• Ausgabe 10/1986

    Ausgabe 10/1986

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Hamburger SPD

    Die Linke im Abwind

    Wenn Parteitage stimmenentscheidend wären, müßten die Hamburger Sozialdemokraten der Wahl am 9. November mit Sorge entgegensehen.

  • Amerikanische Abrüstungspolitik

    Reagans Antwort an den Kreml

    Der Präsident fordert die Null-Lösung, aber er will auch mehr Hilfe für die Contras

  • Nach Arafats Abfuhr durch König Hussein

    Ende einer Affäre

    Es gab den historischen Friedensschluß von Camp David zwischen Israel und Ägypten – inzwischen steht er nur noch auf dem Papier; aber irgendwann einmal in naher Zukunft wird aus dem gegenwärtigen „kalten Frieden“ wieder ein Normalzustand werden.

  • Welche Signale gehen vom Moskauer Parteitag aus? Statt weitreichende Vorstellungen zu entwickeln, zieht Michail Gorbatschow eine kritische Bilanz der Vergangenheit Seine Botschaft an den Apparat:

    „Wir stehen erst am Anfang“

    Der Kreml-Chef hat seine Macht ausgebaut und spürt nun die Zwänge des Systems Von Christian Schmidt-Häuer

  • Worte der Woche

  • Wohin mit dem Müll?

    Keine Steuer zur Sanierung alter Sondermüll-Deponien, nur noch elf öffentlich zugängliche Deponien für giftige Abfälle – der Müll wird zum Problem.

    Von Horst Bieber

  • Regieren in Hessen

    Ohne rechten Schwung

    Zehn Jahre ist Holger Börner bald im Amt: Ein Veteran in der defensiven Kunst, wider Erwarten doch noch die Macht festzuhalten.

    Von Gerhard Spörl

  • Französischer Wahlkampf

    „...den Riesen zu Boden werfen“

    Als der Führer der Nationalen Front die Halle betritt, recken sich zwei Dutzend Arme zum Hitler-Gruß. „Le Pen, Le Pen, Le Pen“, skandieren seine Anhänger.

    Von Roger de Weck

  • BONNER BÜHNE

    Feindbilder

    In der Theorie war das buchstäblich bestechend plausibel: die Parteispenden des Flick-Konzerns womöglich von östlichen Geheimdiensten eingefädelt, um die Bonner Republik zu erschüttern.

  • Besuch aus Südafrika

    Ein Realist, von allen angefeindet

    Der Zuluhäuptling Gatsha Buthelezi in Bonn: „Unser Land steht an einem Kreuzweg“

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Besuch des DDR-Volkskammerpräsidenten

    Zusammenspiel mit verteilten Rollen

    Horst Sindermann stellt Erleichterungen in den deutschdeutschen Beziehungen in Aussicht

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Berlin: Langsames Aufräumen

    Hans-Jochen Vogel, bislang letzter Regierender Bürgermeister sozialdemokratischer Couleur, hat seinem Nachfolger Eberhard Diepgen einen Brief geschrieben: Er möge doch angesichts der Antes-Affäre Platz machen für einen Berliner Senat, „der aus Personen gebildet wird, die mit den fraglichen Vorgängen keinerlei Berührung gehabt haben“.

  • Bonn hat eine neue Affäre. Zum ersten Mal steht der Kanzler selber im Mittelpunkt

    Nichts paßt, nichts klappt, es läuft gegen Kohl

    Im Regierungslager herrscht plötzlich Alarmstimmung ein Tagebuch von Gunter Hof mann

  • Wolfgang Ebert

    Lange Leitung

    „Ich weiß, wie es war. Ganz Deutschland weiß, wie es war. Dabei hatte ich Sie extra von Ihrem Ministeramt entbunden, um Sie zu entlasten, und trotzdem sind Sie immer noch überfordert.

  • Zeitspiegel

    Deutsche Automobilexporteure verloren einen Geschäftspartner. Ernest Bennett, nach Korrespondentenberichten bislang wichtigster Importeur nobler Kraftfahrzeuge süddeutscher Provenienz nach Haiti, hat mit dem Sturz seines Schwiegersohns Jean-Claude Duvalier ausgespielt.

  • Argentinien: Unbewältigter Terror

    Über zwei Jahre sind vergangen, seit die argentinischen Militärs die Macht an den demokratisch gewählten Präsidenten Raul Alfonsin abtreten mußten.

    Von Kristina Henss

  • Golfkrieg: Kampf um den Brückenkopf

    Mit überlegenen Waffen ist die irakische Armee zur Gegenoffensive gegen den iranischen Brückenkopf auf der Halbinsel Fao angetreten.

