• Ausgabe 04/1986

    Ausgabe 04/1986

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Mit einer Ausstellung im Historischen Museum, mit Reden und Vorträgen gedachte das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt Mitte Dezember des Tages seiner Gründung vor 25 Jahren.

    Von Freuds Geist beflügelt

    Psychoanalyse und Sozialforschung – eine besondere Synthese / Von Peter Kutte

  • Schewardnadse in Japan

    Werben mit dem Samowar

    Anfang 1983 suchte und fand der sowjetische Generalsekretär Jurij Andropow eine kleine amerikanische Brieffreundin namens Samantha Smith.

  • DAS KURZE INTERVIEW

    "Ich traue Ghaddafi"

    Bruno Kreisky, ehemaliger Bundeskanzler Österreichs, eckt immer wieder an - vor allem, wenn er sich zu Nahost Fragen äußert.

  • Korea: Olympisches Fingerhakeln

    Ein gigantisches „Olympia-Tor“, nach dem Entwurf des Architekten doppelt so hoch wie der Triumphbogen in Paris, sechsmal größer als das Tor am Platz des Himmlischen Friedens in Peking, wird zum Symbol werden.

    Von Matthias Naß

  • Vorkämpferin der Frauen

    Was starken Frauen in der Politik widerfährt, Helga Wex hätte darüber – pointiert, humorvoll, bitter auch – eine Menge erzählen können.

  • Titos Erben sind bankrott

    Svetislav Durdevic, Jungarbeiter in der kürzlich zwei Tage lang bestreikten „Zmaj“-Traktorenfabrik bei Belgrad, macht sich Luft: „Es ist wahr, daß hinter den meisten Streiks finanzielle Forderungen stehen.

  • Britische Regierungskrise

    Rebell aus purer Berechnung?

    Michael Heseltine bringt Margaret Thatcher mit seinem demonstrativen en Rücktritt in Verlegenheit

    Von Roland Hill

  • Wolfgang Ebert

    Auch noch frech

    Unsere Arbeitslosen scheinen es sich in den Kopf gesetzt zu haben, der Bonner Regierung unbedingt Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

  • Noch glaubt Genscher zu gewinnen

    Die außenpolitischen Widerspräche in der Koalition schaden dem Bonner Prestige

    Von Gunter Hofmann

  • Worte der Woche

    „Ich habe einen Fehler gemacht, den – glaube ich – schon Thomas Mann gemacht hat, der auch meinte, daß Ironie immer sofort deutlich würde.

  • Französische Rechtspresse

    „Gott als Zeuge: Ich bin der Erste“

    Zeitungszar Robert Hersant mißachtet die Gesetze und brüskiert die Regierung

    Von Roger de Weck

  • Die Datenmacht der Obrigkeit

    Im Staatsschutz sollen Polizei, Strafverfolger und Geheimdienste zusammengeschaltet werden

  • Abgestempelt als Sicherheitsrisiko

    Die Karlsruher Richter degradieren die Grünen zu Abgeordneten zweiter Klasse

    Von Hans Schueler

  • Washington: Sanktionen gegen Libyen

    Als Antwort auf die mörderischen Terroranschläge von Rom und Wien verhängte Präsident Reagan einen Wirtschaftsboykott gegen Libyen.

    Von Hans Jakob Ginsburg

  • Zeitspiegel

    Zweimal in der Woche, ein halbes Jahr lang, präsentiert das südafrikanische Fernsehen eine Serie, die beim Publikum ungeahntes Interesse weckt.

  • Niedersachsens CDU

    Schon sticht der Hafer

    Wenn man Wilfried Hasselmann glaubt, dann ist die in einem halben Jahr stattfindende niedersächsische Landtagswahl bereits gelaufen, zugunsten der Union.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Neue Abrüstungsrunde in Genf

    Der Knoten ist zu fest gezurrt

    Den hehren Worten des Genfer Gipfels vom November folgt nun die nüchterne Kärrnerarbeit der Unterhändler. Abwechselnd im Haus der amerikanischen und der sowjetischen Delegation, beide an der Avenue de la Paix gelegen, haben sich der Amerikaner Max Kampelman und der Russe Viktor Karpow mit ihren Teams wieder zusammengesetzt, um dem Auftrag von Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zu genügen, ihre Bemühungen um eine Rüstungskontrollvereinbarung zu intensivieren.

