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Ausgabe 20/1986

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Chile: Neuer Anlauf
Das harte Durchgreifen von Polizei und Soldaten verhinderte zwar ganz im Sinne des Regimes jede kritische Äußerung. Aber die vorbeugende Absperrung und Durchsuchung ganzer Viertel verriet auch die Nervosität der Militärs: Das Gesetz des Handelns ist im dreizehnten Jahr der Diktatur Pinochets wieder auf die Oppositon übergegangen.
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Ablösung
Ein kranker Mann tritt ab, ein Arzt nimmt seine Stelle ein. Wenige Tage vergingen zwischen der offenen Kritik Moskaus am innenpolitischen Versagen der afghanischen Kommunisten und dem Rücktritt Babrak Karmals vom Amt des Parteichefs in Kabul.
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Worte der Woche
„Vierzig Jahre .Stimme Amerikas‘ sind propagandistisch weniger wert als ein Blatt jenes radioaktiven Salates, den Gorbatschows Sowjetunion gegenwärtig auf den europäischen Teller serviert.
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Regierungswechsel in Norwegen
Mit Mut und viel Selbstvertrauen
Am liebsten hätten die Norweger sich einem Ereignis hingegeben, das sie seit einem Jahr ungleich mehr fesselt als die große Politik.
Von Christoph Bertram
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Urteil des Bundesfinanzhofs
Die Hoffnung hat getrogen
Keine Amnestie auf Umwegen: Parteispenden zählen weiterhin nicht als Betriebsausgaben
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Taktieren in Ostberlin
Auf dem Rückzug
Wenn die vielen Signale der letzten Tage nicht völlig trügen, wird Erich Honeckers Besuch in der Bundesrepublik noch gute Weile haben.
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Auf halbem Wege getroffen
Mit einem hochgestimmten Schlußakkord wurden in Tokio gefährliche Dissonanzen überspielt
Von Dieter Buhl
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Ben Witter
Angetippt
Friedrich Sch. ist deutscher Zigeuner und wird achtundsechzig. Bevor er mit der ganzen Familie ins KZ kam, hatte er noch lesen und schreiben gelernt und Kisten stapeln und Tango tanzen.
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Raketen-Loch
Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief, erkannte der amerikanische Luftfahrtingenieur Edward Murphy schon 1949.
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Viel Routine, wenig Gala
In der Wirtschafts- und Währungspolitik kamen die Sieben über gute Vorsätze nicht hinaus
Von Klaus-Peter Schmid
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BONNER BÜHNE
Maßnahmen zum Schutze des Systems
Vielleicht würde man wegen der Enthüllung nur die Schultern zucken, wenn nicht wieder mal der Name Carl-Dieter Spranger darin auftauchte.
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„Fürchterlich, aber nicht ernst“
Kurt Waldheim schüttelt alle Vorwürfe ab und bleibt Favorit für die Stichwahl
Von Joachim Riedl
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Ronald Reagan in Fernost
Stippvisite auf der Insel der Götter
Der Präsident wollte in Indonesien vom „pazifischen Bewußtsein“ der Amerikaner künden
Von Ulrich Schiller
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Urteil des hessischen Staatsgerichtshofs
Keine Macht den Räten
Die Grünen und Sozialdemokraten erlitten Schiffbruch mit dem Personalvertretungsgesetz
Von Hans Schueler
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Celle: Anschlag im Zwielicht
Bis heute, nahezu zwei Wochen nach Bekanntwerden des Sprengstoffanschlages, den die niedersächsische Landesregierung im Juli 1978 auf die Strafanstalt Celle unternehmen ließ, ist der Hintergrund der Aktion weitgehend im dunklen geblieben.
Von H. Seh.
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„Die Hoffnungen waren sonniger als die Realität“
ZEIT: Nach Ihrer Rede auf dem DKP-Parteitag ist der Eindruck entstanden, daß wieder düstere Wolken über den Ost-West-Beziehungen aufgezogen sind.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Wolfgang Ebert:
Störfall
„Hallo? Endlich! Verbinden Sie mich bitte mit Ihrem Chef... Name? Hiob. H wie Himmel; I wie Irrsinn; O wie Ohnmacht; B wie beten.