  • Wirtschaft
  • Unternehmensgründung

    Ein Wegweiser

    Ihr Recht auf selbständige Arbeit. Unternehmensgründung und Handwerksrecht. Ein Leitfaden für Existenzgründer und ihre Rechtsberater anhand der Rechtsprechung von Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht, Verlag Norman Rentrop, Bonn 1986, 280 Seiten, DM 79,80 (bis 31.

    Von Michael Jungblut

  • Bonner Kulisse

    Regierungssprecher Friedhelm Ost hat nur die halbe Wahrheit mitgeteilt, als er im Zusammenhang mit den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Bundeskanzler Helmut Kohl erklärte, „es ist vom Bundeskanzler nicht daran gedacht, die Staatskasse etwa in Form einer Prozeßkostenhilfe in Anspruch zu nehmen.

    Von Wolfgang Hoffmann

  • MARKT-REPORT

    Zinssenkung intakt

    Die „harte“ Landung des Dollar hinterläßt bei den deutschen Aktien ihre Spuren. Angesichts der sich zuspitzenden Finanzkrise in einigen lateinamerikanischen Ländern und den Ölförderstaaten haben selbst die Börsianer die Freude am Zusammenbruch des Rohölpreises verloren.

  • Währungspolitik

    Grünes Licht für die Kunstwährung

    Dem „sehr geehrten Herrn Stoltenberg“ legte Wirtschaftsminister Martin Bangemann unlängst einen Wunsch ans Herz. Er halte jetzt den Zeitpunkt für gekommen, schrieb er an den Kollegen Finanzminister, daß die deutsche Regierung ein Signal gebe.

    Von Bernhard Blohm

  • Die Chefin geht

    Grete Schickedanz zieht sich aus dem Alltagsgeschäft des Versandhauses Quelle zurück

    Von Hennann Bößenecker

  • Umweltschutz

    Immer Ärger mit Sonnenschein

    In der Umgebung der Büdinger Batteriefabrik wurden zu hohe Bleiwerte gemessen

  • Agrarmarkt

    Schnapsidee für Brüssel

    Mit Bioalkohol sollen Getreideüberschüsse beseitigt werden / Von Thomas Hanke

  • Fluggesellschaften

    Ein ganz normales Geschäft

    Da ist von „Schieflage im Devisengeschäft“ die Rede, von „Verlusten“ in Höhe von zwei- bis dreihundert Millionen Mark. Und der CSU-Bundestagsabgeordnete Dionys Jobst, Verkehrsexperte aus Bayern, forderte auch gleich den Kopf von Heinz Ruhnau, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG: „Das ist skandalös, solche Geschäfte sind nicht in Ordnung; sie waren zu dem Zeitpunkt falsch.

    Von Heinz Michaels

  • Vereinigte Staaten

    Lorenzo ist nun der Größte

    Seinen Platz in der Geschichte der Weltraumfahrt hat sich Frank Borman gesichert. Die ganze Welt hörte dem Kommandanten der Raumkapsel zu, als er bei der Umkreisung des Mondes am Weihnachtsabend aus der Bibel vorlas.

  • Paragraph 116

    Plädoyer für mehr Beweglichkeit

    Er ist zweifellos der prominenteste jener elf Sachverständigen, die in dieser Woche vom Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung des Bundestages zum öffentlichen Hearing gebeten waren: Ernst Benda, der frühere Präsident dies Bundesverfassungsgerichts, Mitglied der CDU und einst Bundesinnenminister unter dem CDU-Kanzler Kurt Georg Kiesinger.

    Von Erika Martens

  • BANK UND BÖRSE

    Zeichen stehen auf Hausse

    Die deutschen Börsen starteten furios ins neue Jahr. Nicht nur das Ausland schien aufgebrochen, die letzten teutonischen Aktien zu kaufen, auch große und kleine Inlandskunden gaben ihre Abstinenz auf.

  • Japan

    Opfer für Reagan

    Ich sehe zum Frühjahr wieder ein Aufflackern des Handelskonflikts“, warnte Japans Außenminister Shintaro Abe kürzlich seine Regierung.

    Von Helmut Becker

  • Mindestrente

    Zu gut

    Daß der Vorschlag im Vorwahljahr viele Freunde finden wird, steht außer Frage: Berlins Sozialsenator Ulf Fink, ohne Zweifel einer der kreativsten Sozialpolitiker im Lande, möchte den Rentnern mit allzu geringen Einkünften ein Mindestruhegeld von 800 Mark garantieren.

  • Wolfgang Hoffmann:

    Wasserpfennig gegen Bauerngift?