    Von Christoph Bertram

  • Trommelschlag aus Bayern

    Kein Paukenschlag aus Kreuth – wie denn auch, in diesem Jahr der bayerischen Landtagswahl und vor der Schlacht um den nächsten Bundestag.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Heinz Brandt: Der Mahner

    Was für ein Leben? Geboren in Posen, der Großvater war Rabbiner. Vor Hitlers Machtübernahme KPD-Mitglied. Sechs Jahre Zuchthaus wegen Verbreitung einer illegalen kommunistischen Zeitung, danach KZ-Häftling in Sachsenhausen, Auschwitz, Buchenwald.

    Von D. St.

  • Wirtschaft
  • Veba-Führungsstruktur

    Alle Stammesherzöge unter Kontrolle

    Als Alfred Herrhausen und F. Wilhelm Christians ihren Flick-Coup erläuterten, hatten sie die Führungsstruktur der künftigen Konzernholding Feldmühle Nobel AG schon im Kopf.

    Von Heinz-Günter Kemmer

  • Deutsche Aktienfonds legen Rekordergebnisse vor

    Schöne Erfolge können auch die deutschen Investmentfonds im Börsenjahr 1985 aufweisen. Ende November kletterte das Fondsvermögen aller im Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften (BVI) vereinten Unternehmen erstmals über die Hundert-Milliarden-Mark-Grenze.

    Von Bernhard Blobm

  • Bonner Kulisse

    Noch ist Finanzminister Gerhard Stoltenberg standfest. Der Bonner Kassenwart zeigt jedenfalls keine Neigung, Geld in ein Faß zu stecken, von dem er befürchten muß, es hat keinen Boden.

  • Haushalt

    Zufrieden

    Mehr Einnahmen als erwartet, weniger Ausgaben als erlaubt – einen besseren Abschluß des Bundeshaushalts 1985 hätte sich Finanzminister Gerhard Stoltenberg nicht erträumen können.

  • Schweiz

    Lotterleben mit Lottogeldern

    Ausgerechnet die Regierung des Schweizer Kantons Bern ist ins Gerede gekommen – wegen fragwürdiger Unterstützung von Abstimmungskampagnen, eines üppigen Spesenkontos und manipulierter Budgets.

  • Photoindustrie

    Der gelbe Vater ergraut

    Über sechzehn Millionen Besitzer von Kodak-Sofortbildkameras stehen jetzt vor der schweren Wahl, ob sie das Ding umtauschen oder in der Rumpelkammer verstauen sollen – als langfristige, spekulative Anlage für den Fall, daß die Kameras zu begehrten Sammelobjekten werden.

    Von Jes Hau

  • Post für Kohl

    Der Schreck muß dem Chef der Neuen Heimat (NH), Diether Hoffmann, mächtig in die Glieder gefahren sein, als er einen 34 Seiten umfassenden Bericht des Bundesbauministeriums über die NH in die Finger bekam.

    Von Peter Christ

  • Nachtarbeit gehört zum Image

    Private Unternehmer sollen der Volksrepublik aus der Mangelwirtschaft helfen,

  • Gefangen im Kabelghetto

    Die neuen privaten Fernsehprogramme bescherten den Veranstaltern bisher nur Verluste

    Von Anne Preissner-Polte

  • Rallye ins Ausland

    Werner Breitschwerdt ist fein raus. Denn die schönen Zahlen, die er kürzlich bekanntgeben ließ, kann sich der Daimler-Benz-Chef zum großen Teil selber gutschreiben: „In der deutschen Automobilindustrie sind in den letzten beiden Jahren insgesamt 40 000 neue Arbeitsplätze entstanden, davon allein ein Viertel bei der Daimler-Benz AG.

