Der Paderborner Computerbauer Heinz Nixdorf kann sich nun auch mit dem Titel Manager des Jahres schmücken. Mit der Begründung, daß er „seinen Konzern mit Weitsicht, Mut und klarer Strategie zu einer Paradefirma der deutschen Wirtschaft aufgebaut hat“, erhielt der Selfmademan Nixdorf dieses Jahr die Auszeichnung des in München erscheinenden Industriemagazins.

In der Hitliste der besten Manager 1985 folgen auf den weiteren Plätzen: Veba-Chef Rudolf v. Bennigsen-Foerder, Werner Breitschwerdt (Daimler-Benz), Wolfgang Schieren (Allianz) und Carl H. Hahn (Volkswagen).

Zumindest Mut bewies der frischgebackene Titelträger, als er auf den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau als möglichen nächsten Kanzler angesprochen wurde. Nixdorf: „Ich kann ja frei reden, denn ich gehöre keiner Partei an. Ich bin Arbeiterkind und bin stolz darauf. Meine Jugend war bunt und schön. Ich habe nichts gegen Sozialdemokraten. Aber ich bin der Meinung, daß die Deutschen die SPD von heute nicht verdient haben.“

Gescheitert ist der Versuch von Siemens, sich durch Einstieg bei der Pierburg-Gruppe in Neuss, einem führenden Vergaserhersteller, in der Autoelektronik stärker zu engagieren. Der bei Pierburg bisher mit zwanzig Prozent beteiligte Bosch-Konzern hat Siemens abgeblockt, indem er sein eigenes Vorkaufsrecht auf die noch bei der Familie liegenden Pierburg-Anteile ausübte.

Bosch kann zwar die Firma nicht übernehmen, weil dabei das Kartellamt aus Wettbewerbsgründen nicht mitmachen würde. Die Stuttgarter wollen jedoch auch nicht, daß Siemens einsteigt, da sie ihre monopolähnliche Stellung in diesem Markt verständlicherweise nicht gern bedroht sehen. Es soll deshalb – wie, das ist noch nicht geklärt – die „Eigenständigkeit“ von Pierburg erhalten werden.

An Stimmen des Bedauerns, vor allem aus der Autoindustrie, fehlt es nicht. Ihr wäre Siemens als gestärkter Rivale von Bosch sehr willkommen gewesen. Siemens benötigt jedoch in jedem Fall einen Partner mit Vergaser-Know-how, um in diesem Markt Bosch Paroli bieten zu können. Siemens muß sich nun nach einem Partner im Ausland umsehen,

Gegenwärtig wird an der Verbesserung der internationalen Konkurrenzfähigkeit des Finanzplatzes Bundesrepublik gebastelt. Ein Element dafür ist die Zulassung ausländischer Banken bei der Funrung von Emissionskonsortien für DM-Auslandsanleihen durch die Bundesbank. Aus gutem Grunde will die Bundesbank japanische Banken erst zulassen, wenn deutsche Banken in Japan gleiche Rechte genießen,