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Ausgabe 09/1983

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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I. Das Risiko einer Depression
Vor neun Jahren, unmittelbar nach der ersten Ölpreisexplosion, schrieb ich in einem Aufsatz in Foreign Affairs: „Der Gedanke .
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Schlag gegen rechte Terroristen
Fünf deutsche Neonazis sind als mutmaßliche Terroristen verhaftet worden. Die Bombenanschläge auf amerikanische Einrichtungen Ende letzten Jahres gehen offensichtlich auf das Konto ihrer Zirkel, die über die Grenzen hinweg zusammenarbeiten.
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Berlin: FDP will in den Senat
Nachdem fünf der sieben Berliner FDP-Abgeordneten fast zwei Jahre lang dem CDU-Senat unter Richard von Weizsäcker zur Mehrheit im Abgeordnetenhaus verholfen haben, sind sie nun sicher, auch in der eigenen Partei die Mehrheit für eine Koalition zu gewinnen.
Von Joachim Nawrocki
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Thyssens Freund kam aus Polen
In mancher Lebensgeschichte enthüllt sich der Zeitgeschichte komplizierter Kern. So jetzt beim Tode von Julian Godlewski, der fast zwei Jahrzehnte im Aufsichtsrat des größten deutschen Stahlkonzerns saß und mit argentinischem Paß reiste, von dem jedoch nur wenige wußten, daß er ein Pole war.
Von Hansjakob Stehle
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Libyen: Wieder in der Kiste?
Tagelang warnte die amerikanische Regierung Libyens Oberst Ghaddafi vor einer Intervention im Sudan. Der sudanesische Präsident Numeiri ist Ägyptens zuverlässigster Alliierter in der arabischen Welt; von Umsturzversuchen Ghaddafis gegen das proägyptische Regime am oberen Nil war in den letzten Jahren immer wieder die Rede.
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Bundestags-Auflösung bestätigt
Ein halbherziger Richterspruch
Das Verfassungsgericht drückt ein Auge zu, aber erschwert künftige Parlamentsauflösungen
Von Hans Schueler
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BONNER BÜHNE
Schattenboxen und Spekulationen im Zeichen der Demoskopie
Diese Wahl am 6. März, sie kommt einem Schattenboxen immer näher. Haben sich die Parteien in der Sache nicht mehr viel zu sagen, macht es auch den Anschein, als sei der Stimmgang im Grund schon abgeschlossen, als seien die Argumente ausgetauscht, die Positionen festgelegt, so gilt das auch im Formalen.
- Wirtschaft
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Weltwirtschaft
Die Weltwirtschaft ist unser Schicksal
Zum erstenmal seit dem Machtwechsel in Bonn meldet sich Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt zu Wort - nicht als Parteipolitiker, sondern als Weltwirtschaftsexperte (Februar 1983).
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Wirtschaftskrise an der Weser
Bremen hat nur einen guten Stern
In der Hansestadt arbeiten vierzig Prozent der Arbeitnehmer in Problembranchen
Von Helgard Köhne
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Maschinenbau
Die Perle verliert an Glanz
Der Musterschüler sieht sich unversehens in der Rolle des Prügelknaben. Die MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, jahrzehntelang ertragstarke Perle des Gutehoffnungshüttekonzerns (GHH), bereitet der Oberhausener Holding jetzt nur noch Kopfzerbrechen.
Von Hermann Bößenecker
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Klöckner
Totgesagte leben lange
Wenn es zutrifft,“ daß Totgesagte noch lanleben, dann muß einem um die Zukunft der Klöckner-Werke AG nicht bange sein. Seit Tagen ist von einer angeblichen Zahlungsunfähigkeit und von einem drohenden Vergleich die Rede, aber noch ist Herbert Gienow, dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, der Gang zum Amtsrichter erspart geblieben.
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Börsen-Report
Umsätze auf Rekordhöhe
Die Anlageberater der Banken befinden sich überwiegend in Hochstimmung. Für sie herrscht auf dem deutschen Wertpapiermarkt eine Traumkonstellation – natürlich nur unter der Voraussetzung, daß der Bestand der gegenwärtigen Regierungskoalition durch das Wahlergebnis vom 6.
