An diesem Sonntag erreicht der Komet Halley den sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn, das „Perihel“ in einer Entfernung von 88 Millionen Kilometer von unserem Zentralgestirn. Auf seinem Weg dorthin photographierte ihn Kurt Birkle vom Max-Planck-Institut für Astronomie mit Hilfe des Schmidt-Teleskops auf dem südspanischen Calar Alto. Die beiden Aufnahmen, im Abstand von nur einem Tag aufgenommen, zeigen deutlich, wie rasch sich der noch dünne Kometenschweif verändern kann: Am 9. Januar (links) hing der Schweif zusammen, am nächsten Tag (oben) machte er einen „geknickten“, seitlich versetzten und zerrissenen Eindruck. Die Bilder zeigen nur die ersten sechs des damals schon mehr als 15 Millionen Kilometer langen Schweifs. Trotz des recht großen Abstands zur Erde – rund 200 Millionen Kilometer – mußte das Teleskop der hohen Geschwindigkeit des Kometen wegen (180 000 Kilometer pro Stunde) nachgeführt werden. Deshalb erscheinen die Sterne im Hintergrund als Striche. Je näher Halley an die Sonne kommt, desto größer wird der Schweif werden. Da inzwischen jedoch die Sonne zwischen Komet und Erde steht, ist Halley derzeit nicht zu sehen. GH