BONNER BUHNE Rückschlag für einen Ungeliebten
Stoff genug zum Nachdenken hat die SPD bekommen: Das renommierte Heidelberger Sinus Institut erläuterte dem Parteivorstand in Klausur eine langfristig angelegte Untersuchung, aus der hervorgeht, wie heterogen die Anhängerschaft der SPD wirklich ist;, ihre politischen Zielvorstellungen, Lebensumstände und hajtungen widersprechen einander diameteral.
Ein Bild, bunt wie die Gesellschaft. Damit wird die SPD wohl leben müssen.
Leichter hat es die CDU mit einem einheitlicheren WählerTypus", übrigens auch die FDP. Es hat sich - dieser Untersuchung zufolge - herausgestellf, daß der FDP „Typus"
dem der CDU weithin zum Verwechseln ähnelt, er geht „nur etwas häufiger ins Theater". Ein Hinweis fürs neue Grundsatzprogramm der Libera Eine falsche Entscheidung hat der Vorstand der SPD getroffen, kollektive Weisheit mag man es jedenfalls nicht nennen: Horst Ehmke ist bei den Wahlen zum Präsidium der Partei, dem engsten geschäftsführenden Leitungsgremium, unterlegen. Man kann auch sagen, er ist abgewählt worden.
Es widerfährt Horst Ehmke nicht zum erstenmal, daß er von Partei oder Fraktion einen Denkzettel - oder was es sonst sein mag - verpaßt bekommt.
Er bleibt ein Ungeliebter.
Bei den Wahlen zum Präsidium erhielt Herta DäublerGmelin 25 (von 38) Stimmen.
- Datum 29.06.1984 - 08:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 29.6.1984 Nr. 27
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







