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Ausgabe 10/1986

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Hamburger SPD
Die Linke im Abwind
Wenn Parteitage stimmenentscheidend wären, müßten die Hamburger Sozialdemokraten der Wahl am 9. November mit Sorge entgegensehen.
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Amerikanische Abrüstungspolitik
Reagans Antwort an den Kreml
Der Präsident fordert die Null-Lösung, aber er will auch mehr Hilfe für die Contras
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Nach Arafats Abfuhr durch König Hussein
Ende einer Affäre
Es gab den historischen Friedensschluß von Camp David zwischen Israel und Ägypten – inzwischen steht er nur noch auf dem Papier; aber irgendwann einmal in naher Zukunft wird aus dem gegenwärtigen „kalten Frieden“ wieder ein Normalzustand werden.
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Welche Signale gehen vom Moskauer Parteitag aus? Statt weitreichende Vorstellungen zu entwickeln, zieht Michail Gorbatschow eine kritische Bilanz der Vergangenheit Seine Botschaft an den Apparat:
„Wir stehen erst am Anfang“
Der Kreml-Chef hat seine Macht ausgebaut und spürt nun die Zwänge des Systems Von Christian Schmidt-Häuer
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Worte der Woche
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Wohin mit dem Müll?
Keine Steuer zur Sanierung alter Sondermüll-Deponien, nur noch elf öffentlich zugängliche Deponien für giftige Abfälle – der Müll wird zum Problem.
Von Horst Bieber
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Regieren in Hessen
Ohne rechten Schwung
Zehn Jahre ist Holger Börner bald im Amt: Ein Veteran in der defensiven Kunst, wider Erwarten doch noch die Macht festzuhalten.
Von Gerhard Spörl
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Französischer Wahlkampf
„...den Riesen zu Boden werfen“
Als der Führer der Nationalen Front die Halle betritt, recken sich zwei Dutzend Arme zum Hitler-Gruß. „Le Pen, Le Pen, Le Pen“, skandieren seine Anhänger.
Von Roger de Weck
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BONNER BÜHNE
Feindbilder
In der Theorie war das buchstäblich bestechend plausibel: die Parteispenden des Flick-Konzerns womöglich von östlichen Geheimdiensten eingefädelt, um die Bonner Republik zu erschüttern.
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Besuch aus Südafrika
Ein Realist, von allen angefeindet
Der Zuluhäuptling Gatsha Buthelezi in Bonn: „Unser Land steht an einem Kreuzweg“
Von Marion Gräfin Dönhoff
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Besuch des DDR-Volkskammerpräsidenten
Zusammenspiel mit verteilten Rollen
Horst Sindermann stellt Erleichterungen in den deutschdeutschen Beziehungen in Aussicht
Von Carl-Christian Kaiser
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Berlin: Langsames Aufräumen
Hans-Jochen Vogel, bislang letzter Regierender Bürgermeister sozialdemokratischer Couleur, hat seinem Nachfolger Eberhard Diepgen einen Brief geschrieben: Er möge doch angesichts der Antes-Affäre Platz machen für einen Berliner Senat, „der aus Personen gebildet wird, die mit den fraglichen Vorgängen keinerlei Berührung gehabt haben“.
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Bonn hat eine neue Affäre. Zum ersten Mal steht der Kanzler selber im Mittelpunkt
Nichts paßt, nichts klappt, es läuft gegen Kohl
Im Regierungslager herrscht plötzlich Alarmstimmung ein Tagebuch von Gunter Hof mann
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Wolfgang Ebert
Lange Leitung
„Ich weiß, wie es war. Ganz Deutschland weiß, wie es war. Dabei hatte ich Sie extra von Ihrem Ministeramt entbunden, um Sie zu entlasten, und trotzdem sind Sie immer noch überfordert.
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Zeitspiegel
Deutsche Automobilexporteure verloren einen Geschäftspartner. Ernest Bennett, nach Korrespondentenberichten bislang wichtigster Importeur nobler Kraftfahrzeuge süddeutscher Provenienz nach Haiti, hat mit dem Sturz seines Schwiegersohns Jean-Claude Duvalier ausgespielt.
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Argentinien: Unbewältigter Terror
Über zwei Jahre sind vergangen, seit die argentinischen Militärs die Macht an den demokratisch gewählten Präsidenten Raul Alfonsin abtreten mußten.
Von Kristina Henss
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Golfkrieg: Kampf um den Brückenkopf
Mit überlegenen Waffen ist die irakische Armee zur Gegenoffensive gegen den iranischen Brückenkopf auf der Halbinsel Fao angetreten.