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Zeitspiegel
Der Zorn aller braven Amerikaner über die tatsächlichen oder vermeintlichen Untaten des Muammar al-Ghaddafi bedroht die Wiederwahlchancen eines erzkonservativen Politikers.
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Wüstenwind
Hafez el-Assad ist stets für eine Überraschung gut. Erst half der syrische Präsident den Amerikanern bei der Freilassung der TWA-Passagiere, die in Beirut festgehalten wurden (wofür er sich ein Dankschreiben Präsident Reagans einhandelte), dann ließ er dem Chefterroristen Abu Nidal freie Hand für dessen blutige Anschläge in Rom und Wien (höchstwahrscheinlich auch bei dem Attentat in der Berliner Diskothek „La Belle“).
Von D. St.
- Wirtschaft
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China öffnet sich. Marktwirtschaftliche Methoden und westliche Technik sollen die Ökonomie des Landes leistungsfähiger machen. Doch das Streben nach Konsum und Profit kollidiert mit den Prinzipien des Sozialismus.
Ein wenig Kapitalismus und sehr viel Ärger
Im Herbst vergangenen Jahres gab sich die Far Eastem Economic Review ratlos: Das Titelbild des in Hongkong erscheinenden Wochenmagazins zeigte das Konterfei des Vorsitzenden Mao und darunter die bange Frage: „Ist er wirklich tot?“ Mit diesem Zweifel befand sich das Magazin in bester Gesellschaft.
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MARKT-REPORT
Die Käufer streiken
In den deutschen Börsensälen wächst wieder einmal die Nervosität. Das letzte Zugpferd, eine fortschreitende Zinssenkung, lahmt, seitdem die Zinssituation in den USA wieder undurchsichtig geworden ist.
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Bonner Kulisse
Aus ordnungspolitischen Gründen ist Bundeswirtschaftsminister Martin Bangemann so ziemlich gegen jede Art direkter Forschungsförderung.
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BANK UND BÖRSE
Aufregung um Genüsse
Ein Brief der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen an den Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann zeigte große Wirkung.
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Wider die Pessimisten
Sozialwissenschaftlichen Studien ist äußerst selten ein breiter publizistischer Erfolg beschieden. In der Regel wächst die Auflage erst, wenn der Inhalt eines Buches so verdünnt worden ist, daß er einem größeren Leserkreis keine Schwierigkeiten mehr bereitet.
Von Rainer Erd
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Landwirtschaft
„Bua, lad dir des Kreuz net auf“
In aller Herrgottsfrühe geht er in den Stall. Neun Kühe warten schon darauf, gemolken zu werden, es ist halb sechs. Für den bayerischen Jungbauern Willy Schmid aus dem kleinen Oberpfälzer Dorf Hardt beginnt der Arbeitstag immer um diese Zeit, wenn er sich nicht gerade im 150 Kilometer entfernten München aufhält, um für sein Uni-Examen in Elektrotechnik zu büffeln.
Von Rudolf Kahlen
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Heinz Michaels:
Über den Wolken keine Freiheit
An den Grenzen im Luftraum über Europa haben die europäischen Richter in Luxemburg nicht gerüttelt. Sie erkannten an, daß die nationalen Behörden zuständig sind.
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Zeitliches aus Italien
Invaliden vom Fließband
Ob sie hübsch ist, verriet die Fernsehkamera nicht, schlank und jung scheint sie jedenfalls zu sein. Die Dame erschien nur mit ihrer Rückseite auf dem Bildschirm der Abendschau.
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Wesertunnel
Jetzt will der Staat bauen
Daß er sich verfahren könnte, muß Schiffsführer Dieter Schröder bestimmt nicht befürchten. Das Ziel ist nur fünf Minuten entfernt, liegt auf der anderen Seite der Weser.
Von Hinrich Lührsen
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Norwegen
Ende einer Wende
Premierminister Kare Willoch scheitert mit seiner unternehmerfreundlichen Politik
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DDR-Wirtschaft
Ohne Pathos und Politparolen
Von Weistropp aus hat man den besten Blick ins Elbtal, eine Landschaft mit Kontrasten. Die alten Schlößchen Wackerbarths Ruh und Hoflößnitz, die Weinberge und großzügig angelegte Gärten erinnern an die Zeit, als Sachsen noch reich war.