- Wissen
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Rechte Gefahr
Als vor einigen Jahren Willy Brandt und Herbert Wehner Alarm schlugen, weil der Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik immer gefährlicher werde, wurden sie fast verlacht.
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Stalins Schatten über Moskau
Nicht im Kreml, wie das Kommuniqué meldete, sondern in seiner Vorortvilla traf ihn der Schlag: Vor dreißig Jahren starb Josef Stalin.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Alte Platte...
Der Fluch der bösen Tat hat wieder einmal sein sprichwörtliches Walten bestätigt. Phase I: Minister Zimmermann konnte der Versuchung nicht widerstehen, auf der Landesversammlung des Bundes der Vertriebenen zu behaupten, die ehemaligen Ostgebiete seien ja gar nicht endgültig an Polen abgetreten.
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Raketen-Wirrwarr
Wenn sich unsere Verbündeten inzwischen um die „psychische Gesundheit“ (New York Times) der Bundesrepublik sorgen, braucht das niemanden zu wundern.
Von Dieter Buhl
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Zugereiste
Zugereiste in ihrem Freistaat zu wissen, das war für rechte Bayern schon immer ein Graus; sie grantelnd zu verfolgen, ein Akt stammesbewußter Selbstachtung.
- DIE ZEIT
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Hans Magnus Enzensberger
Der Bundesgeschäftsführer
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Bis zum Hals im Wasser
An dem sonnenüberglänzten Montagmorgen, als ich bei Salzburg eine Kaffeepause einlegte, berichteten die Salzburger Nachrichten von einer Kajakfahrerin, die tags zuvor im Inn ums Leben gekommen war.
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Hoffen auf einen gewaltfreien Bürgerkrieg
ZEIT-Interview mit Rainer Trampert, dem Bundessprecher der Grünen: „Wir werden in diesem Jahr an den Stationierungsorten Aktionen machen“
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Zeitmosaik
Lesen hat auf mich eine ausgesprochene Drogenwirkung. Wenn ich im Speisewagen sitze und ein Buch lese, komm’ ich mir ein bißchen unanständig vor.
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Oberösterreich
„Ganze Kraft“ stromab
Die Gefahr heißt Isa und lauert bei Kilometer 2202 Komma 8. Eine Nixe soll sie sein. Und ich schaue – wie es sich gehört, wenn auf der Brücke eines Dampfers Wachsamkeit geboten ist – geschärften Blickes nach ihr aus: voraus zum Jochenstein, doch Isa hockt nicht drauf.
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Was geschieht, wenn die Hoffnung auf einen kräftigen Aufschwung nicht in Erfüllung geht?
„Abschied von Wachstums-Illusionen“
ZEIT-Gespräch mit Kurt Biedenkopf über das wirtschaftliche Konzept der Union
Von Richard Gaul und Michael Jungblut
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Wien
Der Tod im Museum
Die Tour war makaber. Der Anlaß war profan. Den kleinen kuriosen Museen Wiens galt das Interesse. Ganz Wien ist ja, wenn man so will, ein Museum mit seinen Denkmälern und Ehrengräbern, mit Kaisergruft und Katakomben.
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Lehrerin für die Halde
Noch fünf Stunden bis zur Arbeitslosigkeit. Die beiden Flaschen Sekt klirren in der Plastiktüte; hoffentlich zerquetschen. sie die Negerküsse nicht.
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Fernseh-Kritik
Kabel und Beton
Im Bundestag sollte man ihn vorführen, den Film über das Siechtum unserer Landschaft, über das Sterben von Wäldern, deren Bäume die Profit- und Wachstumsideologen in Isolationshaft genommen haben, über die Isolationshaft die Tausende von Pflanzen- und Tierarten erfassen, über Kinder, die nur Straßen kennen, aber keine Wege mehr (und folglich, die Lebensräume betreffend, im Weglosen leben), über Deponien, Plantagen und Freizeitzentren, an deren Rändern ein Schild, stehen könnte: „Hier war einmal ein Bach“ oder: „Hier flogen Schmetterlinge“ oder „Hier haben Kinder um eine Trauerweide gespielt“.
