Wie alle soliden Behörden haben auch die Hochschulen ihr eigenes Kauderwelsch. Die Deutsche Studentenschaft in München entdeckte jetzt in der Dechiffrierung universitärer Amtskürzel eine publizistische Marktlücke. Sie soll mit dem soeben erschienenen Hochschul-Lexikon geschlossen werden. Wer unter den Erstsemestlern also noch nie etwas von AStA, ZVS, BLK, DSW, KMK, SFB oder WRK gehört haben sollte, kann sich für 15 Mark aufklären lassen.

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Die Informatik wird nun auch zum Renner der Fernuniversität Hagen. Allein für das kommende Wintersemester sind zweitausend Studienanfänger gemeldet, so daß in den Praktika mit einem riesigen Gedrängel gerechnet werden muß. Das Gros der Fernstudenten, von denen die meisten nebenher berufstätig sind, tendiert jedoch nach wie vor zur Wirtschaftswissenschaft (46 Prozent).

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Wer in Hessen ein Reifezeugnis mit einem Notendurchschnitt von 2,9 hat, repräsentiert die Mehrheit der Abiturienten. Eine Auswertung von 22 126 Zeugnissen hat sämtliche Höhen und Tiefen zutage gefördert: Nur vier Schulabgänger hatten einen Schnitt von 4,0. Aber auch Musterschüler mit glatten Einsern hatten Seltenheitswert. Sie kamen in diesem Jahr nur zu einem Prozent vor. D. H.