Von Michael Schmitz
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Sieben magere Jahre
Margaret Thatcher zwingt die britischen Gewerkschaften zu einer neuen Politik
Von Wilfried Kratz
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Großbritannien
Ideologen auf Irrfahrt
British Leyland (BL), der staatliche britische Automobilkonzern, ging auf eine Reise mit klarem Ziel: Die Privatisierung des Unternehmens wurde angesteuert.
Von Wilfried Kratz
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Musikgeschäft
Sieg der Buchhalter
Mit viel Marktforschung und subtilen Verkaufsmethoden sichert die Branche ihren Absatz
Von Michael Mönninger
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Bundespost
Ausverkauf mit List und Tücke
Fernmeldechef Schwarz-Schilling betreibt schrittweise die Privatisierung seines Monopolbetriebes
Von Wolfgang Hoffmann
- Wissen
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Forschung ohne Wenn und Aber
Helligkeit aus der Luft gefiltert
Das „Journal der unwiederholbaren Experimente“ publiziert parodistischen Nonsens
Von Ff ancois Fricker
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Erforscht und erfunden
Die Entwicklung des Gehirns – vom embryonalen bis zum erwachsenen Stadium – scheint sich in allen Teilen der Großhirnrinde gleichzeitig abzuspielen.
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Farbensehen
Gene für Blau, Grün und Rot
Die schöne Eigenschaft, Farben sehen zu können, verdanken wir lichtempfindlichen Zellen in der Netzhaut. Sie enthalten, wie Forscher seit geraumer Zeit wissen, drei unterschiedliche Pigmente – die „Photorezeptoren“ – für Licht mit den Farben (genauer: den Wellenlängen) „Blau“, „Grün“ und „Rot“.
Von Regina Oehler
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Doppelter Rückschlag für Gorbatschow
Das Desaster am Dnjepr bestätigt den neuen Ansatz des Kremlchefs – und lähmt ihn zugleich
Von Christian Schmidt-Häuer
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Aids
Verschwörer und Sündenböcke
Konkret ist jenes Magazin, das sich als „progressives“ Gegenstück zum Spiegel versteht. Konkret hat ein „Sonderheft Sexualität“ herausgegeben, Titel: „Operation Aids – Das Geschäft mit der Angst – Sexualforscher geben Auskunft“ (was sie dann aber doch nicht tun).
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Strahlenstaub über dem schönen Schein
Nach der Katastrophe von Tschernobyl steht die Kernenergie auf dem Prüfstand
Von Horst Bieber
- Reisen
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Wadenkrampf und Blaubeersuppe
Die Skandinavier stellen, gemessen an der Zahl der Einwohner, die meisten Volkssportler der Welt und sie haben die ausgefallensten Veranstaltungen.
Von Georg Weden
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Nordzypern
Schweine im Klosterhof
Bei einer Reise zu Kirche und Kapellen stößt der Besucher auf unerwartete Idyllen
Von Andrea Hom
- DIE ZEIT
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Der dritte Schock
In der britischen Ölindustrie sind 6000 Jobs vorerst dahin. So viele Menschen sollten drei Jahre lang damit beschäftigt sein, das Gannet-Ölfeld in der britischen Nordsee zu erschließen.
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Peru
Die Hüterin der Linien
Schon 1979 mußte Maria Reiche den Kopf mit den schweren Brillengläsern ganz tief in das kleine Büchlein stecken, um mir eine Widmung in ihr Werk über das „Geheimnis der Wüste“ zu schreiben.
Von Klaus Viedebantt
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Katholische Kirche in Lateinamerika: Welche Rolle spielen „Basisgemeinden“ und „Befreiungstheologie“?
Das Paradies auch auf Erden
Fidel Castro, immer ein taktisches Genie, kümmert sich plötzlich um Religion. Wird der alternde Revolutionär fromm? Oder bietet ihm Lateinamerikas katholische Kirche die Chance für eine neue revolutionäre Offensive? Fidels Interessen an religiösen Fragen belegt wohl am deutlichsten, daß im lateinamerikanischen Katholizismus einiges in Bewegung geraten ist.
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Lesen und Reisen
Der große Vorteil der Berlitz-Reiseführer ist ihre Handlichkeit, sie sind wahre Taschenbücher. Ihre Nachteile: Es handelt sich in der Regel um Übersetzungen von Autoren, deren Interessen nicht immer denen deutscher Reisender entsprechen – und noch gravierender – der Umfang ist dünn und bietet daher bei vielen Reisezielen zu wenig.
