Nach London war Berlin an der Reihe: Wie bei dem versuchten Anschlag gegen eine vollbesetzte israelische Linienmaschine steckten auch hinter dem Attentat auf das Gebäude der Deutsch-Arabischen Gesellschaft Syrer – als Helfershelfer der Terroristen. Nicht zuletzt, weil dies offenbar wurde, hatte die Berliner Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten vergleichsweise milde Strafen gefordert.

Doch wie wird sich nun Bonn verhalten? Etwa so wie London, das aufgrund der nachgewiesenen syrischen Beihilfe zum geplanten Mord die diplomatischen Beziehungen zu Damaskus abbrach? Genscher fühlt sich in besserer Lage. Anstelle eines kompletten Abbruchs der Beziehungen glaubt er sich mit der – freilich öffentlichen – Mitteilung an die Syrer begnügen zu können, der aus Altersgründen zurückgerufene Bonner Botschafter werde vorläufig nicht ersetzt.

Weniger wäre – schon aus Gründen der oft lautstark angemahnten europäischen Solidarität – dem Ansehen der Bundesrepublik schädlich. Für Staatsterrorismus auf unserem Boden darf es keine Nachsicht geben. Da findet jede noch so clevere Diplomatie ihre Grenzen. Leisetreterei schützt nicht vor Nachfolgetaten, im Gegenteil. D. St.