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Vertrauen in alte Rezepte
Die Deklamation der Ziele war einfach und lustvoll zugleich – einfach, weil sie verbal tausendfach eingeübt war, und lustvoll, weil ihr Pathos auch nach der tausendsten Wiederholung noch anzustecken schien.
Von Dieter Piel
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US-Automobilindustrie
Der Pakt der Giganten
Mit gemischten Gefühlen hat die amerikanische Öffentlichkeit auf die Ankündigung von General Motors reagiert, gemeinsam mit Toyota Kleinwagen vom Typ Corolla herstellen zu wollen.
Von Jes Rau
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Massaker in Assam
Die Angst vor den Fremden
Die blutigsten Wahlen in der Geschichte der indischen Nation sind nach mehrfachen Verzögerungen zu Ende gegangen. Nach den bisherigen Auszählungen liegt Indira Gandhis Kongreß-Partei im Bundesstaat Assam in Führung.
Von Gabriele Venzky
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Unsere Sprache (60)
Fragte – frug
Reiners benutzt diese Kinderfrage zu einem Hinweis darauf, daß Sprache nicht logisch ist. Im Plural „die Hämmer“ erlaubt sie einen Umlaut, der dort gar nichts zu suchen hat; im Plural „die Lager“ verweigert sie ihn noch, obwohl er in Dialekten längst üblich ist, „Vergeßlich“ ist jemand, der vergißt; aber „unvergeßlich“ ist jemand, der nicht vergessen wird.
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Kunstkalender
Der Berliner Maler Andreas Brandt gehört zu jenen Künstlern, die seit vielen Jahren sehr konsequent ein Thema, ihr Thema verfolgen, ohne daß dabei eine breitere Öffentlichkeit Beifall spendet.
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Erforscht und erfunden
Erdbeben ereignen sich nicht völlig überraschend, sondern kündigen sich vorher an. Geophysiker in Japan, China und der Sowjetunion haben erkannt, daß die Erde vorher gleichsam Seufzer in Form von elektromagnetischer Strahlung ausstößt, bevor die Gesteinsmassen zerbersten.
Von Petra Schulz
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Tratschkes Lexikon für Besserwisser
Zu Recht waren die Amerikaner stolz auf ihren General Steuben, der von George Washington für die Revolutionsarmee zum Truppeninstrukteur eingesetzt wurde.
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Musische Schulfächer
Kunst fällt aus
An den Musik- und Kunstunterricht erinnert man sich gem. Das waren die Fächer, bei denen es sich entspannen und zuweilen auch gut träumen ließ.
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Theater: Luc Bondy inszeniert in München Bond
Finsterer Sommer
Eine Terrasse, die ins Meer ragt, scheint nach vorne in den Zuschauerraum zu kippen. Eine Wand, die sie vor der See schützt, rückt immer mehr beiseite.
Von Helmut Schädel
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„Wovon leben Sie eigentlich?“
Nach Abschluß meines Studiums und insgesamt acht Jahren Hamburg bin ich auf der Suche nach Arbeit hierher zurückgekommen, nach Soest, in die „Provinz“, wie manche abschätzig sagen.
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Ausstellung in Hamburg: Hanne Darboven
Schreibend ein Elixier der Zeit herstellen
Der Hamburger Kunstverein sieht neu aus. Die Wände der ineinanderverschachtelten Räume sind überzogen mit beschriebenen DIN-A4-Bögen, sorfältig auf rote Pappen aufgelegt.
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Worte der Woche
„Ich benutze diese Gelegenheit, um Sie, sehr geehrter Herr Präsident, persönlich zu bitten, daß die Vereinigten Staaten nun ihrerseits die Initiative ergreifen und in die Genfer Verhandlungen einen weiterführenden Gegenvorschlag einführen.
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Modersohn-Bild
Lehrgeld
Als der Hannoveraner Stadtdirektor Hans Nehring vor drei Wochen sein Amt abgab, lobte ihn der Oberbürgermeister zum Abschied, zur „Kooperation in der Konfrontation“ sei er besonders begabt gewesen.
