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Ausgabe 02/1987

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Rekordflug rund um die Welt
Auch Helden brauchen Technik
Nach neun Tagen und drei Minuten hatte sich ein alter Fliegertraum erfüllt: „Voyager“ setzte einen Tag vor Heiligabend auf der Piste des kalifornischen Flugplatzes Edward auf.
Von H. B.
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Der Papst auf Reisen: Eine Bilanz der missionarischen Chancen und Risiken
Zögernde Schritte vom Podest
Obwohl Johannes Paul II. entschieden am Petrasamt festhält sucht er die Begegnung mit anderen Religionen,
Von Hansjakob Stehle
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Ernüchterung in Japan
Das Ende des Wunders
Für das Wunderkind Asiens geht die Zeit des unbeschwerten Wachstums zu Ende. Japan, das seit den fünfziger Jahren so erfolgreich auf Vollbeschäftigung und Modernisierung setzte, das die Ölschocks der siebziger Jahre mit erstaunlicher Anpassungsfähigkeit meisterte und zum größten Gläubiger der Welt avancierte, tritt in eine Entwicklungsphase, die von Selbstzweifeln und Pessimismus gekennzeichnet ist.
Von Christoph Bertram
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Rückblick auf das Jahr 1986: Tschernobyl hat vieles in den Köpfen verändert, in der Welt der Regierenden dagegen fast nichts
Die Weißwäscher im Wahljahr
Die wirklichen Probleme werden von der Politik vergessen, verdrängt, verleugnet / Von Gunter Hofmann
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Wolfgang Ebert
Unerhört
„Das kann doch gar nicht sein. Eben noch hat mir der Kanzler sein volles Vertrauen gerade in Umweltfragen ausgesprochen. Und nun ausgerechnet Wallmann – der hat davon doch keine Ahnung.
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Worte des Jahres
„Wir kamen nach Island, um die Sache des Friedens voranzubringen, und obwohl wir den weitreichendsten Rüstungskontrollvorschlag in der Geschichte auf den Tisch gelegt haben, hat der Generalsekretär unseren Vorschlag zurückgewiesen.
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Im Zuge der Hamburger Demonstration
Schrei nach Brand und Mord
Zu Beginn der zwanziger Jahre skandierten junge Völkische und Freikorpsleute – Vorläufer der Nationalsozialisten – auf den Straßen Berlins eine Mordparole: „Schlagt tot den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau!“ Wenig später wurde der Außenminister der Weimarer Republik auf der Fahrt ins Amt von zwei Attentätern erschossen.
Von Hans Schueler
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Die Gemeinschaft zur Jahreswende
Suche nach Europas Identität
Den Reden zum Jubiläum im kommenden März wird der Überschwang fehlen. Wenn die Westeuropäer den 30. Jahrestag der Unterzeichnung der Verträge von Rom feiern, die das Fundament ihrer Gemeinschaft bilden, haben sie keinen Anlaß zur Euphorie.
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Die Ära der nicht-erklärten Kriege
Die Supermächte müssen nicht nur über die Rüstungskontrolle verhandeln, sondern auch über die Begrenzung ihrer indirekten militärischen Eingriffe
Von Richard Löwenthal
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Demonstrationen in China
Die „Stimme des Volkes“ verlangt mehr Freiheit
Zwei Wochen dauerte es, dann hatte der Protest aus der Provinz die Hauptstadt erreicht. Rund tausend Studenten der angesehenen Qinghua-Universität gingen am vergangenen Dienstag in Peking auf die Straße, um ihre Solidarität mit den demonstrierenden Kommilitonen überall im Land zu bekunden.
Von Matthias Naß
- Wirtschaft
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Auf der Suche nach der Zukunft
Klaus Barthelt, der Vorstandsvorsitzende der Kraftwerk Union (KWU), sprach von „drei bedrückenden Dingen“: Die Auslastung der Werke in Mülheim und Berlin sei viel zu gering; weil der Stromverbrauch kaum zunehme, würden die E-Werke sich mit Investitionen zurückhalten; und schließlich hemme die Finanzschwäche vieler potentieller Abnehmerländer die Ausfuhr.
Von Heinz-Gunter Kemmer
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MANAGER UND MÄRKTE
Woche für Woche, jeweils mittwochs und samstags, wenn die Glücksfeen des Hessischen Rundfunks und des ZDF die Lotto-Zahlen ziehen, hoffen Millionen Bundesbürger, aus einer Mark ein Millionenvermögen zu machen.
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Kurzer Abriß der Nationalökonomie
Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch eine Notverordnung aufgehoben werden.