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Madrid
Rasender, klappernder Rhythmus
Nachts um eins in Madrid. Aus einem „tablao“, einem mit andalusischen Kacheln geschmückten Flamencolokal, tönt dumpf der rasende, klappernde Rhythmus der „zapateados“, das für den Flamenco typische Trommeln der Absätze.
Von Wolf Hanke
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Wohin mit dem Müll?
Als die Insel am Horizont auftaucht, wird es auf der Motorjacht lebendig. Knapp zwei Stunden war sie auf westlichem Kurs schnurgerade über das offene Meer ins Ari-Atoll gefahren.
Von Andreas Jacobsen
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„Berlin ist kein Moloch“
ZEIT: In der Bundesrepublik wirkt Berlin wie ein moderner Moloch, wie eine Stadt, deren Stärken sich in Schwächen verwandelt haben.
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Ende der Akzeptanz
Nach der Katastrophe von Tschernobyl haben die Öffentlichkeitsarbeiter zu tun. In den zuständigen Stäben der Atomindustrie, der Kraftwerksunion, aber auch der einschlägigen Ministerien dürften jetzt neue Strategien entworfen werden, vielleicht sogar mit dem Ziel, in einigen Monaten wieder die Parole „Business as usual“ ausgeben zu können.
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Weiter wie bisher
Nach dem schweren Kernkraftwerksunfall in der Sowjetunion ist die Frage zu hören, ob die Nutzung der Kernenergie wirklich notwendig ist, wenn sie mit so großen Risiken verbunden ist.
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Der Meister des Agentenromans über sein kompliziertes Verhältnis zum Geheimdienst
Jawohl, ein Spion
Ich weiß, was Sie sind!“ ruft Denis Healey, einst britischer Verteidigungsminister unter einer Labour-Regierung, bei einer privaten Party, zu der wir beide eingeladen waren, während er sich mit ausgestreckter Hand von der Tür her auf mich zuschiebt.
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Der Super-GAU von Tschernobyl
Strahlend kam der Mai über Deutschland. Kein schöner Land in dieser Zeit: Viele Kinder durften trotz des Sonnenscheins nicht in Sandkästen oder auf Wiesen spielen.
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Gott lädt die Armen ein
Sonntag in einem Flüchtlingslager salvadorianischer Familien in Nicaragua. Zuerst findet, dichten Staub aufwirbelnd, das freundschaftliche Fußballspiel gegen eine nicaraguanische Mannschaft statt.
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Härtetest für die Prüfer
Von Recht und Gesetz hält die Volkswagen-Stiftung in Hannover offenkundig nichts. Weil es der Stiftung nicht paßt, sollen Politiker nämlich jetzt ein höchstrichterliches Urteil kassieren: Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Berlin, die Stiftung müsse den Rechnungshöfen des Bundes und des Landes Niedersachsen ihre Bücher öffnen, soll durch eine einfache Satzungsänderung aus der Welt geschafft werden.
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Fußball ist ganz einfach
Die Reihe der Irrtümer über das Fußballspiel wird angeführt von dem Mythos der Taktik. Dieser besteht darin, zu glauben, daß Spielergebnisse durch eben diese ominöse „Taktik“ in entscheidender Weise beeinflußt werden.
- Gesellschaft
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Fundsachen im Hotel: Vom Gebiß bis zum Koffer
Der Haustechniker ersteigerte für 20 Mark einen neuwertigen Markenkoffer; der Hausmaler blätterte für einen knapp tausend Mark teuren englischen Trenchcoat nur 15 Mark auf den Tisch, und eine Angestellte bekam als Draufgabe für eine ersteigerte Seidenbluse (zwölf Mark) noch einen goldfarbenen Armreif zugesprochen, der sich bei späterer Prüfung durch einen Juwelier als reingolden erwies.
Von Veit Burgenländer
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Pfingsturlaub: Tauziehen oder Galadiner
Der Bayerische Wald ist ein Ziel für Urlauber, die Interesse an religiösem Brauchtum haben: Als Abschluß einer Prozession wird am Pfingstmontag eine dreizehn Meter lange, zentnerschwere Kerze den steilen Bogenberg zum Gnadenbild der Mutter Gottes hinaufgetragen.
