Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Gemeinschaft betrug im Juli 10,8 Prozent. Im Juli 1984 hatte sie bei 10,6 Prozent gelegen. 37,2 Prozent der Arbeitslosen sind jünger als 25 Jahre. Die höchste Arbeitslosenquote haben Irland mit 17,8 und die Niederlande mit 13,6 Prozent, die bei weitem niedrigste hat Luxemburg mit 1,5 Prozent.

In der Bauwirtschaft sind im ersten Halbjahr 1985 5,6 Prozent weniger Bestellungen als im gleichen Vorjahreszeitraum eingegangen. Im Wohnungsbau ging die Nachfrage um 30,6 Prozent zurück. Dabei wurden 43,6 Prozent weniger Mehrfamilien- und 16,8 Prozent weniger Einfamilienhäuser bestellt. Gestiegen ist dagegen der Umfang der Tiefbau-Aufträge von öffentlichen Unternehmen: Bahn und Post orderten 12,3 Prozent mehr als 1984

Der Handel der Bundesrepublik mit den arabischen Ländern geht zurück. Im ersten Halbjahr 1985 sank der Wert der Ausfuhren um 6,7 Prozent auf 11,8 Milliarden Mark; der Wert der Einfuhren um 2,3 Prozent auf 9,8 Milliarden Mark. Die Öleinfuhren aus den arabischen Ländern sind von 7,6 auf 7,4 Milliarden Mark gesunken.

Zugenommen haben dagegen die deutschen Ausfuhren in die Staatshandelsländer. Nach China wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres 104 Prozent mehr Waren als von Januar bis Juni 1984 exportiert, nach Bulgarien 28, nach Polen 25 und nach Ungarn 23 Prozent mehr. Die Ausfuhren in die Sowjetunion sanken dagegen um 1,3 Prozent.

Die Bundesbürger gaben 1984 67,8 Milliarden Mark für Getränke aus. Der durchschnittliche Konsum betrug 643 Liter, davon 319 Liter Kaffee, Tee und Milch, 177 Liter Alkoholisches und 147 Liter Fruchtsäfte. 1983 hatte der Getränkekonsum um ein Prozent höher gelegen als im letzten Jahr; für 1985 wird wieder mit einer Steigerung gerechnet.

In den Staaten der EG sind bisher 10 000 verschiedene Weinsorten auf Diethylenglykol untersucht worden. In 800 österreichischen, 42 deutschen und neun italienischen Weinen wurde dabei das Gift entdeckt. RoS