Von Kurt Tucholsky
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Bundesbank
Amerikahilfe
Die Deutsche Bundesbank, so heißt es im Paragraphen 19 des Gesetzes über das Noteninstitut, darf auf ausländische Währung lautende Wertpapiere kaufen und verkaufen.
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Warten auf den Goldregen
Die Strategische Verteidigungsinitiative (SDI) der Reagan-Administration hat eine alte Frage neu aufgeworfen: In welchem Ausmaß treiben wirtschaftliche Interessen die Rüstungsdynamik voran? Von den wirtschaftlichen Interessen hängt es mit ab, inwieweit dies enorme Militärprogramm gegenüber Korrekturen und Kürzungen immun wird, die aus sicherheits- und rüstungskontrollpolitischen Gründen wünschenswert erscheinen.
Von Bernd W. Kubbig
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Arbeitgeber
Der Patron der Patrons
Seit dieser Woche hat auch der französische Arbeitgeberverband einen neuen Vorsitzenden. Die Geschicke des Conseil National du Patronat Français (CNPF) leitet künftig der ehemalige Unilever-Manager François Périgot.
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Eine Schaukelbörse für starke Nerven
Bei starken Kursschwankungen brauchten Anleger eine glückliche Hand, um 1986 am Aktienmarkt zu gewinnen
Von Bernhard Blohm
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Schweden
Ein unbequemer Vater
Einen Posten mit starker Entscheidungsgewalt hatte er nie inne, und keine seiner Schriften wurde ein Bestseller. Dennoch haben nur wenige Menschen den Alltag der Schweden so geprägt wie Rudolf Bestseller.
Von Wolfgang Zank
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Elektrizitätswirtschaft
Hinter einem Schutzzaun
Vor wenigen Wochen erst hat Wirtschaftsminister Bangemann im Energiebericht der Bundesregierung erklärt, für eine „grundlegende Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes“ bestehe kein Anlaß.
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Erst recht im Abschwung
Zwickel: Es muß nicht zu einer Auseinandersetzung wie 1984 kommen. Wenn Grundlage für die Verhandlungen die positiven Erfahrungen sind, die mit der 38,5-Stunden-Woche gemacht wurden, dann müßte man eigentlich sehr schnell zu einem Konsens finden.
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Von Adam Smith zu Jürgen Habermas
Der Sündenfall der Ökonomie
Das Vorhaben ist kühn, wenn nicht sogar abenteuerlich. „In diesem Buch“, so eröffnet der Autor – Professor für Wirtschaftswissenschaft mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung an der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal den Reigen seiner Gedanken, „unternehme ich den umfassend angelegten Versuch eines Brückenschlags von der neueren praktischen Philosophie zur politischen Ökonomie.
Von Wolfgang Krüger
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Bonner Kulisse
Das Wort des Jahres heißt Ausstieg. So bestimmte es – wie jedes Jahr – der Sprachwissenschaftler Broder Carstensen. Doch auch ohne professorale Nachhilfe dürfte das jedem Zeitungsleser klar gewesen sein, nachdem der Atomunfall von Tschernobyl die Debatte um den Ausstieg aus der Kernenergie auslöste.
- Wissen
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Zoologie/Physiologie
Süße, auftaubare Frösche
Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, suchen die Frösche und Kröten sich ein schützendes Plätzchen für den Winter. Der Wasserfrosch wartet auf dem schlammigen Grund seines Sees auf die wärmende Frühlingssonne, die Kreuzkröte gräbt sich in den Erdboden ein.
Von Diemut Klämer
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Lasermedizin
Der sanftere Schnitt
Der rote Lichtstrahl tastet langsam über die Bauchorgane. Blinddarm. Eierstöcke. Gebärmutter. Alles unauffällig. Der Lichtstrahl stoppt.
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Biotechnik
Dalli-dalli-Pflänzchen
Äußerst schnell wachsende Pflanzen gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Biotechnik, im Unterricht und sogar in der Raumfahrt.
Von Angela Piekenbrock
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„Sonderauftrag Linz“
Ehe er sich die Giftkapsel zwischen die Zähne schob und die Pistole an die Schläfe setzte, diktierte er noch einer Sekretärin sein persönliches Testament: „Was ich besitze, gehört – soweit es überhaupt von Wert ist – der Partei, sollte diese nicht mehr existieren, dem Staat.
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Wenn die Welt in den Angeln knarrt
Ein Rückblick auf das Scharnierjahr 1986 – die Themen von morgen: unser Verhältnis zur Technik und zu Amerika
Von Theo Sommer
- DIE ZEIT
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Innerkrems in Kärnten
Ideal abseitig
Gleich hinter dem Katschberg-Tunnel geht es rechts ab, und die gute Laune im Auto sinkt schlagartig. Das Tal wird ganz eng und dunkel.