Von Elisabeth Wagner
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Fernseh-Vorschau: Max Frisch zum 75. Geburtstag – Für einen langen Interviewfilm eine „mühselige Striptease-Arbeit“
„Die Angst, daß ich anhocke und ansteinere“
In seinem Haus, das in einem abgelegenen südschweizer Tal liegt, hat Max Frisch einem Duzfreund, dem Übersetzer und Regisseur Philippe Pilloid, ein Marathoninterview von mehr als 20 Stunden gegeben.
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Im Prinzip sicher: auch im Westen galt derRBMK-1000 als zuverlässig
Der Unglücks-Reaktor
Im Kernkraftwerk Tschernobyl stehen vier Reaktorblöcke gleicher Bauart. Der erste wurde im Jahre 1977 in Betrieb genommen, der letzte – inzwischen völlig zerstörte – Block 4 vor knapp zwei Jahren.
Von Thomas von Randow
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Keine Befreiung ohne Freiheit
Der Apostolische Stuhl hat sich zweimal zu Volkskirche und Befreiungstheologie geäußert. Die erste, unter Leitung von Kardinal Ratzinger verfaßte „Instruktion der Kongregation für die Glaubenslehre über einige Aspekte der ‚Theologie der Befreiung’“ stammt vom 6.
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Gewünscht: Mehr Respekt für den Herrn Ober
Es waren allesamt hochkarätige Vertreter ihrer Zunft, die sich im Zwei-Sterne-Restaurant des „Kurhotels Mitteltal“ im Schwarzwald zur „II.
Von Rainer Schauer
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Hoffen auf den Herbst
ZEIT: Amerikanische Touristen annullieren in Scharen ihre Reisen nach Europa. Die Gründe sind bekannt: Angst vor Anschlägen sowie der schwache Dollar.
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MANAGER UND MÄRKTE
Noch im September vergangenen Jahres verbreitete Kuno Pieroth Optimismus. Der geschäftsführende Gesellschafter des größten Weinhändlers in der Bundesrepublik war zuversichtlich, daß die Pieroth-Gruppe die Folgen des österreichischen Glykol-Wein-Skandals vom vergangenen Sommer bald verwinden könne.
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ZEITRAFFER
Personals seit 1959 sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland zurückgegangen. Aufgrund nachgebender Energiepreise lagen im April die Preise für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte im Durchschnitt um 0,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
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AKTIENSELLER
Im April sind auf den deutschen Aktienmärkten die Umsätze sprunghaft gestiegen. Bemerkenswert ist, daß sich dabei auch die Geschäftsschwerpunkte verlagert haben.
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Fernseh-Kritik
Weiterhin Atompolitik
Genauso habe ich mir die Katastrophe vorgestellt. Man kommt von einer Einladung nach Hause, gerade noch rechtzeitig zur letzten „Tagesschau“, da sagt Frau Berghoff, profihaft gelassen, man müsse nun davon ausgehen, daß sich der „Größte Anzunehmende Unfall“ ereignet habe, im Atomkraftwerk von Tschernobyl sei ein gigantisches Unglück passiert.
Von Siegfried Schober
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Deutsches Badeleben
Über die Entwicklung der Badeorte an Nord- und Ostsee erzählt eine Ausstellung, die noch bis Ende August im Altonaer Museum in Hamburg (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Eintritt drei Mark) gezeigt wird.
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Bleiben und bauen
Mühevoll rekonstruieren die Erdbebengeschädigten Friauls ihre Dörfer und Denkmäler
Von Isolde von Mersi
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Bonbon aus Cannes
Wein-Bar
Hundert Jahre, nachdem der englische Lord Brougham Cannes zu seiner zweiten Heimat gemacht und der Bau seiner Villa „Eleonore-Louise“ 1835 den Wandel des kleinen Fischerdorfes zum weltbekannten Seebad bewirkt hatte, kauften Madame und Monsieur Lesouple in der Rue Meynadier Nummer 85 ein kleines Geschäft.
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Wie wirken radioaktive Strahlen? Wer muß um seine Gesundheit fürchten? Was bietet Schutz?
Plutonium Strontium Caesium
Die Situation ist paradox: Zwar wissen die Mediziner mehr über die radioaktiven – besser: „ionisierenden“ – Strahlen als Ursache von Krebserkrankungen ab über andere Umwelt-Karzinogene.
