Libanesen tagen in Genf

Die Führer der libanesischen Volksgruppen und Bürgerkriegsparteien begannen in Genf ihre „Nationale Versöhnungskonferenz“. Die verfeindeten Politiker einigten sich auf die Bildung einer Arbeitsgruppe, die eine Resolution über die künftige „nationale Identität“ des Landes ausarbeiten soll. Die Gegner Präsident Amin Gemayels fordern die Aufkündigung des libanesisch-israelischen Vertrages. Israels Ministerpräsident Schamir kündigte an, daß seine Truppen in diesem Fall auf Dauer im Libanon bleiben würden.

Trappen bleiben in Beirat

Die multinationale Friedenstruppe bleibt auch nach den blutigen Anschlägen in der libanesischen Hauptstadt. Darauf verständigten sich in Paris die Außenminister Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und der USA, die an der Truppe beteiligt sind.

Unterhaus billigt Nachrüstung

Mit den Stimmen der regierenden Konservativen und der kleinen sozialdemokratischen Fraktion David Owens stimmte das britische Parlament der Aufstellung von Cruise Missiles auf britischem Boden zu. Margaret Thatcher hatte zuvor versichert, daß ihre Regierung ein schriftlich verbrieftes Vetorecht gegen den Einsatz der neuen amerikanischen Waffen hat.