• DIE ZEIT: Jahrgang 1986

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1986/01

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    • Der Patriot

      Es war ein Wort der Versöhnung: „Wir haben nur ein Polen. Wir sollten alle polnisch denken, Ich kann nicht bestreiten, daß Jaruzelski ein Patriot ist.

    • Abbruch

      Wie zu erwarten war, ist der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Bernhard Vogel schon im Bundesrat mit seiner Absicht gescheitert, den Schwangerschaftsabbruch bei sozialer Notlage durch Gesetz zu erschweren.

  • Ausgabe 1986/02

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    • Jenseits von Pendelschwung und Wellenschlag

      Ein Begriff macht Karriere: Wertewandel. Es ist ein breiiger Begriff, schwer zu fassen und kaum zu definieren. Die Verwechslung liegt nahe mit einem anderen modischen Terminus: Stimmungsumschwung.

    • Ostwind

      Die sowjetische Diplomatie beschwört den „Geist von Genf“. Mit ihm lasse sich nicht vereinbaren, so hat sie der Bundesregierung notifiziert, daß Bonn mit Washington über die Beteiligung deutscher Firmen an SDI verhandeln wolle.

  • Ausgabe 1986/03

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    • Geräumt

      Es war immer nur eine Frage der Zeit, wann der Bauplatz in Wackersdorf geräumt wird. Kein rechtlich geordnetes Gemeinwesen kann es ohne Gefahr der Selbstaufgabe zulassen, daß sich ein Teil seiner Bürger auf selbstgewählten Inseln aus den geltenden Regeln und Ordnungen „ausklinkt“.

    • Gegendarstellung Todenhöfer: Keine Anfrage beim Bundesverfassungsschutz

      In der Ausgabe von DIE ZEIT vom 20..........................................................................................

  • Ausgabe 1986/04

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    • Daten, Dienste und Disketten

      Der Teufel weiß sich gut zu kleiden. Was soll man schon sagen gegen ein bißchen mehr Sicherheit, also gegen die jüngsten Bonner Gesetzesvorhaben? Doch der zweite Blick enthüllt: Das Gegenteil wird dabei herauskommen; mehr Verunsicherung der Bürger! Sicherheit brächten die neuen Gesetze in erster Linie denen, die Bürgerdaten verarbeiten wollen – allenfalls punktuell denen, die da verdatet werden sollen, Für sie wäre die Bilanz am Ende negativ.

    • Wandlung

      Norman, Norman, wie hast Du Dich verändert. Was waren das noch für Zeiten, als Norman Kingsley Mailer Jeans-bewappnet und Pullover-bewehrt die „Heere aus der Nacht“ literarisch gegen den Vietnam-Krieg begleitete; als „Die Nackten und die Toten“ ihn Umtrieben und zum Ankläger der Sinnlosigkeit des modernen Krieges werden ließen; als das Enfant terrible der amerikanischen Literatur regelmäßig mit Sauf- und Rauftouren von sich reden machte.

  • Ausgabe 1986/05

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    • Hilflos

      Die Tragödie der kleinen, armen Nation wird zum Dilemma für jene Großmacht, die das Land viele Jahre als willfährigen Trabanten betrachtete.

    • Harter Kampf um Minimax

      Der neue Streikparagraph könnte den Gewerkschaften unverhoffte Vorteile bringen

  • Ausgabe 1986/06

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    • Gewalten-Inzucht

      Noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen; mit schwachen Fingern klammert es sich an den Rand. Noch ist über die sieben Bonner Sicherheitsgesetze das letzte Wort nicht gesprochen.

    • Ein deutscher Kommunist, ein deutscher Realist

      Seine Titel sind lang und umständlich: „Generalsekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzender des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik.

  • Ausgabe 1986/07

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    • Schaden am Symbol

      Wer geglaubt hat, Berlin sei unter Richard von Weizsäcker und Eberhard Diepgen endlich zur Ruhe gekommen, erwacht nun aus einem allzu schönen Traum.

    • Erst zahlen, dann betteln

      Bevor der Staat einspringt, müssen die Gewerkschaften der Neuen Heimat helfen

  • Ausgabe 1986/08

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    • Das Tabu zerbricht

      Die politische Kultur der Bundesrepublik ist von Anfang an ein gefährdetes Kunstprodukt gewesen. Nach dem Dritten Reich läßt sich eben auf lange Zeit kein Staat wie jeder andere machen.

    • Austausch

      Die Glienicker Brücke, Nahtstelle zwischen West-Berlin und dem DDR-Bezirk Potsdam, ist längst zum Symbol für eine erfreuliche Sonderform des Menschenhandels zwischen dem Ostblock und der freien Welt geworden.

  • Ausgabe 1986/09

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    • Spiel mit Hoffnung

      Wenn Michail Gorbatschow schon vor fünf Jahren im Kreml das Sagen gehabt hätte, wäre es wohl nie zur westlichen Nachrüstung gekommen.

    • Vierzig Jahre DIE ZEIT

      Diese Woche haben wir dem Blatt eine alte Ausgabe der ZEIT beigelegt – die allererste Nummer überhaupt, erschienen auf den Tag genau heute vor vierzig Jahren.

  • Ausgabe 1986/10

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    • Den Frieden denkbar werden lassen

      Zum erstenmal seit langer Zeit ist vorsichtiger Optimismus gestattet. Wohl hat Michail Gorbatschow in seinem Eröffnungsreferat auf dem 27.

    • Ein Extremist

      Heinrich Lummer, Innensenator und Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin, läßt kaum eine Gelegenheit aus, seine finstere Gesinnung publik zu machen.