- Wirtschaft
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Unternehmensgründung
Ein Wegweiser
Ihr Recht auf selbständige Arbeit. Unternehmensgründung und Handwerksrecht. Ein Leitfaden für Existenzgründer und ihre Rechtsberater anhand der Rechtsprechung von Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht, Verlag Norman Rentrop, Bonn 1986, 280 Seiten, DM 79,80 (bis 31.
Von Michael Jungblut
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Bonner Kulisse
Regierungssprecher Friedhelm Ost hat nur die halbe Wahrheit mitgeteilt, als er im Zusammenhang mit den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Bundeskanzler Helmut Kohl erklärte, „es ist vom Bundeskanzler nicht daran gedacht, die Staatskasse etwa in Form einer Prozeßkostenhilfe in Anspruch zu nehmen.
Von Wolfgang Hoffmann
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MARKT-REPORT
Zinssenkung intakt
Die „harte“ Landung des Dollar hinterläßt bei den deutschen Aktien ihre Spuren. Angesichts der sich zuspitzenden Finanzkrise in einigen lateinamerikanischen Ländern und den Ölförderstaaten haben selbst die Börsianer die Freude am Zusammenbruch des Rohölpreises verloren.
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Währungspolitik
Grünes Licht für die Kunstwährung
Dem „sehr geehrten Herrn Stoltenberg“ legte Wirtschaftsminister Martin Bangemann unlängst einen Wunsch ans Herz. Er halte jetzt den Zeitpunkt für gekommen, schrieb er an den Kollegen Finanzminister, daß die deutsche Regierung ein Signal gebe.
Von Bernhard Blohm
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Die Chefin geht
Grete Schickedanz zieht sich aus dem Alltagsgeschäft des Versandhauses Quelle zurück
Von Hennann Bößenecker
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Umweltschutz
Immer Ärger mit Sonnenschein
In der Umgebung der Büdinger Batteriefabrik wurden zu hohe Bleiwerte gemessen
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Agrarmarkt
Schnapsidee für Brüssel
Mit Bioalkohol sollen Getreideüberschüsse beseitigt werden / Von Thomas Hanke
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Fluggesellschaften
Ein ganz normales Geschäft
Da ist von „Schieflage im Devisengeschäft“ die Rede, von „Verlusten“ in Höhe von zwei- bis dreihundert Millionen Mark. Und der CSU-Bundestagsabgeordnete Dionys Jobst, Verkehrsexperte aus Bayern, forderte auch gleich den Kopf von Heinz Ruhnau, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG: „Das ist skandalös, solche Geschäfte sind nicht in Ordnung; sie waren zu dem Zeitpunkt falsch.
Von Heinz Michaels
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Vereinigte Staaten
Lorenzo ist nun der Größte
Seinen Platz in der Geschichte der Weltraumfahrt hat sich Frank Borman gesichert. Die ganze Welt hörte dem Kommandanten der Raumkapsel zu, als er bei der Umkreisung des Mondes am Weihnachtsabend aus der Bibel vorlas.
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Paragraph 116
Plädoyer für mehr Beweglichkeit
Er ist zweifellos der prominenteste jener elf Sachverständigen, die in dieser Woche vom Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung des Bundestages zum öffentlichen Hearing gebeten waren: Ernst Benda, der frühere Präsident dies Bundesverfassungsgerichts, Mitglied der CDU und einst Bundesinnenminister unter dem CDU-Kanzler Kurt Georg Kiesinger.
Von Erika Martens
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BANK UND BÖRSE
Zeichen stehen auf Hausse
Die deutschen Börsen starteten furios ins neue Jahr. Nicht nur das Ausland schien aufgebrochen, die letzten teutonischen Aktien zu kaufen, auch große und kleine Inlandskunden gaben ihre Abstinenz auf.
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Japan
Opfer für Reagan
Ich sehe zum Frühjahr wieder ein Aufflackern des Handelskonflikts“, warnte Japans Außenminister Shintaro Abe kürzlich seine Regierung.
Von Helmut Becker
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Mindestrente
Zu gut
Daß der Vorschlag im Vorwahljahr viele Freunde finden wird, steht außer Frage: Berlins Sozialsenator Ulf Fink, ohne Zweifel einer der kreativsten Sozialpolitiker im Lande, möchte den Rentnern mit allzu geringen Einkünften ein Mindestruhegeld von 800 Mark garantieren.
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Wolfgang Hoffmann:
Wasserpfennig gegen Bauerngift?