Von Daniel Riegger
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Prinzip Hoffnungslosigkeit
Absage an die Aufklärung
bilden vielmehr auf fast verblüffende Weise ein geschlossenes Buch; fast könnte man sagen: System. Auch wenn man viele der Arbeiten aus früheren und sehr verschiedenen Publikationen kennt, zeigt sich jetzt, daß sie.
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Psychotherapie
Wirkung auch ohne Therapeuten
Doris P., 20 Jahre alt, leidet unter schweren Schlafstörungen. Auf Anraten ihres Arztes, der sich weigert, ihr weiterhin Schlaftabletten zu verschreiben, sucht sie eine psychologische Beratungsstelle auf.
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Arzneimittel-Negativliste
Um-ersetzbar
Vom 1. April an „wird es viel Ärger in Praxen und Apotheken geben“, prophezeit die „Zeitschrift für Arzneimittel- und Gesundheitswesen“ Medikament & Meinung in ihrer jüngsten Ausgabe.
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Völlig fertig mit den Nerven
Seit Monaten schläft die Studentin Christel Förster nachts unruhig. Bei jedem Geräusch im Haus fährt sie hoch und horcht. Die Stereoanlage im Wohnzimmer hat sie schon lange nicht mehr bedient, auch den Fernsehapparat schaltet sie nur noch selten ein.
Von Roland Kirbach
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Diese Woche
Keine Vergewaltigung
Wenn sich die Kultusminister der Länder am 16. März – zehn Tage nach der Bundestagswahl – in Bonn zum Konferieren treffen, werden sie den Streit um ein ebenso wichtiges wie in ihrem Kreis unnötiges Thema fortsetzen: die Friedenserziehung in der Schule.
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Cure-Pakete für Amerika
Was dem einen sein Polen...
... ist dem anderen sein Detroit: Wie die Spenden der Deutschen gebraucht und mißbraucht werden
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Wolfgang Ebert
Fürchtet Euch!
„Danke! Glänzend! Kein Grund Zur Sorge“, sagte Herr Schlotter, Chef der Firma Angst & Bange, strahlend, als wir ihm, wie vor jeder Wahl, einen Besuch abstatten, um uns nach dem Geschäftsgang zu erkundigen.
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Tasten nach Neuem
Die Modelle einer blühenden Wirtschaft und wachsenden Wohlstands jedenfalls haben im Alltag ihre utopische Kraft eingebüßt. Statt dessen sind große, konservative Wirtschaftsmodelle – hier die Angebotstheorie der Reaganomics, da der Monetarismus Margaret Thatchers – attraktiv geworden, die verführerisch einfach und plausibel erscheinen.
Von Gunter Hofmann
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Fernseh-Vorschau
Geschmack ohne Grenzen
Nachrichten sprechen ist nicht leicht. Es soll sich ernsthaft anhören, aber nicht angst machen; es darf kein Gefühl, erst recht keine Meinung durchklingen; es ist erstrebenswert, sich nicht zu verplappern, und jedermann sollte meinen: So spricht sie (er) immer So gut gespielt ist das.
Von Manfred Sack
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Pastoren und Bauern gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage
Denn die Seele ist nicht käuflich
Die Glocke der Langendorfer Kirche ruft zum Sonntagsgottesdienst. Entlang der Dorfstraße öffnet sich hier und da eine Tür, die Jüngeren schwingen sich auf ihre Fahrräder, die Älteren streben zu Fuß zum Gotteshaus, einer alten Backsteinkirche mit großen weißumrahmten Fenstern und modernen, blauen Holzstühlen im Innern.
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Krach im Kartell
Fast vier Wochen hat es gedauert, bis das spektakuläre Scheitern der Opec-Konferenzim vergangenen Januar in Genf auf die offiziellen Ölpreise der Förderländer durchschlug.
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Kärnten
Vom Hof zum Hotel
Ein altdeutsches Wohnzimmer; viel Holz, wuchtige Polster, geraffte Gardinen; Wohlstand ist hier zu Hause. Am Hang, gleich hinter der Terrasse, weiden Schafe, es ist eine ganze Herde; und tief unten, zwischen den roten Geranien, schimmert der See.
