Die großen Hamburger-Imbißketten McDonald’s, Burger King, Hamburger Farm und Wendy’s müssen sich vorsehen: Die aldi GmbH in Mülheim, die schon mit ihren Billig-Supermärkten die Konkurrenz das Fürchten lehrt, will nun auch in den Milliarden-Markt des Fast-Food-Geschäfts einsteigen. In Krefeld basteln die aldi-Leute derzeit an einem ersten Restaurant für die neue Kette. Der Name des aldi-Burger-Paradieses: Bill Collins. Die Lage: optimal.

Aldis Offensive scheint sich direkt gegen McDonald’s zu richten, denn in Krefeld hat man sich nur ein paar Schritte weit weg von der amerikanischen Konkurrenz aufgebaut und das Restaurant mit gelb und roten Farben McDonald’s stark nachempfunden.

Die Angestellten des Krefelder McDonald’s beobachten denn auch genau, was sich bei dem zukünftigen Konkurrenten tut: Bis jetzt, so haben sie mit Zufriedenheit festgestellt, scheint noch vieles nicht zu klappen. Die Bill-Collins-Leute würden immer noch ohne Kunden Trocken-Verkaufsübungen machen. Offensichtlich würde es an der Theke mit den schnellen Bestellungen noch nicht ganz laufen.

Auch die Bill-Collins-Plakate, die vor zwei Wochen in der Stadt aufgetaucht waren, sind inzwischen wieder verschwunden, meldet der Branchendienst Der Kontakter. Der Einstieg ins Fast-Food-Geschäft scheint für aldi doch schwerer als gedacht. Bei aldi selbst herrscht zum Thema Bill Collins Schweigen – die übliche aldi-Politik. Ein Sprecher meint denn besonders geheimnisvoll: „Bis zur Eröffnung kann ich zu Bill Collins noch nichts sagen. Aber bitte zitieren Sie mich nicht.“

Dem Vorstand der Bremer Vulkan-Werft steht neuer Ärger ins Haus: Der Betriebsrat der krisengeschüttelten Großwerft wehrt sich nämlich schon jetzt vehement gegen einen Auftrag, um den sich die Geschäftsleitung intensiv bemüht. Dabei geht es um den (auf rund 100 Millionen US-Dollar geschätzten) Umbau des ehemaligen amerikanischen Passagierschiffes United States. Der Musikdampfer liegt seit Jahren auf einem Schiffsfriedhof vor der kalifornischen Küste, ist jedoch noch immer „in erstaunlich gutem Zustand“, wie die Vulkan-Techniker nach gründlicher Inspektion feststellten.

„Es ist asbestverseucht“, beschreibt dagegen der Betriebsrat das Objekt und – kündigt an, mit allen Mitteln gegen die Annahme dieses Auftrages zu kämpfen. Es sei unglaublich, daß das Vulkan-Management die ohnehin gefährdeten Arbeitsplätze „mit solch waghalsigen Projekten in noch größere Gefahren bringt“, erklärte der Betriebsratsvorsitzende Fritz Bettelhäuser. Er meint, der Auftrag berge nämlich außer den gesundheitlichen auch wirtschaftlich „gefährliche Risiken“. Letztere sieht das Management auch. „Wie alle deutschen Anbieter sehen auch wir die Finanzierung des Umbaus noch nicht gesichert“, bestätigte Vorstandsmitglied Henner Meckel Dieses kann jedoch seiner Meinung, nach auf keinen Fall bedeuten, sich schon in der Ausschreibungsphase zurückzuziehen. Und die asbestbedingten Sorgen der Arbeitnehmer hält Meckel für behebbar: „In jedem Schiff, das älter als zehn Jahre ist, entdeckt man heute reichlich Asbest. Aber die bei einem Umbau entstehenden Probleme halte ich technisch für lösbar.“ Im Vulkan-Angebot – das übrigens bereits auf dem Weg in die USA ist – sind die dadurch entstehenden Kosten enthalten.

Ein Arbeitsdirektor hat gute Aussichten, Vorstandsvorsitzender einer deutschen Bergbaugesellschaft zu werden. Es ist Eberhard Kadow vom Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV), der am 1. Juli die Nachfolge von Heinz Horn antreten könnte. Horn wechselt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender zur Ruhrkohle AG. Kadow hat immerhin schon erreicht, was seinen Kollegen in den übrigen Betrieben der Montanmitbestimmung bisher versagt blieb: Er ist seit Mai 1979 stellvertretender Vorsitzer des Vorstands.