Der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth hatte die Nase wieder einmal vorn. Derweil in Bonn noch über die Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes zur Vermeidung weiterer Umweltschäden beraten wird, hat er schon weit vorausgegriffen.
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Affären
Der Gaukler aus dem Morgenland
Er residierte in der sechsten Etage eines noblen Geschäftskomplexes in der Stockholmer Innenstadt: Refaat El-Sayed, gebürtiger Ägypter, vierzig Jahre alt und Mehrheitsaktionär des Pharmaunternehmens Fermenta.
Von Wolfgang Zank
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VW/Seat
Abenteuer
Alles ist klar – der spanische König Juan Carlos I. mußte Wolfsburg nicht von seinem Deutschland-Besuchsprogramm streichen. Am vergangenen Freitag segnete auch der Aufsichtsrat von Volkswagen die unterschriftsreifen Verträge ab, die Vorstandschef Carl H.
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Symbolische Bestrafung
Im kalten Schnee vor dem Moabiter Kriminalgericht in Berlin wird eine Flasche Sekt herumgereicht. Zehn frisch Verurteilte feiern ihre „symbolische Bestrafung“, wie der Richter Heinz Holzinger es formulierte.
Von Klaus Pokatzky
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Zinseinkünfte
Unverständlich
Das Problem ist bekannt: Ein großer Teil der Zinseinkünfte wird in der Bundesrepublik von den Empfängern nicht versteuert, der Fiskus sieht der Mogelei ungerührt zu.
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Abfallgesetze
Gift für den Markt
Die Bundesregierung könnte mit kleinkarierten Vorschriften die Initiativen der Wirtschaft ersticken
Von Peter Menke-Glückert
- Wissen
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Den Frieden denkbar werden lassen
Zum erstenmal seit langer Zeit ist vorsichtiger Optimismus gestattet. Wohl hat Michail Gorbatschow in seinem Eröffnungsreferat auf dem 27.
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Keine Angst vor Aids-Patienten
Bei normalen sozialen Kontakten mit Aids-Patienten oder -Infizierten ist das Risiko einer Ansteckung sehr gering. Dieser beruhigende Hinweis von Ärzten wurde Anfang Februar von einer amerikanischen Studie untermauert.
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Ein Extremist
Heinrich Lummer, Innensenator und Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin, läßt kaum eine Gelegenheit aus, seine finstere Gesinnung publik zu machen.
Von H. Seh.
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Nichts dran
In der Politik haben gerade die einfachen Worte einen gefährlichen Doppelsinn. Der Kanzler ist und bleibt unser Kanzler – das mögen die Amtsinhaber seit Ludwig Erhard nicht mehr gerne hören.
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Die Seuche Aids breitet sich weiter aus. Die Rätsel ihrer Herkunft und ihrer genauen Wirkung sind noch nicht gelöst
Tödliches Puzzle am Äquator
Kommt Aids wirklich aus Zentralafrika? Und wie weit ist die Krankheit dort verbreitet?
Von Reiner Klingholz
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Neue Forschungsergebnisse wecken Hoffnungen auf Impfstoffe und Medikamente gegen Aids
Mit dem Verstärker in die Zelle
Noch immer gibt Aids, die tödliche „erworbene Immunschwäche“, den Forschern Rätsel auf. Bevor eine ursächliche Behandlung oder eine Impfung gegen die tückische Viruskrankheit möglich wird, müssen die Einzelheiten geklärt werden, wie die Erreger das Abwehrsystem im Körper ihrer Opfer lahmlegen.
Von Barbara Ritzen
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Sieben Wochen ohne
Ja, ich mache mit. Ab 12. Februar will ich bis Ostern auf Alkohol – Zigaretten – Süßigkeiten ... (Zutreffendes bitte streichen oder ergänzen) verzichten.
Von Klaus Reblin
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Ein Diktator geht
Der Zusammenbruch einer Diktatur ist nicht immer gleichbedeutend mit dem Aufbruch eines Volkes in die Demokratie. An Belegen für diese Binsenweisheit fehlt es nicht; sie reichen von Havanna bis Teheran.
Von Christoph Bertram
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Wanderlust auf Eis
Nüchtern betrachtet ist es eine Fläche, ein großes Feld, über das einer laufen mag, wenn er seinen Weg, etwa vom Atlantic-Hotel zum amerikanischen Generalkonsulat, abkürzen möchte.