  • Wissen
  • Daten, Dienste und Disketten

    Der Teufel weiß sich gut zu kleiden. Was soll man schon sagen gegen ein bißchen mehr Sicherheit, also gegen die jüngsten Bonner Gesetzesvorhaben? Doch der zweite Blick enthüllt: Das Gegenteil wird dabei herauskommen; mehr Verunsicherung der Bürger! Sicherheit brächten die neuen Gesetze in erster Linie denen, die Bürgerdaten verarbeiten wollen – allenfalls punktuell denen, die da verdatet werden sollen, Für sie wäre die Bilanz am Ende negativ.

    Von Robert Leicht

  • Wandlung

    Norman, Norman, wie hast Du Dich verändert. Was waren das noch für Zeiten, als Norman Kingsley Mailer Jeans-bewappnet und Pullover-bewehrt die „Heere aus der Nacht“ literarisch gegen den Vietnam-Krieg begleitete; als „Die Nackten und die Toten“ ihn Umtrieben und zum Ankläger der Sinnlosigkeit des modernen Krieges werden ließen; als das Enfant terrible der amerikanischen Literatur regelmäßig mit Sauf- und Rauftouren von sich reden machte.

    Von D. B.

  • Sklavenarbeit: Flicks böses Erbe

    Alte Herren sind manchmal starrsinnig. Friedrich Flick senior, der reichste Mann Deutschlands, wollte und wollte die fünf Millionen Mark nicht herausrücken.

  • Zankapfel

    Das ist der Nahe Osten: Um die Rückgabe des großen Sinai rangen Israeli und Ägypter länger als ein Jahr. Dabei kam immerhin der erste Frieden in dieser Region zustande.

  • Aufgeputscht

    Demokratie ist eine Staatsform, die von den Bürgern und Politikern gute Nerven verlangt. In der letzten Zeit sind die Nerven reichlich dünn geworden.

    Von Th. S.

  • Ungleiche Freunde

    Ja, wenn es so einfach wäre: Die Europäer werfen einen Blick zum Himmel, denken an Moral und Würde, drehen anschließend den Hahn des Kreditstroms und der Lieferungen zu – und schon hört der Terrorismus allüberall in der Welt auf.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Reisen
  • Schweinemist im Paradies

    Urlauber bringen und verschlingen Devisen – St. Lucia sucht einen Weg aus dem touristischen Teufelskreis

    Von Klaus Viedebantt

  • Mick Jagger kann sich auf Georges Diskretion verlassen

    George, der Gärtner, ist von einer Diskretion, als wäre er der Butler. Er will absolut nicht verraten, mit wem Mick Jagger hier seine Ferien verbracht hat.

  • DIE ZEIT
  • Studie: Wie die deutschen Manager reisen

    Deutsche Unternehmen werden 1986 voraussichtlich Güter im Wert von beinah 730 Milliarden Mark ins Ausland verkaufen, die Exportquote liegt bei 35 Prozent und ist die höchste von allen großen Industrienationen.

  • Ski-Spitzen

    Termingeschäft: Wie an einer Börse – nur hoffentlich nicht so hektisch – soll es bald im Stubaital zugehen. Den Übernachtungspreis kann nämlich seit Anfang Dezember jeder Gast selbst bestimmen: In der „Betten-Börse Tirol/Stubaital“ sind 5000 von insgesamt 12 000 Betten von einem Computer erfaßt.

  • Doktor-Spiele

    Diagnose: Kollaps der Medizin-Ausbildung. Therapie: Herumwursteln bis zum nächsten Zusammenbruch. Einige hoffen aber immer noch auf Heilung.

    Von Dorothea Hilgenberg

  • Absturz

    Vor einiger Zeit geschah es, daß ich mit einem Flugzeug der Eastern Airlines verunglückte. Die nette Stewardeß gab uns mit gewinnendem Lächeln den bevorstehenden Absturz bekannt.

  • Viele Worte, wenig Taten

    Ein wichtiges Wahlversprechen der Koalition können wir für diese Legislaturperiode getrost vergessen: den energischen Abbau von Subventionen.

