Hallo, darf ich reinkommen?“ rief es von draußen. – „Wer ist da und was wollen Sie?“ riefen wir zurück.

„Ich bin das ‚deutsche Problem‘“, sagte der seltsame Eindringling, der es sich im Sessel bequem machte, „und bitte darum, nicht mit der ‚deutschen Frage‘ in einen Topf geworfen zu werden. Ich komme von der Deutschen Problem-Verwaltung DPV. Mich gibt es als Wochen- und Monatsproblem. Sind Sie mit mir als Unterhaltungsfaktor sehr, halbwegs oder gar nicht zufrieden?“

Wir baten um Bedenkzeit. „Um was geht es bei Ihnen?“

„Unser Land hat einen unersättlichen Problem-Bedarf, vor allem die Medien und die Politiker.“

„Und Sie füllen also die Problembedarfslücke aus.“

Unser Gast nickte anerkennend. „Die DPV kümmert sich um das Problem Terminverteilung, damit lästige Überschneidungen vermieden werden. Sie bauscht, je nach Bedarf, Problemchen zu Problemen auf, kreiert auch, wenn’s sein muß, selber Probleme. Manchmal haben wir Probleme mit Dauer-Problemen wie der Flick-Affäre, die zu Problem-Verdrängungen führen.“

„Ach, nennen Sie uns doch bitte ein urdeutsches Problemprodukt aus jüngster Zeit:“