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Teure Einsicht
Eine schadhafte Dichtung war höchstwahrscheinlich die Ursache der „Challenger“ -Katastrophe. Über den Tod der sieben Menschen spricht nach den Tagen der Trauer kaum noch jemand, steht doch jetzt ein nationaler Mythos auf dem Spiel.
Von H. B.
- Reisen
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Barcelona
Glanz und Elend der Ramblas
Sempronio ist ein distinguierter Herr so um Mitte 60. Zur Zeit des mittäglichen aperitivo, zwischen 13 und 14 Uhr, ist er gewöhnlich im „Athenäum“ anzutreffen, in der Calle La Canuda, einer kleinen Seitenstraße des oberen Teils der Ramblas.
Von Reinhard Behm
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Die Kanareninsel Hierro
Stürmische Ruhe
Luis erzählt uns die schöne Geschichte von dem Spanier, der mit dem Flugzeug über Hierro kreiste und, auf eine steinige, einsame Bucht weisend, bestimmte: „Hier bauen wir den Parador.
Von Siggi Weidemann
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Vom Norden zum Mittelmeer
Der Wasserträger der Nation
Himmlische und irdische Mächte hatten sich verbündet – zu den Quellen des Ebro sollte ich nicht vorstoßen. Spaniens Rio Grande hatte dazu seinen Vater und seine Feinde bemüht, den Regen und die Hoch-, Tief- und Brückenbauer.
Von Klaus Viedebantt
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In den Pyrenäen
Kein Gedränge
Herr Thomas ist verrückt.“ Die Bemerkung über den Bergführer, dem wir uns für die nächsten sechs Tage anvertrauen sollen, macht uns nicht eben Mut; immerhin kennt der Direktor unseres Hotels, der dies sagt, den Mann aus Tirol schon seit einigen Wochen.
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Kastilien
Durchs karge Kernland
Acht Tage, sechs Städte, unzählige Kathedralen und Kapellen, hin und wieder eine Burg, 1907 Mark mit Halbpension und Einzelzimmer, 19 Mitreisende: eine Studienreise durch Kastilien, das karge Kernland der spanischen Könige.
Von Monika Putschögl
- DIE ZEIT
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Mal zu leicht, mal zu schwer
Die Kritik an den Aufgaben des Mainzer Prüfungsinstituts für Mediziner wächst
Von Dörte Schubert
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Wie geht es weiter mit Europa? Der Franzose Jacques Delors ist seit einem Jahr Präsident der Brüsseler EG-Kommission. Sein Plan, bis 1992 endlich den gemeinsamen Markt in Westeuropa zu verwirklichen, hat die Billigung der zwölf Mitgliedsländer gefunden. Delors Fazit: „In Europa tut sich wieder was!“
„Wir erwarten viel von den Deutschen“
Jacques Delors über die Europa-Müdigkeit der Bundesdeutschen und die Zukunft der Europäischen Gemeinschaft – Mit dem Kommissionspräsidenten . sprachen Christoph Bertram und Klaus-Peter Schmid
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Eine Studentin vergleicht Universitäten in zwei Staaten. In Berlin fehlte ihr die „produktive Oberflächlichkeit“
Leben aus der Ferne
Man nehme einen Schüler, garantiere ihm einen bescheidenen Lebensunterhalt, schicke ihn auf die Universität und lasse ihn sein Lieblingsfach aus der Schule studieren, möglichst eine Geisteswissenschaft.
Von Teresa Vince
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Vom Schnee zum Weizen
Weiße Dörfer hatte er vermutlich gar nicht gemeint – der Dichter Garcia Lorca, als er in seinem Klage-Poem für den in der Arena getöteten Torero Ignacio Sanchez Mejias die Metapher „Oh blanco muro de Espana!“ zeichnete – das harte Bild von der „weißen Mauer Spaniens“.
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Ölpreise
Das Spiel ist aus
Mr. Petroleum neigt nicht zu Übertreibungen. Seit drei Jahrzehnten führt James Nasmyth penibel Buch über das tägliche Geschehen auf den Erdölmärkten zwischen London und Houston, New York, Rotterdam und Tokio.
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Viel mehr als Costa und Sol
Flughafen Malaga, an einem beliebigen Tag im Sommer: Von den Pisten des kleinen, in einer langgestreckten Ebene gelegenen Flughafens heben fast stündlich die Linienmaschinen der staatlichen spanischen Fluggesellschaft ab – ins nördliche Landesinnere, nach Madrid oder noch weiter hinauf ins Baskenland.
