Die Sprache der Psyehoszene: Zwischen Bläßlichkeit und Übertreibung

Von Dieter E. Zimmer

Hast du dich heute schon eingebracht? Nö? Dann hast du also wieder abgeblockt? Typisch, du willst einfach keine Gefühle zulassen. Du solltest endlich einmal erfahren lernen.

Das fände ich super. Wie macht man das?

Also da mußt du die Dinge an dich heranlassen. Du mußt dich öffnen. Du mußt Ängste abbauen. Du mußt die Gefühle in dir hochkommen lassen. Ganz spontan. Es darf in dir nicht alles zu sein. Du mußt zu deinen Gefühlen stehen, zu deinen Ängsten, deinen Verletzlichkeiten. Du darfst auf gar keinen Fall abgehoben daherlabern; du mußt betroffen sein. Dann versuchst du, das alles ein bißchen auszuphantasieren. Na ja, und dann wartest du ab: vielleicht lernst du ja dann umgehen mit deinen verlorenen Lebensjahren, vielleicht kommen deine Energien ins Fließen, vielleicht bist du imstande, selber auf den andern zuzugehen, vielleicht werden sich deine Probleme in Erfahrungen auflösen. Wenn du dabei einmal Erfahmacht das nichts; wir werden dich auffangen.

Du, damit kann ich irgendwie ganz viel anfangen, was du da sagst. Das faßt mich an, du, irgendwie. Ich würde schon gern irgendwie mein verschüttetes Ich gemeinsam mit andren entdecken. Wo kann man das?

Unheimliche Energien dritter Art