Kiyofumi Morimoto, Exportmanager bei Nissan in Tokio, hat die Ziele für die deutsche Tochter des zweitgrößten japanischen Autoherstellers hoch angesetzt: „1984 will Nissan in der Bundesrepublik unbedingt der Erste unter den japanischen Anbietern sein“, erklärte er.

Im vorigen Jahr hatten 46 000 Verkäufe in der Bundesrepublik nur für den dritten Rang unter den Japanern gereicht. Toyota verkaufte fast 10 000 Autos mehr, und Mazda errang mit einem Abstand von über 12 000 Wagen den ersten Platz. Harald Wulff Nissan-Statthalter in Neuss bei Düsseldorf, ist denn auch vorsichtiger als sein Chef: Er prognostiziert für 1984 lediglich Verkäufe von 53 000 Autos, das wären zwar 15 Prozent mehr als 1983, aber Nissan läge immer noch hinter Mazda und Toyota, die jeweils für rund 58 000 Wagen neue Kunden finden wollen.

Als Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hatte Tyll Nekdie bevorstehende deutsche Leistungsschau in Tokio nicht nur mit Worten unterstützt, er hatte auch für seine Hako-Werke einen Stand auf der Ausstellung gemietet.

Seit Oktober ist Necker nicht mehr Repräsentant der deutschen Maschinenbauer, jetzt hat er auch seine Präsenz auf der Messe in Japan wieder aufgekündigt. Necker hatte den Wunsch geäußert, die Ausstellungshallen in Tokio während der Industrieschau mit Bodenreinigungsmaschinen von Hako zu säubern, die Japaner lehnten jedoch ab – und da schien dem früheren Verfechter deutscher Interessen in Japan wohl die ganze Ausstellung nicht mehr so wichtig.

Führen höhere Investitionen zu mehr Beschäftigung? Für die von den Arbeitgebern bei Lohndiskussionen strapazierte These – höhere Gewinne gleich mehr Investitionen, gleich mehr Beschäftigung – bietet die Motoren- und Turbinen-Union München (MTU) neues Anschauungsmaterial.

Das Unternehmen konnte 1983 seinen Auftragseingang um 37 Prozent steigern (auf 2,8 Milliarden Mark), so daß der Auftragsbestand um fast ein Viertel auf 3,4 Milliarden Mark stieg.

Die Investitionen wurden im letzten Jahr denn auch um die Hälfte erhöht (insgesamt 126 Millionen Mark), und MTU-Chef Ernst Zimmermann konnte von einer „zufriedenstellenden Beurteilung des Geschäftsverlaufs“ sprechen. Das schließt allerdings ein, daß die Zahl der Mitarbeiter um 278 auf 12 329 gesunken ist, also um 2,25 Prozent.