    Von Peter Christ

  • Nicht nur faul und geldgierig

    Geheimzirkel sind es nicht gerade. Aber selbst innerhalb des Unternehmens ist die Existenz der Gruppen bis heute nicht jedermann bekannt, obwohl sie schon seit 1973 mit Erfolg arbeiten.

  • Wie lügt man mit Statistik?

    Mit unserem Gehirn ist es wie mit einer Wohnung. Je älter es wird, desto mehr Kram sammelt sich in ihm an, wichtige oder jedenfalls brauchbare Dinge, daneben aber auch viel fragwürdiges Zeug, dessen Herkunft längst in Vergessenheit geraten ist.

  • Flug - Hotel - Geld

    Auf elf US-Destinationen hat Continental Airlines sein „Business Bonus Paket“ erweitert, das Transatlantik-Passagieren der ersten und der Business-Klasse nach ihrer Ankunft in Amerika freie Hotelunterkunft und Mietwagen beschert.

  • Bildung 2000

    Erfahrungen aus 2. Hand

    Anregen wollen sie und tun dies in verschiedenen Szenarien, die es dem Leser überlassen, Schlüsse zu ziehen. Kein Zweifel darüber, welcher Schulform die drei Bildungsforscher im Jahr 2000 den Vorrang geben: der Gesamtschule.

    Von Jutta, Wilhelmi

  • Plus fürs Plastikgeld

    Wer mit einer Kreditkarte bezahlt, obwohl er später nicht in der Lage sein wird, den Betrag zu überweisen, begeht keinen Betrug.

  • Literarisches Museum:

    „Poetenstübchen“

    Noch fehlt es an Geld, aber das E. T. A.-Hoffmann-Haus in Bamberg soll ganz renoviert werden

    Von Eckart Kleßmann

  • Notizen

    Hamburg ist Deutschlands Welthafen, deshalb unterhält die Dresdner Bank dort auch eine Direktion, nicht nur eine Filiale. Frau Direktor P.

  • Ältere Fahrer, sichere Fahrer?

    Sollen ältere Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren Führerschein abgeben? Diese Frage beschäftigt in zunehmendem Maße Altersforscher und Verkehrsexperten.

  • Engelberg/Zentralschweiz

    Von Pilgern zu Pistenjägern

    Erste Impression bei einem kurzen Spazierganz durch Engelbergs Fußgängerzone: ein gepflegter Ort mit schönen alten Häusern. Der zweite Eindruck nach einem längeren Fußmanch: Wie kann man nur so häßliche Hotel- und Appartementklötze in diese herrliche Landschaft setzen? Dritte Erfahrung: Sonntags nie! Da wollen sie alle Ski fahren, die Urlauber und die Berner, die Luzerner, Züricher und andere Eidgenossen.

    Von Heidi Ganser

  • Gesellschaft
  • Für jeden Bürger ein garantiertes Einkommen

    Ein Leben auch ohne Lohnarbeit – wie ein neuer Sozialkontrakt aussehen müßte

    Von Ralf Dahrendorf

  • Nie wieder Berlin

    Ob gelungen oder mißlungen, Margarethe von Trottas Film über Rosa Luxemburg, der „Die Geduld der Rosa L.“ heißt, wird das wichtigste deutsche Kinoereignis in diesem Jahr sein.

    Von Siegfried Schober

  • Fernseh-Kritik

    Über Gefühle nichts

    Jack Lemmon und Walter Matthau waren „ein seltsames Paar“, der eine Sportreporter, der andere Fernsehjournalist. Auch als sie ohne Frauen zusammenlebten, konnten sie nicht ganz auf Anleihen bei Strindberg verzichten.

    Von Helmut Schödel

  • Magischer Kasten

    Mit einem Glas Whisky und einer Zigarre in der Hand unterhielt sich der Schriftsteller Heiner Müller in einer Düsseldorfer Galerie mit dem Dramaturgen Horst Laube.

    Von Helmut Schödel

  • Bunt und billig

    Dem 29. Januar, dem letzten Mittwoch des Monats, sieht Manfred Made mit höchst gemischten Gefühlen entgegen. Der Verlagschef des Offenburger Aenne-Burda-Verlags bringt dann ein neues Blatt an die Kioske, das die „Marktführerschaft unseres Hauses“ dokumentieren soll: Verena, ein monatlich erscheinendes Handarbeitsheft, das Anleitungen zum Nähen, Stricken, Basteln und Heimwerken bietet.