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Umweltkatastrophe
Trauerspiel im Trockengürtel
Ein Spiel für Nomadenkinder im Halbschatten von Dattelpalmen bei über 40 Grad Celsius. Jedes Kind hat die gleiche Anzahl von Spielkarten: für Kamele, Rinder, Schafe, Geld.
Von Heinz Günther
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Steuerpolitik
Offene Konten für den Fiskus
Im Wahlkampf geschehen offenbar Wunder. Die Sozialdemokraten, die gerade noch „wirksame Schritte“ gegen alle diejenigen angekündigt hatten, die Sparzinsen dem Finanzamt verheimlichen, streuen nun, und das sogar noch nach dem Karneval, Bonbons: Die Freibeträge von derzeit 400 Mark pro Jahr für Alleinstehende und 800 Mark für Verheiratete sollen mindestens verdoppelt, vielleicht sogar verdreifacht werden.
Von Dieter Piel
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Wie Oberst Ghaddafi einen Bürgermeister aus der deutschen Provinz hofierte
Der gute Mensch von Hemer
Muammar al-Ghaddafi nahm den Bürgermeister aus der deutschen Provinz beiseite. „Machen Sie sich keine Sorgen, es geht alles in Ordnung“, versicherte er ihm.
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Schockwirkung
Ein kleines Umsatzwunder haben Finanzminister Salcher und Bundeskanzler Kreisky Österreichs Einzelhändlern beschert: Wenige Tage vor Weihnachten hatten die beiden Politiker für das Jahr 1984 eine neue Form der Besteuerung von Zinsen auf Sparguthaben angekündigt.
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Einsicht im Schneckentempo
Der heikle Frieden mit der Natur: Alle Parteien streben ihn an, aber die Zeit läuft ihnen davon
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Tirol
Nur von Ferne singen die Motoren
Das war ihr Aufstand. Tiroler Freiheitswille und Rechtsempfinden hatten einst mächtigen Landesfürsten getrotzt, Franzosen und Bayern aus dem Land gejagt, und jetzt richtete sich der Volkszorn gegen die demokratische Obrigkeit.
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Klaus Meyer-Abich
Mit Platon zu Vogel
Der Platoniker hält sich, wie könnte es anders sein, an Platon. Von dem altgriechischen Philosophen „gibt es so eine Lebensregel“, sagt Klaus Meyer-Abich mit einem etwas verlegenen Lächeln, „die bisher auf mich sehr gut zutrifft.
- Gesellschaft
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Nicht zum Nulltarif
ZEIT: Herr Hassemer, Sie wollen Ihr Ministerium im Umweltschutz auf neue Wege führen und haben dazu auch Vorschläge für die Umweltministerkonferenz.
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MANAGER UND MÄRKTE
Die Verbraucher sollen erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen. Nein, von den Preissenkungen der Ölstaaten könnten sie niedrigere Heizöl- und Benzinpreise wirklich nicht erwarten, meinen beinahe unisono die Sprecher der deutschen Ölfirmen.
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Biotraining: Sport mit Müsli
Durch „Biotraining“ wollen 18 österreichische Kurorte gestreßte Gäste auf Vordermann bringen. Die Methoden des alternativen Gesundheitsurlaubs sind einfach: Bewegung, frische Luft und Verpflegung aus der Naturküche.
Von Brigitte Wolter
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300 Jahre Kaffeehaus
Das Wiener Kaffeehaus feiert in diesem Jahr seinen dreihundertsten Geburtstag – wenn auch das erste nicht 1683, sondern erst zwei Jahre später entstand.
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Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit
Wieder besucht: Japan
Vor zwei Jahren noch traf der Gast bei der Ankunft auf dem Tokioter Flughafen Narita auf zögernden Respekt vor dem Fremden. Jetzt wird man auf den Straßen von Tokio und Osaka nicht mehr beachtet; selbst nicht im provinziellen Gewimmel der alten Kaiserstadt Kyoto.
