Mit einer Reihe von Fahrplan-Verbesserungen will die Deutsche Bundesbahn ihren Intercity-Kunden entgegenkommen. Neue IC-Stationen, teilweise kürzere Fahrtzeiten und zusätzliche Service-Leistungen sollen von Juni an das Angebot auffrischen.

Jede Stunde – jede Klasse“, der Intercity-Werbeslogan, wird im Fahrplan 85/86 auch für einige der innerdeutschen Bahnhöfe gelten, die bisher noch keine IC-Anbindung haben. So kommen beispielsweise Reisende aus Dortmund, die zum Frankfurter Flughafen wollen, künftig ohne Umsteigen ans Ziel. Die neu eingerichtete Airport-Intercity-Station macht’s möglich. Ebenfalls neu im IC-Netz sind dann die Bahnhöfe in Bochum, Hamm in Westfalen und Bremerhaven, letzterer im Wechsel mit Oldenburg.

Hamburg bekommt zu den zwei bereits bestehenden täglichen Verbindungen eine dritte dazu, die über Hannover und Würzburg nach München führt und rund 50 Minuten schneller ist als die „alte“ Linie in die Bayern-Metropole.

Überarbeitet haben die Bahn-Experten auch den D-Zug-Fahrplan, der nun bequemere Anschlüsse an die Intercity-Züge ohne lange Wartezeiten verspricht.

Kundenfreundlicher möchte die Bahn zukünftig den Service in ihren „Paradepferden“ (Pressetext) gestalten. Fest eingeplant ist bereits eine nunmehr vierköpfige Zugbegleiter-Mannschaft (bisher einer), bestehend aus einem Chef-Betreuer für die Erster-Klasse-Kundschaft und drei weiteren Crew-Mitgliedern, die sich um das Wohl der übrigen Fahrgäste kümmern, auch schon mal beim Aus- und Einsteigen behilflich sind und in Ruhe Fahrplan-Auskünfte geben können.

Als zusätzliches Verpflegungsangebot zu Mini-Bar und Zug-Restaurant wird von Juni an – zunächst als Test in einem der 183 IC-Züge – der „Abteil-Service“ offeriert. In den Genuß, von ihrem Zugbegleiter mit Sandwich und warmem Süppchen versorgt zu werden, kommen freilich nur die Reisenden in der ersten Klasse.

Brigitte Wolter