    Von Gunhild Freese

  • Manager und Märkte

    Eine weitere Hürde auf dem Weg zur Raffineriegesellschaft hat die German Oil genommen. Die erst im vergangenen Jahr gegründete Firma, an der das Bundesland Niedersachsen insgesamt mit 65 Prozent und die Hamburger Ölhandelsfirma Marimpex mit 35 Prozent beteiligt ist, hat weitere Öllieferungen mit dem Iran vereinbart.

  • Negative Einkommensteuer

    Man unterscheidet zwischen Arbeitseinkommen, negativer und positiver Steuer und dem verfügbaren Einkommen. Mit Arbeitseinkommen ist das Entgelt für Lohnarbeit gemeint, mit negativer Steuer die Zahlung des Staates und mit positiver Steuer eine Zahlung an den Staat, entsprechend der bisherigen Lohn- und Einkommensteuer.

  • Winterfreuden ohne Bindungen

    Ihrer Gesundheit widmen sich Winterurlauber beispielsweise im niederbayerischen Bad Abbach: 180 Mark sind bis zum 31. März für ein Wochenarrangement zu zahlen; dafür können die Gäste sechsmal das Hallenbad besuchen und im 31 Grad warmen Schwefelwasser baden, an einer Ausflugsfahrt und einer Wanderung teilnehmen, zwei Kurkonzerte hören und sich über eine Diät beraten lassen.

    Von Hella Leißner

  • Zum Tode von Juan Rulfo

    Rückkehr nach Comala

    Juan Rulfo hätte den Nobelpreis erhalten müssen. Aber es stimmt, daß er nur zwei Bücher publiziert hat, und es stimmt auch, daß er seit drei Jahrzehnten schweigt.

    Von Michi Strausfeld

  • Länder im Vergleich

    Holländische Bauern waren – im Durchschnitt der Jahre 1980 bis 1983 – die erfolgreichsten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft.

  • Ausstellung in Hannover: Benjamin Katz

    Am Rande

    Wenn sie über den Photographen Benjamin Katz schreiben, werden sie alle zu Lyrikern: Per Kirkeby und Georg Baselitz, Wieland Schmied und Johannes Cladders, A.

    Von Petra Kipphoff

  • Ganz unten bei Buna Auschwitz

    Meister der Beklagten haben in Ausübung ihres Weisungsrechts Häftlinge ohne Brillen schweißen lassen, ohne Wasserstiefel im eisigen Wasser arbeiten lassen, ohne Schulterschutz schwere Kabel ziehen lassen, in Holzschuhen auf vereiste Pfeiler gejagt, sie in schwindelnder Höhe ohne Gurte dort arbeiten lassen.

  • An der Spitze die Selbständigen

    Der Anstieg der durchschnittlich verfügbaren Jahreseinkommen je Haushalt hat sich in den letzten Jahren deutlich verlangsamt.

  • Besser als der Ruf

    ZEIT: Die Kurse deutscher Aktien sind 1985 im Schnitt um siebzig Prozent gestiegen, die Wertentwicklung der großen deutschen Aktienfonds ist im gleichen Zeitraum zum Teil deutlich darunter geblieben.

  • „Wir haben zu lange geschwiegen“

    Der Vorsitzende des jüdischen Zentralrates, Werner Nachmann, räumt Versäumnisse ein

  • Die Masse macht’s: Volksskiläufe in Skandinavien und den Alpen

    Der schwedische Vasalauf, der wohl berühmteste aller Volkslangläufe, ist selbst Nicht-Skifahrern ein Begriff. In diesem Jahr fällt der Startschuß zum 89 Kilometer langen Marathon von Sälen nach Mora am 2.

  • Seifenblase vor der Wahl?

