Theoretisch sollten auch hochempfindliche Filme die Röntgenkontrollen auf den Flughäfen unbeschadet überstehen. In der Praxis kann es anders aussehen – ein Grund, warum Photographen zuweilen um gesonderte, manuelle Prüfung bitten.

Sicherheitsbeamte des Hamburger Flughafens weigerten sich, in solch einem Fall dem Wunsch eines Passagiers nachzukommen, seine Kamera mit hochempfindlichem Film per Hand zu überprüfen. Wie wird diese Prozedur auf anderen deutschen Airports gehandhabt?

Auf dem Stuttgarter Flughafen werden Handkontrollen beispielsweise ebenfalls abgelehnt mit dem Hinweis auf ein Gutachten, das die Photo-Firma Kodak dort erstellt hat. Anders wird auf dem Frankfurter Rhein-Main-Flughafen verfahren; dort hält man sich an den Passus in einer Dienstanweisung des Bundesinnenministeriums für alle deutschen Flughäfen: „Wünscht der Passagier eine ausschließlich manuelle Überprüfung des Apparates, so ist diesem Wunsch Folge zu leisten. Desgleichen ist bei photographischem Material zu verfahren. “

Danach richten sich auch die für die Handgepäck-Kontrollen zuständigen Beamten auf den Flughäfen in München, Düsseldorf und Köln/Bonn. Doch wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Kameras unter Umständen, in Düsseldorf gar auf jeden Fall, geöffnet werden müssen. Deshalb sollte man möglichst keine Filme einlegen (wodurch natürlich eine gesonderte manuelle Kontrolle überflüssig wäre).

Verschont von Röntgenstrahlen, so ein Beamter der Düsseldorfer Flughafenpolizei, bleiben übrigens Kameras, die im „Großgepäck“ verstaut sind. Diese Taschen und Koffer, die im Frachtraum mitfliegen, gehen ohne Durchleuchtung an Bord. Hella Leißner