• DIE ZEIT: Jahrgang 1985

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1985/01

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    • Borniert

      Die Vereinten Nationen wollen in Addis Abeba, der Hauptstadt des Hungerstaates Äthiopien, ein Büro- und Kongreßzentrum für 225 Millionen Mark bauen.

    • Der Griff nach der Vergangenheit

      Die Deutschen und ihre Geschichte: Vom richtigen Vergessen und falschen Erinnern

  • Ausgabe 1985/02

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    • Europa muß jetzt handeln

      Kurz nach seinem Amtsantritt fragte mich Jimmy Carter: „Können wir beide gemeinsam nicht die Mauer beseitigen?“ Natürlich müssen Staatslenker in privater Unterhaltung durchaus auch umstürzende Fragestellungen miteinander erörtern; trotzdem war ich sehr verblüfft.

    • Land des Lächelns?

      Es darf wieder gelacht, oder doch wenigstens wieder gelächelt werden in diesem Lande. Was sich bisher im Schoße freudiger Ahnung verbarg, hat die Meinungsforschung nun ans Licht der Welt gebracht: Die Optimisten, lange Zeit in die Minderheitsecke verbannt, stellen heute die Mehrheit unter den Deutschen.

  • Ausgabe 1985/03

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    • Realpolitiker

      Es kommt vor, daß eine Mutter das blühende und trotzig die Adoption verweigernde Ziehkind dem eigenen, nicht recht gedeihenden Nachwuchs vorzieht.

    • Niedergang

      Als Rahel bemerkte, daß sie unfruchtbar war, überredete sie ihren Ehemann Jakob, der Magd Bilha beizuwohnen, die alsbald mit einem Sohn niederkam.

  • Ausgabe 1985/04

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    • Bescheidung

      Lateinamerikas politische Landkarte hellt sich auf..........................................................................

    • Winter, oje!

      Im vergangenen Sommer gab es nur ein Thema, das die Menschen wirklich bewegte: der Sommer, der keiner war. In diesem Winter gibt es wieder nur ein Thema: der Winter, der einer ist, und was für einer! Unsere graugrüne Republik, über Nacht verwandelt in ein Wintermärchen, in eine weiße Wüste.

  • Ausgabe 1985/05

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    • Smog-Signale

      Regen und Wind hatten am Wochenende die Smogschicht über der Ruhr noch nicht vertrieben, da begann die politische Brise aufzufrischen.

    • Beten und Spenden ist nicht genug

      Hundert Jahre nach dem Kolonialtaumel bewegt Afrika wieder das deutsche Gemüt

  • Ausgabe 1985/06

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    • Todesstrafe

      Als der Staatsanwalt im Prozeß gegen die Mörder des polnischen Priesters Jerzy Popieluszko in Thorn die Worte sprach: „Sie waren nicht nur zum Mord entschlossen, sondern sich auch ihrer Straflosigkeit sicher“, da mag eine Welle des Erschreckens durch die Reihen der Sicherheitsdienste vieler Länder, nicht nur der sozialistischen, gegangen sein: Das hat es in autoritären Staaten noch nicht gegeben, daß die, deren Aufgabe es ist, im Dunklen zu wirken, nach getaner Arbeit zur Rechenschaft gezogen werden.

    • Reagans Traum, Moskaus Alptraum

      Nun verhandeln sie wieder. Amerikaner und Sowjets treffen sich vom 12. März an in Genf zu dreistufigen Gesprächen, über die Begrenzung ihrer Raketenarsenale und Rüstungsprogramme.

  • Ausgabe 1985/07

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    • Terror ohne Grenzen

      Seit fünfzehn Jahren bomben und morden deutsche Terroristen, beseelt von dem Wahn, sie könnten Staat und Gesellschaft wie ein Kartenhaus zusammenstürzen lassen.

    • Glanzleistung

      Ein Jammer, daß in Moskau nicht wie in Washington öffentliche Hearings – also Anhörungen – stattfinden. Wie schön wäre es, wenn die Politbüromitglieder, beispielsweise Andrej Gromyko und der im Politbüro für Verteidigung Zuständige – öffentlich kundtun müßten, was sie über Amerika wirklich denken und was sie zu tun beabsichtigen, so wie Shultz und Weinberger dies soeben in Washington taten.

