Die deutsche Schiffbauindustrie lag 1983 trotz der wachsenden Konkurrenz und des deutlichen Kapazitätsabbaus weiterhin auf Platz drei nach Japan und Südkorea. Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Schiffbauindustrie, Michael Budzcies, führt diesen Erfolg auf technisches Können und Flexibilität zurück. Weltweit nahmen die Auftragseingänge 1983 von 16 Millionen auf 19 Millionen Bruttoregistertonnen (BRT) zu. Davon erhielten Japan 49,8 Prozent, Südkorea 14,4 Prozent und die Bundesrepublik 3,7 Prozent.

Die Verluste durch die weltweite Verschuldungskrise werden größer. 1983 haben die Aufwendungen für Schäden und Umschuldungen im Bereich der Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften (Hermes) des Bundes um mehr als 600 Millionen auf 1,54 Milliarden Mark zugenommen. Dieser Anstieg führte zu einem Defizit von rund 730 Millionen Mark, das aus dem Bundeshaushalt abgedeckt werden muß.

Im ersten Quartal war der Zahlungsbilanzüberschuß mit 6,81 Milliarden Mark nur noch halb so groß wie im gleichen Vorjahreszeitraum mit 12,4 Milliarden Mark. Die Deutsche Bundesbank führt die Verschlechterung der Zahlungsbilanz auf die Verringerung der Überschüsse in der Leistungs- und in der Kapitalbilanz zurück. Zwar blieb der Exportüberschuß mit 11,3 Milliarden Mark gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert (11,89 Milliarden Mark) unverändert hoch, aber höhere Defizite in der Dienstleistungs- und Übertragungsbilanz, die Auslandsreisen und Gastarbeiterüberweisungen sowie EG-Zahlungen beinhalten, ließen das Plus der Leistungsbilanz auf zwei Milliarden Mark nach 5,23 Milliarden Mark sinken.

Die Deutschen sparen wieder mehr. Im 1. Quartal 1984 haben Privatpersonen bei den Sparkassen fünf Milliarden Mark in Form von Spareinlagen, Sparkassenbriefen und -obligationen, Wertpapieren und Termingeldern angelegt. Damit ist in etwa wieder das Niveau von 1982 erreicht worden.

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