Von Günter Haaf
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Schwierige Realität
Nicht alles, was – je nach Standpunkt – als „Basisgemeinde“ und „Befreiungstheologie“ verdammt oder bejubelt wird, hat damit etwas zu tun; die lateinamerikanische Realität ist komplexer und komplizierter.
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Wenn der Kern schmilzt
Traube: Die Amerikaner haben aufgrund von Satellitenphotos vermutet, daß eine große chemische Explosion der eigentliche Auslöser war.
- Kultur
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Tragikomische Szenen aus dem Leben eines Filmsüchtigen
Der Kino-Olm und sein Chauffeur
Säntimäntl ist Cineast. Da liegt das Leid nicht fern: Als B-Film empfindet er sein Leben, als billiges remake mit ständigen Déjà-vu- Erlebnissen.
Von Sven Michaelsen
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Wach auf, mein Herz, und suche Fried
Ingrit Seibert: Herr Fried, Sie sind ein österreichischer Jude, der seit Jahrzehnten in England lebt, sich als deutscher Dichter versteht und sich zu vielen aktuellen politischen Auseinandersetzungen zu Wort meldet.
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11 840 Kilometer auf den Spuren der Rot-Chinesen
Maos langer Marsch ins heutige China
Daß die Qualen dieses fast schon legendären Unternehmens einen Sinn behalten, aber ist Deng Xiaoping zu danken
Von Rolf Hochhuth
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Eine Jugend im Triest der Jahrhundertwende
Werd’ bloß nicht melancholisch!
Ernesto ist ein süßer Fratz, verträumt und faul, ein Handelsgehilfe, der sich über Mehlsäcken der feinsten Sorte „Doppelnull“ von einem Tagelöhner verführen läßt, schließlich aber doch von den samtenen Armen der Triestiner Bourgeoisie um die Jahrhundertwende wieder aufgefangen wird, die für den gefallenen Engel die berückende Schwester seines geigenden Freundes bereithält.
Von Karsten Witte
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Kunstkalender
Einen Unbekannten, sicherlich, wird man ihn nicht nennen können. Der gebürtige Wiener Carl Schuch ist als ein Vertreter des Münchner Kreises um Wilhelm Leibl gesehen und gewürdigt worden.
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Pioniere
Skeptisch schaut er, der alte Mann aus Dithmarschen, der, anno 1900, sich vielleicht zum ersten Mal jenem Wunderding gegenübersah, das wir heute leicht in der Hosentasche verschwinden lassen können: der Kamera.
Von Anne Frederiksen
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Schallplatten
„Eigentlich sollte man Beethovens Musik nur als Erwachsener spielen, um das Dramatische, die Intensität der Kontraste, aber auch ihre Leidenschaften angemessen ausdrücken zu können.
Von Martin Ahrends
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Prima la musica - und dann?
Der erste stirbt durch einen unglücklichen Zufall: der Marchese von Calatrava wird ausgerechnet von der Kugel jener Pistole getroffen, die sein Gegner Alvaro fortwirft, um waffenlos und damit offen eine Chance zu einer fairen und rationalen Auseinandersetzung zu finden.
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Erinnerungen wider die Verdrängungskunst
Die andere Geschichte
Wozu sind wir erzogen worden, von wem mit welcher Geschichte. Wie haben wir Gefühl und Weltsicht weiterentwickelt. Jedes Schreiben über unsere ersten fünfzehn, zwanzig Jahre muß diesen Fragen nachgehen.
Von Yaak Karsunke
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Verreist“ – Reinhild Hoffmanns Abschied von Bremen
Tanzende
Schließlich, nach fast drei Stunden, kommt jede Tanzbewegung ans Ende. Eine der Frauen von Reinhild Hoffmanns „Bremer Tanztheater“ trampelt in Stöckelschuhen auf einem der noch nicht geschmolzenen Eisblöcke herum und macht sich selber Mut oder verheißt uns, immer wieder, bis zur seligen Erschöpfung: „Wir tanzen.
Von Rolf Michaelis
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Ausstellung in Hamburg „George Grosz – Die Berliner Jahre “
Fast ein Poet
Über den Grosz, der das Gesicht der herrschenden Klasse in noch heute wahrheitsträchtige Fratzen ummünzte, vergißt man meistens den anderen Grosz, dem Klee und Kubin näherstanden als beispielsweise Franz Masereel.
