Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler gegen jede weitere Rüstung
jund Altersversorgung, im Umweltschütz.
Ebenso wie viele Angehörige anderer Berufe stellen auch wir als Sozialwissenschaftler fest: Die Hochrüstung und alle Versuche ihrer Rechtfertigung verringern die Gefahr des Ausbruchs eines atomaren wie eines konventionellen Krieges nicht, sondern erhöhen sie. Die Rüstungspotentiale in West und Ost haben sich schon heute so weit verselbständigt, daB eine politische Kontrolle zunehmend schwieriger und immer mehr durch angeblich strategische Sachzwänge überlagert wird. Zugleich begünstigt die Hochrüstung verantwortungslose Phantasien über die Führbarkeit eines begrenzten Atomkrieges. Dadurch wird in fataler Weise der Eindruck einer rationalen Beherrschbarkeit des Schreckens erzeugt. Militärisches Freund-Feind-Denken, die Hinnahme des Blockdenkens und das Wettrüsten erhöhen aber nicht nur die zukünftige Kriegsgefahr, sondern verändern 1. Rüstung bindet und vernichtet in großem Umfang die natürlichen, ökonomischen und sozialen Grundlagen unserer Gesellschaft. Damit fehlen Geld, Geist und Phantasie bei der Lösung wichtiger gesellschaftlicher Probleme, etwa bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, im Bildungsbereich, bei
Dr. Beatrice Adloff
Dr. Simon Andrit Dr. H. J. AndreB
Dr. Ingrid Drexel Dr. Helmut Dubiel Dr. Klaus DOM Dr. Heinrich Dürscheid Anneliese Durst Ingrid Anker Dr. Inge Asendorf Dr. Gerhard Bäcker Prof. Dr. Martin Baethge Dr. Jürgen Barthelmes Sybille Baumann Dr. Otto Bayer Dr. Elisabeth Beck-Gernsheim Prof. Dr. Ulrich Beck Rene Bendit Dr. Berthold Becher Dr. Marhild v. Behr
Hildegard Belardi-Günther
Prof. Dr. Nando Belardi Irene Berger Prof. Dr. Johannes Berger Peter A. Berger Prof. Dr. Joachim Bergmann
Johanna Beyer
- Datum 28.10.1983 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 28.10.1983 Nr. 44
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