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„Kulanzlösung“ heißt die Zauberformel
Der beklagenswerte deutsche Mittelmeerurlauber, dem an Sardiniens Küste solche Erlebnisse versagt blieben, reagierte sauer: Er verlangte Schadenersatz von seinem Reisebüro.
Von Isolde von Mersi
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Eine Schönheit ohne Schminke
So ein Parfüm“, sagt die greise Maria Frank, und ihr Gesicht verklärt sich einen Augenblick’ lang in Wehmut, „so ein Parfüm wie damals gibt es heute gar nicht mehr.
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Wohl bekomm’s
Eines Tages in der Zukunft: „Meine hochgeschätzten Damen und Herren. Wie Sie sicherlich schon am Hendl-Geruch gemerkt haben, befinden wir uns mitten in Wien.
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Klosterreise zu Kunst, Kultur und Bier
Österreich bietet nicht nur eine Menge „Landschaft“, auch Kultur-Interessierte finden hier nicht allein in Burgen und Museen genügend Gelegenheit zum Besichtigen, sondern auch in den zahlreichen Klöstern des Landes, die unsere Karte zeigt.
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Zeitraffer
Drei Tage vor der Wahl, am 3. März, wird Josef Stingl, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, einen weiteren traurigen Rekord verkünden müssen.
- Kultur
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Die neue Schallplatte
Ron Carter: „Etudes.“ Beteiligt sind daran neben dem Bassisten Ron Carter der eher unter seinem Namen Yusef Lateef bekannte Saxophonist Bill Evans, der Flügelhornist Art Famer und der Schlagzeuger Tony Williams.
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Georg Forster
Reise um die Welt
Georg Forsters „Reise um die Welt“ verdankt ihre Entstehung zwei Querulanten: dem Vater Johann Reinhold Forster und Sir Joseph Banks, der als Naturforscher Captain Cook bereits auf dessen erster Weltumseglung begleitet hatte.
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Streit um Heinar Kipphardts letztes Stück
Bruder Eichmann – Vater Eichmann?
Am 21. Januar wurde im Münchner Residenztheater das letzte Stück des Dramatikers Heinar Kipphardt uraufgeführt: „Bruder Eichmann“.
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Wenn der Konjunktiv regiert
Mantel der Humanität
Der Rezensent liest zuwenig. Es ist nicht ganz so schlimm wie bei jenem Fernsehmenschen, der sagte: „Das bißchen, was ich lese, schreibe ich am besten selbst.
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Kino: „Am Rande des Abgrunds“
Das Phänomen des Gewissens
Das Hotel Lancaster liegt in einer Seitenstraße der Champs-Elysees: kein Prachtbau wie das Crillon oder das Georges V, sondern eine eher unauffällige Adresse.
Von Hans-Christoph Blumenberg
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Im Kino
„Killer sind immer unterwegs“ von Alexander Alow und Wladimir Naumow. „Teheran ’43“ im Original, ist eine sowjetisch-schweizerisch-französische Co-Produktion, die den angeblich authentischen Attentatsversuch der Nazis auf Churchill, Roosevelt und Stalin während der Konferenz von Teheran 1943 zum Anlaß nimmt, die späten Folgen dieses mißglückten Mordversuchs zu schildern.
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Intellektuelle und Politik
Emsig wie Ameisen
Die „Eingeweihten“ und die „Anderen“: Selbstverständnis eines gespaltenen Standes
Von Paul Noack
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Hinweis
Karl Rohe (Hrsg.) „Die Westmächte und das Dritte Reich 1933-1939. Klassische Großmachttrivialität oder Kampf zwischen Demokratie und Diktatur?“ Wie konnte es dem nationalsozialistischen Deutschland gelingen, Europa und die Welt nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges innerhalb relativ kurzer Zeit abermals in einen Krieg zu stürzen? Warum haben die Westmächte Großbritannien, Frankreich und Amerika – die westlichen Alliierten des Ersten Weltkriegs – nicht rechtzeitig interveniert? Das sind noch immer die brennendsten Probleme der internationalen Politik im 20.