    Das neue Gesetz zur Beseitigung des Defizits in den USA ist rechtlich umstritten und wirtschaftlich dubios

    Von Jes Rau

  • Fernseh-Vorschau

    Von Knie bis Fuß

    Wer guckt schon auf die Füße, wenn ein Film eine Geschichte erzählt? Meistens sind sie unwesentlich, und so erfanden Kameraleute und Regisseure die amerikanische Einstellung, mit der die Schauspieler bis zu den Knien ins Bild kamen – kopfabwärts, versteht sich.

    Von Frank Busch

  • Kunst der Südsee

    Der tschechoslowakische Ethnologe Miloslav Stingl hat im Leipziger Seemann Verlag einen großformatigen Band über die „Kunst der Südsee“ herausgebracht, der jetzt vom List Verlag in München für die Bundesrepublik vertrieben wird.

  • Ausgeladen

    Alles war zur Abfahrt bereitet: der Flug gebucht, das Zimmer bestellt, die Hosen gebügelt, der Koffer gepackt. Die Reise beginnt.

    Von Benjamin Henrichs

  • Park and Ride im Schnee

    Mit bunten Plakaten wirbt der Liftverbund Feldberg-Hochschwarzwald für den neuen Gratisbus, der Skiläufer im Stundentakt von Titisee oder Todtnau zum Feldberg bringt.

    Von Wilhelm Acker

  • Photoferien: Pauschal belichtet

    Motivreich findet Inter-Air Voss-Reisen (Triftstraße 28–30, 6000 Frankfurt 71) beispielsweise die Galapagos-Inseln und offeriert ambitionierten Photofreunden vom 5.

  • Zeitraffer

    Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit hat sich in der Bundesrepublik ein eigener Markt für den Umweltschutz gebildet.

  • Kultur
  • Die neue Schallplatte

    Kölner Saxophon-Mafia: „Unerhört – Stadtklänge“. Es ist wirklich eine bisher unerhörte, ungehört gewesene Stadtmusik, auch wenn sie an manches erinnert, ohne damit wirklich verwandt zu sein: beispielsweise an die Musique concrète, an Rolf Liebermanns Büromaschinenkonzert.

  • Zeitmosaik

    Dany: Gut, gut, gut. Aber wie soll es weitergehen? Dein Stück handelt von einem Juden, einer Hure, einem Schwulen, von Sex, Schwänzen, Ärschen und Vergewaltigungen.

    Von nachdenklich

  • Jaroslav Seifert

    Der tschechoslowakische Dichter Jaroslav Seifert war hierzulande ein Unbekannter, als er 1984 den Nobelpreis erhielt. Es gab nur ein einziges Bändchen mit Übersetzungen seiner Gedichte.

  • Ständig sind Millionen Menschen auf der Flucht

    Und niemals ein Ende...

    „Böses gebiert Böses“ – Aber warum sollten die Araber für die Untaten der Deutschen büßen?

  • Flucht-Literatur für joggende Jung-Karrieristen

    Der fliegende Hengst wird gesattelt

    Fantasy-Märchen: Der amerikanische Erzähler Mark Helprin und seine Geschichten

    Von Maxim Biller

  • Jeder hört auf jeden

    Schon ihre Art, das Podium zu betreten, läßt erahnen, wie sie wenig später wohl spielen werden: Gelassen und fröhlich, aber doch zügig und zielstrebig bilden sie einen doppelten Halbkreis, die kleine Verbeugung ist präzise, wie einstudiert – aber der Koordinator ist nicht auszumachen.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Pierre Fournier

    Grandseigneur

    Chantez!“ ermunterte er seine Schüler ohne Unterlaß und zeigte ihnen, wie man – nicht nur auf dem Cello – eine Linie ausdrucksvoll phrasiert.

  • IM KINO

    Fletch – der Troublemaker“ von Michael Ritchie. Zugrunde liegt dem Film einer der interessanten Kriminalromane der siebziger Jahre.

  • Mein Taschenbuch

    Ein jüdischer Kalender

    Ein Blick auf den Kalender: wieder ist ein Tag vergangen, die Zeit ist nicht zu bremsen, wir leben nicht ewig. Oder doch? Schon Mitte September jährte sich der Tag, als der liebe Gott vor genau 5746 Jahren die Welt erschuf.