  • Ausgabe 1986/11

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    • Friede ist nirgends

      Die tödlichen Schüsse auf Olof Palme künden eine traurige Wahrheit: Es gibt keine Insel der Seligen mehr. Die Kugel von Dallas, die John F.

    • Tükkisch

      Deutschland, so hatte es einmal Gustav Heinemann gesagt, ist eines der schwierigsten Vaterländer. Auch hartgesottene Patrioten werden nicht widersprechen, wenn sie an die vielfältigen Tücken ihrer Muttersprache denken, die vor allem dann zutage treten, wenn sie sich derselben in der Schriftform bedienen sollen.

  • Ausgabe 1986/12

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    • Der Kreml straft

      Der sowjetische Parteitag hat nicht nur mit Breschnjews Schlendrian abgerechnet. Er hat auch dessen Doktrin von der begrenzten Souveränität sozialistischer Länder durch ein wohlklingendes Toleranzedikt ersetzt.

    • Bonner Buhlen um die Bauern

      Wenn hierzulande der Landmann murrt, dann zittern die Politiker. Das Heer der Bauern ist halb so groß wie das der Arbeitslosen: Fünf Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft.

  • Ausgabe 1986/13

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    • Unerheblich

      Als in den aufgeregten Jahren um 1970 der Verband deutscher Schriftsteller (VS) enttand, sah es so aus, als kämen weltfremde Dichter aus luftigen Höhen herabgestiegen, um auf dem Boden der Tatsachen endlich ihre weltlichen Ansprüche geltend zu machen.

    • Mißbrauch

      Hatte Helmut Kohl etwa an seine eigenen Parteifreunde gedacht, als er nach Otto Schilys Strafanzeige eine „beispiellose Schlammschlacht“ heraufziehen sah? Jedenfalls ist sie inzwischen im vollen Gange – und zwar gegen die Justizorgane, vor allem gegen den Generalstaatsanwalt in Köln.

  • Ausgabe 1986/14

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    • Ein Schritt in die falsche Richtung

      Beteiligung an Ronald Reagans Lieblingsprojekt eines Raketenabwehrsystems aus dem Weltraum? Die Sache scheint nun unter Dach und Fach zu sein.

    • Unter dem Diktat des Mittelmaßes

      Hilf Herr! Die Heiligen haben abgenommen“ – diese Klage des Psalmisten heißt, übersetzt in die Verhältnisse der säkularisierten Gesellschaft: Bedeutende, überzeugende Persönlichkeiten werden immer weniger.

  • Ausgabe 1986/15

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    • Ronald Reagans neue Ruppigkeit

      Die Schüsse in der Großen Syrte sind verhallt, die drei Flugzeugträgergruppen der amerikanischen Sechsten Flotte haben sich wieder hinter den Horizont zurückgezogen, Libyens hochfahrender Herrscher Muammar al-Ghaddafi hat einen blutigen Denkzettel erhalten.

    • Mutig

      Soll man ihn überhaupt noch loben? Beifall von der falschen Seite könnte für Hans-Dietrich Genscher noch härtere Schelte aus den Unionsreihen provozieren, ja beinahe so etwas wie einen Todeskuß bedeuten.

  • Ausgabe 1986/16

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    • Tat ohne Täter

      Schiere Selbstachtung müßte die Bundesrepublik zwingen, den Drahtziehern des Terroranschlags von Berlin gebührend zu antworten – sobald man sie nur kennen würde.

    • Wenn plötzlich das Ölfaß überläuft

      Benzinpreise unter einer Mark der Liter, Rohölpreise unter zehn Dollar das Faß – das hat es fast ein Jahrzehnt lang nicht mehr gegeben.

  • Ausgabe 1986/17

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    • Gebremst

      Das Wort „Flurbereinigung“ war ursprünglich frei von politischem Hautgout. Es meinte einfach die Neuordnung des durch jahrhundertelange Erbteilerei zerstückelten Besitzes.

    • Die Vernunft darf nicht abdanken

      Zwischen irregeleitetem Idealismus und überzogenem Moralismus müssen die Europäer Realisten sein

  • Ausgabe 1986/18

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    • Ruhekissen?

      Gut sieht es wahrlich nicht aus für den österreichischen Präsidentschaftskandidaten Kurt Waldheim, schon lange nicht mehr. Bis jetzt waren es, natürlich, die „böse“ Presse und der noch „bösere“ Jüdische Weltkongreß, die Stück für Stück die Verstrickungen des stolzen Bewerbers als NS-Mitläufer und Wehrmachts-Besatzungsoffzier aufdeckten.

    • Felipes Mut

      Fünf Wochen nach seinem Referendumserfolg hat der spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez nun angekündigt, was ihm seitdem alle Freunde raten: Die Parlaments wählen werden vom Oktober auf den Juni vorgezogen.

  • Ausgabe 1986/19

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    • Die Staatsbombe

      Der Schaden an der Gefängniswand war geringer als der, den der Rechtsstaat davontragen wird. Acht Jahre nach ihrer staatlichen Zündung gewinnt die Celler Bombe eine politische Brisanz, die ihre konventionelle Sprengkraft weit übersteigt.

    • Mann Kohl

      Auch das noch, zu allem Überdruß: Als hätten die Österreicher, gerade auch die österreichischen Juden, nicht schon genug Ärger mit dem unseligen Fall Kurt Waldheim – da muß auch noch der deutsche Bundeskanzler, schlicht als „Mann“, kommen und zeigen, worum es geht: Waldheim, natürlich, ist ein „großartiger Patriot“, den er, könnte er, sofort wählen würde.

  • Ausgabe 1986/20

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