Was man sagt, wenn es nichts zu sagen gibt, wenn man nichts zu sagen weiß und nichts sagen will – small talk, Phrasen, Gemeinplätze. Gustave Flaubert, leidenschaftlichen Botaniker in der Flora des Geschwätzes, hat im Laufe seines Lebens und Lesens ein schönes Herbarium der plattesten Platitüden und dümmsten Dummheiten angelegt. Monika Petzenhauser hat sie aus dem Französischen übersetzt, der Matthes & Seitz Verlag, München, hat das „Wörterbuch der Gemeinplätze“ von Gustave Flaubert für 19,80 DM wieder allen Freunden der zwanglosen Konversation zugänglich gemacht.

BIBEL. Das älteste Buch der Welt. BILDER. Immer zu viele davon in der Dichtung.

BLONDINEN. Heißblütiger als Brünette.

BROT. Zum Glück weiß man nicht, wieviel Dreck man mitißt.

BRÜNETTE. Heißblütiger als Blondinen.

BUCH. Wie auch immer, stets zu lang. BÜRGERMEISTER. Immer lächerlich machen.

CHAMPAGNER. Kennzeichnet das Galadiner. Ruft Entzücken bei kleinen Leuten hervor. Der Rausch muß die Gäste in dem Augenblick ergreifen, wo die Korken springen; man gerät außer sich. Aber man trinkt ihn nicht, man schlürft ihn.