    Der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth hatte die Nase wieder einmal vorn. Derweil in Bonn noch über die Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes zur Vermeidung weiterer Umweltschäden beraten wird, hat er schon weit vorausgegriffen.

  • Affären

    Der Gaukler aus dem Morgenland

    Er residierte in der sechsten Etage eines noblen Geschäftskomplexes in der Stockholmer Innenstadt: Refaat El-Sayed, gebürtiger Ägypter, vierzig Jahre alt und Mehrheitsaktionär des Pharmaunternehmens Fermenta.

    Von Wolfgang Zank

  • VW/Seat

    Abenteuer

    Alles ist klar – der spanische König Juan Carlos I. mußte Wolfsburg nicht von seinem Deutschland-Besuchsprogramm streichen. Am vergangenen Freitag segnete auch der Aufsichtsrat von Volkswagen die unterschriftsreifen Verträge ab, die Vorstandschef Carl H.

  • Symbolische Bestrafung

    Im kalten Schnee vor dem Moabiter Kriminalgericht in Berlin wird eine Flasche Sekt herumgereicht. Zehn frisch Verurteilte feiern ihre „symbolische Bestrafung“, wie der Richter Heinz Holzinger es formulierte.

    Von Klaus Pokatzky

  • Zinseinkünfte

    Unverständlich

    Das Problem ist bekannt: Ein großer Teil der Zinseinkünfte wird in der Bundesrepublik von den Empfängern nicht versteuert, der Fiskus sieht der Mogelei ungerührt zu.

  • Abfallgesetze

    Gift für den Markt

    Die Bundesregierung könnte mit kleinkarierten Vorschriften die Initiativen der Wirtschaft ersticken

    Von Peter Menke-Glückert

  • Wissen
  • Den Frieden denkbar werden lassen

    Zum erstenmal seit langer Zeit ist vorsichtiger Optimismus gestattet. Wohl hat Michail Gorbatschow in seinem Eröffnungsreferat auf dem 27.

  • Keine Angst vor Aids-Patienten

    Bei normalen sozialen Kontakten mit Aids-Patienten oder -Infizierten ist das Risiko einer Ansteckung sehr gering. Dieser beruhigende Hinweis von Ärzten wurde Anfang Februar von einer amerikanischen Studie untermauert.

  • Ein Extremist

    Heinrich Lummer, Innensenator und Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin, läßt kaum eine Gelegenheit aus, seine finstere Gesinnung publik zu machen.

    Von H. Seh.

  • Nichts dran

    In der Politik haben gerade die einfachen Worte einen gefährlichen Doppelsinn. Der Kanzler ist und bleibt unser Kanzler – das mögen die Amtsinhaber seit Ludwig Erhard nicht mehr gerne hören.

  • Die Seuche Aids breitet sich weiter aus. Die Rätsel ihrer Herkunft und ihrer genauen Wirkung sind noch nicht gelöst

    Tödliches Puzzle am Äquator

    Kommt Aids wirklich aus Zentralafrika? Und wie weit ist die Krankheit dort verbreitet?

    Von Reiner Klingholz

  • Neue Forschungsergebnisse wecken Hoffnungen auf Impfstoffe und Medikamente gegen Aids

    Mit dem Verstärker in die Zelle

    Noch immer gibt Aids, die tödliche „erworbene Immunschwäche“, den Forschern Rätsel auf. Bevor eine ursächliche Behandlung oder eine Impfung gegen die tückische Viruskrankheit möglich wird, müssen die Einzelheiten geklärt werden, wie die Erreger das Abwehrsystem im Körper ihrer Opfer lahmlegen.

    Von Barbara Ritzen

  • Sieben Wochen ohne

    Ja, ich mache mit. Ab 12. Februar will ich bis Ostern auf Alkohol – Zigaretten – Süßigkeiten ... (Zutreffendes bitte streichen oder ergänzen) verzichten.

    Von Klaus Reblin

  • Ein Diktator geht

    Der Zusammenbruch einer Diktatur ist nicht immer gleichbedeutend mit dem Aufbruch eines Volkes in die Demokratie. An Belegen für diese Binsenweisheit fehlt es nicht; sie reichen von Havanna bis Teheran.

    Von Christoph Bertram

  • Wanderlust auf Eis

    Nüchtern betrachtet ist es eine Fläche, ein großes Feld, über das einer laufen mag, wenn er seinen Weg, etwa vom Atlantic-Hotel zum amerikanischen Generalkonsulat, abkürzen möchte.

