Das unheimliche Leiden hat sich „im letzten Halbjahr geradezu unglaublich verschärft“. Wenn es so weitergeht wie bisher, dann „ist der Wald in seinem Bestand aufs schwerste bedroht“. Schon jetzt ist sicher, daß „das uns vertraute Bild vom Wald verschwinden wird“. Die knappen Aussagen stehen in

P. Schütt/W. Koch/H. Blaschke/K. J. Lang/H. J. Schuck/H. Summerer: „So stirbt der Wald.“ BLV Verlag, München, 1983; 95 Seiten, 9,80 DM.

Dem Autorenteam um Professor Peter Schütt am Lehrstuhl für Forstbotanik der Universität München gelang ein gut verständliches und sehr aktuelles Brevier. Nach der Einführung, die Wissenslücken über Ausmaß und Ursachen der „Komplexkrankheit“ nicht verschweigt, folgen anschaulich illustrierte Kapitel über Tanne, Fichte, Kiefer und Buche sowie „andere Holzarten“. Wer die Symptome des Waldsterbens „einmal gesehen“ hat, vergißt „die Schadbilder so schnell nicht mehr“: eine Pflichtlektüre. GH