Von Hans Platschek
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Theater in Mülheim: Roberto Ciulli inszeniert Wedekinds „Lulu“
Der Würgeengel
Die Maschine ist des Menschen gehorsamster Diener. Und sein gefährlichster – es kam passieren, daß sie dem Menschen plötzlich nicht mehr gehorchen will, sondern ihn angreift; daß das Geschöpf seinen Schöpfer tötet.
Von Benjamin Henrichs
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Kritik in Kürze
„Der Neckar fließt nach Leningrad“, von Lew Druskin, ist das Werk eines Lyrikers. Es sind seine Erinnerungen, geschrieben wohl in klarer, präziser Prosa, aber durchaus lyrisch im Sprachduktus, in musikalischer Gehalt-Strukturierung, wie auch in offenherziger Subjektivität der Bekenntnisse.
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Filme
„Ginger und Fred“ von Federico Fellini. „Detektive“ von Jean-Luc Godard. „Die Ehre der Prizzis“ von John Hoston. „Ran“ von Akira Kurosawa.
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Das seltsame Leben des Milliardärs Howard Hughes, dargestellt anhand mysteriöser Schriftstücke
Der Mann, der Amerika kaufen wollte
Am 5. Juni 1974 wurde in Hollywood, in der Romaine Street 7000, ein Einbruch verübt. Einbrüche gehören weder in Amerika noch anderswo zu den besonderen Vorkommnissen.
Von Esther Knorr-Anders
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Zeitmosaik
Wieland Schmied, Poet, Schriftsteller und Ausstellungsmacher, den ZEIT-Lesern bekannt durch Aufsätze über Giorgio de Chirico, Alberto Savigno, René Magritte, Francis Bacon und anderes mehr, wird mit dem laufenden Sommersemester eine Professur für Kunstgeschichte an der Münchner Akademie der Bildenden Künste annehmen.
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Endlich unter Dach und Fach: das deutsch-deutsche Kulturabkommen
Kein Stoff für Träume
Wunder werden nicht geschehen. Das deutsch-deutsche Kulturabkommen, nun endgültig unter Dach und Fach, ist eine Rahmenvereinbarung, nicht mehr.
- Länderspiegel
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In München entstand ein Zentrum zur Behandlung von Strahlenverletzten
Station ohne Patienten
Geduckt, wie eine Raubkatze vor dem Sprung, steht der einstöckige Neubau des „Nördlichen Funktionstraktes“ inmitten hoher, teilweise hundert Jahre alter Gebäude auf dem Gelände des Städtischen Krankenhauses München-Schwabing.
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Theater für Asylbewerber
Seid nett zu den Kanaken
Zu der Zeit, da der junge Bertolt Brecht noch in seiner Geburtsstadt Augsburg lebte, war der riesige Backsteinbau im Vorort Göggingen ganz bestimmt noch gut in Schuß.
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Die erste Polizei-Vizepräsidentin ist im Amt
Kein ruhiger Posten
Die Besetzung des stellvertretenden Polizeipräsidentenposten in einer bundesdeutschen Großstadt wird in der Regel mit ein paar Zeilen im Lokalblatt registriert.
Von Margrit Gerste
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Mikrozensus: Gegen 1000 Hamburger läuft immer noch ein Mahnverfahren
Rangelei um die Daten
Die Datenschützer hegten keinerlei Mißtrauen. „Außer einigen Anregungen“, erinnert sich eine Referentin des Hamburger Datenschutzbeauftragten, „hatten wir beim Mikrozensus nichts zu beanstanden.
Von Dörte Schubert
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Alte Kameraden
Brauner Spuk im Allgäu
Der Winter weicht nur zögernd: Verschneite Gipfel, die Wiesen im Tal sind mit schmutzig-weißen Flecken durchsetzt. Die Almbauern fahren Gülle aufs Feld.