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Die „Ins“, „Outs“ und „Musts“ der Saison
Riten der Nacht
Tarzan tanzt. Seine blonden Korkenzieherlocken vibrieren, die Muskeln spielen auf der blanken Brust, die weißen Pluderhosen verhüllen nicht, wie des Starken Becken bebt.
Von Isolde von Mersi
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Flugzeugindustrie
Neue Flügel für Fokker
Der Konzern schwillt schneller als die Bizeps von Popeye nach einer Dose Spinat – Dan Krook vom Topmanagement der Fokker B. V.
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Wenn es Feierabend wird
An der Theke zu Hause
Die deutsche Übersetzung „Appetithappen“ erinnert unweigerlich an zähe, verwelkte Weißbrotscheiben auf ebenso zähen Empfangen.
Von Wolf Hanke
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Jährlich werden über 200 Fiestas gefeiert
Backwerk für die Himmelskönigin
Die Muttergottes hat ein ausdrucksloses, wachsbleiches Puppengesicht und prächtige Puppenkleider. Sie trägt ein Gewand aus schierer Seide, bestickt mit Perlen und Flitterkram, und die Krone der Himmelskönigin.
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Mäusefänger auf der Reeperbahn
Private Geldgeber und die Hansestadt Hamburg versprechen sich vom Erfolgsmusical „Cats“ Gewinne
Von Norbert Höflei
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Kehrt-Wende. Berliner Theater um das Hochschulrahmengesetz
Doch raus aus den Talaren?
Wieviel neue Gesetze braucht der Mensch, der Staat, die Gesellschaft? Wieviel neue Gesetze brauchen unsere Universitäten, um aus Abiturienten fachlich fundierte und alerte Akademiker zu machen? So wenige wie nötig und so gute wie möglich.
Von Dorothea Hilgenberg
- Gesellschaft
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Die Bastion der Weltmacht Amerika
Sie sind auf einem der besten Posten, den die Luftwaffe zu vergeben hat“, heißt es in einem Prospekt für neu angekommene Soldaten: Clark Air Base, Hauptquartier der amerikanischen 13.
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Sehnsucht nach Normalität
Die Schamschwelle in diesem Land sinke. Schuld daran trage Helmut Kohl. So hat der Spiegel kürzlich im Blick auf Äußerungen über Juden und die deutsche Vergangenheit geurteilt und angeklagt.
Von Günther Hoffmann
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Nationalparks: zu Eichen und Echsen
Der Nationalpark von Govadonga liegt im westlichen Bergmassiv der Picos de Europa. An den Berghängen stehen Buchen, in den Flußtälern wachsen auch Kastanienbäume, Eichen, Eiben und Stechpalmen.
Von Hella Leißner
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BERLINER BÜHNE
Mit einer Kopie für den Chef der Neuen Heimat, Diether Hoffmann, schickte die niedersächsische Wirtschaftsministerin Birgit Breuel am Dienstag dieser Woche einen dreiseitigen Brief an den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Ernst Breit.
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Fernseh- Vorschau
Unglücklich entkommen
ZDF: „Wohin und zurück“, dreiteiliges Fernsehspiel von Georg Stefan Troller (Drehbuch) und Axel Corti (Regie); Donnerstag, 27.
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Genug Zeit zum Einkauf
ZEIT: Herr Steinborn, Bundeswirtschaftsminister Bangemann will die Ladenschlußzeiten liberalisieren. In einem ersten Schritt sollen in Städten mit mehr als 200 000 Einwohnern an Verkehrsknotenpunkten bestimmte Geschäfte bestimmte Sortimente bis 22 Uhr verkaufen dürfen.
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Mitten ins Auge
Ganz frisch war man schon nicht mehr, obwohl erst fünf von zwölf Filmfestival-Tagen vergangen waren. Im Berliner Zoo-Palast lief gerade als erster Beitrag zum offiziellen Wettbewerbsprogramm ein Film von Jacques Rouffio.
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Computerkriminalität
Datendieben auf der Spur
Eine zehnjährige Karriere hat ein Paragraphenwerk hinter sich, das in dieser Woche vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde.
Von Anne Preissner-Polte
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Ein Untergang: Einar Schleef inszeniert seine „Mütter“ in Frankfurt
Stöhn heul kreisch blök krächz jaul stotter murmel
Manchmal befällt auch den hartnäckigsten Freund des Theaters eine Art Lähmung. Alles schon mal gesehen, denkt er dann traurig in trostloser Stunde, nichts Neues mehr unter der Scheinwerfersonne.
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ZEITRAFFER
Einen um 3,2 Prozent auf 345,7 Milliarden Steinkohleeinheiten gestiegenen Primärenergieverbrauch meldete die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke für das Jahr 1985.