Von Gerhard Spörl
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Hände weg vom Lexikon
Jedes Jahr kommen auf den Straßen zwar nicht ganz so viele Menschen um wie in den Haushalten. Aber es sind noch immer viel zu viele.
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Akademie-Skandal
Ja wissen die denn, was sie tun? Mit nicht zu unterbietendem Dilettantismus, ohne Würde, trennt sich die Berliner Akademie der Künste zum Jahresende von einem ihrer international am höchsten angesehenen Angestellten, vom langjährigen Leiter des Archivs und der Bibliothek, Professor Walter Huder.
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Spanien
Invasion aus dem Norden
Ein Jahr der Invasion“ – so beschrieb jüngst eine spanische Wirtschaftszeitschrift jene Flut von ausländischen Investitionen, die bereits 1985 eingesetzt hat.
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Malaysia
Von Hektik keine Spur
Schon 1869 schrieb der englische Naturforscher Alfred Russell Wallace in seinem Reisebericht „Der Malayische Archipel“ über die Stadt Malakka: „Heutzutage läuft kaum je ein Schiff über hundert Tonnen in den Hafen, und der Handel beschränkt sich gänzlich auf wenige unbedeutende Produkte der Wälder und auf die Früchte, welche die von den alten Portugiesen gepflanzten Bäume jetzt geben, zum Entzücken der Einwohner von Singapur.
Von Katharina Sieh-Burens
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Europameister im Einsperren
In England leben Farbige gefährlich – sie stellen ein Fünftel aller Gefangenen
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Weihnachten auf Bali? Silvester in Hongkong? Karneval in Rio? Ach was!
Die Freuden des Winters
Für einen Moment vielleicht bleibt jemand stehen. Blaue Wellen und sichelblättrige Palmen, ein ganz ganz junges Mädchen, eine Kokosnuß in der Hand, ein strahlender Jüngling mit Blüten im Haar.
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MICHAEL RUTSCHKY
Warum uns die Bundestagswahl nicht interessiert
Jaa, sage ich gedehnt, das wäre nicht so toll, die absolute Mehrheit für Helmut Kohl, und Franz Josef Strauß als Außenminister.
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Wilde Ehe oder Vorehe?
Die Bundesregierung warnt vor dem Leben ohne Trauschein – warum schafft sie die Benachteiligungen nicht einfach ab?
- Gesellschaft
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Studienkreis: 25 Jahre Tourismusforschung
Wir wollten mehr Wissen haben“, damit begründete der Vorsitzende, Pfarrer Paul Rieger, bei der Festsitzung in München die Idee, die zur Entstehung des Studienkreises führte.
Von Heidi Ganser
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Der islamische Friedhof in Berlin
Ein Stück Türkei an der Spree
An der Bezirksgrenze zwischen Neukölln und Tempelhof treffen in Berlin auf einer Fläche von wenigen Quadratkilometern drei Welten aufeinander.
Von Jürgen Schulz
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Die Hürde der fünf Prozent
Vor zwanzig Jahren, im Dezember 1966, wurde die Große Koalition gebildet. In der Regierungserklärung Kurt Georg Kiesingers war die Einführung eines mehrheitsbildenden Wahlrechts vorgesehen, das ein Zweiparteiensystem zur Folge gehabt hätte.
Von Eckhard Jesse
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Fernseh-Vorschau
Sozial und scheußlich
III. Programm (NDR, RB, SFB): „Ein Platz für Menschen“; 1. Teil „Zu Hause im sozialen Wohnungsbau“ von Gina Angress-Köhler und Lore Ditzen; 2.
Von Programm (ndr, Kb
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Auf Skiern zum Geysir
Während einer 13tägigen Skiexpedition zu den höchsten Gletscher-Vulkangipfeln (2119 Meter) Südislands sollen Hekla, Snaefellsjökull, Oraefajökull und Eyjafallejökull auf Skiern bezwungen werden.
Von A. T.
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Mit verfeinerten Angeboten ins neue Jahr
Auch im neuen Jahr bilden die Amerika-Programme den Schwerpunkt in der Angebotspalette des Deutschen Reisebüros (DER). In Erwartung steigender Teilnehmerzahlen im Nordatlantik-Geschäft hat das Frankfurter Unternehmen fast 1800 Charterflüge in die USA und nach Kanada aufgelegt.