Von Alexander Goeb
- Lebensart
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Recht im Alltag
Vater, Kind und Steuer
Kinder kosten Geld, das ist nun wirklich keine Neuigkeit. Wenn Eltern nach der Geburt des ersten Kindes feststellen, daß nicht nur ihr Einkommen sinkt, weil einer zu Hause bleibt und das Kind versorgt, sondern auch die Ausgaben steigen, weil Babynahrung, Windeln und Kinderwagen bekanntlich nicht umsonst verteilt werden, reiben sie sich dennoch oft erstaunt die Augen: Viele haben nicht gewußt, wie weit die Schere auseinanderklafft zwischen Doppelverdienern ohne Kind auf der einen und Familie mit Kind und Alleinverdiener auf der anderen Seite.
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Hans W. Geissendörfer
In jedem Genre zu Hause
In einer riesigen Halle mit einer Decke aus Stahlgestängen, an denen die Scheinwerfer hängen, sind halbe Zimmer aufgebaut, getrennt durch schmale Gänge, in denen gerade eine Kamera nebst Aufbau Platz hat.
Von Armgard Seegers
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Umberto Eco:Streichholzbriefe
Lieutenant Columbo neu eingekleidet
In den Vereinigten Staaten geht regelmäßig die neue Folge der Serie „Columbo“ über den Bildschirm. Ich finde mich nicht mehr zurecht: Gewiß, Peter Falks Trenchcoat ist immer noch derselbe hellgraue Staubmantel, und er kommt nicht von Brooks Brothers, aber er ist gewaschen, gebügelt und öffnet sich mit einer gewissen Würde, um den Blick auf ein sauberes Hemd und eine gut gebundene Krawatte freizugeben.
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Maggies neue Bobbys
Sir“, schrieb kürzlich ein bestürzter Leser an die Edinburgher Tageszeitung The Scotsman, „was ist aus dem hilfsbereiten, verständnisvollen Bobby geworden? Gibt es ihn nicht mehr? Am letzten Samstag traf ich nur patzige, arrogante und völlig unempfängliche Polizisten, als ich ein Rugbyspiel zwischen Frankreich und Schottland im Murrayfield-Stadion besuchte.
Von Reiner Luyken
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Aurora soll schwimmen
Sie hatten es in der ZEIT gelesen, und nun kamen die Angebote von weither. Ein deutscher Geschäftsmann aus Johannesburg legte einen Scheck von 5000 Mark bei, um sich als Miteigner des Schiffes eintragen zu lassen.
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Saisonstart für Bergsteiger
Die Füße wund, der Kollaps nahe
Bald beginnt sie wieder, die Hochsaison der Berggeher und Alpinisten. In den Schaufenstern der Sportgeschäfte warten jetzt Daunenjacken, Riesenrucksäcke, Bergseile, Eispickel und Stirnlampen – so, als ob im Sommer die ganze Nation zumindest den Montblanc besteigen solle.
Von Wilfried Schwedler
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Zeitlese
Der Züricher Sport machte für seine Leser möglich, wovon jeder Tennisfan träumt: ein Gespräch mit Boris Becker. Die Telephon-Aktion mit Direktwahl nach Monte Carlo war „ein voller Erfolg“; Boris beantwortete in seiner bewährten Art als „sympathischer und bescheidener Mensch“ Dutzende von Fragen.
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Kannst du nicht alle Soldaten totschießen?
Die Kämpfe in Beirut kennen keine festen Fronten, die Geschosse fallen in Wohngebiete, Autobomben töten wahllos, ohne Alarm und unvorhersehbar.
Von Marie-Therese Kastl
- Studium
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Lob den kleinen Schritten
Bildungspolitik ist offenbar nicht mehr „in“. Auf die Vielfalt der Reformvorschläge des Deutschen Bildungsrats ist neben einer Teilrealisierung eine allgemeine Resignation gegenüber der Komplexität der Bildungszusammenhänge erfolgt.
Von Hellmut Becker
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Deutsch-israelischer Schüleraustausch
Föderaler Finanzmangel
Kultur ist „Hoheit“. Studiengänge, Lehrpläne, Schulabschlüsse sind Ländersache, Friedenserziehung – und Völkerverständigung.
Von Jutta Wilhelmi
- unzugeordnet
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Trauerspiel ohne Ende
Europa kostet von Jahr zu Jahr mehr Milliarden, aber der Abstieg zur Armseligkeit ist programmiert. Noch teurer, aber auch noch trister – das sind die Aussichten für die Veranstaltung, die sich Europäische Gemeinschaft nennt.
Von Heinz Blütkmann