Hans Scherers Sylt-Geschichte, Theodor Geus’ Schilderung eines „bayerischen Bacchanals“ oder Brigitte Scherers verhaltene Ausschweifungen auf der Reeperbahn – drei Artikel von Reiseredakteuren der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die zu schade sind, um mit dem Zeitungspapier zu vergilben. Das gilt auch für manch anderes Stück, das im Reiseblatt der FAZ erschien, so war es eine richtige Entscheidung, derlei Beiträge zu sammeln und zu einem Buch zusammenzustellen.

„Das Reiselesebuch Deutschland“, herausgegeben von Theodor Geus (Societäts-Verlag Frankfurt, 256 Seiten, 29,90 Mark), konterfeit die Bundesrepublik in 38 Szenen, Skizzen und Artikeln. Ein Sammelband mit Niveau und wenigen Ausreißern. Leider hat der Verlag trotz des stattlichen Preises geknausert: Außer den Artikel-Nachdrucken erhält das Buch nichts, keine Bilder, keine touristischen Erläuterungen, keine Landkarten. Soll doch der Leser selber herausfinden, wo Kitzeberg, Frickenhausen oder Wildsteig liegen.

K. V.