  • Ausgabe 1985/08

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    • Widerspruch tut not

      Weil sein Flugzeug in London vereiste, konnte Amerikas Verteidigungsminister nicht selbst in München jene Rede halten, in der die europäischen Verbündeten aufgefordert wurden, ihre Sicherheit künftig auf eine Weltraum-Raketenabwehr zu gründen, die im Bruchteil von Sekunden über Tausende von Kilometern hinweg einen feindlichen Atomangriff verläßlich abblocken soll.

    • Eine Revolution auf Pump?

      Die Zeitbombe der südamerikanischen Schuldenkrise tickt immer noch, sie ist nur teilweise und keineswegs endgültig entschärft.

  • Ausgabe 1985/09

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    • Der Wink mit dem Raketen-Zaunpfahl

      Ronald Reagans Werber schwärmen bündnisweit aus und rühren die Trommel für den Science-fiction-Traum einer wasserdichten Raketenabwehr aus dem Weltraum – „SDI“ im Jargon der Fachleute, strategische Verteidigungsinitiative; „Krieg der Sterne“ in der kernigen Kürzelsprache der Schlagzeilen.

    • Schachmatt

      Der König ist matt, es lebe der König. In einem fast halbjährigen Ziehen und Schieben hat der 21jährige Herausforderer Garri Kasparow den zwölf Jahre älteren Schachweltmeister Anatoli Karpow mit dessen eigenen Mitteln geschlagen.

  • Ausgabe 1985/10

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    • Verplaudert

      Alle anderen sind Gescheiterte. Das einzige, was die können, ist, ihre Bilder verkehrtherum aufzuhängen.“ Dies bizarre Urteil über die gesamte Kunst des 20.

    • Makabrer Auftritt

      Der mächtigste Mann der Sowjetunion rang sichtlich nach Luft. Konstantin Tschernjenko, der eben noch wegen Krankheit einen öffentlichen Auftritt abgesagt hatte, gab nun – herausgeputzt und von zahlreichen Händen gestützt – seinen Stimmzettel vor den sowjetischen Fernsehkameras ab.

  • Ausgabe 1985/11

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    • Zur Halbzeit steht die Prüfung an

      Da gibt es nichts zu deuteln: In der Mitte seiner Amtszeit – genau zwei Jahre nach der Bundestagswahl vom 6. März 1983 – steht der Kanzler viel besser da als im vergangenen Herbst.

    • Aufschaukeln

      Die Schätzungen über die sowjetische Militärstärke, die Pentagon und CIA von Zeit zu Zeit veröffentlichen, basieren auf einer Kombination von Waffentests und Informationen, aus denen die Produktion errechnet wird.

  • Ausgabe 1985/12

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    • Gebeutelt alle und gestreichelt

      Alle können von Erfolgen reden, aber alle müssen auch von Niederlagen sprechen – dies ist das auf den ersten Blick eher irritierende Ergebnis der Halbzeitwahlen im Saarland, in Berlin und Hessen.

    • Knall auf Fall

      Auf der europäischen Bühne war er eine der eindrucksvollsten Gestalten: Konstantin Karamanlis, den jetzt ein Winkelzug der griechischen Sozialisten veranlaßte, Knall auf Fall vom Amte des Staatspräsidenten zurückzutreten.

  • Ausgabe 1985/13

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    • Auf Brautschau

      Ist die CDU dabei, hechelnd auf einen Zug aufzuspringen, der für sie fast schon abgefahren ist? Oder geht es ihr nur um die Wählerinnen, die ihr abhanden zu kommen drohen? Der Entschluß der Christlichen Demokraten, auf ihrem Essener Parteitag diese Woche einen ganzen Tag über die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft zu debattieren, hat beide Vermutungen ins Kraut schießen lassen.

    • Eskalation am Golf

      Plötzlich ist der zermürbende Krieg zwischen Irak und dem Iran wieder aufgeflackert. In den 53 Monaten, die er jetzt schon währt, haben sich die kämpfenden Parteien schon viele Grausamkeiten zuschulden kommen lassen.

  • Ausgabe 1985/14

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    • Dolchstoß?

      Der Berliner Politikwissenschaftler Dieter Schröder hat für die schleswig-holsteinische und die niedersächsische SPD ein Gutachten über die Elbgrenze verfaßt.