Von Gottfried Niedhart
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Sonderbares Kapitel deutscher Geistesgeschichte
Idealisten in amtlichen Hallen
Wie deutsche Emigranten Einfluß auf die amerikanische Nachkriegspolitik nahmen
Von David Schoenbaum
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Der Risiko-Spieler
Ich bin ganz überrascht, aber es gefällt mir hier in München“, sagt Hans Magnus Enzensberger. Wir stehen an der bis zum Boden reichenden Glasfront seiner Eigentumswohnung und sehen auf Schwabing hinab.
Von Ulrich Greiner
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13. Festival des politischen Liedes in Ost-Berlin
Politkirmes und Idyllen
Das 13. Festival des politischen Liedes, das der Oktoberklub – ein der FDJ angegliederter Kulturkreis – in der vergangenen Woche in vielen ständig ausverkauften Sälen Ost-Berlins veranstaltet hat, zeigte nicht nur teils anämische, teils arthritische Symptome, es wiederholte ständig die hinlänglich bekannten Klischees von der Emanzipation durch Rezeption, von der Freiheit durch Freidenkerei.
Von Michael O. R. Kröher
- Länderspiegel
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Die Scheu vor der Wirklichkeit
Der PLO-Kongreß endete mit einem lähmenden Patt zwischen Arafat und den Radikalen
- Lebensart
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Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes
Bei Regen hagelt es Beschimpfungen
Wenn sich Kröten waschen, Salamander die Schlupfwinkel verlassen, wenn der Ochse die vordere Klaue beleckt und „der Laubfrosch auf dem Baume seine Stimme erhebt“ – dann waren das „Wetterzeichen“, die Regen, Sturm, Hagelschlag, kurz: unfreundliche Himmelsstimmung ankündigten.
Von Esther Knorr-Anders
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Streiter aus Stuttgart
Franz Steinkühler ist Realist. „Eine vergnügungssteuerpflichtige Tätigkeit wird das sicher nicht“, prophezeit der Stuttgarter Bezirksleiter der IG Metall.
Von Erika Martens
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Bonner Kulisse
Besonders hohen Respekt gegenüber den Mitgliedern des Deutschen Bundestages hat noch nie eine Bonner Regierung gehabt. Was sich der Parlamentarische Staatssekretär bei Verteidigungsminister Manfred Wörner, FDP-Mann Kurt Jung geleistet hat, ist jedoch besonders respektlos und wäre eigentlich eine Rüge von Bundestagspräsident Richard Stücklen wert, so der die hochtrabende Floskel vom Parlament als dem „hohen Haus“ Ernst nimmt.
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Am Ziel wartet immer ein Kollege
Sabotage“ denkt der eine, „Lug und Trug“ der andere. Der westliche Korrespondent und sein sowjetischer Kollege, der ihm als helfende Hand zugeordnet ist, haben es nicht immer leicht, die Ebene vertrauensvoller Zusammenarbeit zu finden.
Von Dirk Sager
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Von Winzern und Reben
Eine Pipeline voll Wein
Wir können den ersten Schluck tun, einen „Poysdorfer Veltliner grün“. Veltliner ist ja die österreichische Spezialität. Unter den Weißweinen macht sein Anteil 30,9 Prozent aus, er ist ein „leichter Wein, fruchtig, spritzig, pfeffrig“.
Von Rene Drommert
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Bildung für alle! Seit über 150 Jahren versorgt Reclam das Volk mit Literatur. Vom radikalen Buchladen zum Billigbuchkonzern entwickelte sich der Leipziger Verlag zu einem deutschen Phänomen.
Ziehen, bis das Buch fällt
Schon die äußere Form hat etwas Subversives: Reclam-Heftchen im neun mal fünfzehn Zentimeter Schmuggel-Format, dünnes Papier, broschiert, biegsamer Pappdeckel.
Von Benedikt Erenz
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Demokratie und Eigentumswohnung
Hallo Nachbarn
Seit einiger Zeit sind wir Besitzer einer Eigentumswohnung in einer Wohnanlage mit dreißig Miteigentümern. Endlich unabhängig von Vermietern, Hausverwaltern und den Einschränkungen, die das Leben in einem Mietwohnungssilo mit sich bringt.