  • Teure Einsicht

    Eine schadhafte Dichtung war höchstwahrscheinlich die Ursache der „Challenger“ -Katastrophe. Über den Tod der sieben Menschen spricht nach den Tagen der Trauer kaum noch jemand, steht doch jetzt ein nationaler Mythos auf dem Spiel.

    Von H. B.

  • Reisen
  • Barcelona

    Glanz und Elend der Ramblas

    Sempronio ist ein distinguierter Herr so um Mitte 60. Zur Zeit des mittäglichen aperitivo, zwischen 13 und 14 Uhr, ist er gewöhnlich im „Athenäum“ anzutreffen, in der Calle La Canuda, einer kleinen Seitenstraße des oberen Teils der Ramblas.

    Von Reinhard Behm

  • Die Kanareninsel Hierro

    Stürmische Ruhe

    Luis erzählt uns die schöne Geschichte von dem Spanier, der mit dem Flugzeug über Hierro kreiste und, auf eine steinige, einsame Bucht weisend, bestimmte: „Hier bauen wir den Parador.

    Von Siggi Weidemann

  • Vom Norden zum Mittelmeer

    Der Wasserträger der Nation

    Himmlische und irdische Mächte hatten sich verbündet – zu den Quellen des Ebro sollte ich nicht vorstoßen. Spaniens Rio Grande hatte dazu seinen Vater und seine Feinde bemüht, den Regen und die Hoch-, Tief- und Brückenbauer.

    Von Klaus Viedebantt

  • In den Pyrenäen

    Kein Gedränge

    Herr Thomas ist verrückt.“ Die Bemerkung über den Bergführer, dem wir uns für die nächsten sechs Tage anvertrauen sollen, macht uns nicht eben Mut; immerhin kennt der Direktor unseres Hotels, der dies sagt, den Mann aus Tirol schon seit einigen Wochen.

  • Kastilien

    Durchs karge Kernland

    Acht Tage, sechs Städte, unzählige Kathedralen und Kapellen, hin und wieder eine Burg, 1907 Mark mit Halbpension und Einzelzimmer, 19 Mitreisende: eine Studienreise durch Kastilien, das karge Kernland der spanischen Könige.

    Von Monika Putschögl

  • DIE ZEIT
  • Mal zu leicht, mal zu schwer

    Die Kritik an den Aufgaben des Mainzer Prüfungsinstituts für Mediziner wächst

    Von Dörte Schubert

  • Wie geht es weiter mit Europa? Der Franzose Jacques Delors ist seit einem Jahr Präsident der Brüsseler EG-Kommission. Sein Plan, bis 1992 endlich den gemeinsamen Markt in Westeuropa zu verwirklichen, hat die Billigung der zwölf Mitgliedsländer gefunden. Delors Fazit: „In Europa tut sich wieder was!“

    „Wir erwarten viel von den Deutschen“

    Jacques Delors über die Europa-Müdigkeit der Bundesdeutschen und die Zukunft der Europäischen Gemeinschaft – Mit dem Kommissionspräsidenten . sprachen Christoph Bertram und Klaus-Peter Schmid

  • Eine Studentin vergleicht Universitäten in zwei Staaten. In Berlin fehlte ihr die „produktive Oberflächlichkeit“

    Leben aus der Ferne

    Man nehme einen Schüler, garantiere ihm einen bescheidenen Lebensunterhalt, schicke ihn auf die Universität und lasse ihn sein Lieblingsfach aus der Schule studieren, möglichst eine Geisteswissenschaft.

    Von Teresa Vince

  • Vom Schnee zum Weizen

    Weiße Dörfer hatte er vermutlich gar nicht gemeint – der Dichter Garcia Lorca, als er in seinem Klage-Poem für den in der Arena getöteten Torero Ignacio Sanchez Mejias die Metapher „Oh blanco muro de Espana!“ zeichnete – das harte Bild von der „weißen Mauer Spaniens“.

  • Ölpreise

    Das Spiel ist aus

    Mr. Petroleum neigt nicht zu Übertreibungen. Seit drei Jahrzehnten führt James Nasmyth penibel Buch über das tägliche Geschehen auf den Erdölmärkten zwischen London und Houston, New York, Rotterdam und Tokio.

  • Viel mehr als Costa und Sol

    Flughafen Malaga, an einem beliebigen Tag im Sommer: Von den Pisten des kleinen, in einer langgestreckten Ebene gelegenen Flughafens heben fast stündlich die Linienmaschinen der staatlichen spanischen Fluggesellschaft ab – ins nördliche Landesinnere, nach Madrid oder noch weiter hinauf ins Baskenland.

  • Die „Ins“, „Outs“ und „Musts“ der Saison

    Riten der Nacht

    Tarzan tanzt. Seine blonden Korkenzieherlocken vibrieren, die Muskeln spielen auf der blanken Brust, die weißen Pluderhosen verhüllen nicht, wie des Starken Becken bebt.