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Jack Lang: der Stern des französischen Kulturministers sinkt
Falscher Feind
Sehr geehrter Herr Kulturminister, lieber Jack Lang, Dich mag es so peinlich berühren, daß Du lieber wegschaust. Hättest Du doch den Mut, auf den Knopf zu drücken und Dir das anzusehen, was seit dem vorigen Donnerstag über Frankreichs Bildschirme flimmert und flattert! Schöner Jack, Dir stünden die Kraushaare zu Berge.
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AUTOSELLER
Das Autojahr 1986 beginnt mit gewaltigen Zuwachsraten – jedenfalls für die meisten Hersteller. Der französische PSA-Konzern (Peugeot und Citroën), Ford und Toyota schließen dabei mit einem Plus von mehr als fünfzig Prozent den Vogel ab.
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Die Schattenseiten der Sonnenküsten
Mit dem Schlagwort der „Inseguridad ciudadana“ wurde eine regelrechte Angstpsychose erzeugt – vor allem in den Städten. So mancher traut sich nachts nicht mehr in bestimmte Viertel und bekommt mitunter schon bei Tag ein beklemmendes Gefühl, wenn ein junger Mann, womöglich in abgetragener Kleidung, sich nähert, um nach der Uhrzeit zu fragen.
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Am Wochenende findet in München die Internationale Wehrkunde-Tagung statt. Militärs und Zivilisten beschäftigen sich dabei mit aktuellen Fragen der Sicherheitspolitik. Einer der Hauptredner wird der Bundesverteidigungsminister sein. Er will kein „SDI für Europa“, aber einen Schutzschirm gegen die sowjetische Raketenmacht
Europa braucht Raketenabwehr
Selten sind drei Buchstaben so schnell so bekannt geworden wie das Akronym SDI, das für die Strategische Verteidigungsinitiative des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan steht.
Von Manfred Wörner
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Reiten oder büffeln
Lehrreiche Ferien sind bei Studiosus Reisen (Luisenstraße 43, 8000 München 2) zu buchen. Das Sprachreisen-Programm für 1986 enthält unter anderem Spanischkurse in Malaga an der Costa del Sol.
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Fernseh-Kritik
Modephilosoph und Clown
Ach, war ich doch ein Philosoph, bestimmt käme dann auch zu mir, an irgendeinem Februartag, wo sich in Europa eh die Dinge kalt und klar und blau bescheiden, einer meiner verständnisloseren Leser eigens angereist, um mir diese Frage zu stellen, die mich weiß Gott tiefinnerlich quält: Wer sollte (Meister, könnte er, zugegeben, korrekt sagen) Ihrer Meinung nach die Welt beherrschen? – Ich!, würde ich ihm dankbar und inständig die Antwort schenken.
Von Gerhard Spörl
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Autozüge in den Süden
Die Strände zwischen der Costa del Sol und der Costa Brava sind die klassischen Ziele von Flugreiseurlaubern. Billige Charterflüge überzeugen selbst Pfennigbewußte, daß das eigene Auto besser in der Garage bleibt.
- Kultur
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Kunstkalender
Selten gut beraten ist der Künstler, der als sein eigener Produktmanager auftritt, auch Philip Taaffe, ein dreißigjähriger Amerikaner, war es nicht.
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Kabarett in Köln: „Die Machtwächter“
Text, Tanz, Show
Gertrudenstraße 27. Eine Nebenstraße in der Kölner Altstadt, drei Stufen hinab ins Souterrain, eine unscheinbare Tür – und dahinter eines der hübschesten kleinen Theater, das ich kenne: 99 rote Stühle, Trödelschnickschnack an den Wänden, Spiegel, nicht mehr gebrauchte Requisiten, getrocknete Blumen, vergilbte Photos und Plakate.
Von Jutta Duhm-Heitzmann
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Längst widerlegte Beschuldigungen
Der O.M.G.U.S.-Report hat lediglich für die Beurteilung der Besatzungszeit Quellenwert
Von Henning Köhler
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Zum Tode des rumäniendeutschen Dichters Rolf Bossert
Eignes Flüstern
Im / Mund ein eignes Flüstern: / Johlt der Henker?“ – eine irritierende Frage des rumäniendeutschen Dichters Rolf Bossert. Er wartete die Antwort nicht ab.
Von Friedrich Christian Delius
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Dada alpin
Zu berichten ist von einem, der auszog, Baargeld zu finden. Nicht das Bargeld, sondern den Baargeld, Johannes Theodor, so genannt, weil er, der „Zentrodada“, die Aktivitäten und Publikationen der Kölner Dadaisten finanzierte.
