird“.
Von Manfred Sack
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Nordindien
Ein Diadem in der Wüste
Gleich einem goldenen Diadem auf grün-gelbem Untergrund präsentiert sich Jaisalmer einen Augenblick aus der Ferne, dann verwischt die flimmernde Luft alle Konturen, färbt die Stadt graugelb, holt sie ganz nahe heran und rückt sie wieder weg.
Von Monika Hacker
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Die Entscheidung ist gefallen: Im Sommer sollen die Verhandlungen mit der DDR über die Zukunft der S-Bahn beginnen. Ihre Modernisierung wird sich freilich bis ins Jahr 2007 hinziehen.
Im Gestrüpp der Vergangenheit
Lange wurde darüber geredet, es war sogar ein Wahlkampfthema in Berlin, nun soll endlich verhandelt werden: Eine Gesprächsrunde beim Bundeskanzler hat Mitte letzter Woche beschlossen, daß mit der DDR eine einvernehmliche Lösung für die Integration der S-Bahn in das West-Berliner Nahverkehrssystem gesucht werden soll.
Von Joachim Nawrocki
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Der Schriftsteller Vaclav Havel, inhaftierter Dissident in Prag, ist schwer erkrankt
Die Macht der Ohnmächtigen
In seinem 1979 geschriebenen autobiographischen Roman „Tagträume“, in dem Ludvik Vaculik einen inneren Zustandsbericht der einen Dissidenten gibt, Freund der Autor auch einen Konflikt mit dem Freund Vaclav Havel.
Von Hans-Peter Riese
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Wie kam Hitler zur Macht?
„Es war die Schuld der Demokraten“
Die Weimarer Republik ist ja nicht, wie uns unsere Verfassungsschützer immer einreden wollen, durch die extremen Parteien zerstört worden, sondern an ihrer eigenen Unfähigkeit zugrunde gegangen.
- Gesellschaft
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MANAGER UND MÄRKTE
Jetzt werden sie wieder teurer, die Autos made in Germany. Den Anfang machen in diesem Jahr die Bayerischen Motoren Werke: Um durchschnittlich 2,4 Prozent wurden mit Wirkung vom Montag dieser Woche die unverbindlichen Preisempfehlungen angehoben.
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Showbusiness: Der Gitarrist Pat Metheny auf Tournee
Sicher wie eine Gemse
Schrammmm! Schon der erste Akkord fährt wie ein köstlicher Elektroschock in die Knochen. Das Konzert des amerikanischen Gitarristen Pat Metheny ist wie mit einem Lichtschalter angeknipst und leuchtet drei Stunden lang.
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Fernseh-Kritik
Unhistorisch drauflos schwadroniert
Schon der Titel war falsch: Elfenbeinturm. Als ob die deutschen Hochschulen einstmals, im Kaiserreich oder in der Republik von Weimar, weltferne Gefilde besetzt hätten – stille, vom Zeitlärm ungestörte Klausen, die aristokratischen Bezirke der Glasperlenspieler! Als ob sich der Rektor der Berliner Universität, ein berühmter Naturwissenschaftler, nicht allgemeinen Zuspruchs hätte sicher sein können – die Berliner Universität das „geistige Leibregiment der Hohenzollern“ nennend! Als ob es im Kaiserreich keinen „Fall Arons“ gegeben hätte – den Fall eines hochgelehrten Privatdozenten, dem der Prozeß gemacht wurde, weil er für eine Partei eintrat, die Sozialdemokratie, die zu verteidigen der Hochschullehrerschaft, im Namen Gottes, Deutschlands und der Wissenschaft nun einmal nicht anstand! Als ob es anno 1914 nicht zum Sündenfall einer nationalistisch bramarbarisierenden Professorenschaft gekommen wäre! (Rühmliche Ausnahme: Einstein.
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Fernseh-Vorschau
Der Umweg
Helden des Films sind Männer, die für den normalen Fernseh-Zuschauer alles andere als Helden sind. Keine Supermänner, die kommen, sehen und siegen, sondern Männer, die Essen kochen, Wäsche bügeln, Kinder spazierenführen: genannt Hausmänner.
Von Marlies Menge
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Bildung nur für die Betuchten?
Könnten Sie nicht in Zukunft für diejenigen, die nicht so sehr Fachleute sind wie Sie, Bafög auf deutsch übertragen“, fragte der CDU-Politiker Manfred Wörner einen Bildungsexperten der SPD, als 1973 im Bundestag zum erstenmal über eine Änderung des noch frischen Bundesausbildungsförderungsgesetzes debattiert wurde.
Von Michael Schwellen
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Wo Skier „Smučki“ heißen
Der Chronist war baß erstaunt. Niemals zuvor hatte er so etwas gesehen, „im Winter, wann der Schnee ligt, über einen hohen Berg, mit unglaublicher Geschwindigkeit hinunter zu fahren“.
Von Isolde von Mersi
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Im Kino: Michelangelo Antonionis Film „Identifikation einer Frau“
Schön sucht Lulu
Diesen Versuch, Frauen zu identifizieren, unternimmt Antonioni schon so lange, wie er Filme dreht, seit gut dreißig Jahren. Nun hat es ihm gefallen, seinen neuesten Versuch mit dem Verfahren zu benennen, das in seinen Werken von „Honig einer Liebe“ (1950) bis zur selbstironischen Videoproduktion „Das Geheimnis von Oberwald“ (1979) vorherrscht.