    Von Isolde von Mersi

  • Flugzeugindustrie

    Neue Flügel für Fokker

    Der Konzern schwillt schneller als die Bizeps von Popeye nach einer Dose Spinat – Dan Krook vom Topmanagement der Fokker B. V.

  • Wenn es Feierabend wird

    An der Theke zu Hause

    Die deutsche Übersetzung „Appetithappen“ erinnert unweigerlich an zähe, verwelkte Weißbrotscheiben auf ebenso zähen Empfangen.

    Von Wolf Hanke

  • Jährlich werden über 200 Fiestas gefeiert

    Backwerk für die Himmelskönigin

    Die Muttergottes hat ein ausdrucksloses, wachsbleiches Puppengesicht und prächtige Puppenkleider. Sie trägt ein Gewand aus schierer Seide, bestickt mit Perlen und Flitterkram, und die Krone der Himmelskönigin.

  • Mäusefänger auf der Reeperbahn

    Private Geldgeber und die Hansestadt Hamburg versprechen sich vom Erfolgsmusical „Cats“ Gewinne

    Von Norbert Höflei

  • Kehrt-Wende. Berliner Theater um das Hochschulrahmengesetz

    Doch raus aus den Talaren?

    Wieviel neue Gesetze braucht der Mensch, der Staat, die Gesellschaft? Wieviel neue Gesetze brauchen unsere Universitäten, um aus Abiturienten fachlich fundierte und alerte Akademiker zu machen? So wenige wie nötig und so gute wie möglich.

    Von Dorothea Hilgenberg

  • Gesellschaft
  • Die Bastion der Weltmacht Amerika

    Sie sind auf einem der besten Posten, den die Luftwaffe zu vergeben hat“, heißt es in einem Prospekt für neu angekommene Soldaten: Clark Air Base, Hauptquartier der amerikanischen 13.

  • Sehnsucht nach Normalität

    Die Schamschwelle in diesem Land sinke. Schuld daran trage Helmut Kohl. So hat der Spiegel kürzlich im Blick auf Äußerungen über Juden und die deutsche Vergangenheit geurteilt und angeklagt.

    Von Günther Hoffmann

  • Nationalparks: zu Eichen und Echsen

    Der Nationalpark von Govadonga liegt im westlichen Bergmassiv der Picos de Europa. An den Berghängen stehen Buchen, in den Flußtälern wachsen auch Kastanienbäume, Eichen, Eiben und Stechpalmen.

    Von Hella Leißner

  • BERLINER BÜHNE

    Mit einer Kopie für den Chef der Neuen Heimat, Diether Hoffmann, schickte die niedersächsische Wirtschaftsministerin Birgit Breuel am Dienstag dieser Woche einen dreiseitigen Brief an den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Ernst Breit.

  • Fernseh- Vorschau

    Unglücklich entkommen

    ZDF: „Wohin und zurück“, dreiteiliges Fernsehspiel von Georg Stefan Troller (Drehbuch) und Axel Corti (Regie); Donnerstag, 27.

  • Genug Zeit zum Einkauf

    ZEIT: Herr Steinborn, Bundeswirtschaftsminister Bangemann will die Ladenschlußzeiten liberalisieren. In einem ersten Schritt sollen in Städten mit mehr als 200 000 Einwohnern an Verkehrsknotenpunkten bestimmte Geschäfte bestimmte Sortimente bis 22 Uhr verkaufen dürfen.

  • Mitten ins Auge

    Ganz frisch war man schon nicht mehr, obwohl erst fünf von zwölf Filmfestival-Tagen vergangen waren. Im Berliner Zoo-Palast lief gerade als erster Beitrag zum offiziellen Wettbewerbsprogramm ein Film von Jacques Rouffio.

  • Computerkriminalität

    Datendieben auf der Spur

    Eine zehnjährige Karriere hat ein Paragraphenwerk hinter sich, das in dieser Woche vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde.

    Von Anne Preissner-Polte

  • Ein Untergang: Einar Schleef inszeniert seine „Mütter“ in Frankfurt

    Stöhn heul kreisch blök krächz jaul stotter murmel

    Manchmal befällt auch den hartnäckigsten Freund des Theaters eine Art Lähmung. Alles schon mal gesehen, denkt er dann traurig in trostloser Stunde, nichts Neues mehr unter der Scheinwerfersonne.

  • ZEITRAFFER

    Einen um 3,2 Prozent auf 345,7 Milliarden Steinkohleeinheiten gestiegenen Primärenergieverbrauch meldete die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke für das Jahr 1985.

