Run auf Henkel-Aktien

Obwohl genaue Informationen über den Ausgabekurs und die Gewinnausstattung der neu an die Börse kommenden 75 Millionen Mark Vorzugsaktien der Henkel KGaA, Düsseldorf, erst am 26. September bekanntgegeben werden, ist das Interesse schon jetzt lebhaft. Es wird eine mehrfache Überzeichnung erwartet. Es empfiehlt sich deshalb, rechtzeitig Kontakt mit den Kreditinstituten aufzunehmen. Der Nachfrage liegt nicht zuletzt die spekulative Erwartung zugrunde, daß der Kurs der Henkel-Aktie eine ähnliche Entwicklung nehmen wird wie im vergangenen Jahr die Notierung der Nixdorf- oder der Porsche-Aktie.

Hypotheken immer billiger

Die Hypothekenzinsen sind in Bewegung. In rascher Folge veröffentlichen die Realkreditinstitute neue Konditionen. Immer mehr Banken offerieren darin Hypotheken mit festen Zinsen für die gesamte Laufzeit. Bei 100 Prozent Auszahlung liegen die Sätze dafür gegenwärtig zwischen 7,9 und 8,3 Prozent. Es ist also ratsam, Konkurrenzangebote einzuholen. Angeboten werden verstärkt auch Hypothekendarlehen mit Zinsbindungsfristen von 15 und 20 Jahren. Das Interesse für solche „Langläufer“ ist trotz des gegenwärtigen „Zinstiefs“ gering.

Zero-Bonds mit 6,9 Prozent Rendite

Bei einem Kurs von 48,50 Prozent und einer Laufzeit bis zum 1. Juli 1996 läßt sich bei den Zero-Coupon Bonds Ausgabe 1 der Hamburgischen Landesbank eine Rendite von 6,90 Prozent ausrechnen. Die kleinste Stückelung beträgt nominell 5000 Mark. Ein Stückeausdruck ist vorgesehen. Deshalb eignen sich diese Papiere vorzüglich für die „Selbstverwahrung“. Bei Zero-Bonds erfolgt während der Laufzeit keine Auszahlung von Zinsen. Der Zinsertrag für die gesamte Laufzeit ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Emissionspreis und dem Nennwertbetrag von 100 Prozent. Die Zinsen werden erst bei der Rückzahlung der Zero-Bonds steuerpflichtig oder anteilig beim vorzeitigen Verkauf.

Bausparmittel auch für Anschlußkosten

Eigentümer von Wohnhäusern, die Kanalanschlußkosten an die Gemeinde zu entrichten haben, können dazu generell ihren Bausparvertrag einsetzen. Dies gilt sowohl für Neubauten als auch bei nachträglich geforderten Beiträgen für bestehende Gebäude. Dies folgert die LBS Münster/Düsseldorf aus einer Verfügung der Oberfinanzdirektion Münster vom 7.5.1985 (S 2221-145-St 16 –31). Darin heißt es nämlich: Die Verwendung von Bausparmitteln ist nicht nur für Kanalanschlußkosten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Bauland oder der Errichtung eines Neubaus möglich. Dies gilt auch für sogenannte Altbauten. Damit können hier Bausparer ihre angesparten Verträge einschließlich aller Prämien und Steuervorteile für diese Maßnahme einsetzen.