Von Karsten Witte
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Der Mittelstand ist dran
ZEIT: Herr Posth, Vertreter der Wirtschaft stimmen mit dem Bundeskanzler darin überein, daß in diesem Jahr jedem Schulabgänger ein Ausbildungsplatz angeboten werden soll.
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ZEITRAFFER
Die hohe Arbeitslosigkeit beschäftigt Politiker und Arbeitsmarktexperten auch weiterhin. So ist nach Ansicht von Josef Stingl, dem Präsidenten der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit, die wirtschaftliche Talfahrt noch nicht zu Ende.
- Kultur
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Alle Geschichtsphilosophien der Neuzeit beruhen auf dieser Hypothese: Sage nur, wie du lebst, und ich sage dir, was du tun wirst Aber greift diese Methode nicht zu kurz? In Frankreich hat sich eine sozialhistorische Schule herausgebildet, die den Glauben an eine Anfangsursache preisgibt und die Geschichte neu schreiben will – eine Geschichte der Mentalitäten.
Jenseits von Marx und Toynbee
Alle Geschichtsphilosophien der Neuzeit beruhen auf dieser Hypothese: Sage nur, wie du lebst, und ich sage dir, was du tun wirst Aber greift diese Methode nicht zu kurz? In Frankreich hat sich eine sozialhistorische Schule herausgebildet, die den Glauben an eine Anfangsursache preisgibt und die Geschichte neu schreiben will – eine Geschichte der Mentalitäten.
Von Hagen Schulze
- Länderspiegel
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ZEIT-Reporter Andreas Kohlschütter begleitete den Treck. Er sprach mit den Flüchtlingen über die Schrecken der vergangenen Tage und ihre Sorgen vor der Zukunft
Wie am Rand der Hölle
Afrika kann seinen Konkurs anmelden. Zuerst wird eine Organisation für afrikanische Einheit gegründet, dann eine westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft.
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,,Lisbeths“ radikale Töne
Wenn wir mit denen fertig sind...
Ein Neger, dem der Magen knurrt, sitzt halbnackt im Kral, zwischen Autoresten und Totenköpfen. „Eten!“ befiehlt er und schwenkt zur Bekräftigung ein Kreuz in der Luft.
Von Ulrich Stock
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Teure Demonstration
Michi stoppte Strauß
Regensburg liegt, wie jedermann weiß, an der schönen blauen Donau und hat einen Dom, einen Fürsten und einen Bischof. Der Dom ist berühmt wegen der Domspatzen, der Fürst wegen seiner Brauerei und der Bischof, weil er ein Bischof ist.
Von Christian Nürnberger
- Lebensart
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...doch zur Heimath wirds wohl nicht
Was deutsche Auswanderer, die im vorigen Jahrhundert nach Amerika gingen, den Daheimgebliebenen schrieben
Von Wolfgang J. Helbich
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Die republikanischen Schweizer fühlen sich dem Adel nicht verpflichtet
Ein großer Name geht unter
Ein hochmögender, illustrer Adelsname ist in der Schweiz unter den Familientisch gefallen, und das Schweizer Bundesgericht in Lausanne weinte ihm keine Träne nach.
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Wie kommt ein Brief von Wuppertal nach Hamburg? 24 Menschen arbeiten daran. Sie reichen ihn über 51 Stationen weiter.
Wenn was verkehrt läuft, hängen sie mich
Ab Briefkasten Wuppertal 17 Uhr 35, an Sekretariat Modernes Leben im Hamburger Pressehaus 8 Uhr 37
Von David Galloway und Christian Sabisch
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Politiker fragen – Bürger antworten nicht
Wird bald „jeder Bürger in seinem Lebenszusammenhang total erfaßt und verdatet“? Können sich dann, „nach Lust und Laune“, alle möglichen Interessenten, von privaten Firmen bis zum Verfassungsschutz, aus öffentlichen Datensammlungen darüber informieren, mit wem Sie zusammenleben, wie groß Ihre Wohnung ist, welchen Beruf Sie ausüben und wo Sie arbeiten? Solch finstere Zustände stellt eine Hamburger Bürgerinitiative für die Zeit nach der Volkszählung im April in Aussicht und ruft dazu auf, die „Volksaushorchung“ einfach zu boykottieren.
Von Klaus Pokatzky
- unzugeordnet
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Arbeitslose
Argumente aus der Mottenkiste
Anstatt Stimmung gegen die Arbeitssuchenden zu machen, anstatt zu überlegen, ob man die Krise nicht durch ein schärferes Vorgehen gegen die Opfer in den Griff bekommt, anstatt ein Klima zu erzeugen, in dem man an diesem Strang entlang der grundsätzlichen Problematik begegnet, sollte die Presse ein Klima schaften helfen, in dem Überlegungen der BfA und anderer Forschungsinstitute verwirklicht werden können, die neue Wachstumsfelder etwa im Ökologie- und Sozialbereich sehen.
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Sussex
Königin des englischen Südens
Am Samstagabend geleitet der Manager die „Banker“ von Hastings zum Jahresdinner durch die große Halle des „Grand Hotel“ von Eastbourne.
Von Ingeborg Meyer-Sickendiek