Es ist anzuzeigen, daß die nun schon ehrwürdig zu nennende Eremiten-Presse unter dem Titel „Drachmentage“ gerade rechtzeitig zum 65. Geburtstag der Schwäbischen Dichterin Margarete Hannsmann ein gewohnt schönes Gedichtbuch herausbringt. Dichter sollen gelesen gefeiert werden. Es handelt sich ausschließlich um Texte, die auf mehrfachen Reisen durch Griechenland geschrieben wurden oder deren Keime dorther stammen. Gebilde in normaler Sprache, doch aus Arkadien unter den sechzehn verschieden benannten Winden, die wir nicht auseinanderzuhalten vermögen, und in den meisten der Stücke wird der Verfall des Blauen Planeten beklagt oder inmitten der schönen Gefilde der mythischen Herden von Schafen und Ziegen über den Tod gehandelt. Es gibt die Zeit, wo Sonne und Mond sich gleichzeitig am Himmel befinden, und was auf den ersten Blick wie eine verheerende Raupenplage noch aussieht, verwandelt sich unter der lächelnden Gleichmütigkeit von Landbewohnern in Wolken glühendster Schmetterlinge, wenn der Mensch nur abwarten kann und die Chemiekonzerne kurzarmig sind. Bei guter Sicht ist es möglich den Styx zu erblicken und Charon nach den Freunden zu fragen, die nun überall fehlen. In den alten Amphitheatern wird in der Mittagssonne das Stück das Natur heißt voraussichtlich noch eine Weile gegeben, wenn sich auch in diesem Landstrich die Dörfer leeren und Autogerippe am hellichten Tag spuken. Zu unserer verdoppelten Freude werden die Gedichte von farbigen Graphiken Ulrich Erbens begleitet, die uns wie alte Gebäude und rissige oft durchschrittene Türen erscheinen können.

HEIMATERDE

Ymos, Schleifstaub-Dauerauftrag, 556,1 m3

Äthylacetat Cylol

chlorierte Kohlenwasserstoffe

Siemens, 236 Fässer Härtesalze Reinigungsmittel

Glanzstoff, 34,9 m hoch 3 Toluol u. Äthomin