Von Georg Jappe
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IM KINO
„Ganz unten“ von Jörg Gfrörer (mit Günter Wallraff als Ali Stigirlioglu). Mit fremden Augen das eigene Land betrachten: noch schauen, wo jeder längst gewohnt ist wegzusehen; noch schauen, wo jeder längst gewohnt ist nichts zu sehen.
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Eine Reflexion über die Liebe, das Alter und den Tod
Ganz normal verrückt
„Die Liebe zur Zeit der Cholera“ – Der neue Roman von Gabriel García Márquez
Von Dieter E. Zimmer
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Kritik in Kürze
„E. T. A. Hoffmann – das Leben eines skeptischen Phantasten“, Biographie von Rüdiger Safranski. Die Totalität von Zeit, Schicksal und künstlerischem Schaffen bestimmt diese große Biographie eines unserer vertracktesten Romantiker: E.
Von Peter Urban-Halle
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Die neue Schallplatte
Wolfgang Amadeus Mozart: „Klaviersonaten“ (Vol. 1 und 2). Daß es Menschen gibt, die nicht Klavier spielen, will ihm nicht in den Kopf.
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Ein Lebenswerk der Wanderbilder – der Direktor der Hamburger Kunsthalle über Oskar Kokoschka, der am 1. März vor 100 Jahren geboren wurde
Der irrende Ritter
Ja, ich bin ein Flüchtling, von Grenze zu Grenze getrieben seit vierzig Jahren, vor dem die guten Bürger, die sicher so lang noch hinter dem Ofen hocken dürfen, scheu zurückweichen wie vor einer Pestleiche.
Von Werner Hofmann
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Zeitmosaik
Die Absetzung der Operette „Der Zigeunerbaron“ vom Spielplan des Oldenburgischen Staatstheaters hat der Arbeitskreis Sinti Weser-Ems gefordert.
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Zähneputzen in Helsinki“ oder die Kunst, sentimental zu sein
Tragische Tode
Wo mag sie jetzt gerade sein? Was mag sie jetzt tun? „Ich habe sie seit vierzehn Jahren nicht gesehen, und das einzige, was ich weiß, ist, daß sie in einem Haus am Stadtrand von Helsinki wohnt.
Von Benedikt Erenz
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Ausstellung in Berlin
Malen als Experiment: Fred Thieler
Daß seine Malerei besondere Anforderungen an den Betrachter stellt, hat Fred Thieler von jeher beschäftigt. „Wie soll der Betrachter ein Verhältnis gewinnen, wenn es keine gesicherte Orientierung, keine verläßlichen Maßstäbe gibt?“ Die Frage formulierte Thieler 1962 in dem Beitrag, den er für einen Sammelband mit dem bezeichnenden Titel „Wegzeichen im Unbekannten“ beisteuerte.
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Eine deutsche Dirigentenkarriere
Der Stachel im Ohr des Genießers
Was bedeuten zwei Harfen auf dem Podium der Düsseldorfer Tonhalle, wenn das Programm des Cleveland Orchestra kein Werk mit Harfenbeteiligung nennt? Die Antwort wurde am Schluß des Konzerts gegeben, als Christoph von Dohnanyi den Taktstock hob, um eine Zugabe zu dirigieren: Erik Saties dritte, von Claude Debussy kongenial orchestrierte „Gymnopédie“.
Von Ulrich Schreiber
- Länderspiegel
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Eifel
Ein Narr sucht Asyl
Ettringen in der Eifel hat 2500 Einwohner. Einer von ihnen ist schwarz. Die Ettringer kauften dem Mann aus Ghana eine rotweiße Gardisten-Uniform, und lehrten ihn, der nur ein paar Brocken Deutsch spricht, „Ettringen alaaf!“ von der Bütt in den Saal zu schmettern.
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Niedersachsen
Der Herzog von Oldenburg
Für Schlagzeilen war Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gerhard Glup schon immer gut. Daß es längst nicht immer die politischen Amtsgeschäfte waren, die ihn als einen der dienstältesten Minister in der CDU-Landesregierung von Ernst Albrecht ins Gespräch brachten, wurde bislang in seiner Partei mit einer Mischung aus Spott und Nachsicht registriert.
