Die Deutsche Lufthansa AG, die im letzten Jahr gut verdient hat, wird auch in diesem Jahr einen satten Gewinn machen.

Vor der Hauptversammlung des Unternehmens in Berlin sagte Vorstandschef Heinz Ruhnau: „Das erste Halbjahr signalisiert, daß wir den Erfolgskurs fortsetzen werden und wenn nichts Außergewöhnliches geschieht, dann wird 1984 ein gutes Lufthansa-Jahr“.

Ruhnau kündigte für das Ende des Jahrzehnts ein umfangreiches Programm zur Flottenerneuerung an. Die Jumbo-Flotte soll „durch ein komplett modernisiertes Flugzeug erneuert werden“. Auch ein „neuer 150-Sitzer“ wird gesucht.

Der europäischen Airbus-Industrie gab Ruhnau einen besonderen Anstoß: „Wir hoffen, daß wir Anfang der 90er Jahre unsere DC-10-Flotte zum Beispiel durch eine von Airbus produzierte TA 11 ersetzen können.“

Wenn ein Manager vorzeitig um Auflösung seines Vertrages bittet, dann wird immer schnell von unfreiwilligem Abschied gemunkelt, auch wenn beide Parteien versichern, daß der bisherige Chef „auf eigenen Wunsch“ das Weite suche.

Bei Iveco-Magirus in Ulm, der deutschen Tochtergesellschaft der zum Fiat-Konzern gehörenden italienischen Lastwagenfirma Iveco, war man sich dieser Gefahr bewußt, als der Abschied des Vorstandsvorsitzenden Bernd Kosegarten bekanntgegeben wurde. Der Vertrag des derzeitigen Chefs läuft eigentlich erst in zwei Jahren aus. Aber auch in Italien hatte es an der Spitze der Iveco erst vor einigen Wochen einen Wechsel gegeben – von Giorgio Manina, der Kosegarten protegierte, zu Giorgio Garuzzo.

Kosegarten will seinen neuen Job noch nicht nennen. Er sagt lediglich, daß er Vorstandsvorsitzender einer Hamburger Aktiengesellschaft wird.