Hochprozentige alkoholische Getränke haben skandinavische Supermärkte – ausgenommen die dänischen – nicht im Angebot. In den Nordländern ist Schnapsverkauf Staatsangelegenheit.

In Norwegen beispielsweise müssen Feriengäste, die trotz der gepfefferten Preise auf ihren Drink nicht verzichten möchten, nach Läden mit dem Schild „Vinmonopol“ Ausschau halten. Nur dort gibt es sowohl die „harten“ Sachen als auch Wein und Bier. Wer nur mal eben auf einen Schluck einkehren will, sollte sich die Ausschankzeiten von Bars und Restaurants einprägen: wochentags von 15 Uhr an, an Sonn- und Feiertagen nie. Touristen, die ihre Trinkgewohnheiten nicht umstellen möchten, sollten sich darum ihre Ration von daheim mitbringen, jedoch pro Person nicht mehr als einen Liter Schnaps (Alkoholgehalt bis zu 60 Prozent) und einen Liter Wein beziehungsweise zwei Liter Bier und zwei Liter Branntwein (bis zu 23 Prozent Alkoholgehalt).

Auch in Finnland hat Vater Staat den Alkohol-Verkauf fest im Griff. Die Läden heißen bezeichnenderweise „Alko“ und sind montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 18 Uhr geöffnet, im Winterhalbjahr auch am Sonnabend. Lediglich Leichtbier bekommt man auch in Lebensmittelgeschäften. Zollfrei sind für Finnland-Besucher bei der Einreise je zwei Liter Bier und Getränke mit höchstens 17 Prozent Alkoholgehalt oder zwei Liter Bier, ein Liter „leichte“ Alkoholika wie Wein, Portwein oder Sherry und ein Liter Schnaps.

„Systembolaget“ nennt der schwedische Staat seine Verkaufsstellen für die teuren Spirituosen. Nur Leichtbier, das in Schweden „Lättöl“ oder „Folköl“ heißt, gibt es auch auf dem „freien“ Markt. Unverzollt können Urlauber einen Liter Hochprozentiges und einen Liter Wein über die Grenze bringen.

Die dänische Regierung erlaubt zwar den Verkauf von Alkohol in Lebensmittelgeschäften und Supermärkten, kassiert aber bei den Preisen kräftig mit. Sparsame Feriengäste sollten sich deshalb ihren Vorrat von zu Hause mitbringen. Das können entweder anderthalb Liter Spirituosen oder drei Liter Wein mit weniger als 22 Prozent Alkoholgehalt sein.

Detaillierte Auskünfte über die Zollbestimmungen für die Einreise geben die Fremdenverkehrsämter Skandinaviens. Brigitte Wolter

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