  • Jack Lang: der Stern des französischen Kulturministers sinkt

    Falscher Feind

    Sehr geehrter Herr Kulturminister, lieber Jack Lang, Dich mag es so peinlich berühren, daß Du lieber wegschaust. Hättest Du doch den Mut, auf den Knopf zu drücken und Dir das anzusehen, was seit dem vorigen Donnerstag über Frankreichs Bildschirme flimmert und flattert! Schöner Jack, Dir stünden die Kraushaare zu Berge.

  • AUTOSELLER

    Das Autojahr 1986 beginnt mit gewaltigen Zuwachsraten – jedenfalls für die meisten Hersteller. Der französische PSA-Konzern (Peugeot und Citroën), Ford und Toyota schließen dabei mit einem Plus von mehr als fünfzig Prozent den Vogel ab.

  • Die Schattenseiten der Sonnenküsten

    Mit dem Schlagwort der „Inseguridad ciudadana“ wurde eine regelrechte Angstpsychose erzeugt – vor allem in den Städten. So mancher traut sich nachts nicht mehr in bestimmte Viertel und bekommt mitunter schon bei Tag ein beklemmendes Gefühl, wenn ein junger Mann, womöglich in abgetragener Kleidung, sich nähert, um nach der Uhrzeit zu fragen.

  • Am Wochenende findet in München die Internationale Wehrkunde-Tagung statt. Militärs und Zivilisten beschäftigen sich dabei mit aktuellen Fragen der Sicherheitspolitik. Einer der Hauptredner wird der Bundesverteidigungsminister sein. Er will kein „SDI für Europa“, aber einen Schutzschirm gegen die sowjetische Raketenmacht

    Europa braucht Raketenabwehr

    Selten sind drei Buchstaben so schnell so bekannt geworden wie das Akronym SDI, das für die Strategische Verteidigungsinitiative des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan steht.

    Von Manfred Wörner

  • Reiten oder büffeln

    Lehrreiche Ferien sind bei Studiosus Reisen (Luisenstraße 43, 8000 München 2) zu buchen. Das Sprachreisen-Programm für 1986 enthält unter anderem Spanischkurse in Malaga an der Costa del Sol.

  • Fernseh-Kritik

    Modephilosoph und Clown

    Ach, war ich doch ein Philosoph, bestimmt käme dann auch zu mir, an irgendeinem Februartag, wo sich in Europa eh die Dinge kalt und klar und blau bescheiden, einer meiner verständnisloseren Leser eigens angereist, um mir diese Frage zu stellen, die mich weiß Gott tiefinnerlich quält: Wer sollte (Meister, könnte er, zugegeben, korrekt sagen) Ihrer Meinung nach die Welt beherrschen? – Ich!, würde ich ihm dankbar und inständig die Antwort schenken.

    Von Gerhard Spörl

  • Autozüge in den Süden

    Die Strände zwischen der Costa del Sol und der Costa Brava sind die klassischen Ziele von Flugreiseurlaubern. Billige Charterflüge überzeugen selbst Pfennigbewußte, daß das eigene Auto besser in der Garage bleibt.

  • Kultur
  • Kunstkalender

    Selten gut beraten ist der Künstler, der als sein eigener Produktmanager auftritt, auch Philip Taaffe, ein dreißigjähriger Amerikaner, war es nicht.

  • Kabarett in Köln: „Die Machtwächter“

    Text, Tanz, Show

    Gertrudenstraße 27. Eine Nebenstraße in der Kölner Altstadt, drei Stufen hinab ins Souterrain, eine unscheinbare Tür – und dahinter eines der hübschesten kleinen Theater, das ich kenne: 99 rote Stühle, Trödelschnickschnack an den Wänden, Spiegel, nicht mehr gebrauchte Requisiten, getrocknete Blumen, vergilbte Photos und Plakate.

    Von Jutta Duhm-Heitzmann

  • Längst widerlegte Beschuldigungen

    Der O.M.G.U.S.-Report hat lediglich für die Beurteilung der Besatzungszeit Quellenwert

    Von Henning Köhler

  • Zum Tode des rumäniendeutschen Dichters Rolf Bossert

    Eignes Flüstern

    Im / Mund ein eignes Flüstern: / Johlt der Henker?“ – eine irritierende Frage des rumäniendeutschen Dichters Rolf Bossert. Er wartete die Antwort nicht ab.

    Von Friedrich Christian Delius

  • Dada alpin

    Zu berichten ist von einem, der auszog, Baargeld zu finden. Nicht das Bargeld, sondern den Baargeld, Johannes Theodor, so genannt, weil er, der „Zentrodada“, die Aktivitäten und Publikationen der Kölner Dadaisten finanzierte.