Von Helga Röhrig
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Redakteurinnen der „taz“ versuchen ein Stück Utopie
Ohne lenkende Männerhand
Ein Frauenland, das weiß jedermann, und vor allem jedefrau, ist utopisch. In dem gleichnamigen Roman beschrieb die amerikanische Feministin Charlotte Perkins Gilman vor beinahe 70 Jahren deshalb eine Utopie – „ein Nirgendwo“.
Von Susanne Mayer
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Das neue Zauberwort
Aerobic gleich Erotik
Eine anstrengende, hektisch schnelle und schweißtreibende Sportart, eine Art Circuittraining ohne Kraftübungen, eingeführt durch die amerikanische Schauspielerin Jane Fonda, wird über Nacht ein Renner.
Von Gerd Heistermann
- Spiele
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Österreich hat sich 1983 zum Festland erklärt Die Parole heißt „Mitfeiern!“ Bregenz festspielfeiert schon seit 37 Jahren.
Niemand ist eine Insel
Der erste Argwohn entspringt einem nur Hanseaten möglichen maritimem Mißverständnis. Sie werden doch nicht, auch wenn sie (nur noch republikanische) Nachfahren einer weiland königlichen und kaiserlichen Nabelder-Welt-Nation sind, die anderen in der kulturellen Abgeschiedenheit einer Insel wähnen – sich selber aber auf dem Festland, in historischer Souveränität residierend und mit hoheitsvoll-gönnerhafter Geste das Übersetzen, Anlegen und Mitfeiern in den Schlössern und Palais, den Festspielhäusern, Domen und Theaterlogen gestattend? Niemand ist eine Insel, bitte schön.
Von Heinz Josef Herbort
- unzugeordnet
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Mein Taschenbuch
Peter Bichsel: „Der Leser. Das Erzählen“
Vladimir Nabokov schrieb einmal: „Wer eine Geschichte ‚wahr‘ nennt, beleidigt Kunst und Wahrheit zugleich.“ In seinen Frankfurter Poetik-Vorlesungen geht Peter Bichsel das Problem Wahrheit und Literatur etwas weniger apodiktisch an: „Die Frage an den Geschichtenerzähler, ob seine Geschichte wahr sei, basiert auf zwei Irrtümern.
Von Peter Hamm
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Flottes Leben unterm Funkturm
Der erste Zwischenfall ereignete sich schon am 11. Oktober 1979: In der Deutschlandhalle läuft das traditionelle Berliner Sechstage-Rennen.
Von Ernst Martin
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Flämische Üppigkeit
Als ein Maler im Schatten von Rubens, als ein Rubens für den kleinen Mann, für den schlichten Bürger ist er in die Kunstgeschichte eingegangen.
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Zeitspiegel
Seit der Vertreibung der Ausländer sind viele Baustellen in Nigeria zu Investitionsruinen geworden; die Arbeitskräfte sind fort, und qualifizierte einheimische Ersatzleute sind schwer zu finden oder auch gar nicht: In Egbin bei Lagos, wo Franzosen und Japaner bis 1985 ein großes Elektrizitätswerk für die Hauptstadt bauen wollten, fehlen nach dem Exodus 1150 der 1300 Arbeiter.
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Rüstungskontrolle in Washington
Einzelgänger mit Drang zur Macht
Der junge Mann ist graumeliert. Wie ein 36jähriger sieht er nicht aus, allenfalls wie ein sportlich-eleganter Mittvierziger, oder besser: wie ein Mittvierziger sich selbst gerne sähe – groß, schlank, lässig, ausdrucksgewandt; neben dem grauen Haar suggeriert das pockige Gesicht Lebenserfahrung.
Von Christoph Bertram
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Warum die Berliner Alternativen auf 7,5 Millionen „Staatsknete“ pfeifen
Spinnen die denn?
Sozialstaat verkehrt: Da will Berlins Sozialsenator Ulf Fink jenen alternativen Gruppen, die auf eigene Faust Gesundheitsläden, Frauenzentren und Therapiegruppen betreiben, einige Millionen Mark geben – doch die Alternativen wollen das Geld partout nicht nehmen.
Von Michael Schwellen