  • Die Apokalypse von Angers

    Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist, denn die Zeit ist nahe“ (Offenbarung 1,3).

  • Retrospektive in Berlin

    Rossellini

    Die Anfänge beleuchten den Übergang zum Ruhm, den ihm der Neo-Realismus brachte: „Rom, offene Stadt“ und „Paisà“ (1945, 1946) traten nicht allein im Schlaglicht der Befreiung auf.

  • Schloß der Bürger

    Rettung durch Umbau: Aus dem Fabrikschloß der Ravensberger Spinnerei wurde die Volkshochschule

  • Länderspiegel
  • Jubiläum einer alten Dame

    Aufbruch ins Jahr 2001

    An Selbstbewußtsein herrscht in Augsburg nun kein Mangel mehr – Rückblick auf Feiern und Feuerwerk

    Von Klaus Dieter Düster

  • „Diese Ausländerpolitik fördert Ausländerhaß“

    Bereits vor knapp zwei Jahren erzählte mir ein türkischer Arbeiter aus Hannover, daß er sich nach 20 Uhr nicht mehr traue, auf die Straße oder gar zum Telephonieren zu einer Telephonzelle zu gehen.

  • Lebensart
  • Von Freuds Geist beflügelt

    Die Wertschätzung, die die Naturwissenschaften durch den Staat erfahren haben, etwa durch Gründung d

  • Fahrgast in der Unterwelt

    Ein nächtlicher Streifzug durch Tunnelröhren und Gänge der Frankfurter U-Bahn

    Von Esther Knorr-Anders

  • Patricia Highsmith

    Sie stahl nur einen Korken

    Szene im Kaufhaus Jelmoli in Zürich. In der Buchabteilung steht ein einfacher Tisch, davor ein niedriges Regal, auf dem sich Bücher stapeln.

    Von Hanno Kühnert

  • Von Aristoteles bis Zufall

    Jede Kultur hat zweifellos ihre eigene Theorie der Krankheit. In der westlichen Welt – und vielleicht in allen Ländern, in denen eine jüdisch-christliche Ethik vorherrschend ist – hat sich allgemein die Theorie der Krankheit als Strafe durchgesetzt: Wir sind krank, weil wir oder auch weil unsere Eltern Unrecht getan haben.

  • Heinz Werner Hübners Vogelalmanach (3)

    Die Bachstelze

    Es ist noch nicht allzu lange her, da war die Bachstelze, in Deutschland jedenfalls, die Nummer zwei unter den Stelzen. Die Weiße Bachstelze ist auch heute noch fast überall anzutreffen.

  • Medien am Ball

    Wie der Sport sich verkauft

    Früher konnte man sich darauf verlassen, daß die Tagesschau Schlag acht begann. Heute kann’s schon sein, daß statt dessen Becker oder Beckenbauer den Bildschirm besetzen.

    Von Josef Otto Freudenreich

  • Zeitlese

    Die Inflation ist gebremst, das (bleifreie) Benzin wurde sogar billiger, aber die Preise für Beleidigungen im Straßenverkehr bleiben 720 Mark Geldstrafe muß bezahlen, wer einem Autofahrer den Vogel zeigt.

  • Recht im Alltag

    Frau Nachbarins Gewerbe

    Ein nachbarlicher Störenfried kann die schönste Einfamilienhaus-Idylle zunichte machen. Das wußten schon die Väter des Bürgerlichen Gesetzbuches und schrieben deshalb ins Gesetz, daß ein „Eigentümer vom Störer die Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen kann“, es sei denn, „daß der Eigentümer zur Duldung verpflichtet ist“.

    Von Eva Mane von Mimen

  • In der vergangenen Woche stand in Hamburg eine junge Frau vor dem Schwurgericht. Sie war angeklagt, ihren Mann heimtückisch ermordet zu haben.

    Dicke, warum hast du das gemacht?

    Am Hauseingang war schon Blut. Vor der Wohnung im 3. Stock dann eine große Blutlache, drinnen alles blutverschmiert, der Flur, die Küche, das Schlafzimmer.