    Von Georg Jappe

  • IM KINO

    „Ganz unten“ von Jörg Gfrörer (mit Günter Wallraff als Ali Stigirlioglu). Mit fremden Augen das eigene Land betrachten: noch schauen, wo jeder längst gewohnt ist wegzusehen; noch schauen, wo jeder längst gewohnt ist nichts zu sehen.

  • Eine Reflexion über die Liebe, das Alter und den Tod

    Ganz normal verrückt

    „Die Liebe zur Zeit der Cholera“ – Der neue Roman von Gabriel García Márquez

    Von Dieter E. Zimmer

  • Kritik in Kürze

    „E. T. A. Hoffmann – das Leben eines skeptischen Phantasten“, Biographie von Rüdiger Safranski. Die Totalität von Zeit, Schicksal und künstlerischem Schaffen bestimmt diese große Biographie eines unserer vertracktesten Romantiker: E.

    Von Peter Urban-Halle

  • Die neue Schallplatte

    Wolfgang Amadeus Mozart: „Klaviersonaten“ (Vol. 1 und 2). Daß es Menschen gibt, die nicht Klavier spielen, will ihm nicht in den Kopf.

  • Ein Lebenswerk der Wanderbilder – der Direktor der Hamburger Kunsthalle über Oskar Kokoschka, der am 1. März vor 100 Jahren geboren wurde

    Der irrende Ritter

    Ja, ich bin ein Flüchtling, von Grenze zu Grenze getrieben seit vierzig Jahren, vor dem die guten Bürger, die sicher so lang noch hinter dem Ofen hocken dürfen, scheu zurückweichen wie vor einer Pestleiche.

    Von Werner Hofmann

  • Zeitmosaik

    Die Absetzung der Operette „Der Zigeunerbaron“ vom Spielplan des Oldenburgischen Staatstheaters hat der Arbeitskreis Sinti Weser-Ems gefordert.

  • Zähneputzen in Helsinki“ oder die Kunst, sentimental zu sein

    Tragische Tode

    Wo mag sie jetzt gerade sein? Was mag sie jetzt tun? „Ich habe sie seit vierzehn Jahren nicht gesehen, und das einzige, was ich weiß, ist, daß sie in einem Haus am Stadtrand von Helsinki wohnt.

    Von Benedikt Erenz

  • Ausstellung in Berlin

    Malen als Experiment: Fred Thieler

    Daß seine Malerei besondere Anforderungen an den Betrachter stellt, hat Fred Thieler von jeher beschäftigt. „Wie soll der Betrachter ein Verhältnis gewinnen, wenn es keine gesicherte Orientierung, keine verläßlichen Maßstäbe gibt?“ Die Frage formulierte Thieler 1962 in dem Beitrag, den er für einen Sammelband mit dem bezeichnenden Titel „Wegzeichen im Unbekannten“ beisteuerte.

  • Eine deutsche Dirigentenkarriere

    Der Stachel im Ohr des Genießers

    Was bedeuten zwei Harfen auf dem Podium der Düsseldorfer Tonhalle, wenn das Programm des Cleveland Orchestra kein Werk mit Harfenbeteiligung nennt? Die Antwort wurde am Schluß des Konzerts gegeben, als Christoph von Dohnanyi den Taktstock hob, um eine Zugabe zu dirigieren: Erik Saties dritte, von Claude Debussy kongenial orchestrierte „Gymnopédie“.

    Von Ulrich Schreiber

  • Länderspiegel
  • Eifel

    Ein Narr sucht Asyl

    Ettringen in der Eifel hat 2500 Einwohner. Einer von ihnen ist schwarz. Die Ettringer kauften dem Mann aus Ghana eine rotweiße Gardisten-Uniform, und lehrten ihn, der nur ein paar Brocken Deutsch spricht, „Ettringen alaaf!“ von der Bütt in den Saal zu schmettern.

  • Niedersachsen

    Der Herzog von Oldenburg

    Für Schlagzeilen war Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gerhard Glup schon immer gut. Daß es längst nicht immer die politischen Amtsgeschäfte waren, die ihn als einen der dienstältesten Minister in der CDU-Landesregierung von Ernst Albrecht ins Gespräch brachten, wurde bislang in seiner Partei mit einer Mischung aus Spott und Nachsicht registriert.

  • Unterwasserkonzert

    Waltag in Frankfurts Nordpazifik

    Am Sonntag war Waltag im Stadtbad Mitte: Jim Nollman, der seit neun Jahren gemeinsam mit freilebenden Tieren musiziert, hatte Aufnahmen von Jam Sessions für Gitarre und Wale aus Kanada nach Frankfurt gebracht.