    • Naht das Ende des Patriarchats?

      Nun also hat die Frauenbewegung auch die CDU erreicht. Zwar waren es nicht die Frauen der Union, die der Partei mit überwältigender Kraft ihr Parteitagsthema aufzwangen, sondern Generalsekretär Geißler verordnete der CDU diese Öffnung, aber die Wirkung war erstaunlich genug.

  • Ausgabe 1985/15

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    • Schritt nach vorn

      Das europäische Dutzend ist voll, und die Gemeinschaft hat Grund zur Genugtuung. Mit ihrem Ja-Wort für Spanien und Portugal haben die Westeuropäer nach langem Lavieren endlich wieder einmal Handlungsfähigkeit bewiesen.

    • Ein Techno-Schub aus dem Weltall?

      Ein Kürzel macht Karriere: SDI, Ronald Reagans „Strategische Verteidigungsinitiative“. Noch ehe die Idee des Präsidenten, Hunderte von atomgetriebenen Laserkanonen zur Raketenabwehr im Weltraum zu postieren, erkennbar über die Reklamebildchen der Pentagon-Zeichner hinausgediehen ist, erhitzt sie im westlichen Bündnis die Gemüter.

  • Ausgabe 1985/16

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    • Arbeitslos im Wohlstandsland

      Wo bleibt die Antwort der Politiker? – Plädoyer für ein Konzept aus einem Guß

    • Rollenwechsel

      An diese Tatsache werden wir uns auch nach der Vereidigung erst noch gewöhnen müssen: Oskar Lafontaine an der Spitze einer Landesregierung, gesalbt mit den Würden des Ministerpräsidenten, der Rang und Stimme in der nationalen Politik hat.

  • Ausgabe 1985/17

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    • Zugeständnis

      Die südafrikanische Regierung will zwei Gesetze abschaffen. Danach war es den Südafrikanern bislang verwehrt, Menschen anderer Hautfarbe zu heiraten; für sexuelle Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen gab es Gefängnisstrafen – allein 1984 wurden 160 Südafrikaner wegen dieses „Rassenschande“-Paragraphen verurteilt.

    • Ein klares Wort ist jetzt gefragt

      Zwei Jahre ist es nun schon her, seit Präsident Reagan zum ersten Mal die Vision einer Abkehr von der atomaren Abschreckung an den Himmel malte – und immer noch drucksen Amerikas Verbündete herum, wie sie darauf reagieren sollen – allen voran die Bundesrepublik.

  • Ausgabe 1985/18

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    • Millionenspiel

      Das deutsche Intendantenkarussell mutet wie eine Freilichtbühnen-Inszenierung der „Försterchristel“ an, verglichen mit dem Medienkarussell in Amerika.

    • Gesichtsverlust mit Augenzwinkern

      Es ist genug des grausamen, abstoßenden Spiels. Es sollte genug sein nach den Wochen des peinlichen, blamablen Gezerres und Gerangels um den Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten zur ersten Maiwoche in der Bundesrepublik.

  • Ausgabe 1985/19

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    • Sit-in

      Über dem Sit-in der Rotgardisten-Opas vor Pekings Rathaus und Parteizentrale liegt ein Hauch von Tragikomik. Die heutigen Mittdreißiger, die einst in den Städten jenen Sturm der Kulturrevolution entfachten, der „Revisionisten“ wie Chinas jetzigen Führer Deng in die entlegene Provinz vertrieb, fordern nun auf Spruchbändern: „Genosse Deng Xiaoping – rette uns.

    • Mut wäre gut

      Die sieben in Bonn versammelten Staats- und Regierungschefs aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und der Bundesrepublik müssen sich schon etwas einfallen lassen, wenn sie verhindern wollen, daß das öffentliche Interesse an ihrem Gipfel völlig erlahmt.

  • Ausgabe 1985/20

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    • Stimmungstest

      Das Gipfel-Spektakel ist vorüber, und die Innenpolitik, verdrängt, aber nie vergessen, tritt wieder in ihr volles Recht. Am Sonntag wählt Nordrhein-Westfalen, das größte Land der Bundesrepublik.

    • Die Last der Kindeskinder

      Gedanken zum 8. Mai: Die Vergangenheit haftet an uns, aber wir Deutschen sind anders geworden