Ich möchte Ihnen eines der schönsten, bestgezeichneten Textbilderbücher dieses Jahres vorstellen:

„Es war ein Tag wie jeder andere. Wang Li lernte, und der Großvater arbeitete. Da fiel plötzlich ein Ball vom Himmel.

‚Großvater, wo kommt der Ball her?‘ fragte Wang Li.

Aus der Pandabrigade VORHIMMEL ZOO’, sagte der Großvater.“

So vorbildlich lapidar fängt die Sache an:

Hilke Raddatz: „Der vorletzte Panda“; Verlag Sauerländer, Aarau, Frankfurt am Main, Salzburg; 64 S., 18,80 DM.

Es sind sechs Geschichten, besser: (reichbebilderte) Kapitel, die der Großvater hier dem Enkel erzählt. Sie haben zum Inhalt, wie der vorletzte Große Pandabär in den Himmel gelangt, wo er in der Tat noch am besten aufgehoben zu sein scheint. Hat der Mensch die Riesenpandas doch schon so dezimiert, daß der letzte Panda nicht mehr in den Bambuswäldern von Sichuan lebt, sondern nur noch im Pekinger Zoo. Ihn allerdings dort auch ausfindig zu machen, erweist sich für den vorletzten Großen Panda als die anstrengendste Unternehmung der Welt.