Heinz Oskar Vetter: Notizen – Anmerkungen zur internationalen Politik. Bund-Verlag, Köln 1983, 228 Seiten, 26 DM.

Exakt dreizehn Jahre lang, von Mai 1969 bis Mai 1982, war Heinz Oskar Vetter Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Gleichzeitig war er Vizepräsident des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften und einige Jahre auch erster Mann des Europäischen Gewerkschaftsbundes. Seit 1979 ist Vetter Mitglied der Sozialistischen Fraktion des Europäischen Parlaments.

Wer so viele Ämter nicht nur verwaltete, sondern auch mit Leben erfüllte, hat einiges erlebt. Es war die Zeit der Entspannungspolitik, in der auch die Gewerkschaften einen nicht unwichtigen Part übernommen hatten; und es war die Zeit des engeren Zusammenrückens der nationalen Arbeitnehmerorganisationen in den internationalen Gewerkschaftsbünden – mit den damit verbundenen Begegnungen über die Grenzen hinweg, die auch nicht immer frei waren von menschlichen und sachlichen Differenzen.

Ein Stück Gewerkschaftsgeschichte, das von einem, der an vorderster Stelle mitgestaltend dabei war und ein guter Erzähler ist, in einzelnen locker aneinandergefügten Essays festgehalten ist. Und aus der Ruhe und der Distanz des Pensionärs, ledig des Maulkorbs, den das Amt seinem Inhaber auferlegt hat, bekommt denn auch manches umstrittene und von gewerkschaftlicher Seite im Dunkel gehaltene Problem klarere Konturen.

In einem „Exkurs über die Arbeitszeitverkürzung“, in dem sich der Autor bedauernd mit der negativen Einstellung vieler Gewerkschaftsmitglieder zur 35-Stunden-Woche beschäftigt, steht dieser bemerkenswerte Satz: „Es ist schon ein Problem für einen Durchschnittsverdiener, sich etwa mit dem Gedanken zu befreunden, bei erfolgter Umverteilung von Arbeitszeit könne sich sein Monatsbudget schmälern.“ Noch vor zwei Jahren hätte der damalige Vorsitzende des DGB nicht so klar die leidige Tatsache angedeutet, daß Arbeitsumverteilung auch Einkommensumverteilung bedeutet. W. K.

Die Baufinanzierung. Die finanziellen Aspekte des Bausparvertrages als Spar- und Kreditinstrument. Von Dr. Hans Laux. Verlagsgesellschaft Recht und Wirtschaft, Heidelberg 1983,281 Seiten, 88 DM.

Fehlzeiten Im Betrieb. Zusammenhänge – Ursachen – Maßnahmen. Von Fritz Gieffers und Josef Pohen. I. H. Sauer-Verlag, Heidelberg 1983, 179 Seiten, 30 DM.