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Unterwasserkonzert
Waltag in Frankfurts Nordpazifik
Am Sonntag war Waltag im Stadtbad Mitte: Jim Nollman, der seit neun Jahren gemeinsam mit freilebenden Tieren musiziert, hatte Aufnahmen von Jam Sessions für Gitarre und Wale aus Kanada nach Frankfurt gebracht.
Von Ulrich Stock
- Lebensart
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Ausstellung in Frankfurt an der Oder
Wir Punks
Ohne meine Freundin Adelheid aus West-Berlin hätte ich die Ausstellung in Frankfurt/Oder sicher verpaßt. Sie wollte ihr Bild besuchen, das sie vor einem Jahr von der West-Berliner Malerin Monika Sieveking gekauft und nun vorübergehend von ihrer Wohnungswand genommen hatte, damit es der Ausstellung in der Frankfurter Galerie Junge Kunst einverleibt werden konnte.
Von Marlies Menge
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Handwerk
Schön und eigensinnig
Unglaublich, wie groß ein kleiner Laden erscheinen kann, wenn sich in ihm so merkwürdige Dinge häufen wie in der Rumpelkammer des 32jährigen Michael Pflüger, der sich „frei schaffender Künstler“ nennt.
Von Gerhard Seehase
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Pracht, Prunk und Morbidezza
Aus den Ruinen des Berliner Palasthotels „Esplanade“ raunt die wechselvolle Geschichte der Reichen und Mächtigen
Von Karl-Hermann Leukert
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Kinder testen das Spielzeug von morgen
Ich mag all diese Gewalt
Weihnachten ist zwei Monate her, aber Santa Claus ist längst wieder im Einsatz, nicht nur an jener Broadway-Ecke, an der mehrere Spezialgeschäfte zwölf Monate im Jahr Weihnachtsschmuck verkaufen.
Von Klaus Viedebantt
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Von Aristoteles bis Zufall
Die Begriffe „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Ökumene“ haben eine gemeinsame Wurzel in dem griechischen Wort oikos, das Haus oder Haushalt bedeutet.
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Mein Arbeitsalltag: Fahrprüfer
Ich denke, gleich knallt’s
Die Fahrschüler haben natürlich Angst. Alle. Für die bin ich der Prüfer, das unbekannte Wesen. Dabei ist doch der einzige Unterschied zwischen denen und mir: Ich hab den Führerschein schon, und die haben ihn eben noch nicht.
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Zeitlese
Für Jugendliche gibt es viele Gründe, nicht zur Schule zu gehen: Mißerfolg im Unterricht, der Drang nach Unabhängigkeit durch selbstverdientes Geld und Schläfrigkeit am frühen Morgen.
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Werner Knopp
Alte Schätze, neue Wilde
Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hütet ein wachsendes Erbe
Von Anna v. Münchhausen
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Abschied nehmen von Menschen und Jahreszeiten
Aids: Eine Krankheit wird zum Prüfstein der Menschlichkeit unserer Gesellschaft (II)
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Heinz Werner Hübners Vogelalmanach (6)
Der Kranich
An hellen Oktobertagen ziehen sie, für jedermann sichtbar, über Deutschland hinweg, von Nordost nach Südwest, in Formationen von dreißig bis zu mehreren hundert, und wenn sie nicht in großer Höhe fliegen, mehr als tausend Meter hoch, ein Filigran vor dem blaßblauen Herbsthimmel, sondern in niederer Höhe den Rastplatz ansteuern, machen sie durch ihre lauten Rufe auf sich aufmerksam.
- Leserbriefe
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Die Revolution von Manila
Mit Beiträgen von Erwin Brunner, Karl-Heinz Janßen, Joachim Riedl und Michael Schwelien
Von Matthias Naß
- unzugeordnet
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Seit fünf Monaten fallt der Kurs des amerikanischen Dollars. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.
Hoffen und Bangen
Diesen durchschlagenden Erfolg haben die Finanzminister und Notenbankchefs der fünf größten westlichen Industrienationen sicher nicht erwartet.
Von Peter Christ
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Warten auf den Kaufrausch
Fast klingt es wie ein böser Witz, doch es ist längst Realität: Drei ehemalige Manager des Massensortimenters Metro sollen den Warenhauskonzern retten, zu dem Deutschlands feinste Konsumtempel gehören: das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe), die Hertie-Häuser an der Frankfurter Zeil und an Münchens Bahnhofsplatz sowie das Hamburger Alsterhaus.
Von Gunhild Freese
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Rezept gegen Armut
Die Weltbank soll im Rah-men des Baker-Plans Wirtschaftsprogramme für die verschuldeten Entwicklungsländer entwerfen
Von Irene Mayer-List