Das Tourismusgeschäft bringt mehr Geld denn je in die Bundesrepublik. Dies geht ans jetzt veröffentlichten Zahlen der Deutschen Bundesbank hervor.

Danach stiegen die Einnahmen aus dem Reiseverkehr 1984 um 1,6 Milliarden Mark oder rund zwölf Prozent gegenüber 1983 auf insgesamt 15,6 Milliarden Mark. Und auch im ersten Vierteljahr 1985 ist dieser Trend weiterhin ungebrochen: Die Steigerungsrate liegt nochmals über zehn Prozent.

Vor allem die Besucher aus Übersee sorgten im vergangenen Jahr für den Touristen-Boom in deutschen Landen. Die höchsten Steigerungsraten bescherten dabei die Gäste aus den USA mit plus 427 Millionen Mark, bei Gesamtausgaben von 1,8 Milliarden Mark. Dies bedeutet 30 Prozent mehr Geld aus den Vereinigten Staaten als im Vorjahr. Auch die Japaner zeigten sich den deutschen Ferienregionen wohlgesonnen: 82 Millionen Mark (plus 27 Prozent) mehr flössen 1984 in deutsche Kassen. Doch nicht nur die Feriengäste aus Übersee scheinen Deutschland für sich entdeckt zu haben, auch aus den europäischen Nachbarländern kamen immer mehr Besucher in die Bundesrepublik. Besonders eifrige Deutschlandurlauber waren 1984: Schweden (plus 97 Millionen Mark, 20 Prozent), Italiener (plus 180 Millionen Mark, 13 Prozent), Schweizer (plus 120 Millionen Mark, elf Prozent), Dänen (plus 100 Millionen Mark, zehn Prozent), Franzosen (plus 100 Millionen Mark, acht Prozent) und Österreicher (plus 170 Millionen Mark, sechs Prozent). Nur aus der Sowjetunion fanden 1984 weniger Gäste den Weg nach Deutschland. Hier wurde ein Einnahmerückgang um vier Millionen Mark oder 40 Prozent gegenüber 1983 festgestellt.

tdt