    Von Ulrich Stock

  • Lebensart
  • Ausstellung in Frankfurt an der Oder

    Wir Punks

    Ohne meine Freundin Adelheid aus West-Berlin hätte ich die Ausstellung in Frankfurt/Oder sicher verpaßt. Sie wollte ihr Bild besuchen, das sie vor einem Jahr von der West-Berliner Malerin Monika Sieveking gekauft und nun vorübergehend von ihrer Wohnungswand genommen hatte, damit es der Ausstellung in der Frankfurter Galerie Junge Kunst einverleibt werden konnte.

    Von Marlies Menge

  • Handwerk

    Schön und eigensinnig

    Unglaublich, wie groß ein kleiner Laden erscheinen kann, wenn sich in ihm so merkwürdige Dinge häufen wie in der Rumpelkammer des 32jährigen Michael Pflüger, der sich „frei schaffender Künstler“ nennt.

    Von Gerhard Seehase

  • Pracht, Prunk und Morbidezza

    Aus den Ruinen des Berliner Palasthotels „Esplanade“ raunt die wechselvolle Geschichte der Reichen und Mächtigen

    Von Karl-Hermann Leukert

  • Kinder testen das Spielzeug von morgen

    Ich mag all diese Gewalt

    Weihnachten ist zwei Monate her, aber Santa Claus ist längst wieder im Einsatz, nicht nur an jener Broadway-Ecke, an der mehrere Spezialgeschäfte zwölf Monate im Jahr Weihnachtsschmuck verkaufen.

    Von Klaus Viedebantt

  • Von Aristoteles bis Zufall

    Die Begriffe „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Ökumene“ haben eine gemeinsame Wurzel in dem griechischen Wort oikos, das Haus oder Haushalt bedeutet.

  • Mein Arbeitsalltag: Fahrprüfer

    Ich denke, gleich knallt’s

    Die Fahrschüler haben natürlich Angst. Alle. Für die bin ich der Prüfer, das unbekannte Wesen. Dabei ist doch der einzige Unterschied zwischen denen und mir: Ich hab den Führerschein schon, und die haben ihn eben noch nicht.

  • Zeitlese

    Für Jugendliche gibt es viele Gründe, nicht zur Schule zu gehen: Mißerfolg im Unterricht, der Drang nach Unabhängigkeit durch selbstverdientes Geld und Schläfrigkeit am frühen Morgen.

  • Werner Knopp

    Alte Schätze, neue Wilde

    Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hütet ein wachsendes Erbe

    Von Anna v. Münchhausen

  • Abschied nehmen von Menschen und Jahreszeiten

    Aids: Eine Krankheit wird zum Prüfstein der Menschlichkeit unserer Gesellschaft (II)

  • Heinz Werner Hübners Vogelalmanach (6)

    Der Kranich

    An hellen Oktobertagen ziehen sie, für jedermann sichtbar, über Deutschland hinweg, von Nordost nach Südwest, in Formationen von dreißig bis zu mehreren hundert, und wenn sie nicht in großer Höhe fliegen, mehr als tausend Meter hoch, ein Filigran vor dem blaßblauen Herbsthimmel, sondern in niederer Höhe den Rastplatz ansteuern, machen sie durch ihre lauten Rufe auf sich aufmerksam.

  • Leserbriefe
  • Die Revolution von Manila

    Mit Beiträgen von Erwin Brunner, Karl-Heinz Janßen, Joachim Riedl und Michael Schwelien

    Von Matthias Naß

  • unzugeordnet
  • Seit fünf Monaten fallt der Kurs des amerikanischen Dollars. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

    Hoffen und Bangen

    Diesen durchschlagenden Erfolg haben die Finanzminister und Notenbankchefs der fünf größten westlichen Industrienationen sicher nicht erwartet.

    Von Peter Christ

  • Warten auf den Kaufrausch

    Fast klingt es wie ein böser Witz, doch es ist längst Realität: Drei ehemalige Manager des Massensortimenters Metro sollen den Warenhauskonzern retten, zu dem Deutschlands feinste Konsumtempel gehören: das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe), die Hertie-Häuser an der Frankfurter Zeil und an Münchens Bahnhofsplatz sowie das Hamburger Alsterhaus.

    Von Gunhild Freese

  • Rezept gegen Armut

    Die Weltbank soll im Rah-men des Baker-Plans Wirtschaftsprogramme für die verschuldeten Entwicklungsländer entwerfen

    Von Irene Mayer-List