Steuerfreier Rückzahlungsgewinn

Anlegern mit hoher Steuerprogression empfiehlt die Berliner Bank den Erwerb 4 1/2prozentiger Pfälzische Hypothekenbank Kommunal-Obligationen Reihe 332. Bei einem Kurs von 94,50 Prozent bringen sie bis zur Tilgung am 1. Juni 1987 eine Rendite von 6,65 Prozent. Da in dieser Rendite ein rechnerischer steuerfreier Rückzahlungsgewinn von jährlich 1,89 Prozent enthalten ist, ergibt sich für Anleger mit einem Steuersatz von 50 Prozent eine steuerfreie Gesamtrendite von 4,27 Prozent. Um sie bei anderen Papieren zu erzielen, müßten Bruttozinssätze von 8,54 Prozent erreicht werden. Angesichts der relativ kurzen Restlaufzeit dürften solche Möglichkeiten kaum gegeben sein.

Steuerratgeber für Wertpapiersparer

Nützliche steuerliche Hinweise für den privaten Anleger enthält die Broschüre „Steuer 1 x 1 für Wertpapiersparer“, die in der neunten überarbeiteten Auflage erschienen ist. Die Schrift gibt Auskunft über Freibeträge bei der Besteuerung von Kapitaleinkünften, Altersentlastungsbetrag, Vermögensteuer, Einkommensgrenzen bei der Gewährung von Bausparprämien. Die Schrift ist kostenlos bei den Banken und Sparkassen erhältlich, aber auch beim Gemeinschaftsdienst der Boden- und Kommunalinstitute, Postfach 11 08 21,6000 Frankfurt 11.

Hochspekulative Anlage

Mit dem Untertitel „Ein ehrliches Angebot“ wenden sich die Initiatoren von Comandor-Andorra an deutsche Anleger. Dabei geht es um eine Beteiligung an einem Renten- und einem Aktienfonds. Comandor ist keine Investmentgesellschaft nach deutschem Recht. Sie bietet Beteiligungen an ihren Fonds ausschließlich von Andorra aus an, einem Land, das kein Investment-Gesetz besitzt. Die Investment-Manager sind deshalb völlig frei in ihrer Anlagepolitik. Davon soll bei den Comandor-Fonds auch großzügig Gebrauch gemacht werden. So können die Fonds bis zur dreifachen Menge des Eigenkapitals Kredite aufnehmen. Die Fonds können außerdem ihr Vermögen bis zu 100 Prozent in Bankguthaben halten. Daneben sind ihnen nach der Satzung auch Leerverkäufe gestattet. Eine „unabhängige, qualifizierte“ Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüft, so heißt es im Werbeprospekt, laufend den inneren Zustand der Fonds und ermittelt die Anteilswerte der Anleger. Den Namen dieser Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfahren allerdings nur Anleger, die bereits eine Beteiligung „getätigt“ haben. Als Depotmanager fungiert H. L. Poulev, der eine Zeitlang bei der DWS, einer Investment-Gesellschaft, bei der die Deutsche Bank das Sagen hatte, sowie bei der DEVIF, einer Tochter der Deutschen Genossenschaftsbank gearbeitet hat.

Befreiung von der Versicherungspflicht

Studenten können sich von der Pflichtversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) befreien lassen, wenn sie den Nachweis einer privaten Krankheitskosten-Vollversicherung bringen. Bafög-Empfängern gewährt das Amt für Ausbildungsförderung auf Antrag einen Beitragszuschuß von 38 Mark monatlich.