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Ein neuer Film der „Augsburger Puppenkiste“
Segeln nach Pumpolonien
Der Deckel der Augsburger Puppenkiste öffnet sich – und da stehe ich im Lummerland meiner Kindheit! Aber die kahlen Wände des Foyers, in dem die kleinen Fernsehspiele mit großem Aufwand gedreht werden, sehen mich ratlos an.
Von Susanne Kippenberger
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Zahlenspiele rund um die Freizeit
Mit stattlichen Zahlen kann das Reisegewerbe aufwarten, schließlich gelten die Deutschen seit Jahren als „Reiseweltmeister“.
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Schallplatten
Da keines der erreichbaren Lexika und Wörterbücher das Wort kennt, müssen wir glauben, was von den Musikern zitiert wird: Gramelot nenne man im italienischen Theater das Nachahmen fremder Sprachen mit typisch klingenden, sinnlosen Silben.
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Fernseh-Kritik
Lametta auf allen Kanälen
Auch der Fernsehturm draußen auf dem verschneiten Berg hielt Einkehr. „Pink“, die Sendung, in der Udo Lindenberg das Christkind mit Rumpelstilzchen verglichen hatte, war noch vor der stillen Nacht aus dem Programm gekippt worden.
Von Helmut Schädel
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August-Macke-Retrospektive zum 100. Geburtstag
Flaneure im Paradies
Im Oktober 1911 wurde im oberbayerischen Murnau die Programmschrift „Der Blaue Reiter“ geboren, eins der großen künstlerischen Manifeste des Jahrhunderts.
Von Volker Bauermeister
- Kultur
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Nachdenkenswertes zum Thema Deutschland
Über den Tellerrand hinaus
Der Frage nach der sogenannten Identität, die bei uns Deutschen derzeit Konjunktur hat, scheint ein gewisser nazistischer Grundzug nicht fremd zu sein.
Von Christian Hacke
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Das Muster einer mißlungenen politikgeschichtlichen Synthese über 1848/49
Keineswegs ohne Erfolge
Endlich sind nach jahrzehntelanger Pause in den letzten drei Jahren vorzügliche Darstellungen der deutschen Revolution von 1848/49 erschienen: die bisher beste, gedrängte Analyse von Wolfram Siemann (Die deutsche Revolution 1848/49, 1985), die vergleichende Zusammenfassung von Dieter Langewiesche (Europa 1815-1849, 1985), die ausführlichen Revolutionskapitel in Thomas Nipperdeys „Deutscher Geschichte 1800-1866“ (1983, 78 S.
Von Hans-Ulrich Wehler
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Achtung, Satire!
Das Diaghilew-Syndrom
Protokoll einer öffentlichen Anhörung vor dem Untersuchungsausschuß zur Kontrolle mäzenatischer Umtriebe vor allem in den audiovisuellen Medien
Von Manfred Gräter
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Filme
Eine Literaturverfilmung, distanziert und streng: Klaus Manns Roman als filmische Lektüre einer vergangenen Gegenwart. Nicht das Drama steht im Mittelpunkt, das theatralische Ereignis, sondern der forschende Blick des Kinematographen, die sichtbare Rede der Körper, der Bewegung.
Von Norbert Grob
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Wieviel Phantasie braucht der Schriftsteller; um mit der Realität zu konkurrieren? Literatur nach dem GAU: ratlos
Unterm Stern von Tschernobyl
Theodor W. Adornos berühmtes Verdikt, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, sei barbarisch, ist häufig zitiert und noch häufiger mißverstanden worden.
Von Kkus Modick
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Der Modemacher aus Wattenscheid
Das langgestreckte Gebäude ist düster-grau verputzt, ein Teil der Wand neben dem Haupteingang ist – im tristen Stil der späten fünfziger Jahre – mit bunten Glasbausteinen verziert.
Von Gunhild Freese
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Musiktheater: „Rigoletto“ in Hamburg, „Turandot“ in Berlin
Verfluchte Oper
Oper: Seit vierhundert Jahren eine paradoxe Kunst, aus der offenkundigen Irrealität einer erfundenen Fabel wie aus der Absurdität von singenden Darstellern die höchste Stufe der Realität einer emotionalen wie rationalen Betroffenheit zu gewinnen, Oper aber auch: Die paradoxe Kunst, von den Chancen optimaler Konstellationen eine nach der anderen zu vergeben, indem mit traumwandlerischer Sicherheit die Selbstsüchteleien des einen die Neurosen des anderen tangieren und die Rationalität hier die Emotionalität dort trifft; wo verletzt, was nicht ja sagt, wo beleidigt, was nicht applaudiert, wo empört, was nicht den eigenen Ruhm vermehrt – wo die Ichbezogenheit, die das System zunächst selber erzeugt hatte, so hybrid wird, daß sie die Gravitationskräfte des Systems übertrifft: Die Fixsterne enteilen mit unvorstellbarer Geschwindigkeit in die je ihnen eigene Richtung.
Von Heinz Josef Herbort
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Kunstkalender
Ein neuer Star! Eine Sternschnuppe am Kunsthimmel? Was wird versprochen, was wird verkündet, was macht die neue Entdeckung so begehrenswert für Galeristen und Kunstdirektoren? Der Star ist jung, noch jünger als die legendären Dreißigjährigen, die damals neuen „Wilden“.
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Gegen den Biographismus
Ich über mich
Am Beginn steht die Absage an die Absage einer Absage. Als Alain Robbe-Grillet, wie er selbst ausführt, 1976 mit der Niederschrift seiner Autobiographie „Der wiederkehrende Spiegel“ begann – mit dem den nouveau roman konterkarierenden Satz „Ich habe nie über etwas anderes gesprochen als über mich“ –, wollte er bewußt angehen gegen die von ihm selbst begründeten Theoreme eines neuen Romans, an dem auch Nathalie Sarraute, der Nobelpreisträger Claude Simon und Michel Butor arbeiteten, jenseits des allwissenden Erzählers und des geschlossenen Bedeutungszusammenhangs.
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Theater in Stuttgart
Kirschen in Nagels Garten
„Clavigo“ und „Der Kirschgarten“ – ein Spielplan-Zufall bringt die beiden Stücke (und damit: die beiden Erinnerungen) plötzlich wieder nebeneinander.
Von Benjamin Henrichs
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Zeitmosaik
Aus dem in Korea zweisprachig erschienenen Band „Kohl-Witze“. Der Herausgeber, Nanja Shin (ARD Seoul), versteht den 250 Seiten dicken Band, angereichert durch Photos und Karikaturen des Kanzlers, wie Worterklärungen und Anmerkungen zeigen, auch als Lehrbuch der deutschen Sprache.
- Länderspiegel
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Marienkinder-Sekte
Die lockere Hand des heiligen Josef
Es war zur Weihnachtszeit. Cornelia sollte bei der bevorstehenden Weihnachtsfeier einen Engel darstellen. Dem frommen Spiel gingen ziemlich brachiale Vorbereitungen voraus, wie zwei Jahre später in einer Anklageschrift nachzulesen ist.
Von Stefan Stremel
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Radioaktiver Schlamm
Ein Richter ärgert den Landesvater
Der Sonthofener Amtsrichter Thomas Walther hat sich den Zorn des bayerischen Stammesfürsten Franz Josef Strauß zugezogen; war ihm doch bis dato nicht beizubringen, daß radioaktiv belasteter Klärschlamm ungefährlich ist, weil in der Klärschlammverordnung das Wort „Radioaktivität“ nicht vorkommt.
Von Hans Kugler
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Ansichten aus der Heimat
Das schöne Dorf - vorher/nachher
Jeder könnte Dutzende anderer Dörfer nennen, denen Ähnliches widerfuhr. Hier aber geht es um ein bestimmtes Dorf, um Echte. Postanschrift Kalefeld 7, gelegen an der A7, mit besten Verkehrsverbindungen nach Osterode, Northeim und Göttingen, 340 Häuser, 1365 Einwohner, darunter 13 Landwirte und über 300 Pendler.
- Lebensart
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Wie fragt Mann nach Frauen?
In Stellenanzeigen wird deutlich, daß die Gleichstellung von Mann und Frau immer noch Utopie ist
Von Evamaria Brockhoff
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Begegnung mit Nr. 1
Domenico Guarnera, der älteste Kellner im berühmtesten Café Roms, dem Caffé Greco
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Lilli Kopecky
Warten sie auf meinen Tod?
Eine Jüdin verlangt Entschädigung für erlittenes Unrecht / Von Susanne Mayer
Von Susanne Mayer
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Denver-Slips
Endlich wird das Geheimnis gelüftet. Was die zahlreichen Ehemänner der Alexis Carrington-Colby-Dexter nie herausgefunden haben, wir wissen es jetzt: Alexis trägt unter ihren exklusiven Roben deutsche Unterwäsche.
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Umberto Eco:Streichholzbriefe
Die allgemein üblichen Lügen
Letzte Woche habe ich von der Autonomie der Universitäten gesprochen und von den Unsinnigkeiten infolge bürokratischer Zentralisierung.